Band 
Zweyter Theil
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ttigsten bey neu-entstandener Unruhe in abermaligen verdacht, und Däves / ein Phrygier, des Vulcani Priester, dessen von demwüste sich ungeachtet aller eutschuldigunge», daß er sich aus zwang Homers gedacht wird. Er hat eine Historie von dem Trojanischenzu den rebellcn geM, und unter denselben vielmehr des Königs be- Liege geschrtben , welches werck noch zu den zeiten Aeliani Vorhan-ges m acht genommen, gefangen nach Londen fuhren lassen, da den gewesen, wie diser selbst berichtet. Photius gedenckt auch des-^ ^7 lm 80 jühr Elnes alttvs vordem Toue ötv kopff abge- ^lben m sMer KiKilOtlieca. Nunmehto aber ist nur eine Lateinische

schlagen Warb. «ä'^nZlet. I'.I. p. z^6. Z97.

Darda/ eine festung in Sclavonien, anderthalb stunde vonEsseck, gelegen. Sie bedeckt das ende der Effecker-brücke, und istan. 1686 in Christliche Hände gerathen. x-s. x. Le--.

Dardanellen / Lak. va^neU^, sind gewisse castelle oder fe-stungen am anfersten ende der meer-enge von Gallipoli zwischen demArchipelago und dem see 6i Marmora. Bey dem eingange dieserMeerenge sind 2 castelle vor nicht allzulange: zeit gebauet,wovon einesdas neue caftell vonAsien oderNatolienMid das andre das neuecastellvon Europa oder Romelia genennet wird. Mahonie! IV ließ sie an.1658 austuhren, nachdem er vermercket, daß die 2 alten castelle, soetwas weiterhin an der meer-enge liegen , nicht vermögend waren,die p-iLge des msr äi xiLrmorL zu versperren. Diese castelle liegeneinander gegen über / und die meer-enge ist daselbst nicht breiter,als eine kalbe meile. Das Asiatische lieget auf einem stückgen lan-des, so spitzig zu in die see hinein gehet, und hat mauren, aufwel-chen um und um feste und starcke thürme stehen, deren etliche vier-eckicht und etliche rund sind. In denselbigen stehen stücke, welche al-lemahl fertig aemachet sind, auf diejenigen loßzufeuren, welcheohne erlaubniß die meer-enge paßiren wollen; jedoch sind sie so übelgepflantzet, daß , ehe man zum andern mal daraus Wessen kan,-er fcind unterdessen einen theil der mauren zu demoliren, und dascastcll in grosse gefahr zu bringen vermag. Die in dieser festung be-findliche Moschee ist sehr fein. Das neue casteü von Europa lieget

Übersetzung vorhanden , welche dem Cornelio Nepoti zugeschribenwird. Die ist mit verschiedener gelehrter leute anmerckungett herausgegeben, und auch ins Frantzösifche übersetzet worden.

bitt. vsr. 1 .11. c. 2. XoMei'» ilisci,I. s. He^ii«it. I I.

lyo. 6e irLcl. 6itciyll I. in onomsstico.

ss-r- lleliill. l.gt. I. z <8c 6e Qr^cisl. 4. c i.Xrö»,. bibliotv. 6r. I. l.c. s.

Darha / eine Afrikanische Provintz in Biledulgerid, nebst ei-ner ftadt und einem flusie gleiches namens, zwischen den Königrei-chen Marocco , Tesset und Segelmesse. Sie wird in das eigent-liche Darha, Jtata und Tafilete eingetheilet. Der König des letz-tem theils ist auch König von den übrigen, welche sonst öffters denTerifs von Fez und Marocco unterworffen gewesen. Die einwohnerhaben ihre Häuser fast alle miteinander am stufst,und pflegen daselbstdämme aufzuwerffen, damit sie sich vor dessen Überschwemmung inwinters-zeit verwahren mögen, da er hingegen im fommer so wenigWasser hat, daß sie m fusse hindurch gehen können. Am ersten Aprilfangt er an zu wachsen, und bewässert das gantze land. Wenn ersich sehr ergießt, so folget eine reiche erndte -rauf; geschicht es abernicht ,/o ist sie sehr geringe. Die vornehmsten eincünffte vifer Pro-vintz rühren her von den palm-bäumen, indem derselben datteln vor-

wercks-als kauff-leute,infonderheit aber viel gold-schmide sind. Matthat auch viel indigo für die färber daselbst. Die einwohner pflegennahe an dem so genannten Griechischen vor-gebürgeund hat eine Koste heerden von strcmssen zu halten, welche schöne federn, dieirregiilare gestalt. Es sind einige Häuser darinnen für den Aga und Mwartz v weiß, imdbtßwellcn grau sind, aber kein zum essen taug-die , i->>m eine- rnnssuee. deeen mnen>ieu>>->nceUenlich imd liches fleisch haben» Die darinnen befindliche städte sind Benisarich,

