Band 
Zweyter Theil
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cken Guido, sein Nachfolger; Renatus / BischvffvönBayenr,c:o«-mLnöour der Königlichen ordm , so an. 1601 gestorben ;Francrsicus, Herr von Brianzon, der an. 1569 in der belagerung PomersgebliebemGuido vonDaillon, GrasvonLude,rc.Ritter der König»lichen orden, Louvernear in Poitou , 8enccksl von Anjou, rc.legte viele proben seiner tapfserkeit ab , in Vertheidigung der stadtMetz, in der Macht bey Renti , bey eroberung Calais , Guines,Marans, Bronage, und bey belagerung Poitiörs / welches er an.i;6y von dem 22. jul. bis 7.7ber Wider dieHugenotten beschützet.Er starb zu Brian-on den n jul. an. 158;. Sein söhn Franciscus«le Daillon,Grafvon Lude, rc. s-nerbsi von Anjou, dieme den Kö-nigen Henrico iu, 1 v und Ludovico xm > wurde Hofmeister beyGastoue von Franckreich, Hertzoge von Orlcans, und starb. an.1619. Unter seinen söhnen und'zu mercken Caspar, Bischvff vonAldi, Lnwwgncieur der Königlichen orden, so an. 1676 gestorben;und Thimoleon von Daillon, rc. welcher, als der älteste succedi-rer, und Henricum von Daillon, Hertzog von Lude, rc. Ritter derKöniglichen orden, Groß-Meister der artillerie von Franckreich,Schioß-Hauptmann von 5. Qermsin cn Usve und Versailles , hin-terlassen. Er war vorher Ober-Cammer-Herr beydem Könige,welcher ihn an. 167; zum Hertzoge und ?-ir machte. Erstarb zuParis im arsenal an. 168;. 1. s. c. ,0 <Sc ,z.

«« I. l, ruelli. vies cics komm. iNull.

7»rdo/ ASiicsI.LLll. k. II 11.96.

Daimachus oder Deimachus von Platea, war abge-sandter an Mitrochadcn, König in Indien , Androcoti söhn, hel-fen Jnstinns gedencket. Er lebte under Selenes dU-srorc, der nachdem tobe Alex. ru. das Syrische Reiche behandlet. Wir finden 2.seiner bücheren von denen alten citiret. Das eine von Indien , wo-rinn alles voll fabuln, als wären da leuthe mit so langen ohren, daßsie sich darauffals ausseine decke schlaffen legten,ohne mund undnascn, nur mit einem äuge mittenin der stirnc rc. Das andere han-delte von allerhand kricgsmachincn. §r>---doiib.iss«sir» i.iz.

lle urd. in voce I. scccl. llo Nillor graie. I.r. c.rr. *

Dam/ ( Olivier!-:) des Königs in Franckreich Ludovici XIbürbierer, war von Thielt aus Flandern gebürtig, eines baurensöhn, der nicht weit von Gent wohnte, und K inM-, Teuffer / 0-der wie andre sagen,!«kcisuvsis, der öc-je / mit dem zunamenhieß, welchen der König nachmals an. 1474 in Dain verwandelte.Er kam bey gedachtein Könige wegen seines Verstandes und simergeschicklichrert in grosse gnade , wurde zu vornehmen chargenundgouvernementen befördert, unverlangte ein groß vermögen. Mü-dem tode des Hertzogs von Burgund Carolr Luäsc-s, da der Kö-nig die Flandrische städte an sich zu bringen suchte, ward er vondemselben, weil er der spräche und des landes kundig, nach Gentgeschickt, um eine parthey daselbst zu machen, und bey der Prmces-sin Maria, die die eintzige tochter und «bin Caroli war, geherureaudientz zu nehmen. Er hielte zu Gent einen zimlichen prächtigeneinzug, gab sich den titul eines Grafen von Mculan, well ihm derKönig die Capitainerie von Meulan , y meilcn von Paris ge-chen-cket. Er bekam auch öffentlich audientz bey der Prinzen in, du ge-heime aber wolle die bürgerschafft nicht zulafien, daher er in der öf-fentlichen wenig redete. Weil idnenun die meisten leute kannten ,und wnsten, daß er nur ein barbier unb banren-whn geioejen, warder von der burgerschaffc und derPrinzessin selbst nur ausgelacht: errächte sich aber bald,indem er durch hülste einer heimlichen Verständ-niß Tournay dcmKönig in die Hände spielte. So langeLudovreus xilebte, blieb er bey ihm in gnaden ; allein zu anfange der regierungCaroli vni, nachdem die Reichs-ständc zu Tours eme ver,amlunggehalten , brachte es der General-Procnrator dahin , daß dieserHochmülhige Minister an. 1484 gar aufgehenckt wurde.

liiü. Null. Xi. ^Lr 7 . I-«/. UiU. llc-, i-rvor. 60-

,/>. ies preuves 6^ otzkervLt. luv les mem. lle ?lill. <le (-vunnes.

