Band 
Zweyter Theil
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V.PHilippumundFriberieumgezeuget; davonFridericus dielinie derLandgrafen von Hessen-Homburg aufgerichtet, s. Homburg. Phi-lippus znButzbäch war ein gelehrter Herr,übersetzte die gantze Bibelin dieTeutsche ß>rache,und bezeugte grossen eifer vor dieAugfpurgifcheronfeßion/büffete aber durch einen brand im bade fein leben ein, undhinterließ von seinen beyden gemahltsten keine kinder. Ludovicus v,der ältere söhn, zugenäht der getreue/ ivnr den 24 sept. an. 1577 ge-bohren,und stifftete die Universität zuGiessen.An. 1622 überfiel ihn derGraf von Mansfeld in seiner residentz,und führte ihn gefangen weg.Im folgenden jähre erhielte er von dem Kayfer wegen der Marpurgl-sthcn lucceliein favorabel urtheil,führte bey feiner knie das rechtder ersten geburt ein,und starb den 27 jul. an. 1626,nachdem er mit fei-ster gemahlinMagdalena, Churfürst Johast Georgii zuBrandenburgtochter,verschiedene kinder gezeuget,alsGeokgium Il> Johastem undFridericum. Ivhasteszu Breubach starb an. 1651 ohne kinder. Fri-dericus trat zu der cathol. religion, wurde an. 16 5 5 Cardinal, nachae-hends ?rc>lcÄ-r von Teutschland, Bischoffzu Breßlau, und obersterHauptmast inSchlesiemEr starb an. 1682.Georgius II war an. 160;den 1 vmart. gebobren, verglieche sich mitHessen-Cassel wegen Mar-Purg,und gelangte den 24 sept. an. 1627 zu dessen besitz.Er nahm an.r6z 5 denPrager ftiden an,trachtete aber vergebens die «iminikr-rionzuCassel an. 16;? nachWilhelmi V tobe an sich zu bringen.Als er an.1646 durch die Casselifche Waffen das gantze Fürstenthum Marpurg verlohren/vertrugersich an.1648 aufs neuedurch unterhandlungHer-tzogs Ernesti vonGotha mit Caffel,erhieltez viertheilvon dem obernFürstenthum,und vor die stadtMarpurg eine sinne geldes.Erstarb a.1661 den 11 jun.Mit seiner gemahlinSophiaEleonora,ChurfürstIo-hast Georgii I zu Sachsen tochter,zeugte er vielkinber/ darunter rhmLudovicus VIsuccedirte,Georgius II l aberzuLauterbachinder herr-schafft Jtter an. 1676 ohnemastliche erben mit tode abgieng. Unterden töchtern ist sonderlich zu mercken Elifabetha Amaliassöan. 16; 5gebohren,und an.16;; an Churfürst Philipp Wilhelmvon derPfaltzvermählt worden. Ludovicus VI so an. 16; 0 den 2; jan. gebohren,war ein sehr gelehrter Herr, und übersetzte unter anderm die PsalmenDavids in zierlicheteutschereime.An.1662 verfiel er mitChur-Pfaltzwegen des condominats und episcopal-rechts zu Umstattinstreitig-keit,welche aber durch Unterhandlung der benachbarten Fürsten bey-gelegt wurde.Er starb den 24 apr. 1678,nachdem er mit seinen beydengemahltsten viele kinder gezeuget. Die erstere war MariaElisabctha,Hertzog Friederichs zuSchletzwich-Hollstein tochter,welche ihm den22 jün. an.i6;8,gebohrenLudovicum VII,dcrden zo aug. an. 16 78starb, als ersieh zu dem beylager mit Erdmuth Dorothea, HertzogsMauritijzuSachsen-Zeitztochter,zuschickte;ferner an.i6;2Magda-lenam Sibyüä,die an. 1672 anHertzogWilhelmLudwigzu Würren-berg vermählt,durch dessen absterben, aber an. 1677 in den wittwen-stand versetzet worden, und den 8 aug. an. 1712 dieses zeitliche geseg-netMariamElisabetham an. 16 5 6,die an. 16 76 mitHcinrichen,Her-tzoge vonSachscn-Römhlld,vermählt worden,und den 16 aug. 171;gestorben; undSophiamMariäan. 1661,die an. isgiHertzogChri-stians zu Sachsen-Eisenberggemahlin wurde, und den 22AW. 1712starb. Der andere sohnFridertcus und die tochter AugustaMagdalenasind rinverheyrathet gestorben.Nachdem diese erstere gemahlinden 17jun. an. 1665 dieses zeitliche gesegnet,vermählte sich Landgraf Ludo-vicus VI den 5 dec. des folgenden jabrs mitElisabcthDorothea,Her-tzogsErnesti zuSachsen-Gotba tochter,mit welcher ergezeuaet i)Er-nestmn Ludovicum, so den 1; dec. an. i667gebohren, und seinem al-tern bruderLudovico Vllin der regierung gesolget,er hat sich an. 1687den 1 dec.mitDorotheaCharlotta,MarggrafAlbrechtszuBranden-burg-Anspach tochter, so den i z nov. 170? gestorben, vermählet, undmit ihr verschiedene kinder gezeuget,darunter der älterePrintzLudovi-cus VIII den 5 apr. an. 1691 gebohren. 2) Georgium, gebohren den2 z avr.an. i66y.Er begab sich zu derCatholischcn religion,und wur-de bey demKayserGeneralFeld-Marschali-Lieutenant/UNd unter demKönigecaralollvicL Uov vonCatalonien,6rL,iciLvonSpanien,Rit-ter des güldenenVliesses und Königlicher Camer-Herr. Er hat seinetapfferkeit bey den kriegen inIrrland,Niederlande,Ungarn,Piemont und Catalonien , ingleichen auch zu dienst des Königs Caroli lll inSpanien mit grossem rühm anden tag geleget,woriken er bey erobe-rung des forts Montjovi vorBarcellona durch eine musqueten-kugelden i4ftpt. an. 170; getödtet worden. ;)Philippum,welcher den 20jul.an. 1671 gebohren. Er trat an. 169; zuBrüssel zurCatholischenreligion,wurde an. 1708 Kayserlicher Feld-Marschall, und an. 1714Stathalter imHertzogthumMantua.An. 169z vermählte er sich mitMariaErnestinaJösephina,FerdinandiFrancisciHertzogs vonHavreundCroy tochter,soan. i7i4den8may gestorben. 4)Henricum, soden 29 sept. an. 1674 gebohren. ;)Fridericum,so den 18 sept. an. 1677gebohren. Er trat gleich seinen andern 2 brüdern zu der Cathoiifchenreligion,wurdeinRom an. 1697Abt,und bekain nachgeheuds ausSi-ciilen reiche pensiones, ward auch Domherr zuBreßlau und Colln,er-wehlte aber hernach das kriegs-leben/wurdeGcneral-Feld-MarschallLicut. bey dem Czaar,und starb den 1; vct. 1708 an den bey Lissa em-pfangene wunde. 6)Sovhiä Ludovica, so an. 1670 gebohren,und sichan. 1688 anAlbertuErncstü,Fürsten vonOettmgcn,vermählet. 7) E-lisabethä Dorothea, soan. 1676 gebohren,und an. 1700 eine gemah-lin Friderici Iacobi, Erb-Printzens von Hessen-Homburg , wurde.

