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<ir vt». ili. I. ; c»^>. 7 ä: 8. L. Del
' I.z c. 24- *
Oracchus/ (Semproniüs) war aus eben ftlbiaer fanulieentsprossen, und lebte unter des KayserS Augusti reqierunq. Erwar ein verschlagener und beredter mann, der aber solche seineberedtsamkeit zur boyheit mißbrauchte. Er trieb es mit des Kay-sers tochttr, so an Marcnm Agrivpam vermählt war/ gar übel/und als leidige nachgeheuds an Tibcrimn vermählt wurde / be-gieng er aufs neue mit ihr ehebrnch, und verhetzte sie gegen ihrengemabl. Um deßwillen wurde er in die insul Cercinam verwiesen/wostlbst er sich -4 jähr im elend aufhielt / und nachdem Julia inder insul Pandataria auf Tiberii befehl ermordet worden / ließdieser ihm gleichfalls durch einige soldaten den kopff abschlagen.
IÄcr/> sniisl.
OIIssLIss^ 1 ) 108 . eine stadt und vorgebürg in Honduras /einer Nord - Amerrcamschen Provintz in Neu-Spanien. In dennahe dabey gelegenen gegenden gibt es eine grosse anzahl Indianer/welche die Spanier i-m-os kr-vo- nennen / weil sie tapffer undgroßmüthig sind, und noch niemals unter ihr joch gebracht wer-den können. Jedoch vertragen sie sich gar wohl mit den Engellän-dern und Frantzoscn/ und haben kein bedrucken, sich aufihre schiffein dienste zu begeben. Wenn sie nun darauf; oder 4 jähr gedient,und ihre spraachen reden lernen, kehren sie wieder nach hauß, undbegehren vor ihre arbeit keinen lohn an geld oder kleidern, sondernnur einige eiserne werckzcuge. Ihre rcgierungs - form ist fast sobeschaffen, wie in einer freyen Republic, denn sie sind weder einemKönig noch Fürsten Unterthan. Wenn sie in krieg ziehen, machensie den behertztcsten und erfahrensten unter ihnen zu ihrem Ober-sten ; wenn sie aber wieder nach hauß kommen, hat dieser Generalkeine grössere autorität unter ihnen als die übrigen. Die land-sthafft, in welcher sie sich aufhalten, erstreckt sich ohngefähr aufweilen, und wird etwan von 1 ; oder 1so-> menschen bewohnt.Sie sind in 2 Haussen getheilt, deren einer sich bey dem vorgebürg6-rcir L Oio;, und der andere bey kioulliqux vest gefetzet. Sie ha-ben keine religion, ausser daß man sagt, daß sie vor diesem götzen-diener geweicn, und einen sclaven, den sie nach der gestalt ihresgötzen ausgeputzet, ein gantz zahr lang angebetet und verehret ha-ben. Er hatte allezeit 12 Wachter um sich, ihme aufzuwarten, undzu verhindern, daß er nicht davon liesse. Er hielte sich im tempelauf, und wurde daselbst verehret. Wenn er sich öffentlich sehenließ, begleiteten ihn die vornehmsten Herren und die Priester, undtrug er in der band eine kleine flöte, auf welcher er zum öffternspielte, um zu verstehen zu geben, daß er auf der straffen wäre,und so bald brachten die wciber ihre kinder zu ihm, seinen fegenzn empfahen, das übrige volck aber warff sich vor seine füsse, undbetete ihn an als einen Gott. Des nachts über verwahrten sie ihnmit weit grösserer sorgfalt in einem vestcn gefangmß. Allein nachverflieffung eines jahrs wurde er mit vielen ceremonien geopffert,und an dessen stelle den Priestern ein anderer ftlav überlieffert, aufdas folgende jähr den götzen abzugeben. Kill. <le- i-mes
scciöMsiex.
6 ?H 08 ^> siehe
Gradisca / ist eine dem hauß Oesterreich zuständige vestungim Friaul , welche am fluß Lifonzo lieget. Sie ist die Haupt - stadtvon einer besondern Grafschafft, welche der Kayser FerdinandusIII an. ir-4l zu einer unmittelbaren gefürsteten Reichs-Graf-schafft machte, und dem Fürsten von Eggenberg überließ, damiter in ansehüng dessen sitz und stimme auf den Rerchs - tag erhaltenkonte. Es ist fonsten selbige ein stück von der Grafschafft Görtz,so im Hertzogthum Crain gelegen. An. 1717 ist sie nach abgangder Eggenbergifchen familie dem Grafen von Althan von, Kaysergegeben worden. kclckreikung von Lrsln. in ko-
pogr. in clelcrchc. tiunA. p. 217.
