Band 
Zweyter Theil
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esp esq ess

Capolrun und seanciscunr - davon der letztere ohne linder zu habengestorben. Timoleon wurde Marschall von Franckreich, Ritter derKöniglichen orden , Gouverneur von Brouage, endlich aber Gene-ral-Lieutenant in dem Gouvernement von Guienne. Er machtesteh schon in seinen jungen jähren durch seine kriegs-thaten be-rühmt, absonderlich aber ließ er sich unter dem Könige LudovicoXIII wider die so genannten Hugenotten gebrauchen, und trug zucroberung von Röchelte, da er die gelle eines Vice-Admirals beklei-dete, nicht wenig bey, wie er sich denn dadurch den weg zu crlan-8»üg des Marschall-stabs gebahnet, welche würde er an. i Srg er-halten. Er starb an. 1644 zu Bonrdeaux. Sein cörper aber wur-de zu Paris in der capelle von Orkans begraben. Sein bruderArtus wurde Abt von Rhedon und zum Bifchoffvon Marseille er-nennet, wie auch Ritter des H. Geistes,und starb an. 1618. Caro-las wurde Commsncieur des Maltheser-ordensmnd kam an.iüLL ineinem treffen wider die Türcken um, daß also Timoleon, dessen be-reits gedacht, allein das gcschlecht fortgepflantzet. Er vermähltesich mit Henriette von Bassompierre, die an. 16; 2 gestorben, nach-dem sie ihm nebst 2 töchtem einen söhn Franciftuin II gebohren.Franciscus II von Espinay, von 3 sinc-^uc,Gx^fvon Este-la»,!c. Ritterder Königlichen orden,General-Lieutenant in Guien-ne und Gouverneur von Perigord , vermählte sich an. 164; mitAnna von Bude, die ihm Franciscum III, Ludovicum,rc. gebohren,und an. 1670 gestorben. wn genesicx. lle brznc. I. Z4<

romb. llcs illullc, /e ü.

K>c.

,Esptnay/ (Franciscus <k) der tapffere 8^iur-l.uc zugenant,Ritter der Königlichen orden, Gouverneur von Saintogne undBrouage, General-Lieutenant bey dem Aouveruewenr von Bre-tagne , Großmeister der artillerie von Franckreich, war Valeraniund Margarethä von Grouches söhn. Mit seiner ansehnlichen ge-stalt und klugheit verknüpffte er die tapfferkeit, und befand sich beydein treffen vor Coutras , wie auch bey den bclagerungen vonEspernay, Paris, Laon und andern. Er setzte sich dadurch bey denKönigen Henrico III und IV in Franckreich in gar grosse gnade,wieihn dennder letztere davon an. izy? zum Ritter seiner orden,und das jähr darauf zum Großmeister der artillerie machte. End-lich büßte er an. 1597 bey der belagerung der stadt Amiens dasleben em. Man har von ihm einige reden vom kriege,und sehr wohlgesetzte gedichte. in slog Db-,--». buk. ch>c.

Esprnosa/ (Johannes) ein Spanier, hat zu ende des 16 seculigelebt,und verschiedene schafften verfertiget,als gynLccpWnoz; llia-

IoZl> sn Isulls lle ks keiugsrcs - -llicrsc»rikc>u öcc. bib!.

Espinoy/ eine Niederländische stadt in der Provintz Artois ,Mischen Rysse! und Dovay, welche mit dem ritul eines Fürsten-thums beehret worden, siehe Nelun.

L8?IR.HO 8^VO- eine kleine stadt,ist der vornehmste ortin einem gouvernemcnr in süd-America in Brasilien , und gehöretden Portugiesen.

LMKUO . ein siuß, den die Portugiesen L,° 6»

kffiriio Lsnw nennen,IN Africastm Kömgrcichc Monomotapa,wel-cher sich nahe bey dem vorgebürge 3. Nicolas in das Aethivpischemecr ergeust.

L 8 kMI 1 II 8 . 4 X 110 > eine stadt in der nord-AmericanischenProvintz Neu-Spanien.

Esqueguin / ist der name eines von den; stämmen der Ara-ber, welche an. y yy nebst den andern beyden, die zusammen 50200wann machten, in Asricam giengen, sich über die gantzen östlichentheile der Barbarey ausbreiteten, und verschiedene Provintzcn er-oberten. Die zrmfft der so genannten Estuequins wird in etliche li-nien eingetheilet, davon die vornehmste Uled Hedegi genennetwird. Die leuthe halten sich in dörffern auf, welche aus lauterzelten bestehen, die man von einem orte an den andern fortsetzenkan. Jeglich dorff hat 160 oder 200 reiten, welche aufgeschlagensind, so, daß in der mitten ein grosser larer platz ist, worinnen sie ihrVieh einschließen. Hierzu sind nur 2 wege, die sie bey nächtlicherweile wegen der wilden thicre mit dornen und Hecken auszufüllennnd zu verwahren pflegen.

