Band 
Zweyter Theil
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dar

Zum andern belagerte er Babylon, und eroberte solchen ort , nach-dem er 20 monate davor gelegen, durch Zopyri listigen anschlag ss-244, 67,4. ^i> 4474, Drittenszog er wr-

der die Scythen zu felde, so in Medeneingefallen, undgriffsslbrgemit 700000 mann und einer flotte von 600 segeln an. Desgleichenschlug er auch eine brücke über den Bosphorum, um in Europamhinüber zu paßiren; allein, biser feldzug, so n. 246 , 68,

1. 1^. Z47S, L- ?°8 geschahe, gerieth ihm nicht nach fernem

Wunsch. Als er widerum zurück gieng, ließ er seinen General Me-gadyzum hinter sich mit 80000 mann, um Europam unter seinengehorsam zubringen. Allein die Persianer wurden lmsept.^-k.264, 72, 4. 4494, 490 bey Marathon geschla-

gen. Seine armee aber, welche aus mehr dann 500000 mann be-stund, wiewolen andere dise zahl über die helffte verminderen, wur-de von 12000 Atheniensern, welche Miltiades commandirte, rur-niret. Als er im begriff war, die aufrührischen Aegyptier zu straf-fen, starker 2. ki. 4499, L. 485, oiy-np. 74, 4. v.c. 269,nach-dem er 46 jähr regieret hatte. Diser Konig solle zuerst ordentlichetribut seinem volck aufgelegt und daher.zum schrmpffden zunamenerlanget haben, daß man rhne den Rramer genennet. Auf sememgrabe liesse er nach Strabonis und Athenai bericht eine uberschrlfflsetzen, worinn er als selbst redend, vermeldete, wie er unter andermein mächtiger jäger, auch grosser trincker gewesen, jedoch auch denwein wohl habe vertragen mögen. Zur nachfolge des reichs ernen-nete er seinen jüngeren söhn Terrem, als der von ihme, da er schonKönig wäre, qezeuget worden; anstatt der altere der von denen scri-

benlenunderschiedlichArtaborZancs,Artabanus,Artaphernes,Arta-

menes, rc. genenet wird,zu solcher zeit gebohren ward,da sein vater imxriv-tt stand, und noch gantz keine Hoffnung zum thron hatte. Anderewollen doch, diser streit wäre erst nach dem tobe Darii unter beidenbrüdern erreget worden, und hätte deren oncic Artapherncs, alsvon beyden erwählter schieds-mann für den Terrem gesprochen.Gewiß ist, daß sich die streitende hierum ohneMerkest ausgeführt,und der ältere brudcr nach ergangenem urtheil dem jüngeren ganywilliglich gewichen. Einige halten dafür, daß diser Darms der inder Heil. schrifft gemeldete Ahasvcrus, der Esther ehegcmahl ge-wesen. Allein, andere halten es vor vil wahrscheinlicher, daß Ar-tarerres Mncmon derselbige geivcsen sey. 1. z leg.

in ^lenexcna fl. >. i, I >. in

KUItiscle. in klilrUcie. KroM l, 5.

l. 17. c. 2> so/«/-/'. sncig. Ill.cz in cllron. 0-oss««

I. r. c. 8. lle 5 ex Lr^tibus. 8/>o»oi«»«i in »nnrl.

lleemcnll. rsmzi. I 5.

Darms II / zugcnannt Nothus oder der bastart / weil er voneiner concubine des Artarcrris Longimani, gebohren Word en, hatteauch, eheerzurregicrungkame, dennamenOchigehabt. Disersuccedirte seinem bruder vogdiano ^.4560, ^4, 424, oi>mp.89,1. v. ce 440. Seine muter wirb von einigen Cosmartidene ge-heissen. Es ist aber wahrscheinlich, daß man bey den stribenten le-sen müsse, sie seye aus Martidenc gebürtig gewesen, ohne daß son-stcn ihr eigentlicher name angedeutet werde. Distr gclangete.durchverstossung, oder nach anderer erzehlung, durch ertödung seinesbrudersLogdiani zur krön, vermählte sich mit derPanysatis,welcheseine schwester vom vater her, und ein sehr grausames weibcsbildwar. Er zeugte mit ihr Arsacen, welcher ihm unter dem namenArtarcrris Mnemonis folgte, und Amestrim, ehe er noch Konigwar, und hernach Cyrum den jüngcrn, samt noch 14 andern söh-nen. Durch seine Generale und seinen söhn Cyrum führte er einigekriege wider die Ladusicr und Griechen, auch wider die abgefalleneMedcr und Egyptier, davon die ersteren nicht zum glücklichsten ab-steifen,(sihe Agesilaus) Meden aber, auch fast gantz Egvpten brach-te er wider zum gehorsam. Er starbe durch gisst, welches ihmeBagoas sein verschnittener und vornehmster Höfling geben lassen,nachdem er 19 jähr regirthatte, 4^79, 40;, ogwp. 94,

4. v. c 449. Sulpitius Sevcrus, iLtaliger und einige andereäuL-E halten dafür, daß dises derjenige Darms gewejen, unterwelchem Zorobabel den tempcl-bau zu ende gebracht hat, weicheMeinung aber nicht von allen angenommen wird. rc. M,» l.

