Band 
Zweyter Theil
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6r,mmat. ^rak». »n. 1656. 6x»»/>i/rr orstio kun. 6s/,»e/»»-r melan-

zcs IMori^ucs. /i/HÄ. ^

Golius / (Petrus) Jacobi bruder, wurde bey seiner mutierbruder Jvannc Hemelario erzogen/ der ihn in seiner ersten kindheitzu annehmung des Catholischen glnubenü bewöge. AIs er erwach-sen war, nahm er den ordcn der Carmcliter - Barfüsser an / undnennte sich k. Lwl-Ümiim llc 8 . l.,illvvin2. Er befand bey sich einegleiche begierde den Orientalische» sprachen obzuliegen , und denöstlichen theil der weit zu besehen, wie er sich denn lange zeit aufdem bcrg Libanon aufgehalten hat, nachgehends aber zu Rom proN-wc-s der Orientalischen sprachen worden. Er hat den Tho-maui von Keinpis ins Arabische übersttzt / und in dcns 74sten jährseines alters noch eine reise auf die Malabarischen kusten vorge-nommen / um an der bckchrung der ungläubigen zu arbeiten. Diebeyden bruder haben einander Hertzlich gestehetdoch hat es Jaco-bus ihrem Oncw dem Hemelario nie vergessen tonnen , daß er ihmftincn bruder den Petrum zu der communM» der Röniischen kirchegezogen.

. Volius / (Theovhilns) ?rv5:ssor morLiilim zu Straßburg ,ist an. i;r8 gcbohren, und an. 1600 verstorben. Er hat ein c»-u-xcnciium der 10 büchcr /criUoreUg sst k4ico>n»cstum, inglcichemseiner post-icorum. und eine Griechische Orsmm 2 iic geschrieben.

(Nollnow / eine siadt in dem Stcttinischen gebiet inIZor-Pommcrn, so durch verschiedene feuers-brünste und die Teut-schen kriege sehr ins abnehmen gerathen, von,Eilest-

-stivnic.

Golowin / siehe Gallowin.

(Noltz / (von der) ein Freyhcrrlicbes gesthlccht in Pohlen undBobinen / welches von Androclo aus Dacien / einem leib - eigenendes Römischen prvconium in Africa / seinen Ursprung haben soll.Man crzehlt »on deinselben, daß er sich wegen des harten kracta-ments von seinem Herrn entfernet, nachgehends aber deßwegenju Rom vcrurtheilt worden, sich mit einem löwen in einen kämpfeinzulassen / da es denn geschehen / daß derselbe den Androclum,als welcher sich auf seiner sucht eine zeit lang in dessen hölc aufge-halten / erkannt, und ihm keinen schaden zugefüget. Tuest bcgc-denheit soll den Rath zu Rom vermocht haben, ihm nicht allemdas leben, sondern auch das bürgcr - recht zu schcncken / mit derVerordnung, daß er in seinem waapcn einen löwen führen solle.Einer von seinen nachkommen nahm eine aus dem geschlecht derMäniner in Hctrurien zur ehe, und fügte deren waapen/ welcheseine rothe inaur vorstellte/ dein stinigen bey. Von diesem nun solldas edle Teutsche geschlecht von Dicnhcini, alS welches eben der-gleichen waapen führet / entsprossen seyn/ davon sich Andreasan. ii 1; m Pohlen begeben / und den »amen Prawda angenom-men / nachdem er Iohannis Prawdä, Grasen von Sczawm undTrombki / wie auch Land-Richters von Gostinien / cmtzige tochtergeheyrathet. Mit derselben zeugte er z söhne / welche sieh von den; ihnen zugehörigen Grasschaffte» Trombki/ Golczcvo undScza-win qenennet. Der mittclste erbte Golczcvo / und >st der ahn-Hcrrder Golczilchen familic worden / welche sich nachgehends in unter-schiedliche zweige ausgebreitet, die so wohl den »amen als daswaapen verändert / und sich nach ihren Herrsch anten und Ritter-sitzen benennet haben. Von der linst/ so den namen Goltz be-halten / sind ; leidliche brüder nach einander Bischöffe zu Plotzkogewesen / ncmlich Nicolans I an. M67, Stamslausl an. izüs,und Dobislaus 1 / mit dein zunamcnSowka a- Golczcvo/ an.i;7i.Paulus c!e Golczevv/ Woywod von Plotzko/ liebte die jagcrey der-masse»/ daß er die vorwcrckc Kopipki und Matwice / so zoooo tblr.währt wäre»/ vor 2 Hunde hingab. Andreas war gleichfalls Woy>wod von Plotzko/ lebte an. 1460/ und hinterließ einen soh»/ welcherseinen namen so wohl als seine cl>2r^c„ erhielt / letztlich aber U2I2-rinu5 von Bcltz wurde / und mit einer von Ovorowska^z söhnezeugte / die waren i) Nicolaus, p2i2ii„uz von Bell; / und Slarostevon Rave ; r) Bartholomäus/ der Hcrtzogen zu Plotzko Cantzler;;) Johannes; 4) Petrus , ein Staats-crsahrncrHerr / der nochan. 1591 gelebt; und z) Cbristovhorus / beygcnannt Niszczychi.Dieser letztere wurde Staroste von Czechanov und Prasnic / unterKönig Stephans aber Feldherr/ und hat an. >>88 die wähl Kö-nigs Sigismundi III unterschrieben. Andreas und Feist/ 2 leib-liche bruder/ nennten sich Sicrgscii Golczcvo; iciicr war p-u.rlnuL von Ravc und Staroste zu Plotzko / dieser aber Castcllan zuRiv. Günther von der Goltz >var Kavserlichcr ocncr.mist.Eunter Rudolpbo II / Mattbia und Ferdinands 11 / wie auch Statt-halter in Böhmen und Mähren . Er besaß unterschiedene Graf-schafften und Herrsthafftcn, in Ungarn / Böhmen und Mähren /degebrie aber den Rcichs-Fürstlichen titul nicstt anziincbnieu / wo-mit man stine vortrefliche dem baust Oesterreich erzeigte dienste be-lohnen wolte. Martinus Marimilianus war Kaystrs FerdinandiIII General-Fcld-Zeiigmeisier, und best in dem ;o-iährigen kriegseine tapfferkeit sehen. Er ateng obnc erben ab/und hinterließ seine

