dav
in Iamaica und anderstwo in America vil beute von den Spankern,und plünderte mit 90 mann die stadt Granada an dem ufer des seesNicaragua , worinnen zum wenigsten 800 mann lagen.
lliü. cies lncic; occill.
David Ions öder Georg» / ein widertäuffer, der seine ei-gene meynung gehabt, und dadurch eine besondere serte gestifftet.Er wurde an. 1 ?oi zu Delft in Holland gebohren, woselbst sein Va-ter Jörg von Amersfort ein spielmann, oder wie andere sagen, einkauffmann gewesen, seine muter aber an. r;; 7 als eine widertäuf-ferin enthauptet worden. Er lernte in seiner jugend das mahlen,insonderheit das glas-inahlen, in den ltuä»s aber wurde er nichtunterrichtet. Als sich nun damals die widertäuffer, insonderheitdie es mit Melchiors Hoffmanno hielten, in diser gegend ausbrei-teten , trat er zu ihrer parthey, und bezeugte einen solchen eifer,daß er auch einsmals die Catholische clerisey bey einer processionauf der gaffe hart anließ, und die anwesenden von solcher abgötte-rey abzulaffen anmahnte; weswegen er ins gefängniß gemorsten,zur stäupe geschlagen, und ihm die zunge durchbohrt wurde. Demohngeachtet blieb er bey seiner meynung, sicnq auch schon zur selbi-gen zeit an, vile lieber und andere kleine schafften heraus zu geben.An. 1^6 bemühete er sich, die streitenden Partheyen der widertäuf-fer zu Bockholt, im Stiffte Münster zu versöhnen, schrieb auch einbuch davon, womit er aber nur das mißtrauen beyder partheyengegen sich erweckte. Er wurde auch so wohl von den Münsterischenwiedertäuffern, als denen, die es mit Hoffmanno hielten, zu Straß burg verworffen; weswegen er anfieng vor sich zu leben,und zu der-selben zeit soll er, wie er selbst berichtet, unterschiedene gesichter undoffenbarungen gehabt haben. Unterdessen wurden die widertäufferhin und wieder, sonderlich in Holland und Westphalen, zu scharfferstraffe gezogen, welches, wie zuvor gemeldet, auch die mutter desDavidJorrs betraff.Dieser schrieb einen vermahnungs-bricffan denhohen Rath von Holland/welcher aber so übel aufgenommen wurde,daß derjenige, der den brieff überbrachte, mindern kopffe bezahlenmuste. An. 15; y schrieb er auch an den Landgrafen von Hessen , undsuchte bey demselbigen schütz, den ihm der Landgrafversprach, dochmit dem bedinge, daß er sich zu der Augspurgischen confeßion be-kennen solte. Endlich wandte er sich an. 1544 nach Basel ,da er sonst seine stcherheit nirgend zu finden wüste,verstelle feine per-stchn, und nennte sich Johannem von Bruck, kauffte in der stadt einHaus und vor der stadt ein schlößgen, Binningen genannt, nebst ei-nigen land-gütern. Vorhero aber hatte er schon fein so genannteswunder-buch geschrieben, und an. 1542 heraus gegeben. Er warauch mit dem Mennone Simonis in streit gerathen, darüber an.:54s zwischen beyden partheyen ein aesprach bey Lübeck gehaltenwurde; zu Bafel aber bekannte er sich äusserlich zu der Reformirtenlehre, und blieb allda,so lange er lebte, ohne verdacht der ketzerey.Endlich starb er daselbst an. if;6den2; aug. bey geruhigem zustan-de. Nach seinem tode aber mochten unter denjenigen, die ihm heim-lich angehangen, einige streitigkeiten entstehen, wodurch dann kundwurde, daß er eine gantz besondere religion gehabt, und dieselbigedenjenigen, die es mit ihm gehalten, beyzubringen gesucht. Wo-raufan. 