Kikra chLinzeda, Tmgadel, Tinzulin,,die grösste der gantzen Pro

die Officirer, samt einer Moschee, deren thurmsehr ansehenlich undhoch ist ,,gleichwie auch alle dastlbst befindliche Häuser, indem sieauf die hohe des orts gebauet sind , von welchem man aufstuffenherab steigen muß, wenn man die stücke loßbrennen will, welchedein wasser gleich ligen. Etwas weiter hin an der meer-enge sinddie alten Dardanellen zu sehen, welche auf eine halbe meile einan-

bergegcn überligen. Das Asiatische, welches insgemeinAbydos ..... .....

genennet wird , istviereckicht, und hat 4 thürme, unterwelchen ihren namen von dem grossen fluß Darien, welcher sich in den Zoif-,derjenige, so zu nächst an berste stehet, viereckicht, die andernaber von Darien oder Uraba ergeufl, lind ist sonderlich wegen des streitsrundsind. Mitten in diesem castell ist ein grosser viereckichter thurm, ..

auf welchem einige seld-fchlangen gepflantzet sind. Hinter dem castellist ein groß dorff, welches von Turcken, Juden und etlichenweni-

mntz, Tameaeruk, Tabarnast ein schloß, Timezgait ein befestigterplatz, und Afra ein schloß auf denLybischeN gräntzen. c--->

lleicr. Xtr. I. 7. A liill. 6cs Q'Nerifs.

Darien / eine landschasst in i'errs llrms, im südlichen Ämerr-ca, nicht weit von Carthagena ,,den Spaniern gehörig. Sie hak

, sten bewohntwird. Dieser ort ist allein deswegen zu achten,weil er sehr vortheilhafftig liget. Die meisten von den daselbst be-findlichen stücken sind ohne lavetten. Es sind derselben ohngefehrdreyßig, unter welchen die kleinsten So pfundig sind, mit welchenman aus Asien bis in Europam Wessen kan, ungeachtet die stei-nerne kugeln, womit man zu Wessen pflegt, überaus schwer sind.Das alte castell von Europa , welches Sestos genennet wird / ligetauf einem Hügel. Es hat eine dreyeckichte form, ausgenommen derDomon, oder der höchste und festeste platz, so rund ist. Es ist mitzo sechtzig-pfündigen stücken gepflantzet, welche bis in Asien Wes-sen. Dise stücke sind krumm und ungleich gepflantzet, damit sienicht etwa», wenn man sie loßbrcnnet, das castellaufder andernfeite beschädigen mögen. Wettn ein kauffmanns-Wffan eines vonden besagten castelle» kömmt, muß es daffelbige mit 7, c oder we-nigstens ; stück-schüssen bcgrusscn s istes abcr ein kriegs-schiff, somuß es 11, y oder 7 Wisse thun, worauf mit c, z oder 1 schlisse ge-antwortet wird. Hieraus muß das schiff mit 7, ? öder; schüssenLancken , und so dann mag es nach Cvnstantinopel fort segeln.Wenn sie aber davon herkommen, so müssen die kauffardey-mwbisweilen auch die kriegs-Wsse vordem Asiatischen castelle stillelie-gen , sich visitiren lassen, und das durchfahr-geld erlegen. Von denChristlichen schissen dürsten nicht mehr als 5 zu gleicher zeit durch-paßiren. voysZL cic QooÜsntiiwjile.

Dardania /einaltes land in ober-Mösien,welches hernachein theil von Dacien worden. Es ist eigentlich der mittägliche theilvon dem heutigen Servren, darinnen Nizza und Uschub liegen. Esist auch eine stadt dises namens in der provintz Troade, welcheDardanus gebauet. ch-c.

Dardaiius / des Jovis und der Eiectra, einer tochter des At-lantis , söhn, welcher aus Creta , oder ,,wie andere wollen, ausItalien , wegen der an seinem bruder verübten Mordthat,entflöhe,und den gründ zu der stadt und dem Königreiche Troia legte. Erbauete aufbem berge Jda die stadt Dardania, welche von Tros,einem seiner Nachfolger, Troja genennet wurde. Er regierte unge-fehr ;i jahrvon ä.. L. 1^77. IN Linon. kE-e.

bibliotll. 6r. 1.1. c. 4. tz. S.

Dardanus oder Dornadilla / ein Schottländifcher König,welcher noch vor Christi geburt anfangs sehrloblich regierte, aberhernach dermalsten umschlug, daß ihn endlich seine underthanenermordeten. Xm-ba». ViN> §cvlic.

