Band 
Zweyter Theil
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Damgarten/ ein wichtiger paß undstadtinvsr-Pommemandem flußRecknitz und den Mecklenburgischen gräntzen, erhielt an.i2.;8das stadt-recht, und brannte 1571 völlig ab. Im;c>fahrigenund folgenden kriegen hat sie viel gelitten, und ist 1715 mit demgantzen lande in der Nordischen Alliirten Hände gekommen. §cripc.

komcrLn.

Damhou-er/sJodoeus) ein berühmter Rcchts-gelehrter, warzu Brügge an. gebohren , studirte zu Lösen, hernach zu Or-leans, woselbst er Onctor wurde, und nachdem er in sein Vaterlandzurück gekommen, erhielt er die vornehmsten gerichts-bedienungen.Carolus v und dessen sohnPhilippus II gebrauchten ihn in cainmer-sachen Er starb imjan. an. 1581. Unter seinen schnffmi sind

xis rcrum criminsliam; präxiz rerum civillum; psrLnescs ckriliiz-na,; Ücc.6chre^bibl ckronogr. >i> e!og. Lelg.üc cletcripc.

lcc. Xk-^ 7 . vic. ILtor. bibl.

Damia/warc der name einer heydnischen göttin,bey denen-meren, welchesonstcn gemeiniglich ko3 rrca, auch ^-rerxiarcr L»c»rum von denGricchenCybelc rc. gcnennet ward.Das opf-fer so ihrgeleistetward, wurde genennet, und die Pric-

sterindiestr göttin vamiacr-x. Das opsterhielte maninprivat-häu-fcren, und zwar zuRom in dein Hause des oberstenPriestcrs: welchergleichwohlen selbst nicht durffce dabey seyn, auch gar keine andereMannspersonen; sonderen nur die Römische Matronen degicngensolches , und weilen dadurch sonderlich des Volcks glück und heylsolle beförderet werden, so wäre auch der abcrglauben desto grösser,ob müstc der ganzen Stadt das gröste unglück zugezogen werden ,wo sich ein man dabey einfändc,(siehe u Clodius)Dername Damiakommt wahrscheinlich vom Gricchischcnxsi^-/, Dorisch Damos,so das Volck bedeutet, eben weilen es für das Volck gehalten wur-de , um selbigen; der Göttin gnnst und fegen zu erwerben; wie danndie Römere die gantze Handlung hiessen w<> Mit der-

gleichen feycrung brachten sie 9 tage und nächte an einem heimli-chen woklverschlonencn orte (>-, op^--o ,wic die Römer redeten);»,waren dabcn prächtig bekleidet , tantzten, jungen und gebrauchtensich aller freyhcit, die ihnen nur beliebte. Diese Damia soll des Fau-lst eheweib, und darben so keusch gewesen seyn, daß sie, ausser ihremmann, kein ander mans-bild jemals weder gesehen noch gehört hat.

äs I. 6 c 8. *

Damia / s. Auresia.

