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nes stieffbruders Chariberti, dem er doch endlich ein stück von Agui-tanien abtrat, aber nach dessen bald darauferfolgtem tobe wiedererbte. ( s. Charibertus) Als die Wenden an. 6; i und in Thü ringen emfielen, gieng er ihnen entgegen, ward aber geschlagen, weildie Austrasier nicht recht fochten. (»Nach diesem stuhnd erSisnan-do bey, als solcher den West-Gothischen Konig in Spanien , Smn-tilam, dethronifirte. O) Als die Wenden hierauf unter ihrem Kö-nige Samo wiederum einfielen, die Austrafier aber, weil sie ihren ei-genen König begehrten, nicht zu selbe gehen wolten, ließ Dagober-tus seinen z jährigen söhn Sigcbertum zum Könige von Anstra-sien machen, und gab ihm so viel bediente zu , als zu (einem staateund zu seiner anferziehnng vonnöthen waren, woraufdie Austrägerden Wenden, so lange Sigebertus lebte, tapfern widerstand tha-ten. (c) Ferner brachte Dagobertus die aufrührischen Britanniecuiid Gasconier zum gehorsam, und nachdem er in Franckreich wie-derum fride gemacht, starb er den i9ian.an.ü;8,und ward zu§c-Denis begraben,» welche abtcy er daselbst an. 6;o gestiftet, undmit reichen einkommen versehen hatte; wobey jedoch zu tadlcn,deß er dazu vieler anderer Kirchen zierath weggenommen und an-gewandt. Seine erste gemahlin Gomatrudlicß er von steh scheiden,weil sie unfruchtbar war, und heyrahtete ein sehr schönes Sächsi-sches fraulein, Nanthild, welche er, wie etliche berichten, außeinemkloster soll genommen haben. Andere hingegen sagen, daß man dasWort monallerio vor minillci-io gelesen, weil sie eine von seinen be-dienten gewestn wäre. » Jedoch ließ er sich in wenig inonateugleichfahls von ihr scheiden, und Heyrathete an. 6zo ein ander ade-licheö Sächsisches fraulein, namens Ragnetrud, welche des KönigsSigeberti mutier worden. Weil ihm aber an. 6)4 seine gemahlmNanthild einen söhn Clodoveum gcbohreN, so innß Ragnetrud ent-weder bald gestorben oder ebcnfals von ihm geschieden seyn, und ermit der vorigen gemahlin sich wiederum versöhnet haben. Dago-bertns soll auch viele concubincn, als Wolfgonde und Dortilde oderBertilde, die alle den uamen der Königinnen geführt, ingleichenunterschiedene töchtern gehabt haben.Dem Volck solle dieser Koniggut recht gehalten hab n, und deßwegen von (ewigem sehr geliebtworden seyn. <» c. 68. (b) 7 . 7 . c. 7;. (c) 7 ^. c. 74 7 t- 76.
(tz) tzcsnnis Osgobcrti. 1. col. z>8. ^^rLriricsl,
77 . p. 8)4 atz so 647. n. r. (e) r. 1. cc,'. ;o'. *
Dagobertus II, der jüngere zugcnannt, Childeberti des ge-rechten söhn, ward an. 711 König in Franckreich. Erharre zwarden nainen, aber nicht die autoritäk und gcwait eines Königs, derensich die so genanten tzomn? oder Hofnreistcr anmaßten. Pi-Viiius Crassus , welcher in diesenr amtc 27 (ahr Franckreich regierethatte, starb an. 714, welchem sein enckel Thcobaldus unterdcrvor-mundschafft seiner groß-miitter Plcctrudis, und nach diesenr Rain-fried in solcher cksrge succedirtcn. (s. Plectruda. ) Dagobertusstarb den 19. jan. 716. 1 4-c. 4?. ;o.T'«,«-,. spp. c.
iii. 07 eL-^liistor. tzc krsncc- DEe/M. i. col.)48.
Dagobertus warSigcbcrti III Königs in Australien söhn /wel-cher ihn z oder 4 iahr alt hinter sich ließ, unter des Hofmeisters Gri-moaldi Vormundschaft. Dieser aber schickte ihn durch Didonem,Bischof von Poitiers , in Jrrland,und setzte seinen eigenen söhnChildebertum an desselben statt aufden throri. (f. Krimoaldus )Jnseinem exiilo gerieth er in bekandtschafft mit S. Wilfrido, der ihinwieder nach Franckreich verhalff, (allwo ihn Childericus I l freund-lich emvficnq, und ihin ein stück landes in dein Elsaß übergab,worzu er nachmals noch Austrasicn bekommen. Nach einer rcgie-rnng von 7 oder 8 jähren, ward er an. 6 79 von der faction des ehema-ligen Grimoaldi meuchclinördcrischer rveise ermordet. Hcnscheniusin der vorrede über das z te voium. der leben der Heiligen im monatmertz, schreibet dem Dagoberts; söhne und 4 töchter zu, welchesaber mehrern beweiß brauchet. 1.
