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einige andere Wider die Abendländischen Bischöffe, welche sich vonder Römischen kirche abgesondert. Nach Pelagü absterben,wurdeer von der Geistlichkeit, dem Rath und voick zu Rom an dessen stellzum Pabst erwählet. Er suchte aber solches auf alle weise zu ver-hindern,schrieb dcshalben an den Kayser,und bat selbigen,daß er diewähl nicht bestättigen möchte,suchte auch sich in einen wald zu ver-bergen,worinncn er sich solange aufzuhalten gedachte,bis ein neuerPadst würde erwählet seyn; Er wurde doch hervor gezogen, undden z scpt. an. 590 zum Padst mcimiret. Als in demsildigen iahreine grausame Pest zu Rom regierte, stellete er die sieben-sache lita-ncy an, hielt auch eine grosse p-oceMon nach 8. Petri k.rche, wobeyer selbst das Marien-bild trüge , welches 8. Lucas soll verfertigethaben. Einige geben vor, daß, als er nicht ferne von dein moic «->,>Ani gewesen, sich ein Engel habe sehen lassen,welcher ein schwerstin die scheide gesteckt ,woraufdie pest nach und nach abgenommen,und weil an eben demselbigen orte ein schloß erbauet worden, mansolches dabcro die Engel-burg gcnennet habe. Er beiuuhelc sichdarauf,das zerfallene kirchen-wcsen durch verschiedene «vnollor undhin und wieder geschickte briefe in bessern stand zu setzen, auch dieMönche zu einer bessern lebens-art zu gewöhnen; Nicht wenigerbemühcte er sich,das ,0 zwischen den Bischöffe» von May-
laiid,»nd von Istrien,wie auch dem Staat von Venedig wegen derso genannten dreyen cMruiorum.sp die Römische kirche vertheydig-tc, entstanden war, beyzulegen, setzte die unruhigen Bischöffe, undunter selbigen Demetrium, Bischoffvon Neavoii, nebst andern ab,und suchte'die kctzer zu besiegen. Insonderheit bemühele er sich,wieer des Patriarchen Johannis von Constantinovcl Hochnnithdämvffen möchte, als welcher sich den titul eines allgemeinen B>-schoffs anmaßte, worüber erden» sehr übel zu svreche» war, undsolchen titul nicht nur stoltz, svnden auch ketzerisch , gottslästerlieh,antichristisch und teuflisch hiesse; in welchen, stuck man dann ge-stehen muß, daß sich die sachen und gedancken seither zu Rom sehrgeändert haben. Er schrieb auch dcshalben an Kavser Mauriliumund an die Orientalischen Patriarchen, bat selbige, diesen Johan-nem aufbessere gedancken zubringen , und hielt an. ?9; zu Rom einen isnall,,,», worinncn er Johannen,, nicrb-ierum von Cbalce-don, der wegen der Marcionilischen ketzerep von dem PatriarchenJohanne war concicmnirt worden, »tzlolvirle. Eines seiner wich-tigsten dingen ist, daß er sich die Engelländer zu bekehren vornahm,wesbalben eran. zyü einige Mönche aus seinem kloster, unter ih-res Abts Augustini ansührung, dahin schickte. Sie fanden beyBertha Königs Elhclredi, so damals i» Eugelland war, gcmablin,und Königs Ehariberti von Franckreich tochler, gut gebor, welcheihren gemabl nicht allein beredete, diese von dem Padst geschickteMönche anzuhören, sondern es auch dabin brachte, daß ihnen derKönig vergönneie, das Evangelium in seinem Reich zu predigen.Ja er bekehrte sich zuletzt selbst zu dem Christlichen glauben, undfolgten ihm die meisten Engelländer nach. Als nun der ansangglücklich gemacht war, ließ er nicht nach, das werck weiter fortzu-setzen,und schickte an. 601 I„st„m,Pauli»»m,Laurentiiim und an-dere dem Augustino zu hülste, daß sie den Christlichen glauben nochweiter durch Eugelland ausbreiten soltc». Nicht weniger suchteer auch die Tbcodelindam, Königin der Lombarder, welche von derRömischen kirche abgewichen war, wieder zu deren gcmcinschaffl zubringen,und arbeitete an bekehrung der Juden und einiger Barba-rischen völcker in Sardinen. An. 60; gratulirte er dem KayserPhocä, welcher sich aufcine grausame arc deu weg zu dem Kavserli-chen throne qebahnct, und zwar nicht ohne verschiedene harte a»s-druckungen wider den unglücklichen Maurilium, so von dem unge-treuen Pboca der cron samt dem leben wäre beraubet worden ;hauptsächlich darum, weil derselbe sich vor ihn wider den Patriar-chen ron Constantinovel erkläret. Das lob , welches er der lastcr-hafften und blutdürstigen Brunehild gegeben hat, da er so gar