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flelhst etwas mehr freyheit haben,bringen lassen» Er hatte bey diestebegebenheit wegen der Inquisition viel Verdruß z doch brachte er esendlich du:ch beystandPanliSarpie,a>l welchen ihnMornaus recom-mendiert hatte, dahin, daß die leiche nach Franckreich durffte abge-führt werden. Hieraufgieng er nebst seinem untergebenen nach derSchweitz , Tcutfchland, Niedcrland, Holl-undEngeUand,und gclan-getean. 1621 wieder inFranckreich an.An. 1621 bekam er deyMor«näo das amt eines Predigers, aber nur auf eine kurtze zeit, indemdieser noch in eben dem jähre im ybr. starb. Im folgenden jähr brach-
teek dle mein iresi)esLiuPIEöÄ!l>M(ly/ emev von jÄnen
qucn.clcLignesigeschriben hatte,in ordnnng,woran fman ihn an. 162 5nachSaumur,und im folgenden jähre nachParis zumpredig-amtzuCharenton berief, da er den in solches ansehen kam, daß er aufdemletzten nLlionL>-hnoUo derResormirtcn in Franckreich, welcher an»1659 zu Loudungehalten wurde, präsidierte. Doch wurde er in al-lerhand verdrnßliche strcitigkciten verwickelt, worzu die damaligecoml-ovei-? der Reforinirten , 6e zr-uis uiiivertsii, mit gelegeuhmgab; den er nahm Amyraldi parthcy an, und schrieb widerSpan-hemium einen tractat, unter dem tituiwpoiogis 6cs 6'nlcn-L 6c cv-renron. Hierdurch wurde dieser streit gleictMM aufsneue entzündet, und wolle sich Dalläns damit entschuldigen, daßdrescr tractat wider ftin wissen gedruckt wäre. Da aber auch Mare-sms sich in diese jacy mcngetc, bekam dcrstlbige eine gar harte ant-wort,welcher er mit nicht weniger hesttigkeit begegnete; doch wurdedieser streit gar bald zwischen beiden beygelegt. Er starb zu Paris den 15 apr. an.iü-o. Unter semen schrissten ist die vornehmste dertractat 6e uiu p-rrum, wider welchen einSngeUandev/^^iKa-uszcci-
vencrius. Lpologismprc» Z.ccclciiL prkcikus, heraus gegeben» FtMerhat man von ihm tibros VII. 6 c p«ms L: llici-LcHonibus Innnsni;;6 c lcriprir, Iut> Uion^kü NrcopsgikL, Lc Ignrrii Nmioclicni nomi-nivus circumtcruncur; 6 c jcjuniis pc ^us 6 , 2 Aci>ni 3 ; 6 c culm reliZivto;6c 66ei ex kcripcuris 6cmonIir2rionLcai>r,ai^c>virios; 6 eron 6 knicrione
extreme unAjone ; cje tLerLmenkLÜ jrve aunculärt ^scinvrurn con-felüonc ; cie imLZl'nilrus ; <Ie apokolicis, UN^ VÄ6
andere. Er selbst pflegte für sein bestes buch zu halten, seine rspoiweconci-c/I6am A L«reib, deren der erste ein Jesuit, der andereremabgefallener rcformirtcr Prediger von Poitiers gewesen, «einsöhn, Hadrianus DaUäns, war erstlich zu Röchelte und hernach zuPariß Prediger, begab sich aber,da die Verfolgung derReformirlcninFranckreich angieng, nach deriLchweitz, und starb zu Zürich immap an.-ä90,1m 62 jähre seines alicrs. übrcZs 6s is 6c v-eo»/.
diogr. *
DaUion, odcr Dallon, ein!c>e6icnr> gebürtig aus Griechen land . Manweifinichl/wennergelebct. Er hat verschiedene werckegeschrieben, die zum öfftcrn vorn Plinio angezuhrei werben, >. 6.
c. zc>. I. xs.c. ri. rr. iz- üc r/. s'o/ier- 6e Uiü. Lr«:c. I. z. p. z;o.
