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den innerlichen Frantzösischen kriegen in büchcrn schrieb,worm-ncn alle denckwürdige begebenheiten enthalten sind , die sich vondem tobe Henriri ll an. i; ;s bis zu dem Vervinischen frieden an.r;-8 zugetragen haben. Als er zu Padua war , bekam er von derRepublic eine Commission , nach Verona zu gehen; wie er nun aneinen ort mit namen Villa nova kam, forderte er daselbst wagenU seiner-gmpp3ße,gleichwie die zu thun macht haben/ welche in derRepublic Commission stehen. Derjenige / der ihm solche verschaf-fen solle , war ein Pachter eines Edelmans von Verona / welcherdazumal gleich zugegen war / und sich hefftig über des Davila dienerentrüstete, sie auch mit Worten übel tractierte; und ob sie ihm gleichmit aller freündlichkcit ihre Commission vorzeigten, war doch derEdelmann so erhitzt, daß er eine Pistole nahm und damit auf denDavila schoß / welcher bald darnach an der empfangenen wundestarb. Weil er aber einen söhn bey sich hatte, der damals oynge-fähr 18 jähr alt war / so machte sich, dieser also fort über den Mör-der her / und zerhied chn in kleine stücken , und eben also gieng esauch dem Pachter. Leine fchrcib-art ist sehr gut; jedoch lasset erziemliche partheyligkeit wieder die Reformirten und für die Catha-rina vonMedices bücken. Des Davila Historie ist zu erst in Italiä-nischer spräche geschribcn / hernach aber von Joh. Baudoin insFrantzösische übersetzt worden, m «m«» llllk. in j-rs-k. *
Davis/ (Johannes) ein Engellander/ durchreiftte an. r;8?das nördliche America / um von da einen weg nach ost-Jndien zufinden. Er hatte aber von seinen; reisen keinen andern nutzen / alsdaß er eine meer-enge entdeckte / weicherer seinen namen beylegte.Sie ist sehr breit / und erstrecket sich von Mitternacht gegen mittagzwischen der westlichen küste von Grönland und der inful 8. Jacob
r.; inner.
Davity / (Petrus ) ein Edelmann aus Vivarez / von Tour-nvn gebürtig / verfertigte ein grosses wcrck / unter dem titul: dieWelt / und starb zu Paris an. 16;; im 6; jähre seines altcrs. Cho-kier sagt zu ende seiner Historie von Dauphine / welche er zum ge-brauch des Dauphins in ein compenUium verfaßt / daß zu feinerzeit keine schrifft heraus gekommen / welche diese an anmuth undNutzbarkeit übertreffen habe. hat in der er«t«rion fein
«loßiuln geschrieben.
Daulia oder Daulis / eine stadt m Phoeis / nahe bey Delphos.Ptolcmäus / Ltrabo / Livius / rc. gcdencken ihrer. Nachmals hattesie ein Bischofftum / welches unter Athen gehörte. Vvrietzo aberist sie rninirt / und muß von einer stadt dieses namens in Äaccdo-nien unterscheiden werden.
Daumius (Christian) war den 19 mart. an. 1612 zu Zwickau gcbohren / und hatte ein so fähiges Ingenium, daß er bereits in dein 8jähre seines alters ziemlich Griechisch und Lateinisch konte. An.Iü;; zog er aufdie Universität Leipzig , und da er sich kaum ein halbjähr daselbst aufgehalten / gieng er / verpest wegen / nach Gera . Erkam zwar indem folgenden jähr wiederum zurück / allein die aufsneue angehende contagion nöthigte ihn an. 16; 5. Leipzig abermalmit dem rücken anzusehen. Von dieser zeit antrieb er seine llullisvor sich/und mformixte eines jcri, Nicolai Götzcns, kinder / biß ersich an. 1642 nach seiner gcburts-stadt wendete / da er denn so fortbey der schnle Kollegs r-nlus; und / nach Zechendorsss todc /wurde. Mit Casp.nsnKio undThoma ncmcllo lebte er sehr ver-traut / und correspodirte mit den vornehmsten Gelehrten so wohlin als ausser Deutschland . In der Griechischen / Lateinischen / He bräischen / Arabischen/ Spanischen / Frantzösischeii/ Jtaliäiüschenund Böhmischen spräche war er wohl geübt/ und lag über seinenbüchern / deren er über roooo stück besaß / biß in die späte nacht /worüber er zuletzt fast gantz blind wurde. In der pocsic that er viel /und würde einige von den Christlichen poeten heraus gegeben haben/weil ihm Nichtsein tod/der an. 1687 den 15 dec.crfolgtc/varan gehin-dert hätte. Die schrifflcn/so heraus gegeben / sind: rrsüscas -ic csu-
smillsrum Imgu« l.srinL rscllcum ; märgsror rcllirulor Lr/cca:
r.srin/e Imgu« rsllicum ; verrumni poerici rrcs millciiLni sä icirumilluä ilnycrstorium: llstjullicisöc pcrcsr munäus; Lsrvöcttolumel-lscum iiorjs ä:at><crvaiio/iibu5l)sumi>; täiexonyiiii Qrsci litzeNuräeIrinikscc 6c6ennsäii ?stris-cks: Lonllsnrinopollrsni o^ulcills, ircinäe dsplismo, cum nocis öcpe/rfsttone ; Lernliarcl!