Damiani / ( Petrus, ) ein sehr berühmter Cardinal, gebohrenzu Ravenna an. 1006. Wenig tag nach seiner geburr starb stin Va-ter , und hinterließ sehr viel kmder, dabcn aber ein so geringes ver-mögen, daß dessen wittwc aus Verzweifelung beschloß, durch vcrsa-gung ihrer brüste, den tod des jungen Pctri zu befördern , welchesauch geschehen wäre, wenn nicht ein fremdes weib aus mittleidensolches verhindert hätte.Sein älteste: bruder nahm ihn zwar hernachzu sich,hielt ihn aber so hart und schlecht als einen bctteljungciyfo gar,daß er ihn die fctnveinc zu hüten nöthigte. Nach verlang einiger zeitkam sein andrer bruder, namens Damianus, von welchem er sichhernach aus danckbarkcit genennet, nach Ravcnna, von einer lang-wierigen reise zurück, und nahm sich nicht nur seiner an, sondernließ ihn auch anfangs in feinem Haufe,nachmals aber theils zuFacn-ra,theils zu Parma , studieren,welches mit solchem success geschahe,daß er den rühm einer sonderbaren gclehrsamkcit, auch vermittelstderselben viel discipul, eingroß vermögen, und die gnade unterschie-dener Fürsten erlangte. Hierbcy fieng er gar zeitlich au, die citelkei-tcn der weit zu erkennen, und nach einer grössten Vollkommenheitzu streben; zu weichern cndecr seinen leib auf vielfältige art casteyc-te, seine zeit gröstentheils dein gebet widmete, und von seinem ver-mögen grosse allmosen gab, auch endlich gar mit grossem Mißver-gnügen seiner angehangen, unter die Eremitenöi8.Ooce, indemStich Eugubio gelegen, sich begab. Daselbst führte er ein dcrmasscnstrenges liird frommes leben, envicß auch ssine Wissenschach durch soviele schrillten , daßderrufvonihm sichsehrwcit ausbreitete. Leo IX gab die liebe und Hochachtung, so er vor ihn hatte, durch un-terschiedene an ihn geschriebene brieft zuerkennen. Stephan »SXgiengnoch weiter, und nöthigte ihn an. ro.;8, die Cardinals-würdeanzunehmen, erklärte ihn auch ferner zum Bischofs von Ostia , undzum Dccano des hcil.Collegii.Als die Grafen von Tustuli ihren un-verwandten , Iöhanncm, unter dem namen Bencdieti x auf denpäbstlichen thron erhuben, wiedcrsetzte er sich mit grossem cifer dein-stlben, und beförderte hingcgendic wähl Nieolai II. Von diestm lctz-tern ward er alsLegatnach Maylarrd geschickt, allwo er mit grossermüde und sonderbarer geschicklichkeit es dahin brachte, daß sich dieclcnsey dem gehorsam des Avostolischen stnhls-unterwurff, auch sowohl der simonie, als dem bißherigen unzüchtigen leben gär,blichabzujagen sicherklärte. Bald hernach soll er dem Cardinalat, 'wieauch allen andern wurden völlig rcnuncirt, und da ibm deshalbcnNicolaus I I zur straffe auferlegt, daß er ?6>oomal den psistmmir beygefügter griffe!urrg beten so!te, solche busse innerhalb jabresfrist vollendet haben. Einige läugncn sthlcchierdings, daß er die Car-dinals-und andre würden fahren lassen; andre aber meinen, daß sol-ches zu Gregor» VII zcitcn geschehen. So viclfindet man, daß ernachdem todeNicolaillum das iahr 1069 nicht nur nachFranckreichrvegen bcruhigung des klosters von Clugnn , sondern auch nachDeutschland , um des Apostolischen stuhlsautorität wider den Kan-ter Henricum IV zu behaupten, alsPäbstlicherLegarvonAleran-dro II abgefertigt rvordcn; da er denn dem aufibn gesetzten vertrau-en in allen beyden functionen ein völliges gasigen geleistet. Gregori-us VII schickt- ihr, noch zuletzt nach Raveima, allwo der ErtzbiswoffWibcrtus, nebst der stadt, die kävserlichc parthie genommen hatte.Als er nun mitguter Verrichtung von bannen wieder abgerechet, siel

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er unterweges zu Faenza in eine hitzige kranckbeit, und starb daranden i z Febr. a. 1072. Sein gedächtniß wirb als eines Heiligen ver-ehrt. Von seinen vielen schrillten ist das meiste in der dibiiom-cazu finden; seine brieft aber nebst seinen homilien hat ConstantmusCaetanus, ein Beuedictiner,;» Rom in dendruck gegeben. Etlichedinge, so man inseinen schrissten antrifft, werdenvonseinen eignenglaubens-genossen verworffen: z. e. daß die seelen in dein fegeftuerdes sonntags einige erquickung,und freyheit hatten gieichfam als vv-gel aus dem höllischen pfuhl heraus zu fliegen; daß Christus bey sei-ner tauft das priesterthum empfangen habe; daß der Pabst Liberias ein ketzer und ausriihrer gewesen u. s.w.r.eoo/ir--»/ cMon, esiii».

D «c lle 8. I^ionscvis (. Lilm, T'äw'vr». 8. XkMoär».

cliron. kill. Ocrni lle tcripr. cccl.

sn c. Xt.

Darniatlisten/warcn gewisseKetzer im s fcculo welche von ihremHaupt undBifchoffDamiano den namen hatten. Ihnen wird schuldgegeben,daß sie von der Heiligen Dreyeinigkeit nicht recht gelehret,und sich eingebildet, als ob Gott Natter, Sohn und H.Geist alfoeines göttlichen Wesens theilhafftig wären, daß jeder gleichsam einenabsonderlichen theil davon besässe. Diese sccte entstünde auß anlaßder vielen strciti'gkeiten mit Nestorio, Eutyche , Dioseoro 6cc. sowohl als noch andere, welche von ihro nicht weit entfernt waren/als die Scveritä, Angelitä, Coronitä Lc. Indessen, weil sie sichnicht völlig unter sich vergleichen konnten, und niemalen füreinen mann stehen wollen, nennte man alle zusammen /rccpllsi«als ohne Haupt. Krce/ö. I. iS.c.^y. 4.L. ;z;. *

Damianus / ein Griechischer Ki3wem2ricu5 und ?iiiiok>pllu.?,war ein söhn Hcliodori von Larissa. Er schrieb 2 bücher von der

vptie. Uc tcicm. ^iswem. c. 6l. tz i.