Baroca / eine stadt in Spanien in Aragonien,an dem flusse Ti-loca. An. 1707 eroberten sie die Frantzosen mit dem degen in derfanst/und an. 1710 gieng sie an KönigCarolum ^ über.

//eL cje DaiocL; t/e ejelcr. <^e1 ä^rscon.

Darpius / siheDorpius.

Dars/ oder der Darf / ist eine in der ostsee gelegene, und zu derMecklenburgischen Herrschafft Rostock gehörige Halb-insul, welche9 biß 10 Teutsche weilen in ihrem umkreiß hat, und grostenthcilsmit wäldern angefüllt, auch mit einigen seen versehen ist. An derküste davon werden im frühlinge viel Heringe gefangen»

bar das 17

Dartis/(Johann) war von Cahors gebürtig, und?rokeiu>rder canonifchen rechte zu Pariß. Er hat in biser Profession viele ge-lehrte schrifften herausgegeben / welche an. iszüzuParißinr w--Ms in fol. zusammen gedruckt worden. Sein tod fällt in das jähr

l 6 z Livliorii. cics suceursUsUroir. lom. I.

Dartmouth oder Dertmouth ist eine marckstadt nebst einemHafen in der südlichen gegend von Äevonshire, in Engelland, undhat ihren namen von dem flusse Dart, welcher sich daselbst ins meerergießt. Sie wird von 2 castellen beschützet. Der König Carl II be-ehrete dise stadt mit dem titul einer Baronie, in der Person GeorgLegge,welcher sich davonBaron vonDartmouth schriebe.sieheLegge.

Daszgpsdius / (Conradus) ?r«feNor msriieseoz zu Straßburg ,woselbst er den Luci-iZ-w erkläret; und ei nige tractate von der geo-metrie, optic, astronomie, rc. geschrieben. Er starb den 26 apr. an.

isoo.p'osiläeniLrliem. c. 12 § r? c.r6,H >rc.;6, in vic. Ml.

DaHrpodius / ( Petrus ) ein KrsrKemsricus. war aus derSchweitz gebürtig,lehrte lange zeit zu Straßburq,und starb daselbstum das jähr 15 5 9. Er hat ein gviechrsches,lateinisches und teutsches,wie auch ein teutsches und lateinisches l.exi«»n heraus gegeben.

Dassel , ein altes städtgen vor dem Sollinger-walde zwischender Weser und Leine, desgleichen der Ilme und Spöling in nieder-Sachsen , war der alten Rüge-Grafen, so davon den namen süh-ren, refidentz. Zu welcher zeit es eigentlich erbauet worden, kanman nicht gewiß sagen, doch ist dieses ausser streit, daß es schonvor den zeiten Caroli N. gestanden. Nachdem Graf Simon, derletzte dieses geschlechts, an. M29 gestorben, kam dieser ort an dasStifft Hildesbeim. Die 8. Laurentii kirche daselbst soll um dasjahr778von; brudern, Bernhard/ JhanusundWidekind, Grafenzu Dassel , zum andenckcn derkurtz vorhero zu Paderborn empsan-genen tauffe, erbauet worden seyn.

