Band 
Zweyter Theil
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der Barbara Molai das grab - mahl von ihrer bris«. ElisabethGratarola, ist aufgerichtet worden, als welche der verstorbenenden »amen ihrer -mic-r beyleget; z) endlich, daß Gratarolus beyfeiner des Evangelii halben genommenen flucht auch einige feinerverwandten nach sich gezogen. Man hat von ihm viel gelehrtelchristten, als » 6e rnemoris repLi-LNils, augen6s, conscrVLNclz > ac 6eremini/ccmiz ; 6s yr«6iistilrne worum nxkursrumgue kominum ksciii»x inspeÄione ^zrti'uw corporis; 6e litterLroruw üc eorum, <^ui ML-Iistrsribus tunßunrur, conlcrv-ln6s pr^lervLn-l^que vLieku6ins; 6evini nLrurä, srribcic» 6c uiu, 6c«zue oinni re poksbili; 6e rcgimineikcr Aßcnrium. vel e^uttum, vei pc^iruru, vei n-»vi > vei curru ieurlieclz libri 6»o; progn»üicL nscurslis 6e rempocum miik-itione s-cc-peru«; «je rbermiz Kk«cicin nmss in vomyonsrium 6s bicLnrLtioni-!»ui; 6s viribu» , ulu 6c niixkione squ.v s-6enu'r; 6e nocis snrickkisti.

bb. 4z Ln. -v»» 6ex l.<-r6e» 6e stripr. ,ne6. k>s^«r» kliSLtrum.

kow. i p. ?44. L«>/s. L»/ *

Gratien oder 6Xkä1?IL > nach der Griechischen bcnennung

cbsrirer. wurden vor des Jupiters und der Lvnnc»n-e, oder, wie

andere wollen, vor jovis und Vcncris töchter ausgegeben, deren ander zahl; waren, nemlich ^Zisiz.ruybcossne und ib-si-, worunterder erste name fo viel hcisi, als: ansehen/ der andere feölichkeit/und der dritte schönheil und artigkeit. Alles dieses hatte feineabsteht auf die fruchrbarkeit der erde, und aufdie vielen fruchte,so selbige hervor bringet. Denn durch wurde die anmu-

Ihige blühung der bäume angezeiget; durch die fchönheit

der fommer-zcil und durch bu^bi-otyn-n die freude, welche derland-mann empfindet, wenn er eine reiche erndte hat. Einige zie-hen die bedeurung dieser fabcl auf die empfangene und erwiesenewohlthaten. Solcher gestalt soll durch -ssgl^Lm die erwiesene wohl-that angedeutet worden; durch Lupkroiync,, die pcrfon, fo sie em-pfanget und durch Hil-m diejenige, fo sie erweiset. Danncn-hero wurden sie allezeit nackend und lächlcnd vorgestellet, weil sieihren freunden ohn alle Heuchelei) und gemüths - Verstellung guteserweisen sollen. in rbcogon. V.907. ^c-rcc 4 >>b I 6c bcne.

Lciis. 6c 6corum ocig. Iib.Iib. ll m^iliol.

Ls«s,.

Gratianus/ Kayscrs Valentiniani vater, von Cibala, einerstadt in Pannonicn gebürtig, und von geringer ankunfft, wurdevon seiner ersten lügend an geneunet bun.„-ii,-. ober mit demstrick/ weil in seiner sagend, als er einen strick zu vcrkauffen herumtrug, z foldaten, die ihm solchen nehmen wollen, seiner nicht ton-ten meister werden. Hierdurch machte er sich bekannt, und stiegdergestalt im krieg, daß er Oberster wurde, und nachmals die w-Ipeäion über die milch in Africa unter dem damals gewöhnlichentitul?<-LtceH pl-kocio -ct>icL erhielt. Als man ihm aber schuldgab, als wenn er nicht gebührend hauß gehalten, gieriger da fort,und bekam ein gleiches -omm-n6o über die armee in Britannien.Nachdem er daselbst feinen abschied erhalten, kehrte er wieder nachhauß, und lebte daselbst in der stille, muste auch erfahren, daß ihmseine güter von Constante contmirt wurden, weil man ibn beschul-digte , daß er Magncntium aufgenommen, da er durch seine gütergercifet. Obwohl dieses nicht verhindern tonte, daß er nicht alle-zeit von denen armeen sehr währt gehalten wurde, so gar, baß auchsein angedencken eine nicht der geringsten Ursachen soll gewesenseyn, daß sein sodn Valcntinianus nachIovjani tod von den kriegs-reuten zum Kayftr gemacht worden, >n L^ir. »

