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König Daniel»in Haltcien und Wlodomirien in Rußland zu hülste,und nahm dessen bruders tochter zur ehe, mit weicher er einen söhnzeugte, dem erwehnter König in der tauffe den namen Daniel bey-legre. Nachdem desselben söhn Danielowiz, nach Rußischem ge-brauch /genennet worden/ist solcher name bey dem geschlechteverblieben, welches sich nachgehends in Pocutien, Rsth-Reußenund in Pohlen ausgebreitet. Um die mitte des löste, lebte Stanis-laus Fähnrich von Lemberg / und hatte r söhne i Y Iohannem/Woywoden von Roth-Reußen, dessen söhn gleiches namens an.i ü Hauptmann von Corsum war; 2) Nicolaum / der zu erst Ca-stellan von Lemberg, hernach aber Cron-Groß-Schatzmeister ge-wesen.Desletzternsöhne waren i) Joh.Nieolaus/derselbe besaß vielHauptmanschafftenMd lebte noch an. 1646 alsCrsn-Groß-Schatz-meister. 2) Petrus , Cron-Vorschneider und Hauptmann von Par-kow.;) Stanislans, «Ltarost von Czerwonogrod. 4) Francistus,bekam die itztgedachte cK-rZs, nachdem jener verstorben. 5) Nico-lausll, unter-Cämmerervon cuei«.
Danielowiz / eine Adeliche familie in Litthauen, welche mitder vorhergehenden in keiner verwandschafft stehet, besitzet ihre gü-ter in der Woywodschafft Minskie,!und wird derselben an. 141;in den Reichs-tags-aeten zu Hrodlo gedacht. Aus derselben stam-met her Alexander Danielowiz , Fürst von Menschikoff, dessen sat-ter ein RüßischerOber-offieier unter dem regiment von Semenovs-ki gewesen. Er selbst kamgar jung in Czaarische dienste, reisete nach-gehends mit dem Czaar Peter Aleriewiz nach Teutschland, Hol land und Engelland, und brachte es durch seine treue diensteso weit,daß er dessen erster Favorit,General-Feldmarsthall über alle armem,General Gouverneur über Jngermanland, Carelen und in Liefland,ObristerHoffmeifterdesCron-Printzen,Ober-PräsidentüberalleL-,i-Ritter des Polnischen weißen adlersrc. worden- Der Kay-ser Leopoldus erhub ihn in desH. R. Reichs-Grafenstand, woraufan. 1705 der Fürstliche csrE» ersolgete. 0ri> kol.'r.
Dann/Tannes oder Thann / eine kleine stadt, mit einemdarzu grhöciacn amt, in dem Sundgau , hart an den grantzen vondcmOber-Elsaßund von dem gebiet der Abtey Murbach/andern fluß Thür , zwischen Sennen und S.Damarin , gelegen. Jchhedabey wäre vermalen aufemem berge ein feines schloß, Engel-burg genannt; dävon aber jetzt nichts mehr zu sehen. Bey der Vor-stadt , namens Rettenbach, befindet sich der berg, Rang / woraufsehr guter wein wachst, den mandavon Rangwein nennet.Imjährigen kriege käme dieser ort mehrmalen in consideration, ist auchwürcklich ein sehr wichtiger paß gegen Lothringen . *Danneberg/ ein Lüneburgisch schloß , stadt und Grafschaftan der Jetze oder Jetzcl, welche nicht weit hiervon in die Elbe fällt,der letzte GrafNicvlaus soll an. izoz oderi;i2dicselbean HertzogOtten den strengen zu Lüneburg verkaufft haben. Nachgehends istdas schloß an andere Herren gekommen, welche sich aufdie raube-rey geleget. Hierüber'bcschwehrten sich sonderlich die städte Ham burg und Lübeck bey dem Kayfer Carolo I V, aufdessen verordnungHertzog Albrecht zu Sachsenund Lüneburg , mgleichen HertzogNudölph zu Sachsen an. 1; 76 das schloß Angerissen und aufs neueunterLüneburgische Herrschafft gebracht. Damals stunden nur et-liche fischer-hauser bey dem schloß. Nach der zeit aber ist der ort zu ei-nem ziemlichen städtgen erwachsen. Von an. 1 ^ 66 bis16; 6 ist diestadt samt den dazu gehörigen amtern, und der daran gelegenenGrasschaft Luchow als ein besonder Fürstenthum von HertzogHeinrich , dem stamm-vater des neuen Braunschweigischen Hau-ses,und dessen söhn IulioErnesto besessen worden. Nach jetztgedach-tenHertzogsIuliiErnesti tobe ist diesesFürstcnthum an dessen bruverHertzogMgustum, und von diesem aufHertzog Rudolph Äugustumgefallen, welcher dasselbe an. 1671 an Hertzog Georg Wilhelm zu Zelle gegen dessen vrätension an die stadt Braunschwelg und daskloster Walckenricd überlassen, daß es also zum Chur -hause Hanno ver gehöret. DasFürstliche schloß liegt fast mitten in der stadt, undist mit einem hohen thurm von gebrannten steinen, und andern ge-bäuden wohl versehen. In einem alten thurm, der aufdem schloß-platz stehet, soll ehedessenderDänische König Christiernusgefangcngesessen haben. Die stadt Danneberg ist,wie gedacht, viel junger alsdas schloß, und hat an. 1603 von dem feuer grossen schaden gelitten.Derort ist wegen der zur vieh-zucht acker-und Honig-bau bequemengegcnd,und des Jetze-stroms sehr nahrhafft; insonderheit wird vielgeld von der groben leinwand , Pechtling genannt, gemacht, wel-che häuffig nach Hamburg und von dar nach Engelland und Nor wegen gebracht Wird. copogr. 9, 71 leg
Dannenberg/eine alte adeliche familie in Nieder-Sachstn,welche zu Broseiitz in der Grafschafft Dannenberg im Hannoveri-schen 2 adeliche schlöffet hat. George war Hertzog Heinrichs zuBraunschweig Kriegs-Rath; und um das jähr 16; 7 war emer die-ses geschlechts als Schwedischer Obrifter indem zojahrrgen kriegebekannt. Äoö.
Dannewitz / Danwin/eine adeliche fanülie in Oesterreich ,welche auch in Schlesien ansaßig gewesen , aliwv sie aber an-1661abgestorben. Caspar von Danwitz auf Johns-unv Bischdorff,war anfangs Schlesischer Land-Rath , Uild hernach der Ertz-Her-tzogeMalthiä rind MariMiltani II von Oesterreich Rath und CaM-merer. Balthasar hat bey gedachten Ertz Hertzogen die cksrgs emesTrabanten-Hauptmanns und Mundschenckens besessen. Ioachrrttder ältere aufKarbischau, hat bald hernach als Königlicher Land-gerichts-Beysitzer in den Fürstenthümern Oppeln und Rattoor flo-riret; dessen sohnJoachim der jüngere aufKarbischau,hat sich durchseine theologische Wussten bekant gemacht, und ist an. 1661, als der
letzte feines gcjchlechts in Schlesien verstorben.^/--Lci-Iel. cuuoll
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Dantes Atigheri / siehe AlighörftDames / (Petrus Vincentius) gebürtig vonPerügiaausdeMgeschlechte der Rainaldi, warm allerhand wissenschajften, beson-ders in der bau-kunst und mathematic / sehrerfahren. Weil er inder dicht-knnst demDantesAligheri nachahmte, es ihm auch fastgleich that, wurde ihm der name Dantes gegeben, welches feinennachkommen fo wohl gefiel, daß sie nichtmehr den namen Rai-naldi gefuhret / sondern an dessen stelle den namen Dantes ange-nommen. Er hat nicht allein einige sonderbare machinen erfunden,sondernauch einen comm-mLnum über die tpfls-rLm goksnms äeSL-crotzotcogeschrieben. Erstarb im hohen alter an. iziL, und hinter-ließ einen söhn und eine tochter, die auch beyderseits mecckwürdigsind. Der söhn, Julius Dantes,war gleichfalls in mathematischenwisscnschafften, und sonderlich in der bau-kunst wohl erfahren ,unvschrieb einen tractat a- aNuvione i'-beris ; ingleichen anmercknngenjn ornLmenr 3 2rLtiireÄurD,nnd starb an. I? 7 ?. Die tochter, Theo-doraDantes, muffe sich an. 149? aus der stadt Perugia wegen derpest auf das land begeben, dasie von ihrem vatter in mathemati-schen wissenschafften unterrichtet wurde, selbige auch so wöhl be-griff , daß sie einige schrifften davon verfertigte. Es-»«- in ^cken.