Esquid/ siehe Esseguebe.

Esquire / ist ein in Engelland gebräuchlicher ehren-titul, wel-chen man denjenigen von dem geringen Adel beylegt, so wenigerals Baronets und Ritter, hingegen mehr, als blosse Gentlemenoder Edelleute find. Die Personen, denen eigentlich diese wurde zu-kömmt , sind i) die jungem söhne der Grafen , 2) alle söhne derVice-Graftn und Baronen, z) die erstgebohrne söhne von den jun-gem söhnen derer , 4) die erstgebohrne söhne der Ritter, unddie von denselben abstammende älteste söhne, 5) diejenige, so durcheine ausdrückliche Königliche verordnung damit beehret werden,welches mcht gar offt zu geschehen pflegt.. Ferner wird dieses p-X-llic^r denjenigen gegeben,welche keinen hohem titul haben, und sichin einer wichtigen civil-militar-oder hos-bedienung befinden; z. e.den Friede-Richtern , den Commiffarien von den quartiren, denMairen von den städtcn, den Advocaten u.s w. Insonderheitaber gibt es Dsquires c>t rks Lollv, d. i. Leib-Esguires, welche allezeitum die person des Königs seyn, auch des nachts bey dessen schlasszimmer ihr lager haben 'müssen, gleichergestalt werden tue Serumssi welche vor dem Könige gewisse jcepter tragen, und die He-rolLs-beamte,unter die Esguires gezehlt. Wenn man an sie schreibt,pflegt man ordentlich dieses Wort nach ihrem »amen zu setzen, z. e.k!> jviiii^UcrLsqlli-e (oder L-q.) und öffters (zumal bey den söh-nen der Lords, welchen auch die Ritter den rang über sich geben)das ^r^ciicsr twiwui M« beyzufügen. In Franckreich hat das Wort

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Lciiyer fast eins gleichmässige bedeutung, indem es einen Edelmannanzeigt, welcher weniger ist als ein Ritter. Die u-cionn-nL- vonBlors von ay. r 5 79 soll die erste seyn, worinnen man die quülitäteines Lcuvci als einen absonderlichen titni des Adels angeführtstndet. Sowol itsguirc als Lcuysc hat seinen Ursprung entwedervon dem wort Kurucn oder essn>?. und heist eigentlich so viel alsoder 8-miker, ein schildträger, oder als Lquiio, d. i. einStallmeister oder einer der vor eines andern pferd zu sorgen hat;womit vermuthlich auf die alte gewohnheit gesehen wird, da dieherumschweiffende Ritter gewisse Personen, und zum öffrern solche,die mit der zeit des Ritter-standes theiihafftig zu werden verlang-ten , bey sich hatten, damit durch dieselbe ihre Pferde und rüstungdesto besser in acht genommen werden möchten. -»r llc 1- Qr.

Lrecsgnc k>. l s Lkitznnis. D-Mo»»«r>e-ie

voc. i-lcuyer. LecM-t-r»- ll!gn. ili. lliksi. 14 c. z tz. z.