Dassel / die Grafschafft, so eine von den ältesten in Sachsen ,lag zwischen derLeina und der Weser, und gräntzte gegen morgenan die alte Grafschaft und das Fürstliche Stifft'Northeim , undvon bannen die Meor hinauf über das Weper-gebürge, gegen mit-tag an die Hardesser, gegen Abend an die Mansche marckung bisan die Wefer und das stifft Corbey, und endlich gegen Mitternachtan die herrschafft Eberstein und Homburg . Ausser dem qrösten theildes Sollinger-waldes begriff sie in sich die fchlösser Dassel , Lanen-berg, Neuenober, Levenvörde, Fürstenberg und Hundesrück, mitden städten Dassel und Einbeck , wie auch dem flecken Marckolden-dorffmit den zugehörigen dörffcrn und Höfen. Nachdem, wie obengedacht, GrafSimvn an. M29 seine familie geendigct, kam disesland theils an das Bißthum Hildesheim , theils an die Hertzoge vonBraunschweig nnd Lüneburg .

Dassel / eine Gräflickw familie, welche bey den alten Sachfenill grossem ansehen gestanden. Zu ihrem stamm-vatcr kan kein äl-terer als Grafwalther angegeben werden. Diser lebte an. 700,vermählte sich mit Bendella von Ballenstädt, Grafen Ariberti toch-ter , und zeugtemit ihr z söhne, Bernhardum, Ihanum und Wi-dekindum. Bernhards andere gemahlin war Hasela, desberühm-ten Haupts der Sachsen , des Witekindi, tochter, die gebahr ihmHermannum, welchem seine gemahlin, Lisavon Hohnstem, Iha-num gebohren, der aber zu Corbey ein Benediktiner -Mönch wor-den,und an.8z 9 gestorben.Ihanus,der andere söhn GrafWalthers,rcsidirte zu Einbeck , und ist sein äst in seinem enckel, Arnold dein krie-ger, verdorret. IVidekind aber, GrafWalthers dntter söhn, einberühmter Held , erhielte durch seine gemahlin Mathilda von derWelpe, die ihm Bodonem gebohren, eine gesegnete posterität; denBodo hatte von seiner gemahlin Adela von Homburg, eines an-sehenlichen Banner-Herrn tochter, 2 söhne, Lippoldum undDie-tricum. Der erstere, soan. 86c>aufdem Sollinger-walde in einersagd von einer wilden sau zerrissen worden, starb in seinem enckelRudolpho wiederum aus. Sein brudcr Dietericus aber pflantzetedas geschlecht fort, und starb an. 884 , nachdem ihm seine'ge-mahlin Bertha von Catelnburg, 2 söhne, Ludovicum und Lu-dolphum , gebohren , davon der letstere ohne erben verstorben.Ludwig aber begleitete an. yzz den Kayser Henricum l in demfeldzuge wider die Ungaren ^ und erhielt wegen seiner in der Mer-seburgischen schlacht erwiesenen tapfferkeit den ritterlichen ordenund namen. Hierauf wurde cr Sächsischer Statthalter und Land-vogt zu Göttingen , hcsaß auch das baus War, und starb endlichan. 959 , von seiner gemahlin, Iutha von Waldeck, Adolphumhinterlassend. Adolphus, wegen der grossen lust, die er zu dem ja-gen hatte, der jäger bcygenannt, ist nebst seiner gemahlin Adelavon Freden, sonderlich wegen seiner demuth bekannt. Von seinenz söhnen hat Witekindus II den stamm fortgeführet, welcher sichdurch seine tapfferkeit den ritter-orden erworben , und an. 1029verschieden, nachdem er mit seiner gemahlin, Sophia von Wol-denberg , Ihanum II, welcher in der jagerey seinem groß-vatevnachahmte, nnd endlich ohne leibs-erben gestorben; Annoncm,Ertz-Bifchoff zu Cölln, von dem an seinem orte,, (sihe Hanno)undDietricum II gezeuget. Diser letzstere vermahlte sich mitAna,Gräfin von Eberstein, und zeugte mit ihr 5 söhne, davon Wil-helmus das geschlecht fortgeführt. Dieser ward dem Hertzog undnachmals Kayser Lothario, wegen dessen gemahlin, so Heinrichszu Northeim tochter war, sehr nahe verwandt, und darbey ingrossem ansehen. Gedachter Hertzog Lvtharius ließihm zu ehrenan. n i9 zu Göttingen , allwo er die cU-rge eines Statthaltersund Landvogts bediente, auf dem Freudenberg ein turnier halten.Er hatte 6 söhne: Ihanum III , Hcrmannnm IISiffridum III,Henricum, der hinckende zugenannt, die aber sämtlich, ohne An-der gestorben; ferner Fridericum, welchen andere Philippum nen-ne» , so an. 1156 Ertz-Bischoff zu Cölln worden, und endlichII. theil» C Otto