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kästen, der gemeinen rechnungnach, allhier verhandelt werden. DiePohlen herqegen versorgen sich allhier mit tnch, seide, leder, papir,jncker, öl, specereyen, rc. und der Dominicus-marckt ist einer deransehnlichsten messen in Europa . Von ihrer erbammg sind die scri-denten nicht einerley Meinung; am wahrscheinlichsten aber ist, daßsie von denGothen erbauetworden-Es gedencket auch schon deGuüo-,so im io seculo das leben des H. Adalbcrti bescheiden, daß gedachterAdalbertus sich aus der stadt Gcdanic weiter in Preussen begeben;wiewol zu den alten zeiten, die stadt gar schlecht mag gewesen undauch durch krieg und feuer etlichmal ruiniert worden sseyn. DaherSubislaus, Suantibori cnckel,-der Visen ort den Dänen aus denbänden riß, in so weit ein erbaner davon zu nennen ist, weil er an.ii 8-: ein schloß daselbst angeleget und die stadt besser erbauet, wel-che nachgehends mercklich zugenomnren. An. i2oy hat der tuch''Handel daselbst sehr floriret, wiewol die stadt damals nur holtzerngewesen. Die teutschenOrdens-Herren bemächtigten sich an. izo;derselben, und umgaben sie an. m 42 mit mauren. An. 1454 tratsie unter dem König Castmiro III, mir vorbehält aller ihrer rechteund frcyhciten, widcrum freywillig zum Polnischen Reiche, erhieltauch von dem gedachten Könige neue stattliche pttvil-^, sonder-lich die bcfrenungvou allem lribute, ingleichem die beschutzung dersee, und was sonst zu Handhabung derselben rechte gehöret, samtder erlaubniß, auf allerley waaren und güttcr, nach erheischungder zeiten und fachen, hilffs-gclter anzulegen. Um deswillen wider-setzten sich an. 16,7 die Dantzigcr dem zolle, welcher anfdie nachder Neustadt Uladißlavia gehende waaren von den Pohlen aufdeinreichs-tage geschlagen wurde, theils weil sie ohne ihre, eigene ern-willigung durch keine rcichö - comurmioncs zu etwas können ange-halten werden, theils weil solcher zoll ihren und des landes pr-vile.8>is. ausdrücklich entgegen liess. Nachdem König Heinrich III vonFranckreich den Pohlnsschen thron verlassen hatte, und hierauf nachvublicirtein mro-r^no ein theil der Republic dem Kayser Maximi-liano II, das andere aber Stephans Bathori beyfiel, erwcblte diestadt die Ocsterrcichtsche,parthcy, worüber sie von dem KönigeStephan» i» die acht erklärt, und an. m 77 belagert wurde. Allein,sie erlangte nichts desto weniger durch Vermittelung anderer Poten-taten widerum ihre vorige frevheit, welche sie auch noch beständigbesitzet, ob sie sich gleich auf gewisse massc unter der Könige vonPohlen schütz befindet. Die thore und walle werden durch der stadteigene soldaten verwahret, auch in anwesenbeil des Königs, wel-cher ihre pnviicßi» jedesmal zu cousirmircn pflegt, ehe sie ihn hul-diget. Sie verurtheilcn zum rode auch so gar Pohlnische Edelleute,ohne daß man von ihren scntcntzen appelliren.kam In civil-processen aber gehen die ^ppeU.>iioncrdurch die gewöhnliche instantien dcrstadt, und an keine andere Pohlnische als bloß die Königlichen ge-richle; wiewol auch unterschiedene fachen sind, in welchen es beyden abschieden der stadt bleiben muß, obne weitere bcziehung oderappellation an den Königlichen Pohluischen Hof. Sie prägen aufihre müntzr des Königs von Pohlen bildniß ,,sind eines von denPoblnischen reichs-glidern, und werden als Stände und o„lssisiiider Proviutz Preussen mit zur Königlichen wabl gezogen, um ihrestimme darzu zu geben. Der König in Pohlen hat daselbst die helssteder pfahl-gcldcr s so von denen zur see ankommenden schiften undwaaren gezahlt werden,zn gemessen. An. 1656 widersetzten sie sichden Schweden , und düben beständig bey ihrem Könige JohannCastmiro, ungeachtet ihnen die Neutralität von Schwedischer seirefleißig angetragen wurde, und kan man mit Wahrheit sagen, daßList treu und siandhasstigkeit der Dantzigcr gegen der krön Pohlendamahlen bey nahem das meiste zu erhaltung diseS königrcichs vormgäntzlichennnderizang und zncndlichcrzeunchtung deren vonSchwc-discher teils schon darum gemachte» grosson conguctcn beygetragenhabe. Von der zeit an, als der Churfürst von Sachsen FridcricnsAugustttü an. > 697 zum Könige in Pohlen erwählet worden, hatDantzig so wohl mit Franckreich als mir Schweden , wie auch mitMoskau einige verdrüßlichkeit gehabt. Sie hat über dises ansehn-liche Vorstädte, als das Schottland , den Stoltzcubcrg, ivclche bei-de aber nur in --cciciiLllic- von der stadt dcpcndireii, die Scbedlitz,Nengarrcn,Sandgrube,Petcrshagcn,rc. n- »«lock.