V>r«8. <8c in vit. §. Vllbritzi 2p. )ob. ^>2bill.
vol. 4. 58 . benetz. öc tzc gcüis
Iraiic.koin. 1. 77 e»»-»E tzc cribur veZobcrr. bild. tze krsnre
D. i.cc>I.zr6.z;;.zz9.
Dagon/ war der Philister Abgott, welcher oberwärts einemenschliche gestalt hatte, unterwärts aber, von dem bauche an, aus-genommen die deine, wie ein sisth außsahe, lind schuppen hatte nebsteinem langen schwantze, den er auf der erden schleppte. Das Wortbedeutet im Hebräischen so viel als einen fisch. Vermuthlich mag eseben derjenige götze gewesen (cyn, welcher von den andern HeidenNeptnnus oder Triton genennct worden, von dem es heißt:
kronsbomincm pr.rU>rr, in pilccm tzcsinitMvus.
«tzip. /kMpt. tom. 8.tzc tzüs Z^riz. 7 . Oannc?»
Dagöberg / eine Grafschafst nebst einer kleinen stadt, und ei-nem schlösse auf einem hohen festen , im Nicder-Elsaß im Brciß-Thal gelegen.Sie stost an die Herrschafft Ochsenstcin,a>i das Biß-thum Straßburg und die Grafschaft Lützelstein, lind ist eine deraltestenGrafschafften imEliaß. Ihre ersten bcsiizer/dieGrafen glei-chen namens, stamten mit denen Lothringern, Egißhcimcrn undHabspurgern vonHugone i. her,welcher aiis Hertzögl. Elsaßstcbenstainme von Attico entsprossen. Ob aber die Lichtenbcrger von denDagsbergcrn herkommen, oder diese von jenen in einem besondernäst abgegangen, lasset man dahin gestehet seyn. Einige wollen solchesaus der gleichheit des nahmens und Wappens mutbmassen, indemsie die Dagsberger vom tage,die andern aber vom lichte bcncnet zustyn vorgeben. Indessen ist gewiß,daß die Dagsberger in ,ebr altenuhrkunden derUranckischenKonige vorkominenmnd (bnst anfallenalten turmeren anzutrcffcn.So war auch dcrPabst Leo ix aus die-ser familie,welcher zuvor das Bißthnm Straßburg unter dein nah-mcnBrunoHcziloverwaltet.Dcrlctztescincs geschlcchts war Cuno,dessen tochter GrafFriedrich m von Leiningcn zumgcmahl gehabt,
dah dar
und ihrem söhn GottfriedbieGrafschafft Daqsberg verlassen, vonwelcher zert an fM beständig bey Leiningen verblieben.
-"SÄ 7 -. I. p, 619. gtz LIf. clir, p. 1067.
xrotzr. icr. p. r?r. 77 e,L°Z Ltt. ckron. l. s. x. rc>6.
Dahme / oder Tham/ eine kleine stadt, nebst einem schloß undamte,zwischen der Nieder-Laußnitz uiid denrSächsis. Churkreyse ,andem fluß Goila,z mcilen von Jütcrbock, gelegen.Sie soll von dem a-delichen geschlechte derer von der Dahme / welches noch jctzo in derLausnitz floriret, erbauet worden seyn,wie denschonin dem 12 seculo sbrüder j Heinrich und Reinhard,den namen von und zu der Dahme geführet. Es ist eines von den sso genanten erimirten Magdeburgsfchcn ämtcrn, die von dem Ertzstifft durch den Pragcrischen friedenan. 16;; anChurfürstJoh.Gevigiumi zuSachsengekommen,der sieseinem andern sohn,HertzogAugusto, /ctzmwiürskorl zu Magdeburg ,im testament nebst andern örtern mgetheilet hat.Augusti andre ge-mahlin, JohannaWalpurgis, hat allhier ihren wittwensitz gehabt,und ist daselbst an. 1687 gestorben.An.i7i9.resrdierteal(daAemiliaAgnes, eine wittwe Hertzog Friederichs von Wcissenfelß.