dieFranckcn glückselig preiset, daß sie eine solche Königin besässen, istauch nicht viel besser zu achten; und erscheinet aus allem klar ge-nug , wie der cigennutz aar zu grossen theil bey diesen lobsprüchenmüsse gehabt haben. Es wird von ihm gesagt, er habe die herr-lichsten alte monumcmL zerbrechen, aucb verschiedene Heydnischebücher,und darunter insonderheit Livii schriffteu verbrennen lassen,damit die lenke eher auf heilige tmge und schriffteu acht habenmöchten; wiewohl daran noch sehr zu zweiffech, indemc solchesbißher lediglich auf das zeugniß des Johanms ^arisberiensis au-kommtmnd auf das, so man überhaupt weiß, daß Gregorius in derHcydcn büchercn,wic gelehrt auch die gewesen, nie viel studirt, undsolche nachdcmc immer gehastet, auch deren lesung an andern ge-scholten habe. Er hat insbesondere das psalmcn-singcn , die colle-clen und die lieber in gute ordnung gebracht; wie er denn auch einbesonders der cgmo,u»i zu Rom angestellet, und ist, laut
dem zeugniß des Johannis Oisc--,» noch in, 9 llvcui« zu Rom seinbette gezeiget worden, auf welchem er in seiner kranckbcit melvdicncu!sgeso»!>en,und die cinrore; unterrichtet, ingleichem die rulhe,wo-mit er die jungen lebrlinge gezückstiget. Es ist von einigen vorgege-ben worden, er habe des Kaysers Traiam seele durch sein gebet ausdem fegfcuer erlöset,welches aber heul zu tage auch von den gelehr-testen unter den Catbolischen vcrworffen wird. Sein TwcM»,'ir-rn,,,, ist bekannt,und hat auch das Gregorianische gelang von ihineseine benennung. Er starb an. 604. Er bat viel geschrieben,als cx-
p>oiiri»ne» in!il> I ; in sink; inplitlmns pcLnirei>l,Llcs; in csn-
kics cLNlicorum; tioiniürs in Kreckucleni; iitzriinr psllnrzlcm ; cliillo-jßor lle viril öv >mr->culiz pscruni Ikälicnruin; Lnripllonärium ; tzLneN,-
Ltionsic; <Scc. welche öffters, und noch zuletzt an. 170; zn Paris vonden p- ?. LenellicUni- m fnl ec!,rt worden sind. stNoer« c. r.7,«ic vir iNullr. c. 2. c. 41.
in viu Qccxvrii. vir i?vnr. L-Trcc»»» -pulnzii» pro
gre
tzilloria 1'rL),ni. <Zs kill. t.sr. Moire siu ponrif
8. Qregoire. -i« bibl. -icz Lurk. eccl. rom. UiU.Iiii-,
§. kill. lle 5 . Lregoire. *
Gregorius II , war von geburt ein Römer, Marcelli lobn.Anfangs war er des Pabsts Sergii Sukgizconuz. hagx a»ck, wgleich die aufsicht über die Päbstliche bibliothec, und wurde nach-mals zum visconsr befördert. Er reisele mit dem Pabst Conflan-üno nach Constantinopel, allwo er sich den c-snonibm des kvn°-,r
- st-xr- hefflia widersetzte. Nach dessen tod wurde er den rnapr. an. 715 Padst. Nachdem er ordinirt war, bemühete er sieb.die Lombarder aus denjenigen landen zu vertreiben, welche sie bisanhero dem Pabstlichen stuhl abgenommen hatten. Er hielt ver-schiedene c»oc,iiL, insonderheit eines an. 721 wider die verholte',nen eben. Zu seiner zeit berieff der Kayser Leo einen ssnosum.um die streit,gke,ten von Verehrungen der bilder, der JungfrauMaria, der Heiligen furbitte und anbatung der heiligen reljauienzu entscheiden, da denn nach langem disputiren beschlossen wurdedaß die Verehrung der bilder und reliquien abgötterey, und diebitte der Heiligen ein lauteres gedicht wäre. Darauf ließ Leo alledilver und iratuen mitten in Constantmopel verbrennen, die qe-mahlde aber mit weisser färb überstreichen, und befahl Greqvrio IIdergleichen zu thun ; dieser aber berieff an. 726 einen andern ssm>-c>um. auf welchem die Verehrung der bilder gebilliget, des Kaysersllecrec verdammt, und Leo selbst in den bann gethan wurde. Deß»gleichen verbot auch Gregorius den Jtaliänern, dem Kayser tributzu geben, bemühete sich, alle westliche gegenden von dem gehorsam,den fle Leon, schuldig waren, abwendig zu machen, und ließ sichmit Carolo Martello in Franckreich in ein bündniß wider ihn ein.Dieser streit zwischen dem Pabst und dem Kayser verursachte vielbeivegungen zu Rom und Ravenna , allwo der so genannte Crar-chus, welcher des Kaysers recht zu behaupten suchte, umgebrachtwurde. Endlich starb Gregorius den 17 jan. an. 7; i, nachdemer is jähr, 8 monal und 20 tage gesessen. Man hat von ihme
LpUkolLS 1H und liturgiLrn. vir. ?onc cle vir.
iUutir. crp. 74. H/Trconi-r.