Dallwig/ eine adeliche und freyherrliche familie in Hessen , vonwelcher Lhcodorieus an.izri und Rcinerusan. 1565 als Achtezu Cordey verstorben. Reinhard war zu Kayscrs vigismundi zeirenein berühmterkricges-Hcld. In dem ;o jährigen kriege thaten sichCurt und Johann Wilhelm, als Heßischc Obrisren, hervor. An.1S77 bekleidete !^. die stelle eines General Majors unter den Hessi-schen trouppen, und a. 171z wohnte ko, den friedens-tractaten zuUtrecht als Heßischer Abgesandter , bey. In der Laußnitz floriretauch ein adelich geschlecht von Dalwiy/von welchem an. 1710Johann Siegmund ,Landcs-älkestcr in dem Gnbcnischcn kreis ,und Johann Casimir Königl. Poln. und Chur -Lächsischer Cam-mer-herr gewesen. n6clst,. ?. 11. 6.8. ?. u, 9>«-
icii vvc6. liricAzxcpchiciite, il. 6c rcbu; gell. kr>6. Will,.
Dallwitz / (von) eines der ältesten imd ansehnlichsten adelichenHäusern in nider-Sachscn, allnw es beut zn tage die Rittcr-GüttecBrauna, Oistg, Rcschcn, Dollzig,Reichcrsdorff,Kahse,Kohle,Ban-dach, Klein-drcntzig, StarschcdehVettcrsfcld, und Ranbart besitzet.Es mag auß der Mittelmarck dahin gekommen seyn, Massen ein rit-tersitz Dallwitz daselbst ligct. Den ersten Ursprung aber hat es inSchlesien , von bannen es mit Gniepvß von Dallwitz in Pohlen ge-kommen , derselbe ward untcr-cammcrer von Cracau, und crzehlctDualossus von ihm, daß er an. 1585. Ertz-Hertzog Wilhelm vonOesterreich, welchem der verstorbene KönigLudwig seine printzemnHedwig ehelich versprochen hatte, nickt nur in Poblen gelockct, son-dern ihn auch selbst dahin begleitet und gemeldtcrErtz-Hcrtzog durchihn so wohl zur hcyrath als zurPollmschcn cronc zu gelangen sich ge-trauet, weswegen er alle seine mitgebrachten schätze und kleinodicnihmc in Verwahrung gegeben. Als er aber sich in seiner Hoffnungbetrogen gesunden,habe der vonDallwitz ihme nichts wiedergegeben,sondern alles für sich behalten und daraus ansehnliche güttcrgekauf-fet. Als auch nach der Hand gedachte Prinzessin, mit llludislao. vJagellonc vermählet worden, habe der vonDallwitz an. i; 89 dieKö-nigin bey dem König in den verdacht gesetzct, als hätte sie vormahlsmit demErtz-Hertzogen zu vertraulich umgegangen,dicKönigin aberhatte ihre Unschuld mit einem end bezeüget- daranff habe der anklä-ger, nach damahliger gewohnheit, unter die banck kriechen, der Kö-nigtn einen wiederruff thun, und als ein Hunde bellen müssen. Es istaber dieie Pohlnischelinie abgestorben.Hentzu tage undcrbaltcn dasgeschlecht Johann Casimir , Königl.Pohluischcr ündChursachsischerCammcrherr und Johann Fridrich, landes-ältcstcr im Gnbcnischenkreise und^ucNor des landsgcrichts in der Nieder-Laußnii;. e^uir.