Issll. t'olon. in V-inciM e>c
prcuM ck-on ssc koruill »nrig. 6crn>. snrig
bcl'clir. sscr ll->ssc Osnirig vrcuttz cürcm. öcc. ^
DanviUiers / sihc Damvilliers.
Daoiz/ (Stephauus) ein QL„«nici,<> von Pamveloua in Na-varra, woselbst er gebohren worden , war zn ansang des 17 seculiberühmt. Man hatvoil ihm wchccm juris civiliz rli,n rcx:ü- , ii„^nixinllll.- in 2 banden in fol. und wllicciu jurü ?onc,6c>i gleichfalls in2 bänden. tzibl.
Daphidas / ein gewisser Sovhist , welcher das OrLcuium A-polliniö zu spott fragte: ob er vfcrde zu siner reise bekomme» kv„-te k worauf ihm solches antwortete , ia, und auch einen tödtlichenfall darzu von demselbigen. Daraus reifere er zu fasse von Delphisweg, um das o-ÄLulum auszuspotten, fiel aber Attalo, dem Kö-nige von Persicn , in die Hände , welcher ihn von einem hoben sei-fen , den man das vferd zu nennen pflegte, herab stürben ließ, weiler ihn in seinen schrrffren schimpflich angegriffen hatte. Vielleichtist es ebmderienige / welcher wegen seiner poesie bekannt, und aufdem gebürge in Magnesia, Thorar genannt, umgebracht worden.Vossius gedencket seiner unter den Griechischen Poeten,
l > c lo ÜX. 14.
Daphne / soll, nach der Poeten gcdichtc, des flusscs Peneitochtcr gewesen, und anfibr eigen verlangen von ihrem vakter ineinen lorbecrbaum vcrivandelr worden seyn, um des Apollmis lie-be zu entgehen. 01^. merzm. 1.1.
dap dar
Daphne/desTiresiätochter , welche zuDelvhis in so herrli-chen Versen weissagte, daß man vorgiebt,Hvmerus habe viel vondenielbigen mit in seine wercke gebracht, b,K>. um. 1. 4.
Daphne / ein lustiger ort unweitAmiochia in Syrien , am uftrdes flusses Orontes. Es war vor zeiten ein dorff mit einem walde,der 10 messen im umfange hatte , welches man für eine vorstadtvon Anliochia hielt, ungeachtet es 5 Meilen davon lag. Der waldbestund aus lauter cypressen und lorbeer-bäumen, welche die sva-tziergänge, gleich den fommer-länben , bedeckten, worunter nachden verschiedenen jahrs-zeitcn allerley wohlriechende dünnen wuch-sen. Desgleichen war daselbst ein ziemlicher Überfluß von brunn-quellen, welche eilten see machten, so von den bäumen anmuthig ü-berschattet wurde. In diefein holtze war eine berühmte Jüden-schule, lpciu^ genannt. Die Hcyden aber hatten selbi-gen hayn dem Avollini gewiedmet , welcher sich, nach Ovldii ge-dichte, in vrc Daphncn verliebet; wie sie dann auch einen berühm-ten tempel darinnen hatten, und eine statue, so an grosse demossmpio gleichce; nebst noch einem andern tempel, welcher derDianä gewiedmet war, und einem gewissen brunnen , welchenman den Daphnis-brunnen nannte. Dieser schöne und über alleMassen lustig zugerichtete ort war auch bevestigt, und hatte eineRömische legion zur besatzung^welche aber so weibisch und wol-lüstig wurde, daß der Kayser Severus unterschiedliche von ihrenOfficirern hinrichten ließ, weil sie solchem Unheil nicht vorgekom-men waren. Sonstcn haben wir auch einezimlichc auzahl münzen,welche zu ehren der Römischen Kayscrn, und zwar mit lateinischerüberschrifft in discr Vorstadt sind gepräget worden, und zum zeichendessen nmncr auf dem revcrs einen lorbeerkrantz haben, um sowohl auf den namcn Davhne als auf den daherüin iigeuden lor-beer-wald zu alludircn. Die meiste omonc; von ertzcn, die Pcseenii> und andre sonst gar rare Römische müntzcn, welche in denencabincrtendcr anliguitäccn beut zutage vorgezeiget werden, sind vondisem gepzäg.Endlich wurde dise gcgend wegen der allda im