Band 
Zweyter Theil
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Änderung in Engeliand Mächte er sich um dmKonig William Msdient, und brachte Pieymduth unter dessen gehorsam. Er wurde«uch von der ciraciciiL dastibst, mgleichem von den Provmtzen De-donshire und Cornwall , Lauvern-u-. Wein an»i 694 wurden ihmvon dem gedachten König alle seine aMter genommen. Er starb zuLondon den 1 ftpt. an. 1701. Seine gemahlm war Johanna/ einerochier des Ritters Petri Wich, des Königs Caryli I Hauß-Mak-schails und co-nroücm-.so»>1.1692verschiede»/ nachdem sieihm iökinder gebohrM, davon aber 10 in der fugend verstorben. Dieübrigen sind Caroius Geanvil, Baron oder vn-ounr vonLands-down und Baron Granvil von Kilkhampton / welcher sich aber denrü ftpt» an. 17sI aus st-sscracion selbst erschossen; von seiner ge-kiahlin von Onwerkerk/die im andern jähr der ehe an. 1692 gestor-ben , hinterließ er einen söhn Hcnricum Wühelmum, Graf vonBath / der aber an. 171! den 28 may mit tode abgegangen; Jo-hannes; Bevil; Johanna / William Gowers, genannt Levesschgemahlin; Catharma und Gratra, Georgir, Barons von Cartcrer,so an. 169; gestordeN/gemahliu. //»ös/, Asaesi. Qm. LttrLnn.

«Isnck. mol,

Grapäldus / (Franciscus Marius) ein gelehrter Jtaliäneeim ansang des 16 ftcnli, war von Parma gebürtig. Nachdemsein Vaterland von dem joch der Frantzosen bcsteyet, und wiederunter des Pabsts Iulii II gehorftm gebracht worden / gicng ernebst anderen als Haupt einer zu dem Pabst , wozu er

wegen seiner sonderbaren beredtsamkeit und guten mine ersehenwürde. Er that eine herrliche rede an den Pabst / brachte auchselbige in verft, wcßhalben ihn der Pabst mit eigner Hand in deinv-ricano bey grosser solennität zum Poeten gecrönk ; welches dennGrapaldum bewog, sich desto eifriger aufdie Poesie zu legen. Amallermeisten aber hat er sich mit seinem buch -l- .-Mum

(worinnen er eine grosse erkanntnuß der alten und neuen Hau-kunstso wohl als der amiguiräten überhaupt gezeiget hat) berühmt ge-macht. Er starb endlich, als er gegen ;c> j-hr alt war, an einerHarn-winde, stör--«««>«§.c.6r. »

Grapen / vor zeiten Gropen / eine von den ältesten und an-sehnlichsten familien in Pommern . Nicol stund um das jähr 1291bey dem Hertzog Bogislao II in grossem ansehen. An. izoy wirdGerhard in einem Stettinischen privNegio als zeuge angeführt.Hermann war um das jähr 1;21 bey Hertzog Ottone wohl gelit-ten , und Heinrich bekleidete bey Hertzog Bogislao V die stelle ei-nes Hof- Marschalls. l. 6.

Orapendorss/ eine alte Adcklche familie, von welcher eineran. 1714 als Königlich-Preußischer Cammer-Herr florirte. Ihrestamm - tafel findet man in gc»c. 6 . SceintzerA. un 6 rvv^r in

llcm s^pcuNlce.

Graphäus/ (Cornelius Scribonius ) ein Poet und tttullcu,,gebohren zu Alost, starb aber als s-cr-rsrius der stadt Antwerpen den 19 dec. an. 1558. Er hat verschiedenes geschrieben, als;

pomp-m iffeÄsculorum in sutce^ri'one II; ciclcriprioiien, pa-

r>5 inker krancilcuin I. K. LslliL öc (l.'sroln<n V ; tzescriz-c. Lcn^rus-wrvvcrpism; tackoruw Knrolicorum ecloAss; öcc. tzitzl. Lc!§.

Lwe?/,'«, 4tk. Lelg. vol. r. ^eLei-r rtzssir.

6Kst8 - ist ein name, den man gewöhnlicher Massen den aus-ßüffen der Rhone , wie auch insgemein den ausjlüssen anderer strö-me , wo einige Häfen sind, gibt. Es kommt aber solches Wort vondem Lateinischen grs-M her, welches so viel als eine staffel oderstuffe heisset; weil nemlich in allen see- Häfen gewisse örier sind,die man mit stuffen versehen, um desto bequemer daselbst zu lan-den, und Wasser zu holen. Die ausffüsse der Rhone heissen:

d!euk, 6,L--6'Orgon, 6uteli6/, Oras6c?2ulLl, Lr/i» ci'IwM,Lrgz lle kzllon.

