dam
Dalrvitz / siheDallwig.
Dam / eine stadt in vor-Pommern , ligt eine meile von Stet tin , und ist bereits an. 1121 ein vester und volckreicher ort geweftn.Die hertzoge in Pvrnmern , Bogislaus II, und sein svhuBarmmusI > haben sie mit den jetzigen Mauren umgeben, und der letzte hatMehrentheils daselbst Hofgehalten.Den langen dämm zwischen die-ser stadt und Stettin hat Hertzog Otto an. 1299 anlegen lassen. Indem zojährigen kriege ist die stadt gantz öde worden, s-ript.
Dam / oder Damme / ist der name (i) einer wohlbevestigtcnkleinen stadt in Flandern , zwischen Sluys und Brügge , an einemcanal, worein sich der fluß Lieve ergießet; (2) eines örts, welcherehemals eine feine stadt gewesen, nachmals aber ein offener fleckenworden ist,in der provintz Groningen , in dem quartier von Five-linge, ungefehr eine meile von demtffn Delfziel; (;) emer kleinenstadt, nebst einem darzu gehörigen amt, rn der neuen MarckBrandenburg, etwa ? weilen von Landsberg westwärts gelegen.Deren 2 ersteren geschihet in denen Spannisch niederländischenkriegen viele Meldung. *
Daman / Damaon / eine stadt in Andren, in demKönigrei-che Guzuratei , arn fluß Daman , nicht weit von dem Zowovon' Cambaya, allwo sie einen sehr guten Hafen Hai. Siewird in alt und neu-Daman eingetheilet, unter welchen das letzte-re befestiget ist. Die Portugiesen, denen beydes gehört, haben aufder einen feite des flussesdas wr: s. Hieronymi angelegt, und hal-ten aufdiese stadt vielmcbr als anfalle übrige imOrienffDic cin-wohner werden für die besten soldaten in Jnoicn gehalten. Es lie-gen 400 weisse soldaten darinnen, und darn keiner von den schwac-hen hinein kommen. Es wachst! da viel Pfeffer, Cardamomen, undzimmetrinden. Deüo» ,ei äc^ u-ä. *
Damaris/ eine stauens person zu Athen , welche durch die pre-digt des Apostels Pauli bekehret worden. Einige ?rrres haben da-vor gehalten, siesey an s. Dionysium verheyrcckhet worden, ^0^.
l/. 0/ sä VtN'lff! term. clc tscerä.
Damas / ein Griechischer historieus, hat das leben Eudemivon Rhodus geschrieben, der ein discipul des Aristotelis gewesen,und welchen Äulus Gellius Menodemum nennet. Man weiß nicht,zu weicher zeit er gelebet.^/«- c.;. äe bist Lr^c.
1.p-L- -'to.
Damasa / eine von den Orcadischen infuln, welche taufendschritte in die länge hält,nachherbreire aber viel enger eingeschrän-ckct ist. Von ihren ergenschafftcn ist unter den Orcadischen infulnein mehrers zu finden.
Damascenus / s. Johannes und Nicolaus Damascenus .
Damascius / warvon Damafto gebürtig, lebte im 6 feculoun-ter des Kaysers Justiniani regierung, und schrieb 4 bücher von aus-serordcntlichen und erstaunens-würo-aen dingen, deren innhaltunsPhotius anzeiget. Einige halten ihn für den uk>l»grpkum aus Sy rien , dessen Suidas gedenckct, daß er eine philosophische Historiegeschrieben,worinnen die lebens-lauffe und meynungen der k-miolo-xfforum erzehletwerden-Suidas wffl,daß er derStoischm^ete zu-gethan gewesen, es ist ader dieser ort desSuidä ohne zweiffel ver-stümelt, und vor gesetzt worden,weil manausdes
Damascii schrifften oder vielmehr genugsam sihet, daß
er einecictUcus gewesen,wiesolches e-.Olcrr äc 9>nl^ eclLLt. säLtsui.c.erweiset, wo/säe biffor.Lr.I.r,csp.ijo. ffttä. in vo«