Essäer/ oder Essener/ war eine berühmte stete bey den Juden,und nicht weniger als die Pharisäer und Sadducäer rmommirt-Jhr Ursprung ist st wol ungewiß als die Ursache ihrer benemmng»Der erste, st aus dieser stete bekannt ist,Heister Judas, dessen Jose-phus gedencket, und der zu den zeiten Arisi vduli, des sohns Jodan-nis Hyrcam, vhngefähr jähr vor Christi gebnrt gelebt hat»Doch gedencket Josephus schon dieser stete zu den zeiten Jonathas,der ein bruder Judä Maccabäi war. Es waren aber die Essenervon den übrigen mehr nach der besondern lebens-art, als nach be-sondern meynungen unterschieden. Denn sie entzogen sich, so vielmöglich, allen weltlichen geschäfften, und liebten die misamkeit»Ihre guter hatten sie gemein, und enthielten sich auch des ehestan-des,nicht,baß sie dene für unrecht hielten,sondern, weil sie glaubten,daß man gar selten bey den weibern mgendhaffte und anständigesitten anträffe; Wiewol einige unter ihnen sich dennoch verheyra-theten, allein mit der grösten dehutsamkeit, so daß sie in ihrem ehe-stände gantz allein auf die fortpflantzung des menschlichen ge-schlcchts gesehen. Sie beflissen sich mit sonderbarem fleisse derMäßigkeit, weshalben sie sich auch vom wein enthielten, und nurWasser truncken. Die alten wurden bey ihnen in grossen ehren ge-halten, und weil sie ihre gesellschafft nach dem alter in 4 orden theil-ten , glaubten sie, daß wenn einer aus dem ersten orden einen ausdem letzte» orden angerühret,er dadurch nicht weniger verunreini-get würde, als wenn er einen Heyden angerühret hatte. So hörteman auch bey ihnen keinen eyd-schwur, indem sie glaubten, derjeni-ge müste in dem höchsten grade leichtsinnig seyn, dem nian nichtohne eyd-schwur glauben wolle. In diesen und vielen andern stu-cken kamen sie mit den Pythagoräern überein. Daß aber ihrer inder schrifft nicht gedacht wird , rühret ohne zweiffel von ihrer ein-samkeit her, welche ursach wäre, daß sie mit Christo und den Apo-steln nicht viel zu schaffen gehabt. Denn daß einige vorgeben wol-len , daß dieses nicht eine stete der Juden, sondern der Samaritergewesen, ist ohne gründ, und den Zeugnissen Joseph» und Philomsschnurstracks zuwider. Sie werden auch in 2 klaffen eingetheilet,sintemal einige rUeorenc, waren, die in betrachttmg göttlicher dingehr leben zubrachten; andere aber prLÄ.ci, welche sich einer gewis-sen kunst und handt'yierung beflissen. Von beyden handelt Philo,der diese Essener auch Therapemas nennet. Denn ob zwar einigemeynen, daß diese Therapeulä, welche Philo beschreibt, Christengewesen seyn, so ist doch solches nicht zu glauben, weil in der de-schreibung nicht die geringste svur des Christenthums vorkommt,sondern vielmehr im gegentheil klar gemeldet wird, daß sie denSabbath feyrten rc. und weil auch stuften Philo, einer der vor-nehmsten und gelehrtesten Alexandrinischen Juden , welcher dieTherapeuten als fürnemlich zu Alexandria wohnbafft beschreibet,der Christen so rühmlich nicht würde gedacht haben. >.

sncig- 5» öc 6c in lid. quoll omnis vir Konus ücc. ir. !,b»

lle vir. conkempiLk. carslog. lcrjpk. eccl. in -llllrco üc?ki-

lono. I. 6 conrrs ^ulisnum. bom. in

lll. k. I. r c. 15 6c 16. I. i c. ir.

E I. r c. Is. I. 5 c. 17. Loü»«- c. -6. in nikrrel.!.

Dr«/--- lls ccil,. kcllr. chill. !. 4. in ei-nck. :niia:>-es. 8srs>- - -6,

sll sn. 64. in lliss. lle Ike-speuc. ptzilonis, allv»s.

kienr. Vslck. 6o->-/-2E in ivlole 6c -ksron. 1 .1 c.L-s-i-ie« incroll.gll billor. xtill. rkrTni-. §. ri p. 7; leg. »

Essacs / (Charlotte ll-s) eine natürliche tochter des Baronsvon Sautour in Champagne, die er mit der fraueii von Dheny ge-rannet, war eestllch MÄitreilc Kömg HelnniHö des IV / nnd nüchge-beR?d-s Cardttw>6 von Guise, mir dem sie z söhne, den Bischofshon Chondom, den Graf, und den Ritter von Romorantrn, und 2rk-mer aereuaet, ja gar einen heyrathö-eommctgeschlossen, wennde nu ment u trauen wäre, welches die Marggräsin /Acy,-n e töcbter des Grafen von Romoranr-n und gemahnn des Gra-Ln vÄ amackx an .688 pr°duc»ret hac. Nachdem hat sie mitdemErtz-Bücyoffzu Auch, ^l°nllcurll-v,c.; zahrgeledec,undzu-iiM noch . der auch unter dem Namen des

M wschalls?on Franckreich, i'Hospital bekannt ist, gehn,rathet-Ak bat sich m allerhand staats- iu^u--" gemengt, dre aber mchtA/mal vor sie zum besten abgelauffcn; miter andern hatte sie zuÜ?tracta u Germainzwischen demFrantzojsichen Hof, undsÄoa Car von Lothringen an. -64- «Maß gegeben, dafür chrsia bevbe theil danck wüsten. Aber da sie hernach den Her-o^^urnete - Franckreich gedachte ihne beym kopff nehmen zu lassdickte die?er ihren eigenen briefan den Cardinal a. L-ckc-u---,.2 ck 8 sich deswegen st sehr entrüstete, daß er die Charlotte auf-Vibres manns gütern verwerfen ließ, und rhme selbst, der da-^ien in Lvthrrngen für den Ksnig commandrM, nicht mehr recht