«ommandirte, und bald darauf im hohen alter starb. Nachfang des i 8 ten secull tyaten sich solac.zde vor anderen Lv?

1) Henricus, welcher anfangs den, König in Preussen, beaber dem König in Pohlen gedienet, und etliche jähr b's an ' ZOber-Commendant m Dantzig gewesen. Hzerauftrat er in Kssusche dienste ws General-getd-Mar,chaU-Lieutenanr, und hielt M

bey unter,chledücyen gelegenhesten wohl; allein nach der schÄbey Pultava maßte man ihm bey, als wenn er nicht am Mvoruchtigkeit gebraucht / den marsch der Schweden zu verhi w nda sie sich unter dem General Erassau aus Pohlen in Psnummgewendet. Er kam darüber in arrest, setzte sich aber wieder mfreyhest, und starb an.1717 zu Vilna in Litthauen in hohem a t-r -

2) sridericus war anfangs Eammer-Herr bey dem Kcwser Leu'pvlbo, hernach aber Pohlnisch - und Chur-Sächsischer geheimerRath, wie auch Reichs-St-nLiu! in Pohlen; z) Franciscus Joachi-

Staroste von SlSächsischer Geiu

General - Major. In dein -6 stcülo hat diese Mnli'e unter Vrcii rn Pohlen die Grachchasslen Golczcvo, Arnskrohne, und dieHernchaffc Draheiin; in der Marck Brandenburg aber die Lerr-schafften Dramburg und Arnswalde besessen. Es ist auch wabr-N, der Oder in dem Ledusischen crävse gelegene

schloß Goltz von leidiger stmeii urwrung habe. 0^/1« »rk. Pol.

vir. epilc. tHocens. lZL rcl). ßcli. k. W'. es

Goltzcn / ein offener flecken, aber alter ort an der Chur-Säcb-stich- und Malerischen gräntze in der Niedcr-Lausitz, an dem M-lein Goltze, ,0 unweit dem dorff Ledelbcben i» die Sprce fälltIn dem 17 icculo hat der ort dreverlcv Herren gehabt, indem eintheil denen von Breda», ein theil denen von Schlichen, und dasübrige denen von Stutterheim zugestanden. Vor alters sind all-hier besondere Burggrafen gewesen, die aber abgestorben. Hec-mann Burggraf zu Golsyn ist um das iahr -z-8 umgebracht wer-de», hat aber »och söhne hinterlassen. An. 1 zy; hat es MnrggrafWilhelm der emäugigte eigenthümlich besessen; nachdem ha-ben es die von Minckwitz gcbabt. Im Hußitcn - und dem Teut-schen zo - jähriaen krieg hat der ort viel schaden erlitten, vls. ü-/.

lc/ipc. com. 4 lli>>Io„>rc. p. 18;. l.Lu-

siiristliL merctrvv. ?. z. tz-lclii-. 7/.

