Band 
Zweyter Theil
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darr

e-tiomerie. Nachdem er wiederum in sein Vaterland angelanget /Wurde er von dem Churfürsten zu Brandenburg , feinem andern söh-ne , MarggrafLudcwigm,zn bcförderung dessen studien zugegeben,bald darauf aber zum Churfürst!. Regierungs-Rath zu Halberstadt ,und nachgehendszum Cammer-gerichts-Rath zu Bcrlit! ernennet.Bey ermeldtem Marggrafen Ludcwig vertrat er die Cainmcr-Rahts stelle, und nach dessen absterben, bediente er dessen wittwe ingleicher qualität. Hierauf ernennte ihn der Churfürst, und nach-malige König Fridericus in Preussen an. 1688 zum lu-irrs n« re-qucll-s, an. 1691 zum würcklichen geheimen Estals-und Kriegs-Rath, auch General-kriegs-Cc-mmMLrM. und bey der inangurationder Friedichs-Universität zu Halle zum cumro,- derselben, vertrauteihm auch an. 1698 die ober-direction des Fürstenthums Halber­ stadt , und nachdem er selbiges ins ; jähr redlich versehen, rief erihn wiederum zurücke, und ertheilte ihm dagegen das in

Lein Berlinischen (^viwllono Erstarbdeni4scbr. 1709.

Dandini / (Hieronymus) ein Cardinal, war zu Cesena, einerstadt in Romagna , an. 1^09 gebühren. Er studirte die rechts-gelehr-stunkeit zu Bononien , kaue darauf an den Römischen Hof , undwurde Bischoff zu Caffano, hernach aber zu Jmvla. Paulus III schickte ibnals einenNuntium nach Franckreich,wie siedcnnauchJulius III seiner bediente, der ihm an.i z; 1 zum Cardinal machte,worauf er den 4 dec. an. 1;z 9 starb, nachdenr er noch andere bcdie-NliNgeN verwaltet halte. N>N. l. «. trat. ücrL.hill. ll-s

Dandim/ (Hieronymus) gebürtig von Cesena in dem kirchen-staate, war der erste aus der Societät Jesu ,der die Philosophie zuParis lehrte. Er war aus einem vornehmen adelichcn geschlcchte ,aus welchem auchGrafen dieses nainens bcrgestammet, und bedien-te in seiner Societät viel ansehnliche stellen; sintemal er die theolo-gie zu Padua gelehrt, und ucäwr ihres coNegii zu Ferrara , Forli ,Bologna , Parma undÄstayland , ingleichen vülrLwrm dem ge-hlere Venedig , Toulouse und Guicnne, auch endlich Provmcial inPoblcu und im Maylandischcn gelvestn.Clemens Vllt schickte ihnandrc Vtaroniten aufdcn dcrg Libanon, welche reise erden 14 jul.an. m9ü antrat, und den 1 ^ aug. des folgenden lahrs wieder zuRom ankam. Diese seme mission beschrieb er in einem tractate,welcher zu Cessna an. i6;6 unter dem titul: mUlw-ie spolloiicL si

kui>iArc-L ü ^Lroniri lld monrc NibLno. gedruckt, UNdvVN dem ?.

Sirnon ins Frantzösische Übersetzet worden, welche Version zu Pa­ ris an. 167; herausgekommen. Er ist zu Forli den 29. nov. an.löschn hohen alter gestorben /und hat noch andere schrifften hin-terlassen , als einen comiuenczrium in Ili> rrcL clc 2NIML; crtii-

Lsm täc, , lloc elk, cls virlullbus öc viciis, Ac. öc

in Mb!. llu vo; sge llu monr ibiban.

Dandolo / eine edle Venetianische familie, woraus viel rioglgewesen , als zu erst Henncus, von welchem hernach; ferner Jo-hannes , der an. 1280 vogc war. Er kam den Christen im gelob-ten lande zu hülffe, und war der erste, welcher ducaten muntzmließ. Er starb an. 1290. Francissus Dandolo,der wegen seiner treue,oder vielmehr wegen seiner allzugrossen ermedrigung gegen demPabstClcm. V, deine er,nm ihne mit Venedig zu vcrsühnen,zu fügengefallen und in dieser Postureine Zeitlang liegen geblieben, c.ine o-der der Hund zugenannt wurde, eroberte dcriRepublic vielstädte. Er starb an. 1 z; 9. Andreas , welcher an. i zgr »ng- war ,machte mit ElementeVI ein bündniß, und schickte eine grosse armeein Levante . Er schrieb auch eine chronick von den thaten derVene-tianer, welche von Petrarcha, Blondo , SabcUico, Leandro, Ju-stiniano, Baronio und andern mit sonderbarem rühme angeführetwird. Nicolaus , welcher an. M7° regierte, veriohr aus unacht-ssunkeit Nicosia, und wurde hernach von den Türcken umgebracht.