Dioss Äc«/.!, >;. §,<//>. l.r. Nütz Uicr. 2c L»/cs. in cvron. Le-

clc tcx.xiLk. D>x»rc//. 6c cmenll. rcmp. 1.6. 2cc.

Darms III, vor der regierung Codomannus genannt, wirdvouDiodoroSiculo,A.Gellio,und anderen als vonKönigl.stam>nenausgegeben, da ihne andere seines vaters halb, von mittelmässigcmgcschlccht herkommen machen; der name des vaters soll Areaneögewesen seyn. Zur muter hatte er Sisygambis, von deren nochwahrscheinlicher gesagt wird, daß sie Königl. gcblüts und von Ar-tar. Mncmone entsprossen gewesen, wiewol A. Gellius gar will,sie wäre nach Persischer art zu hcyrathen ihres ehcmanns schwester,und also beyde von einem acblüt gewesen. Diser Darms nun die-nere Ocho als ein trabant oder länffer (2tz»n6e?) Da in dem kriegwider die Ladusier einer auß disem volck jemanden der Pcrsicr zumzweykampff aiißsorderte, und nachdeme er gegen solchem aufgetret-ten, hatte er das glück ihne vor der saust zu erlegen. Nachdeme jh-nie dises unter den Pcrseren nicht wenig ansehen gemacht, auchdas oouvcrnemcnr von Armenien zuwegcn gebracht hatte, geschahees bald darauf, daß König Ochus und nach ihme erstlich feine an-dere söhne , und znletst auch Arscs, der ihme im reich nachgefolgt,durch die Hinterlist Bagoa hingerichtet wurden. Worauf diser-scwicht in Meinung seinen gemalt noch mehr zu befestigen, Dariumaufdcn thron setzte. Doch gereuete es ihne, da sich diser nicht wollteschlechterdings von ihme regieren lassen,und wolle durch scinc schorimehrmahls geübte kunst auch Darmm auß dem mitte! räumen.Aber diser merckte die schelmerey, und zwange Bagoam, seinen

gM-becher selbst auszutrincken, welcher ihme darin bald den langstverdienten tvd brachte. Darms trat seine regierung ancvymp. III, I. 4648, /e. 446, zurzeit, da Alexander M.nt

der Welt groß wurde, wider welchen Darms 4 schlachten verlohr/nemlich die erste bey dem fluß Grames in Mysia, woselbst die Per-sische armee n. 420, ossmp. 111,4, ^4650, o. 4 44gäntzdsteh ruiniret wurde; die andere bey der engen s-aLg- -es gebürgesTauri n. 421, worinnen Darius seine muter, gemahlinund An-der einbüffele, sich aber doch in Persicn reürirte, um neu volck auf-zubringen. Endlich bot er Merandro friede an, welcher aber nichtdavon hören wolle, sondern ihn bey der stadt Arbela dcn i o ct.

4654, ->. Q. 441, Oiymp. 112, 2. V. ce. 424. II tage nach dergrossen monds-sinsterniß, deren Wnius und Ptolomäus gedencken,gäntzlich über emen Haussen warss. Hierauf flöhe Darms in Meden,allwo ihn Bessus, der 6ouvs,eur von Baetrian 2. kvi. 4654 im äjähre seiner regierung ermordete; so, daß die Persische monarchiemrt diesem Könige untergieng, welche vor 229 oder 240 jähren wargegründet worden» D-o^ox. >. ,7

T'/k«. i. I. c. 70. c. 4.

Darius / stammte von Atropalo, dem ersten Könige in Meden,her, welchem er nach vier andern, von deren namen und regierunggar nichts gedacht wird, folgte. Er regierte in Meden, als Pom-pejus mit Mithridate Eupatore, dem Könige von Ponto, kriegführte, und wurde auch von disem grossen Held überwunden, wel-cher ihm den verlangten friden gab. «Lein söhn Artuasdes succedir»te ihm. Uro >. 49.

Darius / (Tibertus) ein poet und ritter von Cessna, in Ita«lien, schrib an. 1491 einen kurtzen auszug von den v»is slmsrcvi,welcher nachgehends heraus gekommen.