Iiilk likrer. tzitb pzp.
Gregorius III, ein Syrer von geburt, Johannis söhn.Er war anfänglich der Römischen kirche, und wurde
; tage nach Gregor» II tod den 22 sehr. an. ?;i zum Pabst er-wählt. Er nahm sich der bilder - fache bald anfangs gar eifrig an,und schickte dahero an den Kayser Leonem Gesandten, welche ihmwegen seiner bilder - stürmerey zureden sollen, allein selbige wur-den von dem Kayser übel abgewiesen. Dieserhalben that er denKayser in den bann, und weil sein Gesandter, Gregoriuseinen brief, welchen er dem Kayser übergeben solle, nicht übcr-lieffert, hielt er an. 7;i einen ssn-Mm wider ihn, und häkle esnicht viel gefühlt, er wäre abgesetzt worden. Jedoch wurde erzum andern mal mit einem neuen brief nach Constantinopel ge-lchiekt; allein er wurde auf des Kaysers befthl in Sicilie» ergrif-fen , und, nachdeme man ihm die brieffe abgenommen, ins clcndgcjchickt. Als dieses zu Rom kund wurde, hielt der Pabst an.einen neuen ff noctum, auf welchem 9; Bischöffe versammlet wa-ren , und die bilder - stürmer in den bann thaten. Es wurde auchvon demselbigen Constantinus als llckntör nach Constantinopel ge-schickt , welcher ein ermahnungs - schreiben an den Kayser bringensolle, und im folgenden jähr Petrus als lleLnkor, sie hatten abermit dem prc 5 k>rer Gregono gleiches glück. Als an. 7i9 Rom vondem Longobardcr König Luitprando bclägert wurde, rieff deePabst Carolnm Martcllum aus Franckreich zu hülffe, und damiter selbigen desto eher bewegen möchte, soll er durch seine Gesand-ten zugleich mit dem brief auch die schlüffel 8. Petri geschickt ha-ben. Er war vor die armen gar sorgfältig, erneuerte verschiedenekirche», und starb endlich den 28 nov. an. 741. Man schreibt ihm
zU i lcprein epilloirs; exccrpr» ex prrrum lliüis öc cZnonuni semen-
tiis; üec c!c vic. kam. lls vir. jllullr. c. 76.
I, ir x 1,0,
tzivl. ?vnr. < 7 « 2 -e k>ill. lirrcr. p.Z4r. lull. ksx»k.
Gregorius IV, ein Römer, war Johannis söhn, und an-fänglich t-r^tzvr-r des tituls 8. Marci. Er ivurde nach Valentin» 1tod den 24 sept. an. 827 zum Pabst erwählt; allein, weil er kemelust darzu hatte, verbarg er sich ; doch ivurde er entdeckt, >md den26 jan. an. 8r8 zum Padst ordinirt. Er gieng an. 8;c> in Franck-reich, und suchte die streitigkeiten, so zwischen Kayser Ludwig demfrommen und stincn kindern waren, zu heben, welches ihm abernicht so wohl von statten gieng, als er gemevnet. Er bat verschie-dcnc kirchen gestisstet, auch das fest aller Heiligen, sv bis dahinnur zu Rom gefcyert worden, durch die gantze Christliche kircheeingeführt. Er starb den 2; jan. an. 844, und wurde zu 8. Peterbegraben. Man hat von ihm cpillviss >r», und « mo-
l^toiizcünii, acrezns
Irr!. milc. rom. r p. 14;. Niki. licc. p- Z67.
Gregorius V, ein Teutscher von geburt, sonst Bruno ge-nannt. 'Er war des Marggrafen Ottonis von Verona lohn/ Mwdes Kaysers Ottonis cnckel Er wurde den 16 jun. an. 99^ uu us,Pabsts Johannis XVII stelle von dem Kayser Ottone 111 MPabst eingesetzt,welchen er hingegen in dem folgenden Mir erom -Als aber der Kayser wieder zurück in Teutschland gegangen um,erregten die Römer, unter ansüdrnng ihres Bürgermeisters c.sccnlii , einen tumult, setzten Grcgorium , weil er von dein ^ayicinge,etzt worden, ab, und Johannen;, Bischoff von Pan dessen stelle. Dieses nöthigte Gregorium, seine MEderum zu dem Kayser Ottone in Teutschland i» nehme»/ >M ^