Nugullo;
Dantes / (Jgnatius) Julii söhn und des erstgedachteü PetriVincentii enckel, wurde zu Perugia gebohren, und begab sich inden ordcn der Dominicaner. Er war in der Philosophie und Geolo-gie , sonderlich aber in der mathematic wöhl erfahren, derowegettihnder Groß-Hertzog Cosinus I nach Florcntz bcrieff,welchem er dieipliL-rsw und die bücher Ptotemäi erklärte. Er lrhrteauch öffentlichdiesewissenfchafft, und hatte anfdcr academie zu Bonottien viel -u.Uirores, da er über die geograpbie und cofmographie laß. Der rühm,welchen er durch seine wiffenschaffterlanget, veranlaßte Gregoriumxlii. haß er ihn nach Rom berieft, undihmdie Verfertigung geo-graphischer charten auftrug, welches er mit gutem vergnügen desPabsts ausführte, und davor das Bischojfthum Alatri erhielt. Sir-ius v heriesihn nachgehends wider nach Rom , er starb aber, indemer sich zu diestrveränderung fertig machte, den 19 oct. M. 1586.Man hat von ihm unter andern commenr»rioLNereZoIcUeIIz pro-tpeuivL <ll lac. Usror-ii Sein bruder, Vineentius Dantes, warnicht wenigerin der mathematic und Poesie, sonderlich in derbild-hauer-kunst erfahren , wie er dann auch einen tractat von denen,die in der bildhauer-kunst berühmt gewesen, verfertiget hak; Erstarb zu Perugia an. 1567. oÄ--»««
Dantes / (Johannis Baptist«) ein sehr berühmter i^schems-ricus. mit demznnamen Dädalus, war von Perugia gebürtig, undverfertigte solche flügel , wodurch er sich zu fliegen getrauete. Erversuchte solches etliche mal auf dem mit so gutem
fortgange, daß er sich vornahm, in der stadt Perugia selbst eine pro-be davon abzulegen. Dieses that er auch, da eine gewisse Hochzeit da-selbst vollzogen wurde, und das volck häuffig auf einem grossen pla-tze versammlet war: denn da kam er von einem erhabenen orte inder lufft geflogen. Aber zu feinem unglück zerbrach das eisen, womiterden einen flugel regierte, vannenhero er aufdie kirche zu unsererlieben stauen fiel, und sich etwas verletzte, doch wurde er wiede-rum curirt, und daraufnach Venedig berüffen, daselbst die mathe-maticzu lehren. Er starb im 40 jähre seines alters.Oldomus,derdises, was wir bishero angeführt, von ihm berichtet, meldet nicht,daß er aus dem geschlechte der andern Dantes, deren brßhero er-wehnung geschehen, gewesen sey, ob gleich solches wahrscheinlich,auch gedmcket er nicht, zu welcher zeit er gelebet, wiewol man auseinigen umständen schliesseu kau, daß er zu ausgangs des 1; seculimüsse gestorben st'yn. OÄor-r«- ii>
Dantisctts / (Iohanes) sonst»curü?, und mit seinem rechtennamenFlachöbmder.genant, war an. 1G? BischoffzuErmeland,nachdem er vorhero Königlicher Sscrecsrius, gewesen. Er hat amersten au. 1:12 von Dantztg aus anven König von Poblen appellirt,welches vorhero bey den städren in Preussen nicht gebräuchlich war.Er wurde in verschiedenen gcsaudtschafften gebraucht, und erlang-te durch seine klughcit uno einen grossen rühm. Er starb an.
1^48. 2>e„e»«cieL9il>:. p.rA/« X«»^ecjrron.
üer ÜLiir UsniLig. ?reuk. cllron. 9. 4^9.
DaNtziZ/ lat. <2ecls->um und v^nrilcum j Pohlnisth Oäznzjc,ist die wichngstc stadt in dem Polnischen Preussen, und eine vonVen 4 vorncmsten hansee-städten, auch unter die besten Handels-städte zu rechnen. Sie ist groß, feste und reich, ligt an der Weixel,welcher fluß ihr allen Polnischen Handel zuführet, ohugefchr eineMeile von der Ostsee , an einem Meerbusen- dasie einen vortreflichenHafen, und einen sehr guten canal zu Überführung der kauffmanns-waaren hüt. Durch die stadt gehet der schiffreiche fluß Motlau, undunterscheidet sie in 2 theile, In einem theile ist eine insul, woraufdie Magazinen und korn-fpeichee sind; in dem andern befinden sich 7grosse straffen, welche creutz-weise durch dcnstlbigen theil der stadtgehen, und sich den dem fchlüssel des canals endigen. Es sind sehrprächtig und wshlgebauete kcrchcn an discm orte. , Die Anwohnersind mehrentheils Lutherisch, theils auch Refornnrt, und werdenbeyderseits religions - verwandte zu regiments - Personen erwählt.Die Jesuiten haben daselbst auch ein - wiewol ausserhalb
der stadt gebiethe in dein fd genannten Schottland . Die merckwür-digsten dinge in der stadt sind die 8 . Marien-kirche, (worinnen einsehr künstliches gemählde das jüngste gerichle vorü ellend zu sehen ist)das rath-hauß, das zeüg-hauß, die borst, 8 . Dominici platz und a.m. Den grösten Handel treibet sie mit getraide, welches ihr ausPohlen aufder Weirel zugebracht wird, wom.il sie hernach viele an-dere Königreiche in Europa versihet, und sollen jährlich bey
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