Gratianus / Valentiniani I söhn, den er mit seiner erstengemahlin Scvera zeugte, wurde von seinem vater bey der stadtAmicns an. ;6ü den 4 aug. im 7dcn sahr seines alters zumerklärt, und succcdirte ihm an. 17;. Sein jüngerer brüder Valen-linianus aber, aus des Vaters anderer ehe mir Justina erzeuget,wurde nach den: tod ihres Vaters Valentiniani von dem in Pamio-nien und Jllyrien stehenden kriegs - Heer ebenfalls zum >cu^-,stoernennet, welches zwar Gratianus gern gelten ließ, unterdessenaber wegen des brudcrs jugend das gantze Occidcnlaliiche reichimmerfort allein regierte; da indessen ihrer beyder Oncle KavserValens den Orient beherrschte. Sonstcn wird Gratianus wegenseiner grossen tapfferkeit, klugbeit, bercdtsamkcit, bcscheidenheit,L'uschhelt und ciffer wider die Priscillianisten, Arnauer, auch an-dere ketzcr, ftbr gelobt. Nach Valcntis tod setzte er die Tifthöffewieder ein, so Valens , ein Arriauischcr Herr, verjagt halte. DenPoeten Ausonium, gegen welchen er eine sonderbare gnade trug ,beförderte er zum Bürgermeister - amt. Er besorgte auch dieReichs - geschäffre sehr wohl, brachte an. z?6 die <^6«; undLxrmLri; zum frieden, schickte Valcnti hülffe Wider die Gotben,welchen auch mit sonderbarem Nachdruck sein kriegs Ol nster Fri-geridnS einen streich verletzte; letztlich wolle er dem Valeuti beyzunehmender,nacht der Gothen in eigner person mit einer starckenarmer zu hülff ziehen, wodurch vielleicht dessen niederlag und todhätte verhütet werden können; allein der einsall, den die .4 cmsnniI.ciri-ntcr (aus dem Lintzgöw in dem heutigen Schwabenland)über den zugefrorncn Rhein in das obere Gallien thaten, zwangihnc wider seinen willen sich dabin zu wenden, da er dann, nach-dem seine lenke anfangs durch die menge der feinden erschreckt,etwas zurück gewichen , endlich in dem Elsaß bey Argentuaria ei-nen grossen sieg wider selbige erlangt, daß gegen zoooo auf demplatz geblieben, weßwegen ihme auch der titul ^l-mLnmci beyge-legt wurde. Weil aber unterdessen Valens von den Gothen er-schlagen worden, und es in Thracicn, Griechculand und dem gan-tzcn Orient sehr verwirrt aussehe, auch Gratianus, der kaum dasaoste jähr seines alters erreicht, solcher grosse» last unmöglich ge-wachsen seyn konrc, nähme er an. ?79 Tbeodosum zum Luii^i«n, und überließ ihme, die Morgenländische Prvvintzien in ruhe

M

zu bringen , da er immittelst selbsten in Occident gute aMmachte, davon annoch die meisten vorhanden, auch, so bald einigefeinde sich in den dortigen Provinhen regten, solche tapffer zurückschlüge; wie dieser Herr in der Christlichen reljgivn sehr eiffmagewesen, so wäre er auch der erste, welcher den titul und Habit ei-nes i-onriLcir m-ximi , welchen die vor ihme regierende Christliche Kaysere allezeit aus einer staats- m-xime behalten hatten, nichtohne grosses murren der noch übrigen Heyden ablegte. Weil eraber dem jagen und anderen lustbarmtcn gar zu sehr ergeben war,und die ausländischen foldaten seinen eigenen Unterthanen vorzog,wurde er den 2? aug. an. z8; zu Lyon , als Marimus erstlich mBritannien den Kaystrlichen titul angenommen, und bald her,nach sich durch aantz Gallien einen grossen anhang gemacht, auchdem Gratiano seine meisten kriegs-leute abgezogen, diesem tyran-nen zu gefallen von Andragathio meuchel-morderischer weift hin.gerichtet. 21. 4 r. L zs. >. j»

c. rä <üc r/. Oxsss«« I. 71 c. zr öc Z4> I. ; c. X. LsLOMe»«

I. 7 c. >r. *

Gratianus / ein Tyrann, war nichts als ein schlechter soldat,welchen aber die Engelländische foldaten an. 407 wider Honomnrrzum Kayser erwählten; nachdeme sie eines gewissen M-wci, Venesie schon vorhero aufgeworffen, überdrüssig wurden. Wem, nach-deme 4 monat verlosten waren, machten sie es ihme nicht besserals seinem vorfahren, setzten ihn nicht nur ab, sondern nahmenihm auch das leben, und brachten an seine stelle einen, namensConstailtinum. I. 6 c. r. *