Damascus / war vorzeiten die hauvt-stadt in Syrien,gleich wie ictzo in Phönieien, inmassen sie eine von den grosten, reichstenund prächtigstenstadten in gantz Orient ist. Die Türcken nennen sieScham, und haben einenBassa darinnen,welcher mitten in der stadtauf dem Castel wohnet. Sie warvor zeiten die neunteunter dcmPatriarchcn vonAntwchia.DerApostelPaulus ist allhierbekehret worden, und als ihn darauf die Jüden verfvlgeten, liessenihn die jünger in einem korbe über die stadl-mauren. Sie ligetgleich auf dem halben Wege zwischen Jerusalem und Antiochia ,und ist fud-wärts 240 Jtal. mcilen von Aleppo entfernet. DieMorgenländer, so wohl Christen als Türckcn, halten gemeiniglichdafür,Damascushabeseinennam-nvonDimschack,oder DamaschkEliezer, dem knechte Abrahams, bekommen, und sey von Abrahamerbaiiet worden. Andere aber machen sie noch älter, und führen ih-ren msprungvon Demsak, einem söhne Canaans,her,der ein en-ckel des Noä von seinenl sohneCham geiveftn. Sie hat viel Verände-rungen erfahren müssen, da sie bald von diescni, bald von jenem ero-bert, ruiniret, und wieder neu aufgebauet worden: als zuerst vonden Assyriern, Babyloniern, Persern, Macedoniern, Römern ,Parthern, Saracenen, Tartarn , Egyptiern,undan. 1522 vonden Türcken.Osman wurde von den Ianitscharen ins gefangnißgelegct/und aufstinesveiters Mustapha besehtstranguliret,weiler diese stadt zur käyserlichenresident; machen wollen. Sieligt anfeiner sehr fruchtbaren ebene unten am bergeLibanon, und wird vonHügeln nmschlossen, ivelche einem triumphbogen ähnlich sehen. Derfluß, welcher von den alten Chrysorrhoas oder Gsldstrom qenennetwird, länsst vorbey, und theilet sich in verschiedene canäle. Desglei-chen nrangelt es auch daselbst nicht anbrunquellen, welche die stadtüber alle mästen lustig und anmuthig machen. So thun auch diedaselbst herum ligende fruchtbare und lustige selber, die mit blu-men und allerhand fruchten bedecket find, viel zu ihrer annehmlich-keit, wie sie denn deswegen ein lusthaußrmd paradiß derweit ge-nennet wird. Die vortrefflichen weine, früchte, seide, wolle,pflau-men , rosinen, wohlriechende rosen-wasser, fchwerdter, und anderefachen, die inan an diesem orte findet, machen ihn durch die gantzeweit berühmt. Die Häuser sind inwendig schöner als von aussen. In
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dermitten der stadt ist ein fein callell, welches von einem Florenti-ner soll gebcmetseyn.Die Handlung blühet daselbft;die reich stcn kauff-lente aber sind die Juden, Diemeisten steten der MvrgenländtschenChristen haben allhier ihre freye religions-übung , wie denn auchden Jesuiten , Barfüßern und Capucinem gewisse Häuser einge-räumt worden. spoll.c I.l snt, c. 6. 5. c. ,8.
Ac./UffL«- güoß. eccI.Le/s».olrserv.I. r.c. 91 iccz.bibl. orienr. 9.282,191,77;. LeL»-. ingeogr. snriij.L: sni«nicsc.gco^r, Voysse äeN 7 ««»^e/.N Aucssäcc»
Damasippus / oder wie ihn andere mit seinem gantzen namennennen, L.JunmsDamasippus von einem gemeinen Römischengeschlecht, wäre einer der hitzigsten und schlimstcn anhängern desE. Marii,und nach, dessen töd dessen sohns auch C. MarisundCarbonis. Ander währender schlacht bey Sacriportus unweit derstadt Rom,durch weiche Sulla selbigem krieg ein ende machte, fal-tete dieser Damasippus, damalen m^ror, und in abwesenheit derenbeyden BurgermcistcrnCarbonis undMarii der höchste Magistrat,den verzweifelten entschluß, die vornemste des Raths, als die eswenigst heimlich mit Sulla und dem Adel hielten, zu ermorden,wie dann Q. Mulms Scävola damahls oberster-Pnester (i"-X')L.Domitins,C.Carbo,mit dem znnamenArvinü,desBurgcr-merstersbruder,aber denoch der gegenparthey zugethan,?- Antisti-us und andere mehr in<:uttLk4offiü3-und wie ausValerioMaximo zuschlieffen,übcr einem opfcr ihr leben lassen müsten; Carbonis leich-nam ließ er gar an einen galaen gehefftet zur schau herum tragen.Als Sulla gleich darauf Meister in Rom ward, kostete es auch die-senDamasippum sein leben und Name die so vcrschreite proftriptionoder achts-erklärung des Sullä bey ihme den ansang. n-beiff
Oril. c. Zl, Lff. orsr. z. iu Lsc. c. 10. I. r. c. 16. Nr/e?.