Damianus / ein Sophist von Ephesus , hat bey dem Philo-straio, nicht so wohl wegen seiner bcredsamkeil, als wegen seinergutthatigkcit gegen nothleidende Personen ein grosses lvb.Er wende-te ein grosses gcid aufreparirungdcs tempcls der Dianä zu Ephejb,streckte auch der rcpublic etwas vor, und hinterließ vielemerckmahleseiner frcygebigkeit. 1. z. u- v,r. Loximk.

Damianus/ sieheö- ttoviks'ris.

Damianus und Fuczatus / sollen von dem Pabste Eleutberioan. 181 zu dem Könige Lücio in Britannien aufdessen begehren ge-sandt worden seyn, und denselben nebst seinen Unterthanen in derChristlichen lehre unterrichtet haben, mu. rrngia r.

Damianus/ ein Cavitain über einige straßen-räuber in Eviro-suchte sich durch ein kübnes unterfangen berühmt zu machen,daher»beschloß er, den Türckischen Dultan Solymann in seinen! gezelremitten unter seiner armec, die am uftrdes Ionischen mcers cam-pirre, Hinzubringen. Zu solchem ende entdeckte er den rohen räube-rischen Icutcn,so auf dem in dasiger provintz liegenden bergcChüue-ra wohnten, sein vorhaben, und beredete sie ', daß sie hiervon grossenrühm und nutzen haben würden. Allein, nachdem er von dem gcbür-gc herab gekommen, und sich auf einen bäum gemacht hatte, umdarauf desto besser dcsDultans gezelt zu erforschen, wurde er durchzerbrcchung eines asts verrathen, von den Ianitscharcn gefangengenommen und auf die torlur gebracht, da er dan seine andere ca-lncradcn entdecken muste. .hierauf ließ ihn Solymann als ein wil-des thier zerreißen, auch so viel andere von selbigem unbändigenvolck er mir ergreifftn konte, todschlagcn. v. l. ;6. ^

Damianus lle Goes / siehe Goes /

Damianus Hatardns / ein gcbohrncr Freyherr von derLenen, war anfangs Dom-Propst zu Trier , ward aber an is-,;den z.Iul. zum Ertzbischoss zu Mayntz, und bald darauf zum Bi-schofs zu Worms erwchlet. Seine resident; zu Mayntz sieng er anvortreflich auszubauen, starb aber darüber 1678 in dem >4 iahreseines allers, und hinterstes den rühm eines andächtigen und fried-liebenden Herrn. In den lctstcn zügen wicderhohlte er überMahl die Worte; Oloris?s:r> 6c I illo <8c8pirikuiL3nAo. L-b-» -le-

L» p. 1004 ie<z.

Damiata oder Dainiete / eine Acgyptische stadt an: mit-telmcer,und an dem am meisten nach osten zugehenden arme desflusses Nili. Vorzeiten hieß sie Tamiatis, nach der alten ruinier-te!! stadt, auf deren stelle sic erbauct worden, auch wohl Pclusiuin,obschon das alte Pelusium auf der andern feite des flusses läge.Sie wird für den schlüssel zu Egvpten gehalten und muste eben dasjcnige von den Saracenen erleiden, was die andern stadte diesesKönigreichs haben ausstehen müssen. An. n Fg.hat sie Keyscr Fri-drich , erobert mit hüIffdcr Harlemmcr flotten. Dann als die Sar-racencn den bansen nüt ketten verschlossen hatten, haben die unteranfübrung Grass Wilhelms von Holland anwesende Harlemincreine stählerne säge unten an ein schiff fest machen lassen, darmitauf die kette mit vollem wind und segeln angcftgclt und selbige alsoentzwei) gerissen; worfür sie zu ihren 4 sterilen im wavpen ännochein silber ftbwerdt von gedacbtein Kayscr erhalten.. An. 1221muste sie dem Sultan von Egnvtcn wieder eingeräumet wer-den, weil die Chrrsten dermasscn mit wauer umgeben ivaren,daß sie nothwendig hätten verderben müssen , woferne sie sielänger behalten hatten. An. 1249 ergab sie sich an den Kö-nig m Franckrcich Ludovicum IX - welcher sie aber bald daranffden Barbaren, von denen er gefangen worden, zur rantzion für fei-ne Person wieder einräumte.Nachgchcnds brauten sie dieselbe ab, da-mitsie nicht zu ferner krieges-unruhe gelegcnheit neben mochte. Nachder zeit bar man sie wiederum aufgebauet, fd, dafssie noch bis ietzo einjebr grosse und wohlbcwohnle stadt, und, in Mischung ihrer vortbcil-hafftigen läge, auch wegen des havcns am mittelländischen mccre -Lilstch für einenschlussel zu Egyplcn zu achten ist. Vor zeilen hatte sie

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