DLMel. Niki. lls krsucc 1 . II. col. 1409. leg.

Dairi/ waren Monarchen in Japan , welche über e; Könige zugebieten hatten, und wie gotter angebetet wurden-Allem an. i;;orebellirtendiese Könige, und regierte sodann em,egüchernach,ei-nem eigenen belieben. Nabunanga , der vornehmste unter ihnen ,ward, nachdem er an. 1570 die stadt Miaco eingenommen hatteKönig über das gantze land , erkannte abernochuumerdie Darrtvor seine Ober-Herren. Darauf wurde Taikosamma durch dieDairi, die an. 1600 von freyen stücken abdanckten, zum Kayser vonJapan erkläret, und legte also den gründ zu einer neuen monarchre.

uvairo / ist dername dcs grossen Japanischen Hohenpriesters,

dessen geschlechte sonst das Kaystrthum Japan gehörte, bis es dem-selbiaen von den vorfahren des jetzigen ge-iommen worden, dessenpallafi in der Japaiirschen Haupt-stadt Jedo ist, gleichwie der Dar-ri ihrer in der stadt Miaco.Die dem Dairo von den Japanesern bey-genressene Heiligkeit ist so groß, daß kein sin; von chm die erde berüh-ren , noch die sonne sein Haupt beschenken darff. Es ist ihm Nicht zu-gelassen , in die freye lufft zu komm, noch -ein haar, bart und nagelabstl neiden zu lassen. Seine victualrm müssen rhm allezer m neuenkörben aufdie tafe! getragen , und aufneue teüer geleget werden.Wenn er ausgehen will, so geschrhet solches m einer sanffte, wel-che unsern kutschen in etwas gleich kömmt, deren Pfeiler alle vongediegenem golde sind. Auswendig ist sie nut vielen goldenen figu-ren gezicret, und mit einem silbernen zmgeumgeben / wodurch derDairo rederman , ihn aber niemand sehen kan. In dieser sanfftewird er von 14 der vornehmstenEdellenten an seinem Hofe getragen.Seine garde gehet voran, und eine kutsche kommt hmten nach /welche von 2 Pferden gezogen wird , deren zeug über und über nutperlen und diamanten gesticket ist. Zwey Edelleute halten derjel-

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ben zügel, und L andere marschiren auf beyden feiten, der eine miteinem wmd-fechcl, den er stets beweget, um die lufft kühle zu ma-chen , und der andere mit einem sonnen-schirme, um damit schat-ten zu geben. Diese schöne kutsche gehöret für des Dairo gemahlinund concubinen; weicher noch andere feine kutschen nachfolgen ,die auch mit einem gewissen zeuge bedecket sind, wodurch die Da-men alles sehen, aber von niemand gesehen werden können. 4^«-

beickreitz. ller lllollLlill gclLnllkck. sn cicn von ^spsn.

Dalacka / eine Jnsul im rohten meer z meilen vom festen landegegen der stadt Ercoco über gelegen. Sie ist ungeacht ihrer gesun-den lufft dannoch unfruchtbar. Die einwohner sind AbyssinischeChristen die unter ihrem eigenen Fürsten stehen. Am strande findetManperleN.Victel.L. L.8rLsrsbekckrell>unA.k.ll.x>.;7o. *

Data/ ein flußinWallis, der seinen Ursprung an dem fuß desGemmi-Bergs eine gute meil hinder Leuckh hat, unb underhald die-sem flecken m den Rhvdanlaufft. *

Dalanguer / ein groß gebürge in Asien , s. Caucasus»

Dalberg / sitze Lammerer.

Duke / (Anton von) war den 8. nov. an. 16 z 8 gebvhren. Er be-zeugte von rügend auf grosse bist zu den sprachen, ward aber vottseinen eltern genöthigt, sich der Handlung zu befleifstgen, doch griffer wider zu den ttullUs, da er schon ;o jähr alt war. Er legte sichaufdie medicin, in welcher er hernach vromovirteund practicirte,alich zuletzt Hospitat-Medicus zu Hartem ward, nachdem« einezciklang unter den Menomsten war Prediger gewesen/welche bc-dienung «jedoch selbst niederlegte ,weil er sich nichkallzuwohl dazuschickte. Neben dam laß er fleißig die Griechischen und Lateinischenantiquitäten , wie man denn in seinen Missten große belesenhcitantrifft, und merckt ,daß er sich alles wohl zu nutze machen können.Doch tadelt man daran, daß er mwröentttch und nicht gut Lateingeschrieben, welches wol der art, damit er seine Kiwis zu treiben ge-nöthigt gewesen, beyzumessen ist. Diejenigen, so ihn gesehen, lo-ben seinen Umgang, den er nut allerhand artigen Historien und mitfeiner natürlichen frenhcit, damit er von allen fachen redete, ange-nehm zu machen wüste, wie er fleh denn öffentlich als einen feindalles aberglaubens und heucheley aufführte, welches ihm in unter-schiedenen stählen soll geschadet haben. Er starb zuHarlem an einerdlosen Mattigkeit den 28. nov. 1708. Seine Missten sind a- Ors-