> Lc VS'sIconis kricsnni lsr^rs cum „oris; oorai sä korpll^rii OpkS-kisni psneg^ricum ,<üonllrnririo /cugusto contccrsrum ; nor^ sä ?su-linum tzerrocorium, cum ksuIino?crrncoric>äeviks8. sitscriiii; Osu-mii äc tt kom. Xeinelli llccrs-Lmmlics! ; es>ilkolsisä läcclcttium, UNt)
andere mehr. Ausser seinen eigenen schafften / hat er nach Barthii
tode dessen lolilo^uis; snimsäverliones sä LIsuä Xlsmercum ; sä6vii. Ncironem ; 5rsrü »splnisni o^ccs cumsnimsäverllomtzurLsr-rüüöc ioäice Osumigno; ?erri hierin! coNc>c;uium mullcbrc s. porno-
dolcoä.ärtcslum, gcronrics, Lo. zuM druck befördert. Nach st'iueiNtode hat man auch verschiedene schrifften / die bey nahe schon völligverfertiget waren / angetroffen / als: g> m»sllum r.snns- nuZus:
cllcnäoclli cecenLrum;ss>cüuoAcs^kism ; vsriss IcÄioues ex mulcizsu-torillus, prs/cipuc infcciori; Xvi ; virss poeksrum, msxime rcccmio-rum; jsmtzorum puroium öc snscrcomicorum librum; iuäiccmin^>c>e-kSi ^srnskisnum; iuäiccs I-scins: linzurr; inäiccs Ors/c/e liu^us-; epi-Ikols! clsrorum vicorum ; glollsi-ium in .cicuiuum; Lkc. Seilt älter
Vater / Johannes Daumius / hat als 5ec-ers^iuü dem Chur -HauseSachsen getreue dienstc geleistet/ und als er bey dem fridcns-schlussezu Prag sich wol verdient gemacht / hat der Kayfer Leopoldus ihnsamt seinen brudern und ihrer beyden nachkommen an. 16; 8 in denadelstand erhoben / und an. 166; ihren adelbrieffwider erneuert.
-je-.t'c/,», m scri^riz <Sc csrminillu8, cjus:«cmoris: Osumii coiüeccsrunr. i-'/'N,« tzivKr. bibliocli. 1^04.
Damt/ DhaUn / oder Thaun / t<ü. vu«rws> «ne kleine,etwas befestigte stadt in der unter-Pfalk / an dem zusammcniM dcrNahe und der Siinmer / zwischen Kibn und Montzingen gelegen.Sie ist das stamm-haus der Rhein -und Rcichs-Graftn dieses na-mens , welche daselbst ein feines schloß haben.
Daun oder Dhaun . Das gefchlecht der Grafen und Herrnvon Daun / welches sich aus dem Trierischen in die Kayserüchenerb-lande aewendet/hat zum stam-vaterRichardü vonDuna,tvelcheran. 1188 bey belehnung des schloffesStalecke zeuge gewesen. Degenmittler söhn gleiches nahmens ist an. 1247 Bischofs;» Worms ;derjüngere aber/ namens Werner, ein ahnherr der Grafen Daunvon Falckensteinworde»/welche an. 1682 abgestorben sind; fleheFalckenstem. Der älteste hingegen / namens Henricus vonDaun , erhielt von Walramo von Limburg / Graferl von Lützcn-bura / an. 122; das Marschall-amt discr Graffthasst, und erkann-te sich die Herrschafft Dinsborn. Seine gemahlin /, Sybilla vonLincer /gebahrihmHenricum / Marschallcn von Lützenburg undHerrn in Dinsborn / Henxicum und Cunonem / welche das ge-schlechte von Daun fortgepflantzct. Cuno hatte zum söhne Wiri-chium/ Herrn von Dann in Oberstem/ dem feine gemahlin Jstn-gard einen theil von der herrschafft Falckenstem zugebracht. Hen-ricus zeugte Richardum/ welcher in feiner rechter Anna von Dannwider cmsgestorben; ferner Henricum,Marschalln von Lützenburg,dessen söhn Wilhelmus / Herr in Daun und Zevel / ein vater Wll-helmi worden / dessen söhn und enckel mit ihm gleichen namen ge-sühret / in welchem aber die männliche linie verloschen. Henristdes stamm-vaters anderer söhn Henricus zeugte mit seiner gemar-lin Elsa von Helffenstein Richardum den altern / Herrnvon Daun,-und Richardum den jünger»; wiewol Richardus der ältere in sck-ncr enckelin Lucia, die ihres vaters bruders söhn Richardum gehcy,rathet, widerum ansgestorben. Diser letztgcdachte Richardus aberzeugte mit erst-crwchnter Lucia Dietricum, Herrn von Dann,Bruch und Clussarr, der ohne kinder gestorben; ferner Jrmgarbm,die ihrem gemahl