.. Dalmatien / eine vrovintz und Königreich in Europa , ist eintheil von dem alten Jllyrien, so an dem VcnctianWcn mccr-bn-sen liget, und solchen namcn von der Haupt-stadt Delminio herhat. Vor zelten war ue sehr groß, anietzo aber ist sie ziemlich in dieenge gebracht. Sie hat von Macedonicn her bis an Jstria 90 teut-sche mcilen, m die breite aber mir 20. Jstrim hat sie gegen abend,
da!
Croatien gegen Mitternacht, Albanien gegen morgen , und dexzOolko 61 Veneris. gegen mittag. Vor alten zeiten wurde sie mzwey theile abgesondert, worvon das theil so an GriechemaMgrantzctc, Dalmatien , das andere aber so an Jstriam grantzet«,Liburnia genennt worden, wormnen die Japydcs gewöhn: yashen. Liburnia ist von den Römern noch vor dem andern Pa-nischen Krieg erobert worden ; Dalmatien aber hat der K«Y-ser Augustus bezwungen. Denen Römern haben es die Gothmabgetrnngen/und nach deren außzughaben die Sclaven sich Mdqgefetzet,und das Sclavonische Königreich aufgerichtet, welchesgedauret bis an.i^go da der leiste KömgZolomirus (der desLadisslaiSsnÄi Königs in Ungarnfthwesterzur gcmahlin gehabt)seinergemahlin und ihrem bruder alles vermacht hat, wodurch dannDall,matten, nebst Croatien und Dclavonien mit Ungarn verknüpfetworden. Das land wird heut zu tage getheilet in drey hauptPrs«vintzen. (i)Banadego, darinnen Zara, Nona s-c. (2) Morlachia,darinnen Zeng, Clim, SaionaLc. (ss Ercegovina, darinnen Na«renLN, Spalatro, ClissaLc.Dem.König in Ungarn gehören Zeng,St» Veit, am Flaum odcvFiume,Modrus, Avendo, Ortopola, dasSchloß Feiissa. Die Türcken haben innen, Arcegovina, (allwo derBassa wohnet) Dulcigno,Scardona,öcc . Der Republic Venedig ge«hören, Zara, oder Jadcra die Hauptstadt in gantz Dalmatim, dievcsiung Clim Erebenico, Spalatro, Clissa,Catraro,Naren;a,L>cuta-ri, Nona Lc. die Republic Ragusa besitzet auch einen strich davonnebst etlichen Jnsulen. Dieflüue im lande sind, befandengrantzenJstricns fiiessende Arsia,dieUna, die Ce!ina,die E-alona, die Na«renta, der nach Macedonicn ffiessende Drilo,derNavo,Norin, Fiu-me s-c.Das land ligt über die Massen lustig, und ist reich an körn undwein, ausgenommen was gegen Croatien ligt, das ist zimlich rauchund mager. Die schaaffe werssen in Dalmatien zweymahl im jähr.Die einwohner reden iLtlavonifch, und sind der Catholischenreligion zugethan. Sie haben ein kriegerisch gemüthe, führen sichaber lächerlich bey ihren angestellten ergötzlichkeiten auf. Der PabstGregorms vn machte auf einem zu Salone durch zwey seiner Le-gaten an. 1076 gehaltenen ceonciiis diese provin.tz zu einem Kö-nigreiche , und delehnete deroselbm Hcrtzog Deme'trium mit demschwerdte,zepter und cronc. An. 1199 wurde von Jnnocentn cc:Legaten allyicr ein Concilium gehalten, wovon 12 Capital vorhan-den. Der Käystr Diocletianus - welcher die Christen so hejstig vcr-folgere, war aus dieser landschafft gebürtig, wohin er sich auch be-gab , nachdem er die regierung niedergeleget hatte. Desgleichenwar auch Hicrouyinus allhier gebohren-Ju diesem lande lieget dieRepublic Ragusa. Die anvcru vornehmen städte sind Zara, dersitz des Ertz-bischoffthums von Dalmatien , Scbenico,Spalatro,Clissa, Scardone, Anlivari, Dulcigno , Lc. 1.7. l- r.
c. 17. Cr'iIo,. ^ 9 /. I. 2. cp. 41. 6crcgno DLlmsc.I>^/c^or6eicr.
vLlmsr. 6ec /. L. L. StLsrstzskciir. ?, i. irp.