culls > lle !llo!olscris , lls ^kikcs, llc rmriczuis marmoridus. klikorisUsprikmorum Ulcbi. L: Llirik, Oilll Uix>sr. LimclnimLrooe, 6cc. L«'-cdor/re "U XVI!. p. kcc^c>.

Dalecarlia / ist eine grosse provintz inSchwedcn,welcheNord-wegen gegcn;abend und Mitternacht,Hclsingen gegen morgen, nudWermeland,eineGothläMM p:ovmtz,gegen mittag hat.Es ist einsehr bergichtes land,welches nichs als kleine dörffcr in sich,aber vielecifen-gruben lind kupffer-bergwerck hat,daher auch die bergleutc inSchweden Daiekeeiü gcrienm werden. Der flusDalecarle, worvvn

und gute Mdaten sind,wickelte Gustav,ein Schwedischer vom adchbeffeii vater EncusWasa von Grypsholm oderLinbholm im Stock-holmischen blnt-bad war enthauptet worden , wider den König inDänemarck,Christiernum >>. aus,um die vorige freyheit wiederumzu erhalten. Nachdem sie nun die Dänen fast aus gantz Schweden vertrieben hatten, wurde gedachter Herr von den Reichs-ständenzum König erwählet, und legte den gründ zu der heutigen Schwe-disthen Monarchie. X-rLe? as tcri'^>t. 8uec.

Dalechamp / (Jacobus) ein wwicu?, war ein Edelmannvon Caen aus d«Normandie,und practicierte zu Lyon von a.i;;Lbis i;8? oder 88 ,da erstarb. Er war in ill-ris c!e§sntt»ri!)us wohl«fahren, wie seine werck'e zur gnüge zeugen. Er sthrieb stikoire

gencrille llc; plsme- in 18 HÜch«N; 6s pelle libr. lclioüs in ?sull-k.ginckT >ibr. 7. Ek gab Mich Nlliiii kikori'sm Xisrurslem mit NvteN

heraus,und übersetzte i; bücher des Athenät aus dem Griechischenins Lateinische- L: I/er-üe»' kibl.

krsnc. 2,-!» c!e 8cripc. melllc. ^

Dalem/Gravendalen/ eine kleine stadt in dem HertzogthumLimbnrg, an dem flusse Bervin, 2 meilcn von Lüttich gelegen. Sieführt den titul einer Grafschafft, und gehört den Holländern. An.1578 und i;8; ist sie von den Spaniern, und an. 1672 von denFrantzostn erobert worden,welche letstern ihre bevestigungs-werckrlliedergerissen. Xer/c» Mopo-zispn. 6srm. inter.

Daleschitz / vor zelten ein Kloster der Cistercienstr-jungfraucninrMarggraflhmnMähren,welches derTaboriten fuhrcrProcopiuSan. 1429 verwüstet hat.

Dalia/ eine Schrvedische provintz in West-Gothland zwischender see Wen« und dem aouveroemenr Bahus. Die Haupt-stadt da-rinnen ist Dalebourg, die andern flecken sindHolm,Brette,Killen,rc.

llclcr. Luccw.

Dalläus / (Johannes) oder Daille / war zu Chatellerantden 6 jan. an. 1:94 gebvhren. Sein vater wäre uec-vs», a«c-onllsnscions zu Poictiers und wölke anfangs nicht, daß «studircn solte. Weil er aber eine sonderbare nergung darzu be-zeuatc, schickte er ihn im n jähre seines alters nach s. MairentrnPoitou; woraufer seine Kull.s zuPoitrers,Chatellerant nndSau»mur fortsetzte, von dem letzten orte aber im oct. an. 1612 zu dem

beruffen wurde. Nachdem« nun7iahr denselben vorgestanden,trat er mit ihnen an. 1619 eine reise nach Italien an, hatte aberdas Unglück, daß der eine zu Mantua kranck wurde, und darauf zuPadua mit tode abgieng, wohin er ihn, weil die Protestirenden da-

A; selbst