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brrstcin tochter , vermählet, und mit derselben unterschiedliche An-der gezeuget. -) Michaelem Eustachium Laurentium, so in einemtreffen in Ungarn geblieben, z) Henricum Dietericum Martinum,Kayserlichcn Genera! Major. 4) Mariam Beatricem Franciscam,welche dreyer Grasen, von Cob, Lohenstein und Stahrenberg ge-mablin worden. 5) Annam Barbaram Catharinam, welche bereitsverstorben. 6) Heinricum Richardum Laurentium, der sich an 1697mit Anna Catharina, Grafen Iohannis von Sporck, KayserlichcnGeneral -Feldmarschalls tochter, des Barons Wratislau Wittwevermählet. 7) Dorotheam Constantiam, so an Hanibal AlfonsumEmanuelem, Fürsten von Portia vermahlt worden. 8) AnnamElijabetham. I'rcv. I. ,»rdo/01, ?.
ivLnris tcLt. II.
Daunus / ein söhn Pilumni von der Danae, war Königin A-pulien , und zeugte mit Venilia, deren schwester, Amata, an denKönig Latinum vermählt war, den berühmten Turnum, welchenAeneas der kröne und des lebens beraubt. t:o v. 74-
Daunus ist auch ehemals der name eines flusses in Apulien gewe-sen wovon die Poeten anlaß genommen, diese gantze LandschafftDaunia zu nennen. «0^,. i. z «6.
Davos /Dafaas/ist eine landschafft und das vorderste Hoch-gericht in dein zehen-gericht-bund in dem Graubündner lande, desfest baupt-flecken S. Johann auf Davos aufhoben Alp-gebürgenjiget , darbey ein lustiger und fisch-reicher freist. An disem ortewerden gewöhnlich die bunds-versammlungen des x gericht-bundsund wechsels-weise auch die gemeinen bunds-tage der gesammtenRepublic gehalten, auch die bunds-panner-s-cwv und freyheits-driefe des x gcricht-bunds verwahret. Es käme dieses Hochgericht,mit denen übrigen 9 gerichten , nämlich zum kloster, Castels ,Schters,Sewis, Meyenfeld , Bellfort, Churwalden , S. Peterund Langenwis,an. 164;. in schwehrcn streit. Dann weilendie 9gerichte sich von Davos in so weit gesondert, daß sie, auf einem zuGrüsch gehaltenen pundts - tag , einen neuen Landamman ,Landschreiber und Landweibel erwehlet, und das bunds-siegel denen von Davos abforderen lassen, da doch so wohl dessenbewahrung, als auch die erwehlung erstgesagter landes-amteren,von ansang des bunds, dem Hochgericht Davos zuständig gewesen,hat dises nicht nur die herausgevung des land-siegels verweigert;sondern auch das recht fürgeschlagen. Darauffwurde es von denen9 gerichten auß dem bund geschlossen. Als nun die Davosser vonihrem Vorrecht nicht weichen wollen, und die hitz sich gegeneinan-der mehrete , haben die lobt. orte, Zürich , Bern und Glarus , sichdarzwischen geschlagen , einen veranlasset, und also
durch den Starrschreiber von Zürich Johann Heinreich Maser,den streit schlichten lassen, ?. v- x-Z- uo. *
Davofts / ist ein thal-gelend im oberen Veltlein an denWorm-str-gräntzen. Man gehet über Visen berg hinüber gehn Puschlaff,und durch das thal rauschet der dach Röaschga,der unterhalb Grossottoin dieAddalaufft.6«^. 1,, pLg. 7, *
Dauphin (f»rc) Ist eine frantzösische VestungauffderAfrica-N! scheu Insul Madagascaroder Laurentii gelegen. *
Dauphins / eine von den grasten Provintzien in Franckreich,welche zu nechst an Italien ost-warts lieget, allwo sie durch die Al-pen-gebürge von Piemont abgesondert wird. Nordwärts gräntzet siean einen theil von Savoyen und i-Bresse, westwärts an Lion undVivarez oder an die Rhone , und südwärts an Provence und dasFürstenthum Orange. Sie ligt zwischen dem 4t und Men grad derPolns höhe und zwischen dem 26 und 29 ten grad wngiruäm,. Die-se yrovintz hat 2 Ertz-bißthümer, Vienne und Ambrun, nebst 6 Biß-thümernsalsGrenoble, Valence , Die, Gap, § Paul,und Orange. Die hauvt-stadt ist Grenoble ; die andern städtc undstecken sind