Dahm/ Dham(von der) ein uraltes adeliches geschlecht inderNieder-Laußnitz,welches noch heut zu tage dasclbsten in demLuck-Hauischen kreise das ritteraut Zierckhe besitzet. Sein Ursprung wirdhergeleitet von denen ehemahligen Herren von und zu derDha-me/ welche das städtlein und nunmahlige amt Dham oder Dalj-me / ( so ungefehr; stund von Zierckhe liget und nun zum Fürsten -thum Qucrftmh gehöret) vormahls bewohnt haben. Von diesenHerren sind noch verschiedene brieffschastten vorhanden, unter an-dern: ein lehcnkrieff tzc an. i zoo darinn MarckgraffDietrich vonMeissen denen von derDahme das dorffWillickbau verliehen. Hein-rich und Reinhardt lebten an. M44 Wilhelm, an 1402. Auß derSorauischen Knie, wäre Georgius indem 16seculoHauptmann.Joachim hatte an. 1; 5; folgendes Unglück,daß als er mir dem Cantz-ler Sigmund vonUnruhe auf einem gastgcbotte zuSorau wäre,undvon demAmts-Schösser allda angegrissen und aufden kopffgehauenworden, er seines dieners degen ergriffen und den fchösscr damit lovgestochen, worüber seine hochschwangere stau dergestalten erschro-cken, daß sie alsofort gestorben. Er mußte des entleibten hinderlaffe-ncn 4°o thalcr abtrag bezahlen,und wurde darauf an. 1 zzs. landes-Hauptmann zu Sorau undForst.HeinrichStallmcister beymFrey-Hcrrcn von Promnitz, ist an. »0 zu Zschacksdorst von denen erbit-terten baurcn grausamlich ermordet worden. Lucas wäre an. 1664.Landes-Acltistcr des BrigischcnFürstenthums und Philipp LudwigHofmeister bey der verwitribtcn Pfaltzgräfin von Simmcrn. Sieg-fried zu Zierckc starke an. 16-14. als Chur-Sächsischer lands-haupc-mann und obcramts-verweser des Marggrafrbums Niedcr-Lauß-nitz, hindcrlasscndc einen (ohn Sigmund Seystied, lands-ältistendes Luckhallischen crcyses und Furstl. McrscburgischcnConsistorial-Rabr zu Lubben , dessen söhn Chur (achsischerQbrist-Leütenant, denstammen fortgcpflaNtzet hat. 7 ,r-c-u Ickteti ckron. 9.179z. 474^««, Lo-rsuiNK. cliro». 9. 40. Lc 181.*
Daibertus oder Thcobcrtus / der erste von den Lateinern,welcher an. 1099 zu Jerusalem Patriarch war, nachdem Arnm-phus von bauen vertrieben worden. Als er aber mit Balduino demKönige von Jerusalem , wegen der kirchen-rechte in einen streit ge-rathen,wurde er durch Arnulphi list wieder abgesetzet,kam so dan inItalien mit Boemundo,dem Printzen von Anfochten, welcher Con-stantiam, des Königs Philippi l >st Franckreich tochter, heyrathenwolle, und wurde hernach wiederum zurück» Verwaltung seinesvorigen aiuts gesandt, starb aber unterweges in Sicilicn an. 1107.
7 » I. 8. 9 - n. 7 r-rxo„.an. cc 1095. 1098. 1104.6c nc,;. tzcc.
Daibuth odcrDaiboth/ist ein götze bey denJaponeseru,dessenvornehinster tcmpel in der stadt Miaco zu finden.
Dailloir/ ein gesthlcchtc in Franckreich , welches viel be-rühmte leute hervor gebracht hat.Johanntz-Daillon lebte an.1420,und hinterlicßAegidiun: tz- Daillon, Herrn von Lude -uMaine, wel-cher unter der regicrung Caroli vu ,n anscbcn war, und ein vatcrwurde Johannis u tz-Daillon, der ben den: Könige Lndovico x, ingrossen gnaden stuhlst,ben welchem er Canmier-Herr war, und vonihm zum Cavitain der Pforte, und der ccnr tzomm-z tz'^^msr, zumGouverneur vonAlen-zon, Pcrche nnd Dauphine wie auch der stadtArras und der Grafschaft Artois , über dieses zum General Lieu tenant der armem in Picardie. und vorher in Ronssillon gemachtwurde,«, welcher letztem landschaffterPervignan an. 14-, ero-bert. Er starb an. »o zuRoussNion iiiDauvbine, und hatte r stb-nc und z töchter. unter denen sonderlich Louise eine gemahlin An-drcä tz-Vivonnc,Herrn vonCbataignerane, von Aniou, :c.
in den memoiren ihres cnckcls, des Herrn von Brantome > be-rühmt ist.Die söhne waren Jacobus welcher sueeediertc, undFran-riscustzeDaillon,Hcrr tz-la Crotte, Capitain über zo steerreuter,der sich in den schlachten bcyS.Aubin tzuCormicr,Fornoue undRa-venna signaliret, an welchem letztem orte cran. 1 c 12 geblieben; er
ist gleich wie Bavard, Lkevalici szn; pcur Lc Urns reprocbe gcncn-nct worden. Jacobus tzc Daillon , Herr von Lude, re. Rath undCammer-Herr derKönigenLudovici xu und Franeifti 1, warcli.ii vonAniou nndOouveriieur, vonFuentaravia.Er ließ seine kluq-heit und tavffcrkeit bey allen aelcgenhciten spüren, und dcfendirtean. i-!22 Fucntarabia, welches fast ein iahr lang von den Sva-nicrn belagert wurde. Desgleichen beschützte er auch das schloß zuBrescia inJtalicn.Er starb an. i-iz2. SemsohnJohannes m vonDaillon, erster Graf von Lude,Baron von Jttiers, r c. wurde ---necbLi von Aniou, Rath und Cammer-Herr des Königs, Ritterdes Königl. ordcns, Souverneur von Poitou, !- Rochelle, demländqcn Äüttls, Cenersl-7.ieucenanc von Guienne , rc. Er starb zuBourdeaux den 21 aug. an. 1; 57.Unter seinentinvem sind zumer-