Darlington / ober Derlington / eine kleine marck-stadt inder dioces des Engelländischen Bißthums Durham, zwischen Da-rum und Stainthorp, an dem fluß Skern, nicht weit von dessenVereinigung mit dem fluß Tees. Von denen nahe dabey befindlichenso genannten Hellenkeffeln; sihe den articul Hellketrles. L-m-

öriiLim. Leei/cxcÄ. clclic. 6c l'üngl. p. in.

Darmstadt / die Haupt-stadt in der obern Grafschafft Catzen-elndogen , welche einer linie dcr Landgrafen von Hessen den Na-men giebt. Die bcnennung soll sie gleichsam von Traiani-stadt ha-ben , weil daselbst die Römer , besage unterschiedener monumcn-ten , ein casicll wider die Catten gehabt. Sie ligt in einer lustigenund fruchtbaren ebene an dem Odenwald , und ist von LandgrafGeorgen I dicscrhalbcn zum Fürstlichen sitz erwehlt worden, wel-cher auch das altenechstder stadt bcydemthore gestandene, undvon den Kayscrlichen an. 1546 mit stürm eroberte und niedergerissstne feste schloß aus dem gründe nebst einer schönen schloß-Archekostbar wieder erbauet.Nach diesem hatLandgrasGeorg II an. 1629an dem schloß gegen der stadt zu ein neues gcbäude vor die ean-tzeley, cammer und das archiv aufgeführet, Ludewig IV aber aufder andern feite gegen morgen noch einen andern schönen schloß«bau nebst einem thurm und berühmten glockenspiel hinzu gethan.Um das schloß ist ein Wassergraben mit einem wall , und ausscn-wcrts über der rennbahne hat es einen neu angelegten lust-garten ,neben welchem eine grosse eiche stehet, so Landgraf Georg I am1577 als einen busch mitaus dem Walde auf dem Hute gebracht,und zum Nidenckcn der neuen geburt seines Printzen Ludwig V da-hin gepflantzt. Etwas besser herunter gegen norden zu hat gemelde-ter Landgraf Georgei an. 1581 eine ansehnlichemühle zu bauenangefangen, welche von einigen »mo-ii,,,? unter die wünder-geväu«de der kunst wegen gerechnet worden. Dieser vrt ist an. 1440 auferlangte freyhcit Kayser Ludewigs vonGrasWilhelm VI zu Catzcn-elnbogen zu einer stadt gemacht, und mit zweyen mauern, thür-men und zwingern verwahret worden. In selbiger ist das gegendem schloß übcr aufdcm marck gelegene rathhauß, und die stadt-kirche zu sehen, in welcher letztem viele kostbahre Landgräfliche ,und andere bcaräbnisse seyn. Nicht ferne von der Arche hat Land-graf Ludewig V ein sehr prächtiges gebäude zu dem daselbst flori-renden g^-nn-iio erbauet, und vor dem also genannten stadt-thorhat an. 1611 der damalige Amtmann Johann Philip von Bussckdas Buftckcr-Hospital gestifftet. Aufder feite gegen Franckfurth hatLangrasLudeivig V eine schöne Vorstadt von lauter steinernen undgleich gebauten Häusern angeleget, dem Ludewig der VI gefolgec,und zwischen dem schloß und der mühle eine dergleichen aufgebauteVorstadt an die vorige anhängen, und in eine neue stadt-mauer brin-gen lassen. Sonst ist von dieser stadt merckwürdig, daß an. 1404 all-da ein thurnier gehalten worden. An. 1546 haben die Kayserlichenunter dem Grafen von Beuren oder Bürcn vor diser stadt 2 stür-me verlohren , selbige aber hernach unter währendem accordircn er-stiegen , und ausgeplündert, An. 1622 wurde sie von dem Grafen von Mansfeld aiifbefchlChurfürstFriedrich des Vvon der Pfaltzeingenommen und Landgraf Ludewig der jüngere nebst seinen rPrintzen gefanglich weggeführt. An. 1647 ward sie von den Fran-tzoscn eingenommen, und das schloß mnste sich aufdiscretion erge-ben , welche aber gar harte gewesen. r-w'-»c7,-c/WE kesckreib. vo»

ltcilen 9. ir». lo^ogr. siaE p. ro.

Darmftadt / Die linie der Landgrafen von Hessen-Darmstadtstamethcrvon Georgio,zugenantder sromme/dem jüngsten söhnedesLandgrasenPhrlippi, welcherden 15 dec. an. 1547 gebohren war,durch das väterliche testament die obere Grafschafft Catzenclnbogenbekam,und zuDarmstat residirte,ernahm sich dcrLulher. reliqion sshran,und starb den 7 febr. a. 15 96, nachdem er mit seiner ersten gemahlinMagdalma , GrafBernhards von der Lippe tochter, Ludovicum

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