15 5? immart. alle seine Hausgenossen, freunde undbekan-1 e citiret wurden, darunter aber der wenigste theil gestehen wolle,daß sie von ihm dergleichen lehr-sätze gehört, als man ihm beylegte.Es wurde dennoch die Untersuchung dieser fache fortgesetzt, undendlich den i; maj. ein gericht über ihn gehalten,, sein cörper anderausgegraben, und nebst dessen gemählde und buchern unter demgalgen verbrannt. Unter denen, die sich ihm widersetzten, und son-derlich nach seinem tode seine irrthumer bekannt machten, war seineigener schwieger-sohn, Nicolaus Blesdickius,sonst Nieolaus Mey-nerts genannt, der schon bey seinen leb-zeiten mit ihm verfiel, nach-gehends aber sich öffentlich von ihm trennete, und gefährliche irr-thumer heraus brachte. Nichts destoweniger aber haben sich hmund wider einige gefunden, welche es mit ihm gehalten, mcht al-lein in Holland und an andern orten, sondern auch insonderheit mHollstein, woselbst um das jähr 1642 zu Tonningen unterschiedenediser leute entdeckt wurden, welche man zu straffe zog, unddie bu-cher David Joris , so man bey ihnen fand, verbrannte; Welchesdem damaligen vEo« zu Tönningen und Eyderstadtischen t-rLp»-Johanni Moldenitio, und dessen schwiger-sohne und collegenFriederico Jessenio gelegenheit gegeben, unterschiedene schrifftendavon heraus zu geben. Was nun die besondere meynungen desDavid Joris aulangt, wird ihm beygemessen, daß er gelehret , erselbst sey der wahre Meßias, der liebe söhn des Vaters, und daßsichGott derVater in ihm als dem andernChristo vvllkomener offenbahrthabe als in dem ersten; daß mit ihm in der kirche aller äußerlichergottesdienst,predigen und sacramenta aufhorensolten; daß wedergu-le noch böse enge! wären,sondern durch jene wurden die guten, durchdise aber die bösen gedancken und bewegnngen verstanden; daß manseine fünde öffentlich in der kirche beichten müsse; daß man vile Wei-ber nehmen könne, auch eine gemeinschafft aller guter haben solle,und was dergleichen mehr sind. Unter seinen schrifften ist sonderlichberühmt das so genannte wunder-buch/ darinnen das/ wasvon der welt an verschlossen / geoffenbarer ist; man hat aberauch noch andere von ihm, als: Unterweisung vom gottes-dienste/liebe und eine rede mit demverlohrnen menschen;ein gespräch zwischen einem Gotts-gelehrten / biblisch-gelehrten und sophistisch-gelehrten; send-schreiben M2 bu-cher abgetheilet und vile andere, i,L-,
1.2 c. iz. sä sn. lsrs Lr N4Z. Ürc in clii-nn. scsllemiL
Lsül. killor.cle vics, öoÄrins, Ac. QcorZii; stehet bey dem
r. z reruni Lorinsn. in liill. Osvillis Qeorßii eciirs
Per^iicsb. lllsvium. te^e»»«-ialler»utZeÄcc1cr«» Isrvs llsviü toris^ot-
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Irikor. von v»viä Leorgii. Otti«, in ann-I. ltask-sxt. L«»-r/,s»ric>rciien-itLsr p.8r8 inrroll. sU kl. k. p. 929,
Lerrcr-»iff?.,I.lüc.ri § 44 leq. L e.4 5 eÄ.r. n. zr
David / zugenannt von Morgan, weil er aus dieser stadt inMMlland gebürtig, warschatzmeister der kirche zu Landaff. ErWeb sauc,uirLres des Fürstenthums Wallis , wie auch einegeogra-phische beschreibung hiervon. Man sagt, daß erfich bemühet habe,diejenigen orter zu sehen, davon er in stimm geographischen werckegehandelt. ä: La/e«- Us icri^r, lle bist.
David <le Pomis, ein Jüdischer artzt , welcher ein Hebräisch,wie auch em Rabbinisch-Hebraisch wörrcr-buch unter dem nameNTsemach David geschrieben, so an. i;8? zu Venedig getruckt, unddenzenigen, welche die Rabinen verstehen wollen, sehr nützlich ist.Es ist in Italiänischer spräche erkläret, und hat vortrefiiche anmer-ckungen von der gelehrfamkeit der Jüden. bin. cr,c. a« v.r.
David Scotus/ lebte um das jähr mo und niEr war eincompLgnu,, Mariani Scoti, und anfangs schul-neÄor zu Würtz-buw, hernach aber wurde er an den Hofdes Kaysers Henrici v be-rufst» , dessen leben er in ; büchern beschrieben hat. Vossius hält da-für, daß eben diser auch Urheber seye , des buchs vom KönigreichSchottland, welches under dem »amen eines Davidis Scott be-kannt ist, weil die zeit, der name und anders eintrifft; obschonintübrigen Drittemius zwey daraus machet, m cb,on./o.