Grasburg / ist eine Land-Vogtey, den Cantonen Bern »ndFreyburg zuständig, welche sie an» 1424 von dem hauß Vavoyenigekaufft.

Gräser / (Conradus) ein Fränckischer mn-nl^us z» Königs-berg , gebohren um das iahr 1887, war nrof-üör dcr Hebräijchcnspraach und Historien, wie auch Lccl-gL zu Thoren in Preus-sen, »nd starb indem ztzsten jähr seines alters den zc>dec. an.iviz.Er hat sich fümemlich aufdie erkanntnnß derHebräischen spraach,darin» er treflich v-rstrt war, und auf die auslcgung der Weissa-gungen heiliger schafft -ppli-stt, wie solches seine hinterlasseneschafften bezeugen, als da sindcommemrriuz m ^pocri. r>z. 1-,0

iN 4 ; ttilloriL ^ncicNrilH Illius mrgni ; Ulcinis vcrb^; 0 »rlo 6e

linzuL 82NÜL L<I cliicenUL; es finden sich auch noch andere bisher»»gedruckte wercke desselben, als: 6c princlpiis ca,c,k^6s )u6»>ci-;

Vcrllo I.Lr. tunciLmsnc. Lslig. )u6»>cL ss. »ltza, öcc.

Iliiior. Lccled. 8 lavon. Lo^/. *

Grasse / ors-s, eine reiche wohl bewohnte stadt in Obcr-Prvvcnce auf einem vortreflichen bodcn gelegen. Einige haltendafür, daß sie ihren namen von dem Römischen BürgermeisterL.c^ilo bekommen. Das Brßthum daselbst gehört unter denErtz-Bischofs von Ambrun. Der Bischoffliche sitz zu Antibes wurde um das jähr 1250 von Jnnoeentio IV lstcher verlegt, weilMier vrt eine sehr böse Mist hatte, und den streiffcreyeir der fte-tauber unterworffen war. -Zicscei. osii.

IM. üe Nrovence. Lsü. l. 2 z>. 600.

xeozr. ecclell IVM ecclcd. t. I I. r.

Grassier/ (Joh. Jacob) gebohren zu Baftl an. 1570 den 21Kbr. von Jona Grosser, Prediger bey 8. Clara, und Ursula vonniaischach, wurde, nachdem er sich für etwas zeit in die Schweitz ,und hernach in Zranckreich begeben, Königl» i/roteiMr zu Nimes ,

welches amftdr in dre z iochr bediente, und dabey gute aeieqenheidfand, den Römischen smiquitMen mit AM nattiruforAMn -auf reißte er nach Montpelier , Marftille , md endlich, indaselbst diese schöne wissensthafst um ein mehrers zu beförderen,wurde auch zu Padua an. 1607 von FerrandoAmadi, Kavserlichem

zum Lom-re 5 I^i-rü L cionMo-n Impcr.M., Lou.i«

suraro und L.ve bestätiget; von bannen kehrte er wiederzurück m Franckreich, und letzte von dar über das meer in Engel-land; als er wieder nacher hauß kam, wurde er an. rsw Prediger>!'?a^?ottt Bemvyl, Ba,el - gebiets, käme aber; fahr darauf indie stadt zu dem Predig» dienst bey 8. Clara; diesem seinem dienstwartete er treulich ab, Und wandte seine übrige zeit an äussertegung allerhand buchern und empfahung vieler ansehnlicher Visiten,wie dann fast keine adeliche Person nach Basel kommen, die nichtSertzrg nach rhme gefragt; Gustavus Adolphns, König in Schwe-den , hielte von ihm so viel, daß er ihne zu beschrerbung seiner Histo-rie vor allen anderen ersehen, und durch seinenGcsandten JoachimCratz, Ritter 8. Marci, rhme dre hierzu nöthige acten M-nrmlassen, so er doch wegen kranülicher leibs - aMMr-o» und anna-hendenr rod nicht über sich nehmen tonte. Er starb den 21 mark»an. 1627, nachdem er geschrieben: spoeuium ikeoir-ZiL myittc«;Oilterrsrionem Nnrig. kgemautMAtzus; Lemm polonicaruin row-xenciiotLm gclciMrioncm; Icincrzriuin Iiittorico - poülicum, Lc.gtksLtr. 6. ES-»- orgk. Mnetzr. in otzirum OnLÜLri. *

Erassir / (Achilles cis) ein Cardinal, Bischoff von Vononieüund Ov-rs cll cMci!c>. ein sobn Balthiffars tzs Grassi , eines Bo-lognr„schen vom Ndel, machte in den NucHiz, vornemüch aber inder iur.zpruäenL, sonderbare progretzen, dergestalt, daß er dadurchzu Rom ^u-iuor LorL iivmsnM. Und Nachmals Btschoff zu e ivirL<»> cM-No wurde. Julius II schickte ihn als Numium in Franck-reich, nachmals in die Schweitz , und endlich an des Kaysers Ma-ximssiani I Hof. Hierdurch erwarb er sich eine grosse ,

daß ihn auch der Pabst an. i; 11 zum Cardinal, und hernach zumBifchvff von Bononien, Leo X aber zum Schatzmeister über dasronciave machte. Er hat solchen angegeben, daß'man einen solen-nen leichen--dienst vor die verstorbenen Carbinäle halten solle.Er starb zu Rom den 22 nvv. an.izrz im ckosten fahr seines alters.