c enec. 1.1 cllron. //lrsl.

llerep. V en. wostr,^! llc Inst. l.sr. I.; c.9. *

Dandolo /(Henricus) ein berühmter Venetiamscher Hertzog,welcher sich durch seine klughcit und tapfferkelt einen unsterblichenrühm erworben. Er wurde an. 119z erwehlet, nachdem er 50 jährzuvor, da er als zuConstantmopel der Rcpublic bestes

besorget, von dem Griechischen Kayssr Manuel durch ein glüendeskupffer-blqt fast gäntzlich seiner äugen war beraubet worden. Alsdie Fürsten vondemcreutz-zugcihre dcputirtcn au. 1201 nach Vene­ dig schickten, verschaffte er ihnen nicht allein schiffe, um sie in «Qy-rlen oder Egypten zu bringen, sondern schlug sich auch rnit 50wohl bewaffneten gelleren zu ihnen , um unterdessen mit den Tür-cken zur see zu fechten, wenn die Frantzosen mit ihnen zu landestritten , iedoch mirderbedingung , daßstedie conqucten , welcheman dasselbe jähr machen würde, mit chm gleich theilen sollen. Indem nächstfolgenden jabre stieg er in gegenwart des Rahts, derFürsten von dem creutz-zugc und vornehmsten des volcks, in derkirchc 8. Marci auf den thron, und ersuchte, ohngeachtet seinesHohen alters und blöden gesichts, die Republik , daß sie ihm zulassenmöchte, das crcutz anzunehmen, und ihre armee in person zu com-mandiren, da er mmittelst bey ssiner abwescnheit seinem söhne dasAnuvcrn» anvertrauen wolle. Als man ihm solches vcrwiUigte,ließ er gleich das riner-zeichen des creutzes aufdie Hertzogliche-tze machen, bannt es von iederman gesehen werden möchte. Beydem angriff der stadt Constantinopcl an. 120; führte er sich unge-mcin tapffer auf. Dann, ob er gleich fast 9 0 iahr alt war, hatteer sich dennoch gantz geharnischt, aufdas vordere theil der Admi-ral-galeere mit einem bloyen sshwerdte in der Hand bey der vor ihmaufgestellten 8. Marr-standarcc vostirct. So bald sie das land er-blickten,befahl er,daß man ihn aus nfc: setzen solle, durch welche taps-ferkeit und kricgslist erdic gantze flotte nach sich zog,als welche eS vor

datt n

fchimpsiich achtere ihn zn verlassen,und stiegen also in großer eil alle-samt aus. Die Frantzosen erstaunten, als sie so plötzlich die grosse 8.Marr-standarte auf einem der thürme gepflantzet sahen, rmd verdop-pelten daher» ihren muht. Nachdem nun Dandolo von den 1 10längst dcmhavcn hinaufgeführten thürmen 2; erobert,und vernom-men hatte, daß der Kayscr einen ausfall aufdic Frantzosen gethan,machte er sich eilends zu ihnen hin, woraufsich der feind bald wie-derum zmückezog.Nach crobcrung der stadt wurden 12 wahl-Fürstenernennet,nemltch 6 Venetianer und 6 Frantzostn, um, nach dem ge-troffenen vergleiche,einen Kayser zu erwehlen. Die Venetianerwol-tcn ihren Doge darzu haben, allein hernach wurden sie, aufdesselbeneinrathenMit den Frantzosen einig, und erwehlten den Grafen Bal-dliinnm zum Kayser. Er starb an. iroz im 1; jähre seiner regic-rllNg. 7 rz/t,tiillor. venec. , vir« krinc. venec-

bllkor. llü Oilliiäll.

Dandorff/ Dondorff/ eine alte adclichc familie, so heut zutage das Ritter-gut Rammelsreuth, 2 meilen von Bayrcuth inFrancken, besitzet. An. 1 z 7° werden 2 brüder von Dandorfin GrasHermanns vonOrlamünde lehn-briefe, denen von Heßler gegeben,als zeugen benennet. Heinrich hat an. 14°° als Hauptmannzu Gotha gelebet. An. -r-V hat dieses gcschlecht dem turnicr zuStuttgard mit beygewohnt. Obbestigtes Ritter-gut Ramelsreuthhat zu erst Johann Lconhard Nicolaus von Dandorfbestsscn, derein vater worden Anna Magdalcnä Francisca, Seniorissin desadelichcn Kayserlichcn weltlichen freyen Stiffts Ober-Münster zuRegcnspnrg, undJohannChrlstophs vonDandorf.L»ce/.ll°wm