Dieterico, Herrn m Manderscheid, das schloßDaunen zugebracht; und endlich Catharinam, mit welcher Bruchund Clussart an Johannem von Reincck gekommen. Richardus,dcr längere Herr von Dann, wurde von seiner gemahlin Caihari-na, einer tochtcr des Herren von Mari, ein vater Friderm, wel-cher sich an. i;2y aiifdem turnicr zu Schaffhauftn befunden, undHenricum hinterlassen, welcher Thcodoricum gezcuget. Diser wur-de wegen feiner kleinen statur Duyngen zugenannt, und verhcy-rathcte sich mit Maria von Dann, einer tochter Wilhclmi, die ihnieinen söhn gleiches namens mit ihrem vater gcbohren, welcher einvater worden Ofsinä, so sich an den Herrn von Dyk vermahlet;und Petri von Dann, Obrist-Hofmeisters bey dem Churfürsten zuTrier . Dieser zeugte mit Catharina von Schasburg Wilbelmumvon Daun , welcher von seiner gemahlin Anna Schenckin vonSchmiedtberg ein vater verschiedener kinder worden, unter wel-chen Wilhelmus in seinem söhne Wilhelms Theodorico, Prodstezu Worms und s-wore des stiffks zu Mayntz, Theodoricus Nieolausaber in seinem söhne Joachimo Theodorico ansgestorben. Ihredrüder, Christophorus von Dann, Hugo k-rior jn Lpromgicrbach,Hcrmannus, Domherr zu Worms , und Henricus, Ritter vonMalta, sind unverhcyrathet verblichen. Der einige Carolus vonDann hat eine nachkommcnschaffl erhalten. Diser führte den tituleines Herrn von Lasscnheim und Hohenfelß, welcher von seinergemahnn, Agnes von Hagen, einer schwester des Churfürsten Jo-hannis Ludovici von Trier , so an. 1547 dieses zeitliche gesegnet,verschiedene kinder erhalten. Unter solchen wurden Johannes Ja-cobus Ritter des Teutschen ordens, Cämmerer der Valley Oester-reich , und des Ertz-Lcrtzogs Lcopoldi geheimer Rath und Stall meister ; Johannes'Einmeus, Domherr zu Worms und Speycr;Hugo Wilhelmus, Domherr zu Trier und Mayntz; und EustachiusRichardus, Ritter zu Malta ; Carolus und Philippus Erncstusaber haben das gefchlecht fortgepflantzct,> wiewol dcr erstere infeinem fobne Johanne Jacobo widerum verblichen. Philippus Er«nestus wurde nebst feinem bruder Johanne Jacobo von dem KayferFerdinands III in den Grafcn-stand erhoben, und zeugte mir seinergemahlin Maria Ursula,einer tochtcr Henrici GroMlag von Ditc«bürg, Wilhelmum Johannem Antonium und Carölum Frideri-cum. Diser letztere vermählte sich erstlich mit Polirena, des GrafcnEmiconis von Leiningen-Dachsburg tochtcr, eines Grafen vonScherffenbcrg wittwe, und nach deren tode an. 1670 den n fedr.mit Maria Barbara, Scifridi Leonhardi, Barons von Brenner,tochtcr, die ihm Wcnceslaum Albertum und Francifcum Erncstumgcvohrcn. Wilhelmus Johannes Anwnius, Graf und Herr vonDaun , Kayfcrlichcr geheimer Rath, General-Feld-Marfchall undCommcndant zu Präge, welcher an. 1706 verstorben, hatte glcich-fals 2 gemahlinncn, davon die erste, eine gebohrnc Frcy-frau vonRegal und vcrwittwcte Gräsin von Khcvcnhüller, ohne kinder ge-storben , die andere aber, Anna Magdalcna, GrafEustachii von
Allhan tochtcr, hat ss—. " "
rentium, Kaysi
stcr,wclchcran . ^.....
und davor von dem Hcrtzogc in Savoycn das Marquifat Trivolibekam. Nachgehcnds war er Vicr-König in Neavolis, und daraufcommandirendcr General-Fcldmarschall in Italien , darbn derKönig in Spanien , Carolus III, zum Ritter des güldenen Wicficsund o-L-icie ä' tzspsßnc ernennte, auch mit dem Fürstcntbum Tbe.r-no befchenckle/woraufcran. 171; und 171; widerum Vice-König,und zugleich. in dem gedachten Königreiche wurde,
auch bist stelle biß in feinen an. 1720 erfolgten tode behielte. Er batsich an. 1696 mit Barbara, Graf Johannis Ferdinandi von Her-
bcrstem