Gradisca / ist eine stadt in Ungarn , welche die dadurch flies-sende Sau in alt - und neu - Gradisca theilet, und liegt jene inBoßnien, diese aber in Sclavonien. Sie wurde an. isüi durchden Hcrtzog von Croy eingenommen. Einige wollen, daß sie beyden alten s-rvmum sey genennet worden.
Gradier von Grätz / Freyherren aus Steyrmarck, warengewaltige lands-Hcrren, welche neben Gvgeiiwitz und Faustettenauch die Frey - Herrfchafft Eglisau besessen. Als Vigllius undBernhard, beyde Freyherren, von Hertzog Sigmund von Oester-reich vertrieben wurden, nahmen sie an. 146° bey der stadt Zürich ihre zuflucht, und crkaufften von ihnen die stadt und das, schloßEglisau, samt der zugehörigen Herrfchafft, zogen milder Züricher hülffe für Winterthur, Frauenfeld, Diessenhofen , Sonnenberg,Brägentz, rc. und nahmen alle diese orte ein- Vtgilrus starb an.1467, und liegt bey den Augustinern in Zürich begraben; Bern-hard aber hat, laut eines in ertz gegossenen schonen Lx-rsxku,seine ruhstätte zu Eglisau . *
Gradlitt/ eine Herrfchafft in Böhmen , im Königgratzer crayß,,4 meilen von Prag gegen Schlesien an der Elbe gelegen, zwischenJaromirsch und ässönigshof, hat einen >^ck - flecken gleiches na-mens, nebst einem schloß auf einem felfcn, und gehört dem Grafenvon Sporck . In dieser Herrfchafft, eine halbe stund von demschloß Gradlitz , liegt das Kuckusbad oder Kurbrunn aufemem ab-hängigen mit wilden bäumen bewachsenen berge. .Als man diekrafft dieses Wassers erkennet, ließ der GrafFrantz Anton Sporckden weg dazu räumen, an. 1692 den brunnen umgraben, und v,egellen einfassen, hernach in folgenden zahren capellen, wirthr-
bequeme Wohnungen vor die bad-aäste, undsonderlich an. 1704 ein prächtiges bad - hauß aufführen", und vielandere iustbarkecken vor die bad-gäste anrichten, hat auch allda einhowlta! vor 100 presthayte soldaten, und eine sehr prächtige Archemit künstlichen grufftcn, und ein klostcr vor die Jungfrauen desvrdens -nnun-mtL erbauet.
p- 4;
eine stM jm Friaul , zwischen den morastigen vrternan dem Venetlamschen meer - bissen gelegen. Vor zeilen war sieern patnarchalilcher ytz, der nachgehends nach Aguileia, und vondar etwan vor -<-o mdren nach Venedig verlegt wurde. Dieses istder yrt, astw»8. Marei catdeder oder predigt-stuhl verwahretwird, als welcher von dem Kanftr Heraclio hicher geschickt wor-den. An. 1276 crneiirte Pabst Alexander IV die p-ivüe-.-, welcheder hiesige Patriarch an. von Leone IX empfanqcn, undvermehrte stlbige. Der patriarchalische sitz wurde von Nicolas Vnach Venedig versetzt, und Laurentius Justinianus war der erste,der solche wurde genoß. Um das jähr sor hielte ein Bsschvff, na-mens Ellas, daselbst einen iynoNum. Anjetzo ist die stadt Grad»m k-mem sonderlichen ansehen, und liegt ungefähr ir meilen vonAguueja. Os/r-lo/r in ckro». sä »n. 6c>r.