Äardanus / (O!sullm5 Nolltiumuz) ?r-LfeLrus niTiotH in Gal­ lien , durch dessen anstifften der tyrann Jovüms, welcher um dasjähr 4" den Kayserlichen titul angenommen, von der »manc-mitAtaulpho , dem Könige der Gothen, abgezogen, und ums lebengebracht worden. S. Augustinus und Hieronymus schrieben anihn; desgleichen wird seiner in QvNics il ULoNoiisno gedacht. 8 i 6 o-niu- ^xoNinsris sagt , daß bey ihm alle laster zusammen gekommenwären. kl'oAei'- in ciiron. Lori xöeoitos 171. ll«ü«Lurioliibus. LÄoÄ, X-l. xrotox.

bekannt, welchen die Spanier mit den Schottländem daselbst ge-habt. Denn an. 1699 im aug. liessen die Schsktläuder nebst an-dern schantzen das kv« Andreas allhier aufwerffen, und wollen einerechte colonie daselbst anlegen; allein die Spanier griffen an. 1700mit 11 krieges-schiffen dieses an, Und nöthigten die Schottlän-der gantzlich von dar abzuziehen, welche, weil sie den Verlust diseSvortheilhafften orts sehr empfunden, den 2; may des besagten jahrsbey dem Könige in Engelland anhalten liessen, daß diser ort mit ge-malt möchte eingenommen werden. Allein den 8 Nov. wurde ihnendie Königliche leivlurwn ertheilet, daß wegen gewisser Ursachen undbesorgender grösserer unruhe solches nicht könte ins werck gerichtetwerden.

Daries / ein constii zu Marseille , welcher nebst noch einemandern,mit namen Bonifacius, im apr. an. i;8; einen aufruhrittbemeldter stadt erregte, und das castell Nostredame -x- !s «s-cic an-fiel , allein nach z tagen samtseincn mitgestüen aufgehangen wurde«

kill, 6c iüciir III,

Darms / mit dem zunamen Medus, von dessen regierung lindUrsprung die scribenten unterschiedliche gedancken führen, soll, nachder meisten meynimg, der in den pivLn smoribus hemeldte xsboni-6es seyn, und 17 jähr regiert haben, nemlich von X k. 198 bis 216,oder von^ ^428, a.c. ;;6, biß 1446, x.c. 5?8,daCy-rus, der Perfier, Babylon einnahm, und die Persiacksche Monar-chie anfleng. Dise Meinung behaupten Berosus, Josephus Scaligexund andere mehr wider ben Torniel, Salianum, Spondanum rc«welche dafür halten, baß diser Darms des Astyagis söhn sey, wel-cher von müterltcher linie des Cyri veter gewesen, den sie Cvararemnennen. Darneben geben sie vor, daß er mit Cyro über die Chal-däer regiert habe; zum wenigsten erklären sie dadurch dasjenige, wasDaniel von ihm meldet, daß er nemlich dem Belsazar im 62 jähreseines alters succedirt habe, welchen er auch umgebracht. Dises isteine von den berühmten historischen streitigkeiten bey den scribenten«Pererius erzchlt in seinem commemsrio 7 unterschiedliche Meynun-gen , unter welchen er sich vor die letzte erkläret« Man hält ihn fürdenjenigen, welcher den Daniel hatlassen in die lowen-grubewerf-fen, hernach über zu hohen chren-stellen erhoben. ! i.a-W.

^06210. c ic> X in Osnie!. c 5 < 5 :9. §. 6e evmx>.

eccict. Irirr-- in cticon. lLcio- c, ;4 6ci's-s'v-M 60Ä. rsnip.!. 10. c. 819, lo SrL-»--- X XI. Z 454 , Z472, Zs 6 Lc. Xiccrsü

cvionoi rekor. c 1.1 c. 6. in csnon, ciiron. öcc.

Darius /1, Hystaspis söhn, welcher General über die armerwar, nahm sich mit s andern Persianischen Edelleuten vor, den ver-stellten Smerdin, welcher sich der kröne angemaßet hatte, von demthrone zu stürtzen. Als nun solches glücklich von statten gegangen,wurden sie eins, daß sie binnen 2 tagen an einem gewissen orte in derVorstadt zusammen kommen wollen, da dann derjenige, dessen Pferdzu erst wiehern würde, zum Könige erwchlet werden solle. Nach-dem nun Darii pferd durch list seines staümeisters Oebares solcheszu erst that, wurde erKonig /r n. 2; z, omnp. 64,4.4. ic:.x. e. ;2i. und that darauf; berühmte feld-züge. Denn zum erste«nahm er Samos weg, und machte Sylosonem zumLouve--ieuida-von, von welchem er in Aegypten einige gütigkeit genossen hatte.