1.9 c. r. Noch eines andern Damnstppl / welcher ein son-derbarer liebhaber der alten bilvern muß gewesen seyn, und. grossegeldsummen darauf verwendet haben, gefthihet auch Meldung vonTjo^cro 8LC. I. Leim. Eben von diesem wie es scheinet, redetLpiff. aci 1.7 ep 2l. weilen da auch von künstlichen altenbildern die rede ist. Von eben dieses oder eines andern gleichen na-mens gärten redet ebenfahls cff. Lp, i >-. sä cp. -9. Sc undhatte einige geoancken selbige zu kauffen. Noch eines andern Da-masippi mit dein gantzen namen L. Licinii Damaflppi wirdgedacht, als eines Römischen Rathsherrn von der Pompeta-nischen parkhey, welcher der schlacht, so wider Curionem inAsrica gewonnen worden, beygewohnt, hernach aber nebendem Skiprone , des Pompeji schwaher, eben auch in A-frica bey der stadt Hippo Regius unter des Cäsaris flotte ver-fallen, und da ums leben kommen, da hingegen Cäsar seinen kin-dernverschonet hat.L-effi^äL Ncil^ civ. I r. inffncL: »UÄ. äc Neff.Ntr. *
Damastes/von Sigeo, ein Griechischer ifffforicus, ein söhnDiorippiunddiscipuldes Hclianici,lebte inder87»ssm? v zr2«Er schrieb verschiedene tractate, als von griechischeir geschichten, ei-ne art einer gencalogie derjenigen, so sich bey der belagerung Trojabefunden,einen csr-UoZumder städte undvölckcr,der Poeten undSophisten , w. Dw»//. i. I. Sliriq. I ,4.
!. 8 c.äe llill. Lr»k. l. I. c. r.LI. 4 - c. 8- äcäe lcienr. msrli. c. 6- §. z.
Damasus I. ein Spanier, sirccediertedem PabsteLiberio.anz 66 ,daimmittelstUrsicinus, ein äiacvnu;, von einer andern par-they erwehlt, und in solcher Uneinigkeit i z 7 Personen an einem tagevor der Arche umgebracht wurden. Ammianus Marceüinns mel-det , daß es sich der mühe wohl verlohnet habe / darüber zu streiten,w-il des Pabstes tisch nochweit mehr koste, als eines Königes ;wanneuhero auch der c-ouverneur zu Rom , Prätextarus, diesenDamasum zuverirennnd zusagenpflegte: mache mich nur zumpabst zu Rom / so will ich alsofort ein Christ werden. Erwurde von demKavser Valentiniano bestätiget, hingegen aber seinWiderpart ausderftadtverjaget.Hieraufbczüchtigte dessenpartheyDamasum eines ehebruchs. Wein er wurde von einer Versamm-lung von 44 Bifchoffen für unschuldig erkannt. Er berieffum dasjähr z69ein Concilium wider Äuxentium von Mcyland und die A-rianer; und noch ein anders an. ??; wider Apollinarem.Zu dresembcrieffer dieMorgeniandischenBrschöffe, und tituiirte sie söhne; al-lein , da sie an ihn und die andern zu Rom verlammletm Bischöffewiederum zurück schrieben, nenneten sie ihn und sie nicht anders alsbrüver und collegen. Darauf schickte er Zenobium ab, um das an-dere allgemeine ConstaMinopvlitanische ' oncüium wieder die Aria-ner zu halten. Man sagt, daß er in der Abendländischen Arche daspsalm-singett eingeführet, wie auch , daß man nicht allein am Oster-feste , sondern auch an andern festen das Halleluia singen solle. 8.Hieronymus war einer von seinen geistlichen, und bezcugetvon ihm,daß er ein gutes naturell zu verfett gehabt. Er starb an. z 84 8.
äelcripr.eccl. 27-
sk. sn. Zsy aä Z84. ffoFr«- ä«iiiü.I>2r i.r. c. 8.bivl. ,?ontiff Qr'VeNr, y.129«
Damasus II . Bischofs zu Aguileja , wurde von dem KäuferHenrico III nach Rom geschickt, um daselbst dieKäyserlichen rechtezur zeit, da sich Bmedictus lX auf den Apostolischen stuhl setzte,unaekränckt zu erhalten. Er wurde rechtmäßiger weise zum Pabst er-wählet , und starb 2; tage hernach, da immittelst Benedictus beyseiner anmassung der Päpstlichen wurde verharrte. Le» off-.
Dambea / eine stadt lind Königreich in Abyssnnen, allwo dergroffeNcgutz residieret.Sie lieget an einersee gleiches namens, undrst mit bergen umgeben. Der Nil , welcher niwt weit von dar ent-springet , länsst durch diesen fte, weicher 22 Teutsche mcilen lang,und 1? breit ist. Er hat 15 in,uln , unter welchen Del die grösteist.Aufden übrigen waren vor zecken Aöster. l. 9 nff. äe
kttio« Dam-