Gradonigo/oder Grademgo / eine von den ir ältestenedlen familen zn Venedig / so 4 Dogen hervor gebracht. Der erstewar Pmus/ welchen mel auwr-8 an statt Grademgo fälschlichLradomco nennen. Er ward an. 8;s nach Johanne Particivaiiocrwehlt/ und reglerle mit sonderbarer kluqheit. Dem GriechischenKayser Lheophilo / welcher ihn auch mildem kiml eines Nrorosps-»ri, bechrt / halffer mit grossem Nachdruck wider die Saracenen/gegen welche er aber einsmais so galeerm verkehr. VondemOcci-dentaiischen Kayser Lndovico II erlangte er unterschiedene ansehn-liche priviiegi- vor seine Republic. Endlich ward er an. 864 beyeinem aufstand des vslcks / und zwar in der kirch m s»n LLcvrn-,.ermordet; worauf ihm Nicht sein söhn/ welchen er sich noch beyseinem leben als einen collegen -HunM hatte/ sondern UrsusDaduero I in der Herzoglichen würde nachfolgte. Von dem an-dern und dritten Doge aus der Gravenigischen familie/ ncmlichPctro II / und Darchvlomao sind 2 absonderliche articuls zu lesen.Der vierte aus diesem geschlecht/ namens Johannes / ward an.i;;4 an des enihaupteken Marini Falter stelle zum Doge ge-macht; Er war sehr Mich vongesicht/ und dabey mit einer sogrossen nase versehen/ daß man ihn deßwegen >1 ^»lkne nennete/allein sein verstand wurde durchgehends gerühmt. Gleich in demansang seiner regierung schloß er einen frieden oder vielmehr einenstillstand mit den Genuesern. Hernach bekam er mit dem Königin Ungarn / Lndovico / wegen dem Königreich Dalmakien einigestreitigkeilen. Nach seinem an- i;;S erfolgten tod tucccäirte ihmJohann Delphino. Me Gradenigische familie ist noch heutigestags zu Venedig in großem fior/ und hat zu allen zelten solche lemehervorgebracht / welche in LMdLkLne,, gebraucht/ und zu den an-sehnlichsten ehrcn-stellen der Republic gezogen worden. An. 160sbefand sich Vincentius Grademgo als Venetianischer LmbsiLä-urzu Grätz bey dem beylager Kaysers Ferdinandi II/ welcher da-mals nur Ertz-Hertzog war/ mit der Bayrischen Printzeßin MariaAnna/ bey welcher solennitat er den Pfältzischen über
sich soll haben die oderhand nehmen lassen; wiewol von den Ve»nctianern solches beständig geleugnet wird. Bon Francisco Gra-demgo ist angcmcrckt worden/ daß er an. 1; 82/ da er einer vonden c»pi ll-iis qu-r-intiscriinin-is gewesen/ sehrstarckaufdleab»schaffung/ oder zum wenigsten auf die erniedrigung/ des allzu-macytiaen Lo-Mgli» «n »isci gedrungen. Die von dem edlen ge«schlechfder Delfini geben sich vor einen neben - äst, des Grademgr-schm geschlechts aus. Doch führen sie unterschiedene waapen/nemlich die oeiüni z Meerschweine / die Gradenighl aber eme lei«ter/ womitaufdasLateinische wort8»aus gezielt wird-
kM llucL!. L-Se//<cr NiK. Vcock. N-m-lull. rcip. Vea-t.
kill. llu gouvern. <ls Veniis pLg. -zi, 188. ;ol> ;or.
Gradonigo / (Petrus II) wurde an. 129° zum Hertzog vonVenedig erwählet. Er entdeckte durch seme klughelt dle von Ba,a-montc Ticpolo angesponnene c.-,mp,rsri->n, und verhinderte alsodas Unglück/ welches der Republic darauß hatte wiederfahrenkönnen? Damit nun das andenckm dieses ihres erhalters allezeitin ehren bllebe/ so verordnete die Republic/,daß der 8- Catharl-nenckag/ an welchemdieser Gradonigo erwählet worden/ seyer-lich begangen werden solle- >. z c.
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aal/ wo sich der Adel be'y erwehlrmg der Magistrats - Personen«^I'wmmlcl/ erbauet. kill. Ven. a-c. r kk. r.
.ine Adeliche familie in Lhurmgm/ von wcl.
um das jähr 1490 gelebek. Dessen enckel/KrWoiffmssK ainm das M^9 , Wolff
Wolff Caspar am em Wachtmeister gewesen/ und an. is;/Conrads / Milchet Er hatte; söhne:
^-lvonM chttlstadlan^
terschtedcneklndcrgeVW Ernst Quirumm/
we!N?e stelle ^kleidet,
Gräftch