Montelimar, Cr-t, Romans, 8. Marcclin, Beaumont,Serres , Nivns, Brianzon, Erilles, Barrault, i'Ecluse, diese sind be-festiget. Das erdrcich und boden darinnen , ist an etlichen ortenzimlich gut und fruchtbar, bringet körn, wein, otiven, hanff, gersten,Haber rc. Herfür, hat auch nütz,Vitriol, farbenkraut, so die einwohnerpastel nennen, eysen, crystal, kupffer, bleyund seyden. Aber wasgegen dem gebürg ligt, das ist rauch und unfruchtbar und mag alsoseinen einwohneren das benöthigte nicht geben, dahero sie einen gu-ten theil im iahr, ihre Nahrung anderstwo suchen muffen. Aufdemberg Orel ist zu der Römern zeiten ein gold-bergwerck gewesen. Beyder Einsidlerey oberhalb Tain ligt eine gold-und silbcr-minne, soaber nicht gehauen wird. Auf denen bergen ll'Urbon und -l- Valau-rie unfern der stadt Die gibt es vil bären. Die fürnemsten flüsse, sodas land durchstreichen, sind, die Rhone , die Durance, Dromeund Isere . In der Baronie a'Aix nahe bey Die sind zwey brunn-quellen nur zwey schuhe weit von einander, deren die eme gesaltzen,die andere aber gantz ffiß ist. In dem Hertzogthum Tallard findetman auch verschiedene gesaltzene quellen und sonst hin und wiedergcsimd-brünnen, als beym berg Orel, zu Pont 6-- Baret zwischenCrest und Monte limart, zu Ariancon, zu Bordoire, zu Cremien,zu Launay, zu Navoz. Sonsten hat man im Dauphine sieben sogenannte wunderwerck aezchlt, nämlich (1) einthurn ohne gisst.Dieser stuhnde zu oberst aufeinem felsen, eine stund von Grenoble ,worvon nunmchro nichts als ein zerfallenes maur-stuck zu sehen ist.In demselben solle kein gifftiges thier, oder unzifcr gewesen, nochgeblieben seyn. (2) der unbesteigliche berg. Dieser ligt 2 stundvon Die und 6 von Grenoble und hat die form einer hohen nmge-stürtzten Pyramide. Zur zeit Königs Caroli VIII. ist auf sein befehlAntönius cis Villc Herr zu Domp Julien und Beaupr-, mit nochetlich andern,vermittelst viler steig-leitern hinauf geklettert, und ha-ben darauf eine Herd wilde griffen,oder Gemsen auf einer 400 schrittbreiten und eine viertel stund langer ebne angetroffen, sind auch 6
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tage droben geblieben und haben z kreütz allda aufgerichtet, (z) derbrennende vrunnen. Von diesem hat schon 8. Augustinns m sei-nem buch ä- Civirsre Del, wie auch Chorier/ Boissieur und anderegeschrieben. Es ist aber ein irrthum, Massen es eigentlich nichtsanders ist, als ein ungefehr 8 schuhe langer und 4 schübe breiter undkahler platz erdrcich, bey dem dorff8. Bartholomy, drey stund vonGrenoble gelegen, welcher von einer darunter gelegenen schwefil-minnen, immerdar halbfchuh hohe rothe und blaue flammen nebsteinem schwefel-dunst von sich wirfst. Es ist aber kein wasser auf sol-chem platz, wohl aher nahe darbey in einer, von einem bachlein ein-gefressener tiefst befindlich. Merckwürdig ist, daß diese flammen,alles was man darein wirfst, anbrennen und verzehren, außgenom-nien das schieß-pulver wird nicht darvon entzündet. (4) Die wasisergruben zu Sassenatte / diese sind in einer höhle befindlich unddas gantze jähr durch trocken und lär, nur allein am tage der; Kö-nigen quillt das wasser Herfür, aus dessen anwachs, die landleuth,von der beschaffenheit und reichthum der künftigen erndt und desherbsts urtheilen. (;)die köstlichen steine / die im berg zu Sasse nage gefunden werden. Diese sind in der grösse wie eine linse und vonfärb weiß, oder graulicht. Sie dienen die äugen zu säuberen, wanneinem etwas darein gefallen ist; Massen man ein solch steinlein unterdas augenlied thut, welches dann alles unsaubere auß dem äuge stof.set und zuletst von feststen auch herausfallet. (6) Das mann zuBrianzon . Es