Danebrogs-oder Danueborgo-orden, ein Ritter-orden inDänemarck,welcher am lageLaurenrii an.i2i9vonWaldemaroII,Könige in Dänemarck, gestifftet worden. Bartholmus vermevnt,daß sein Ursprung daher rubre: als in gedachtem jähre der KönigWaldemarus wider die ungläubige Lieflandcr gestritten, und es zim-ltch hart gehalten, sey eine sahne vom Himmel gefallen, in welcherein weiffes crcutz gcwejen, woraufaisobaid den Dänen der mrllhgewachss'n, den Liefländern aber cntfallrn wäre, und hatte Walde-marus einen herrlichen sieg bcfochten. Dise sahne sey Danncbrog,d. i. der Dänen bürg lind festung genennet, und als ein heilig-thum in den schlachten vornen an der spitze getragen worden, bißder König Johannes selbige an. i;oo j,s Dithmarstn verlohrcn.Bartholmus stehet fast in den gcdancken, daß die schwerdr-träger inLiefland ihren ansang dlser stifftung zuzuschreiben hätten. Doch istdifer Danebrogische vrden ltach und nach gantz verloschen, bis derKönig Christianus V bey dem geburchs-ftste seines ersten PrintzenFriderici IV an. 1671 denselben widerum erneuert. Dise Rittertragen bey grossen solennitaten nebst ihrem besondern ordcns-habiteeine kette, daran die vuchstaden W und C wechsslswcise an einandergchanget, deren jener drn stiffrer dm Kouig Woldemarum, und di-ssr den rcitiiur»rem. Chtistianum V anzeiget. Ausser disenbestehetihr ordinarl ordens-zeichen in einem güldenen weiß emaillirlen creukmit einem rothen rande, und 11 creutztveis gesetzten diamanten gc-zrerct, so die rittcr an einem breiten gewasserten weissen und mit ei.nein rothen rande eingefastcn bände über der rechten achsel nach derlincken seile zu tragen, nebst welchem sie auch einen 8 eckichten ge-stickten silbernen stcm aufder rechten brüst führen,worüber ein silbemcreutz mit rother einfassuilg und den Worten: L. V. uLLi i i u i oiczu sehen ist. Es wird dirser ordcn auch denjenigen, so nicht von ss>hohem stände sind, wenn sie sich nur ums reich verdient gemacht,mitgetheilet. iu lliNerc. ll-orißine orMli. Oane-

tzrvgici. entvvurll'llLrrltcer.orciea2)s. kLrz lV

lib, 6 c. 7. h. 9 leg.

Daneburg, eine festung, welche von den Dänen aufderküstevon Coromand cl in Asten angelegt worden.

Dane-gelt, war der name der allerersten tare, womit jemalsdie Britannische Unterthanen von ihren Königen belegt worden.Demi, als zu ansgange des 10 seculi der König Ethelred sich genö-thigt sahe, von denen in Engelland eingefallenen Dänen mit roooopfund einen frieden zu crkauffen, weiche summa hernach jährlichvon neuen gefordert und immer gesteigert wurde, ließ gemeldeterKönig, und zwar, wie einige schreiben, auf Edrics, Hcrtzogs vonMercia , ansttfften, seine Unterthanen so viel, und noch mehr, zah-len , als zu dem gedachten tribut nöthig war, welches auch nachge-hcnds, da die Dänen nichts mehr zu fordern hatten, eine sehr langezeit contmuiret, und endlich in andre auflagen, unter andern na-rrten , verwandelt worden. -/vw r. ^>.

Danes / (Petrus ) oder Danesius / war von Paris gebürtig,und studirte unter Budäo, Joh. Lascare lind anderen gelehrten leu-then. Francissus I machte ihn an. zum uroseNor der Griechi-sel>cn spräche, rmd Henricus II ernennte ihn zum mtorm-kor seinesDauphins, gab ihm auch das Bisschofftyum zu is Vaur. Manbrauchte ihn in verschiedenen ambassaden, und aufdem conciij- zuTridenk hielt er eine vortrefllche rede, welche nebst den actcn disesconciiii zu Löwen an. I ?Ü7 gedruckt worden. Als ein Jtaliäner auf.bemeldtem conciüo imf einen Frantzösischen i^oLorem, welcher diernit den geistlichen amtern im schwänge gehende mißbränche desRömischen Hofs gestrafft, sehr loßzog, und mit einer allusion aufdas wort Lsiius; welches so wohl emen Hahn als Frantzosen bedeu-tet, hönisch sagte: LsUus cLn»r; antwortete ihm Danes sehr em-pfindlich : Uriiiam ->cl csnrum rcllpilccrer l'e:rus. Er starb znParis au. i; 77 im 62 jähre seines alters. Ob er gleich beständigden üuciill obgelegen, hat er doch keines von seinen schrifften an dentag gegeben / wie SammarthanuS berichtet, wiewol Lamwjus ihmverschiedene wcrcke beylegt, als llollcczilicuir, m

nueüs. I ullreiulu rexrorisz llciiolls i« LrlLvr«!eui Lc 1'e,tul-

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