Ne scripr. eccl. >le kill. I. r c. 48. *
Davidson, der Königin Elisabeth Zecretariur. Als dieselbe ausmstandiges anhalten ihrer geheimden Räthe den befehl zu Vollstre-ckung des wider die Schottische Königin Maciam gesprochenen Ur-theils , unterzeichnet hatte, stellte sie solche oräre disem s-crer-riozu, mit der bedeutung, daß er zwar dieselbige, wenn es die noth er-fordern mochte, unter dem grossen siegel auszufertigen, alles inbereitfchafft halten, indessen aber ohne einen neuen beseht nieman-den etwas davon offenbahren solte. Gleich den folgenden morgenänderte sie ihren schluß, und ließ durch einen, namens Killegrew,dem Davidson ausdrücklich verbieten,, die gedachte or^e auszufer-tigen. Allein es war zu spät, indem er aüdereit dieselbe aufbegeh-ren der geheimden Räthe unter dem grossen siegel ausgelieffert, unddadurch zu schleuniger erecution der gefangenen Königin an-lag ge-geben hatte. Elisabeth ließ deswegen alle Kennzeicheneiner hefftigen traurigkeit, gegen diesen Lecrec-rium aber ei-ne grosse ungnade, spüren, auch ihm, als einem, der widerferne Pflicht und wider den willen seiner Königin gehandelt, denproceß machen. Er gab in seiner Verantwortung gnugfame proben,daß er dißfalls nicht aus arglistigkeit, sondern vielmehr aus einfaltund aus unbedachtsamkeit gesundiget. Die Richter verdammtenrhn dannenhero bloß zu einer willkuhrigen gefängniß,und in einegeld-strafe von 10000 pfund sterlings. Man weiß nicht eigentlich ,wie weit diese strafe vollzogen oder gemildert worden, sondern nurso viel / daß Davidson nachmals nicht wider bey Hofe erschienen,daß ihm die Konigin von zeit zu zeit etwas weniges zu seinem küm-merlichen unterhalt reichen lassen, und daß diejenige norck, die sei-nes Unverstands gemißbraucht, sich hernach, da sie ihren endzweckerreicht, seiner nicht weiter angenommen. bist. i. 86.
vir. b,U'. als bist. roiri. I l jx 448 » 4;r.
Davrer / Dabier / eine adeliche familieindem FürstenthumAnhalt, welche vorzeiten Roßlow genennet worden, wie aus eineralten donation von an. i;;6 zu ersehen, darinnen Albertus vonRoßlow, genannt Davier, dem jungfer-kloster zu Zerbst jährlichetonnen herrnge zu reichen verschreibet. Es werden auch noch vorherFriedrich und Otto von Roßlow in einem vertrage von an. 1282als zeugen angeführt. Wiicke Davierhat nebst einem von Wallwitz ,bey einer verschreibung eines winspcls roggen an das jungfer-klosterzu Zerbst,an . i;45 die stelle eines zeugen vertreten. Hans Daviernfindet man an. i;82in der schenckung des Fürsten Sigismundi,darinnen er der 8. Nicolai-kirche zu Zerbst das Dorf Meinstorfbergibet, als zeugen benennet. Volrad war an. ro^KayserlicherObrist-Wachtmeister, und hinterließ Carolum, welcher fein ae-schlecht mit ? söhnen fortgepflantzet, von denen der älteste, Seba-stian Wilhelm, an. 1709 in Dänischen diensten alsCapitain gestan-den Be-M. b>st. I. 6.
Dautla / (Heinrico Cathermo) stammele her aus einer dervornehmsten familien des Königreichs Cypern , allwo seine vorfah-ren - onnccLbiez und sehr reich gewesen waren. Nachdem sich aberdie Türcken an. 1; 70 und 71 dieser insul bemächtiget hatten, begaber sich nach Avila in Spanien , von welchem ort sein geschlecht, dergemeinen sage nach, seinen Ursprung und namen bekommen. Sosagt man auch, daß er dluts-verwandte allda gehabt, und verhvffthabe / daß dieselben sich seiner annehmen und ihm wiederum auf-helffen würden ; allein/nachdem er sich in seiner Hoffnung betro-gen sahe, gieng er in Franckrich / allwo die vornemsten bedientean Henrici lll Hofe sich seiner erbarmten, und ihm viel gutes tha-ten. Er hatte noch einen bruder, (welcher Ludovicus hieß , undvorhin Venetianischer Commendantin der festunaZaragewesenwar) nebst 2 schweflet», welche Catharma-te Medicis in ihredienste nahm. Allein, nachdem die Königin und der König starb,zerschlug sich auch zugleich des Davila glücke. Er blieb noch eineweile in Franckreich Unter der regierung Henrici IV, und dienteihm im kriege, sonderlich vor Honfleur in Normandie und Amiens an. 1597, allwo er verwundet wurde. Nachgchends begab er sichnach Venedig , woselbst ihn die Republic mit einer ehrlichen Pen-sion und unterhalt versähe, binnen welcher zeit er seine Historie von
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