fallet des nachts im heißen svmmcr aufdie dlätterder fiechten-bäumen, so die einwohner Melezes nennen, nnd wirdvor der sonnen aufgang abgelesen und gesamlet, maßen es von dersonnen gleich schmeltzet. (7) Die hole zu unser srauen 6e l»Balme , deren eingang klaster hoch und 60 lang ist; sie ziehet sichaber hineinwarts nach und nach in die enge und fließet ein bachleindarinnen. Die provintz Dauphine bestehet aus verschiedenen kleirzenstaaten, als dasind Viennois, Valentinois, Divis, Briartzvnnois,Gapanzois, Ambrunois, rc. welche nach Untergang des KönigreichsBurgund in ein curuus zusammen gebracht worden. Der erste ab-sonderliche Herr, welcher sich allhier unter dem titul eines Grafenin die höhe gebracht, war Guido um das jähr 889, dessen Nachfol-ger allesamt gleichen namen führten, und sich anfangs Grasen vonAston und Grenoble , hernach von Vienne nenneten, nachdem Ver-lost von Zähringen fein recht auf dise stadt Guidvni VIII abgetret-ten. Diftr Guiges, Guy, oder Guido VIII lebte um das jähr 11 ;o,und war der erste, welcher den titul Dauphin annahm; und zwar,wie einige dafür halten, von einem gewissen casteste gleiches na-mens; oder wie andere wollen, von dem meer-schweine , so er in sei-nem wapen geführet, oder wie Piganiol -i- i» Force meldet, wärees sein tauffname, Nachgehends wurde discs nicht nur der name sei-nes geschlechts, sondern auch der provintz selbst. Ais aber von diesemersten stamme niemand mehr übrig war als Beatrix Dauphine /einetochter Guidonis IX und schwcster Guidonis X, der ohne kindcrstarb, heyrathete sie an. 1 i84Hugonem III, Hertzog von Burgund,einen Printz von Königlichem geblüthe in Franckreich, da denn derandere söhn aus dieser ehe, Andreas, als der vornemste erbe seinermuter, den namen Guidonis XI nebst dem titul eines Dauphinsannahm, und den namen und Las wapen von Burgund verließ.Sein söhn Guido XII hatte nur eine tochter Annam , welche diesesland ihrem gemahlHumbertv I, Herrn 6e ir in, ?>n, zubrachte.Ihr cnckel Guido XIII hinterließ keine Ander, daher diesem seinbruder Hnmbertus II fuccedirte. Dieser Humbert II hatte ein eini-ges söhnlein, und als er eines tags zu Grenoble seinen schern mitdemselben hatte und es unter dem arm zum finster hinaus hielte,fiele ihme der knab zwischen den Händen durch hinunter in die Iftrund ertrancke. Dieses hertzenlcyd erleydete dem vater zugleich dasland, die regiernng und endlich die welt, also daß er das land desKönigs Philippi Valesti groß-fohn Carole, Hertzog in der Nvrman-die erstmahls an. 1Z4Z und hernach an. iZ4S Übergabe und abträte,gegen empfang 120000 goldgulden und unter folgendem beding,daß zu ewigen zeiten, der Königen in Franckreich älteste Printzen,den namenDalphin oderDauphin wie auch dasDauphinische wapemit dem wapen vonFranckreich kreützweis gefchrenckt führen, auchdieses land zu keinen zeiten dem Königreich einverleibt werden solle,es scyedanstaß einKönig inFranckreichKayfer wurde. Er aber gien-ge ins closter und wurde ein oarfüsser-mönch. WoraufakfobaldPhi-lippus seinen enckel Carolum, so hernach unter dem namen V Kö-nig wurde, damit investirte. Von der zeit an zehlt man 22 ältestePrintzen der Könige in Franckreich,welche Dauphins gewesen sind.An 1692 und 1708 thaten die Savoyischen und Kayserlichcn «stier-ten einen Anfall in Dauphine, und legten verschiedene örter in dieafche. LkoA-f NMvir, cic la^uotnne. cic Is korce.
lle cis is k-sncs l'om 4 cllap 1
Succession der Dauphins destzn. ersten ftamms.
Nuido IÄuido IIÄuido III8uido IVMdoV
8uido VI, si> an. 107; gestorben.
Auido VIISuidoVIII8uido IX
hnmbertus, genannt Guido X, so an. 1167 gestorbengeatrir, dessen erb-schwester , so an. 1228 gestorben.
Jo-