schwän-ge gehenden nnzucht und Üppigkeit dermasscnbeschrien, daß Chry-jbstomus au einem orte spricht: es würde keine tngendhasste undzüchtige vcrson derselben zu nahe kommen. Woher auch das sprich-wort kam l Oa^iiniciz moribur vivcre, das ist , liederlich leben.?oMt>L,»5 MSZiiur ergötzte sich an derschönheit dieses orts so sehr,daß erden cinwohnern mehr land einräumte, um das dorff zu ver-grösscrn. Constaminus ül. ließ ums jähr;26 ein iust-hauß all-hicr ausbauen. Unter Constantü regicrung ließ Gallus, so an. zzizum Kayser erwählt wurde ,deS Märtyrers und gewesenen Patri.archen zu Antiochia , Babvla, lcichnam hicher dringen, um welche- zeit, nach einiger scribenten bericht, daso^cuium apoiiiiNs aus-gehöret haben soll, antwort zu ertheilen. Desgleichen soll des A-pollinis tempel, alsdcr abtrünnige Julianus des besagten Pätri-archen reliquien von hier habe wegschaffen lassen, an. z ö2 mit blitzund donncr angezündet und zerschmettert worden ssyn. Baroniuserzehlt dise hiltoric,und führet Chrnsosromnm zu derer vekräffri-gung an , zu welches zeiten von dijem herrlichen gebäudc nichtsmehr als noch eine fäule übrig gewesen. Die Kayser, so nach demInliano regierten, bauten an diesem orte der heil. Euphemiä unddem heil. Michael zu ehren kirchcn auf. ü>n. l. s.
Daphnis / ursprünglich aus Sicilicn,war ein sobn ^ercurii,und soll die Bucolische verie erfunden haben. Äc«/. 1.4. nur.
c. 86
Daphnus / ein gewisser Medicus, dessen Athenäns gedencket.
Er zog die nacht-rnhe dem schlaffe bey tage deswegen vor, weil dermond , und folglich alles putrefacirte , zur Verdauung im magenHÜlsse. I. 7-
Dapper/ (Olvber) ein k-wssicus zn Amsterdam , welcher sich zukeiner religiou bekannte, rmd an. i6»o Mit tobe abgieng. Er batsich durch die besthrcibung von Malabar, Coromandcl, Asrica, A-sia, Syria, Palästina, :c. bekannt geinacht, wiewol er diese län-dcr nicht selbst durchreiset, sondern das meiste aus den nisrus ande-rer Icutc genommen. t-toll. icirclien.unci lcü.
Daps / (Emengard) der ro GroßmcisierdesIohtMNiter-ordcichzu Jerusalem , folgte 6ari>erioNeapolitanoan. 1187, und war derletzte Ordens-Mcister unter denienigen , die zu Jerusalem residierhaben. Im ersten iahrcssiner regierung wnrdedie stadt denrOct.von Saladmo mir accord erobert, ivclchcr den König von Jerusa-lem , Guidonem Lusignan, gefangen bekam. Darausbegabcn sicüalle geistliche Ritter-orden , nemlich L- Iohannis , die Tempel-Herren,dierittcrdes hciligcngrabcs , s. Kazari und 5 . Maria vonIermalem anders wohin. Daps gierig mit seinen ordens-brüdernnach Vlargat in Pbönicien, und nach vieriahren nach Ptolemais ^wlwo er an. 1192 starb, und Gottfried ss<- ooujo» zu stinein nach- ^folger bekam. Iiiss. cle korll. lle 8. stcLN sse leiuiUcm. '
xiivilcß^s cie vellee.
Daranianer / soll in der Türckey der name einer gewissen steteseyn / deren anliänger, nach den lehrsatzcn ibres Urhebers, Dara-ni, alle gute wercke, welche dem leibe wehe thun, zum ercmpeldas fasten, die enthaltung von weibs-pcrsoncn und dergleichen,verwcrssen, hingegen allerley fleischliche Wollüste vor etwas zugklassenes halten.
Dardy / sitze Derbishire.
Darey / ein Englischer Lord, der sich unter Lenrich VIII mitin die retzellionen mischte, welche in der Prvvintz Porcknntcr den,vorwand der religions-änderungcn entstanden waren, sihe Asse.Dieser Lord hatte zwar schon etinnatzl ocrgcbmig erlangt, ließ sichaber bald drauf zum anderen null Anflechten, oder gerjeth zum we-nigsten