Gratianus / gebürtig von Clusi, in dem Groß-HertzogthunrFlorcntz, war ein Denedictincr m dem kloster zu 8. Felle und 8.Nabor zu Bologne. Es wird vorgegeben, er sey Petri Lombardsund Petri Cmuciton, leiblicher bruder gewesen, und dessen mnlerhabe selbige, jedoch von einem ungewissen vater, zugleich geboh-ren. Es scheinet aber ohne gründ zu seyn, und vielmehr daher znrühren, weil er mit beyden freundschafft gepflogen. Er schrieb zuBononien ein buch, welches von ihme 6scr-mm 6^6».,, gcncnmtwird, oder wie es anfänglich hieß , concorcii-6ilcor6-nkium csno.num. weil er sich bcmühete, die crnonc! zu conciiiren, die einanderentgegen zu seyn schienen, worzu er sich der sthrifftcn der heiligenväter, der 6«crcren, der conciiiorum, Päbstlicher briefen, lind weit»sicher gesetzeu dediencte, auch vieles anß Leone und BurcharLo,ssschon vorhero dergleichen angefangen, genommen. Das gantzewerck bestehet aus ; theilen, worunter das erste in <Mmüwner, dasandere i» cauixz und guLllions;, das deilte aber 6c conlecrgllonswieder in 6 stiEic>ncz eingetheilet ist. So bald selbiges buch an.1151 fertig war, wurde es von Pabst Eugenio III fo fort -pprobs»ret, und auf der academie zu Bononien öffentlich darüber gelesen.Man hält davor, er habe gantzcr 24 jähr daran gearbeitet, nemlichvon an. 1127 biß 11cl, es sind aber doch sehr viel fehler darinnengeblieben , weil er sich mancherley schrifften bedienet bat, und s»wohl von einer rechten crilic, als anderen zu solchem werck nöthi-gen wissenschafften eine sehr schlechte erkantnus befasse. Pabst PlusI V lind V brauchten viel gelehrte lcute, dieses werck zu comgiren,worunter steh auch Grcgörius XIII befand, da er noch i'rctcilorder rechten >var; als er aber Pabst wurde, ließ er es rsviswen unddrucken. 6e scr>^>r. cccies. p. X74. 6s emenli.

LrariLni, cum nc>ti5L»!uri>. 6c iccipr. ccci.

jurir c.non. vo-» bist. jur. eccl. n. zik, z>§< bist. lllisr- ^

Gratianus / (Antonius Maria) war aus einem vornehme»Florenlinischcn geschlechtc an. 1545 zu Borgs 8. L-puicm indemFlorentinischen gebohrcn. Der Cardinal Commendon, welcherseinem häuft wohl zugethan war, rieth seinem bruder Aloysto, daßer ihn in den stu6m solle unterrichten lassen. Als er nun r, sahe allwar, wurde er in eine schule eines kleinen städtleins in Friau ge-schickt, wormncn er die Lateinische spräche in kurtzer zeit wohl er-lernte. Der Cardinal Commendon nahm ihn hierauf zu sich ss karhauß, liebte ihn als seinen söhn, und weil er sahe,daß er zu grossemdingen geschickt war, nahm er selbst die mühe, ibm den Aristole-

lem 6c riicrocica , 6c rsfiublica öc 6e mo-ibu zu erkläre». Er würd»hicraufdrs Caedinals Scercr-rius, welcher sich seiner in allen Ge-sandtfchaffren wohl bediente. Als ihn auch t er Cardinal bey semerabreise in Polen zurück ließ, machte er sich durch seine kluge c»»-6mrc bey Heiirilo Valesto dergestalt beliebt, daß er ihn iftrnc IN seuneu dienste» hätte; allein weil er von dem Cardinal nicht aMUUwolle , schlug er ihm solches ab. Dcr Cardinal, als er nachmalsdes Gratiani dicnste zu vergelten suchte, wolke ihm 4000 thlr. zahl««lassen, welche aber Gratianus gantz großmüthig ausschlug- vor-gebend , er wäre jenem weit ein mehrees schuldig; welches denn vmCardinal bewog, daß er ihm die reiche Abtey von Saroftraw as-tral , welche er auch, wiewol ohngcrne , annahm. Nach des Kar-dinals todc wurde er bey Pabst Sirto V 8cc,eksnus> und bekam o>e-Xpc6ic,on im Lateinischen. Nachmals erhielt er gleiche lu>sst>onvcydem Cardinal Montalto , welchem er in dreyen ^ncl-vw-ir pemnct war, wie denn auch Clemens VIII bekannte, daß er diesemGratiano die Päbstsiche croue am meisten zu bancken, weMiocer ihn auch zum Bifthoff zu Ammen machte, und nachmais akaunrium an die Christlichen Potentaten schickte, um solche 'kriege wider den Türcken zu bewegen. Hernach sendete er ihn an -nach Venedig , allwo er in einer besondern schriffk das reche vPadsts auf das Adriatische mcer behaupten wolle, auch an-verhinderte, daß die gedachte Republic sich nicht nach MHWHcrtzvgs von Fccrara, tode vor den Cäsarem von Ejss emar ,sondern vielmehr dem Pabst hierum bcystunde. Clemens wolte "^zwar zum Cardinal machen, wurde aber von dem Caromai chvrandilw allezeit daran verhindert, welcher nicht zugeben w ^

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