<ie «pilco^,. Lonoa. !. 4 > UFöeL«,.

Grassis/ ( von) war Cäremonim-meister bey PabstLeone X, und gehört unter die gelehrten berrüger. Er machte ei«epMpliium eines maulthiers, ließ es in stein hauen, und grub esin die erde in seinem Weinberg. Nach einiger zeit befahl er, an sel-bigem ort einige bäume zu seyen, und als man ihm andeutete, essey eine solche >Mr>>ion gefunden worden, nahm er es als eineWahrsagung von feinem maulthier auf. Anfänglich wurde nurdarüber gelacht, und wolte man kein groß werck daraus machen /nach vielen jähren aber gaben sie viel vor eine smi-zwtät aus, der-gestalt , daß Thomas Porcacchi solche unter andere alte M -?!>>-mit qefttzet hat, und noch lang hernach der Pabst Alexander VII )der solchen für gelehrt wolte gehalten seyn, in seinem tag-buch,als etwas gar denckwurdiges aufgezeichnet, man hätte diese grab-schrifft des maulthiers nahe an 8. Peters kirch gefunden,

mus. Itsl. tom. l 176. ex LvIIcA. lalcr» Änt.

IVIZL. *

Graöwinckel / (Theodorus) ein berühmter Rechts-gelehrteevon Delfft aus Holland , bediente verschiedene stellen in demHaag;insonderheit aber war er ^vocsru- »>c> der Drovintz Holland, undwurde von der Republik zu Venedig , weil er vor selbige geschrieben,zum Lqui-e 8. Marci ernennet. Er starb am schlag zu Mechel«den 12 oct. an. 1666 im ossten jähr ftincs alters, und wurde in der-haupt-klrche im Haag begraben, allwo sein evirLpinum zu sehen ist.Er hat geschrieben i liberrsrem Vcneram, conci-L suüoreir, Icruri,,,, ^6c juee mLjcllLiir; 6e jure prTce6enriX intcc l-kenilll Vcaecsm rcinj,»öc Oucem 8Lt>»u6iL; rnrriz libcri vin 6 ic ,38 s6v. vetruni kspr. Nuc-gum.; 6s piMullUr juNins- <8e juris, 6e 66s IiLrecicis öc rebellitzuS ler.Vsn6s ; commönrarium in Lrlluüium 6o tz. Lstin. bib!,Ko!g>

Lpillols:.

(Nratarolus / ( Wilhelinus) ein gelehrter bV6lcus, dessenvater ebenfalls dieser prok-liion gewesen, war zu Bergamo in Ita-lien gebohren, und verließ sein Vaterland, damit er in Teulschlanddie Protestircnde rcligion annehmen tonte. Nachdem er sich einigezeit zu Basel aufgehalten, wurde er nach Marpnrg zumnic6>c,nL beruffen , woselbst er aber nur ein jähr blieb , weil ihmentweder dieHcßjsche lufft nicht wohl bekomm wolte/vder weil ihmsolchen Basel lieber war; allwo er auch in ansehung seiner wissen,schafft- und Verdiensten in das MieZu»» der ärtzten ausgenommenwurde; die zeit seines tods, welche sonst von den gelehrten so garungleich gesetzet wird, erhallet klar aus seiner zu Basel in demMunster befindlichen grabschrifft, welche ihm von seiner ehefrauettBarbara Nicolai, auch aus Bergamo gebürtig, Wetzt worden ,vermög welcher er den i6 apr. an. i;68 verstorben , wie es aus sovielen/welche diese sterb-zeit andeuten walten, allein Tbuanus undBucholzerus recht getroffen haben; er hatte sein leben auf;2 jähegebracht. Aus seiner stauen grab-mahl, die ihmc das jähr hernachtm tode gefolget, lassen sich ; fachen schliessen, so der Historie diesesgelehrten Manns ein mehreres licht geben können: 1) daß er sei«Vaterland schon an. i8 49 verlassen, weil von seinem eheweib, soan. 1569 verstorben, gemeldet wird, sie hatte selbiges ro jähr langbis an ihren tod um der reinen lehr des Evangelii willen gemistet;2) daß sie beyde keine kinder nach sich gelassen, weilen deren nichtnur in keiner der beyden grab-schrilstm gedacht wird, sondern auch

Vbbbr -ex