Dalmatin/(Georg) ein Lutherischer Prediger in Qber-Crain,hat die Teutsche bibcl Lutheri in die Windische oder Crainerischespräche übersetzet. Dieft Übersetzung wollen dieLandstände inCrainan. 1580 zu Laybach drucken lassen ,weil es aber der Ertz-Lcr,tzog zu Oesterreich Carolus untersagte, so schickten sie Dälmari-num nebst dem schul-Rcctor zu Laybach, Adam Boboritsch , an.158z den zoapr. nach Wittenberg , welche sie daselbst zum druckbeförderten, und damit dem. jan. an. 15 84 fertig wurden. Nachdiesem berief ihn Christophorus,Freyherr von Aurjpcrg zum Pfar-rer nach S. Gazian,undda ihn die Catholischen, welche ihnschimpffs-weiseJure Kobilanennetcn,vondannenvenricben, be-hielt er ihn in eurer gewölbten kammer unter der erde bey sich. ^
v«/o„Osin l- 6. P Z48 Ic^.
Dalmatius oder besser nach denen alten müntzen DelmatiusCoiistantiniM bruders sohn,würdevon disem seinem Onclehcrfür-gczogcn und einiger Massen des Reichs theilhafftig gemachct, inde-me er ihmediewürde r^obiiitlimus und Cäsar beylegte, welche dasrecht gäbe , ein purpur-farbes kleid mit einem von goldgesticktensäum zu tragen; wie wir dann mehrere müntzen von ihme haben,darin,, er Fl.Dclmatius Nob. Schar gencnnct wird, und einen lor-becrkrantz , auch wohl ein Diadema oder weisse Königl. binde umdas hauptPat. Als ein gewisser Caloccrus in der insul Cypro sichgegen Sonst. ^1. cmpörcte, ward dem Dcimatio der krieg widerrhne zu führen aufgetragen, dene er auch mit dessen underdruckungglücklich endete, und darauffdie gräntzen gegen die Gothen mit ei-nem zimlichen kricgsvolck zu verwahren bekam, hiemit in ThracienMacedonien und Ackaia nnder seinem Onci-Const. den höch-sten gemalt hatte. Allein nach dieses Sonst. Tode mochte ibme seinVetter Constantius der andere söhn Sonst. dieses glück undrühm nicht gönnen, und vcranlasscte ums jabr C. ;:8.daß Del-matius in einer zu dem ende angestellten «uffruhr der Soldaten„ingcbracht wurde.DiestsunglücklichenPrintzen vatter hatte auchdcn namcn Delmatii mit dem zunamen Hanuibaliani getragen, a-bcr es nicht so weit gebracht, als seine 2 söhne, die er von seinenbcnden namen,den einen Delmatium, den andcrenHannibalianumnennen lassen, indeme er für seine Persohn nur Cen/or gewesen ,und von seinem bruder Sonst. in einigen geschafften gebraucht
worden, in ckr. 2c>ÜM, i. r. I. lo. 0,0/1. 7. c. 28.
epit cliron.
. Dalmatius / ein Bischofs zu Cyzico, welcher die .-.s- des Ni-canischen Concüü beschrieb, unddem Concüio zu Epbeso mit bey-wohnte. Es war gleichfalls ein einsicdler-namens Dalmatius',welcher innerhalb 48 iabren auch bey den allerwichtiqstcn angele-genhcilen nicht aus seiner stelle gekommen war; aber doch endlichhervor trat, um sich den Nestorianern zu widersetzen, und sich der-stlbigen Verdammung auf dem Ephesinischen Con-iiio über Mernasten wohl gefallen lies. n. c.
Dali.
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