Goltzius / (Henricus) ein berühmter Mahler/ Waran, izz!zu Mulbracht, eincm kleinen städtlein >u dem Hertzogtkum Fiilich,gebohren. An. i z9- gieng er in Italien , und nachdem erssich ei-nige zeit zu Venedig und Neavolis ausgehalten, zeichnete er dietreflichsten wercke der berühmtesten meistere ab, welche er bev sei-ner rückkehr in kuvsser stach. Er starb im 59sten iahr seines altersan. 1 ü 17. Sein vatcr, Johann Goltz, war sehr geschickt auf glaßzu mahlen. Lmrci.ciij Nil- Ic5 v>es clcs pciinrcr.

Goltzius / (Hiibcrtlis) ein berühmter Niederländer, war zuNenlo, allwo sich sein vatcr Rogerins, ein mahler von Würtzdnrg,damals aufhielt, den zo oct. an. 1526 gebohren. Er halle'nebstder Mahlerey eine sonderbare neigung zu den llullu-, alten mlm.plionibus, trbullü, me.ta/iicn und anderen Liwoistäten / in derenerkänlniß er sich sehr übte. Er hielte sich in die 12 iahr zu Antwer-pen auf, bis er an. 1 z;8 nach Brügge gieng, allwo er 1 bruder,Marcum und Guidonem Laurinum, antraf, die ibm grosse dienstethaten. Er rcißte hierauf durch Frcmckreich, Tcutschland undItalien , und bekam die allerschönsten cabineter zu sehe», wurdeauch zum Live «.omano crncnnet. Nachdem er wieder zurück indie Niederlande gekommen war, legte er sich mit grossem fleiß aufdie crklärung der müntzen, und starb zu Brügge den 14 may an.1 ; 8 z. Er hat verschiedenes ausgegeben, als: viv^s vmmuw im-

pcräioruin lmagincs 2 )uliu L2:>2,e L 2 -o!um V ; s2gc>z maAilira-tuum Lc eriumptzorum iiomLnorum; c^r^lciAum consiilum; c!e vrl-^i»c öc Ü2iu populi Komsni; llietäui-um ici Lnciauaria:; vi/2m lulii(tLssrii, ^ugulbi öc wikc/ii ; Licilism 6r.i/ci2m cx num-

mis; itincrarium IrL>i2m, 6crm2/>l2m sc 02>lizm; W0V0N ie-

docki meistentheils mir die sammlungcn und abrisse deren müntzcnvon Goltzio, die bcschreibnngen aber und anslegungen von anke-ren gelehrten sind; Es ist auch Goltzio von einigen ichuld gegebenworden, daß er viel müntzen, so nie in der well gewesen, erdichtet,und deren abschildcrungcn, als waren sie würcklich von allen mün-tzcn, in seine bücher cingesichobcn; von welcher anklag ihnc dochviel andere, eben von denen, welche man für Goltzcns ecflndunggeachtet, und deren gleichwohl noch seithcro mehrere stücke zumVorschein kommen, und aus der erden hersür gegraben worden,den guten mann scheinen ledig zu sprechen; welchem auch überdas den seinen vielen reisen und beständig hierauf gewandtem steignoch wohl gewisse eintzelc stücke von müntzcn haben unter die äu-gen fallen können,und also von drmc zu seinem küufftigen gebrmichabgerissen werden, welche nachgehends verlohn» gegangen n»d.

tzibl. tzclg. p. 2i!ien. p'?4b^

^>IiiIoso^tz. 141. o's.'/,/// vol. L ^ LO!. ?. I cle 8. 8. n°

Nil ,

Rüdiger ist nebst seiner gantzen samilie, wegen lcincr der cronFranerrcich gclcistcien kriegs - dienste, von Lndvvieo XIV in denFreyherren-'stand erhoben', und ihr waapcn mit z listen vermehrtworden. Nach diesem wurde er General über die Chur -Brandcn-burgische infamene, hierausGencral-Feld-Marschall-Lieutelialltden dem König in Daneinarck, Christiano V, und letztens Gene-Lal-Feld-M^rschall bey dein Chur-Fürsten in Sachsen , Ioh.Geor-gio II, da er denn dessen armcc den dem entsatz der statt Wiest

Reformirte religion, die sie angenommen hatten, sichererre», und liessen ibn, nachdem er in seinem vaterlandc lamsivschule besuchet, zu Straßburg unter Jodanne Swrimo stuviu -Er war daselbst z iahr, gieng aber von dar nach Neustadt, stinelkusti2 zu treiben, weil ble Resormirtcii protÄt«-» von Hchduuigsich dahin rctiriret, und hatte vor andern Franciieum ^