Band 
Zweyter Theil
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tk zuvor auf einem zu Pavia angestellten tynoUo Crefcentium inden bann gethan hatte. Als der Kaystr Otto mit einer starcken ar-mee nach Rom kam, nöthigte er nicht allein die Römer, sich ihmzu ergeben, sondern setzte auch Gregorium wieder ein. Er hieltbald darauf einen i>noUu>i> zu Rom - und suchte die verfallenekirchen-M'cipiin wieder in guten stand zu bringen, befahl demErtz-BifchoffAdrlberto von Prag , sich nach seinem Ertz-BifchöAlichen sitz zu begeben, drohete an. yy8, auf ansuchen Abb'oms, demgantzen Königreich Franckreich mit dem bann, wofern sie nichtArnulphUm, Ertz-Bifthoffvon Rheims, welcher unrechtmäßigerweiß abgefetzt worden, wieder annähmen. Er starb im febr. an.998. Man hat vön ihm: epiirolLz4; 6e ssj-ivUegiiL 2b-

bLrum monkis w-joris. Ue qüsruor

6reZ. cie regn«, lrsl. I. 7. tni-

Iccll. c. 4. Uili. litten, p. 4,5.

Gregorius VI, sonst Johannes Gratianus genannt. Erwar anfänglich, der kirche 8. Johannis ^rcin-presb^cer. Es wardamals das gefährliche lcNilmL in der Römischen kirche, daß dreyPäbste zugleich waren, deren einer zu 8. Peter, der andere zu 8.Maria m-xZiore. und der dritte Benedictus IX in der Lateranen-sischen kirche saß. Gratianus ließ sich das werck angelegen seyn,meng zu einem iedwedern ins besondere,und brachte sie dahin, daßsie der Päbstlichen würde absagten. Diese kluge sAion gefiel denRömern so wohl, daß sie ihn deßhalben an.1044 zum Pabst mach-ten. Er ließ sich gleich anfangs angelegen seyn, die von dem Päbst-lichen stuhl veräußerten guter wieder herbey zu bringen, und dietäuber, welche sich damals häuffig merckcn liessen, abzustraffen.Nichts destoweniger wurde er wegen der <!monie angeklagt, undzwar, weil er obige Päbste durch geschencke vermocht, die Päbst-liche würde abzulegen. Dieses bewog den Kayser Henricum II!,einen zng in Italien zu thun, deine Gregorius bis nach Sutri ent-gegen gieng, und eine kostbare erbn »u-nrie, welche der Kayserauch annahm. Allein er versammlete bald einige Bischdffe, bere-dete Gregorium dahin, daß er selbst abdanckte, und setzte an dessenstelle Suibgernm, Bischvffvon Bamberg, an. 1046 zum Pabst ein,welcher den »amen Dementis II annahm. Gregorius wurde hier-auf nach Teutschland geführt, allwo er noch in demftlbigen jährgestorben seyn soll; wiewohl andere von seinem tod allerhandivunderwercke anführen wollen. cllron. o„«

I. 6 c. ZL. Leo I. r c. 8c>. I. ; c. ult.

L<^o-rrtt, Ne reAN» itLÜ-r. ; ch-L.

Gregorius VII/ sonst Aildebränb genannt. Er war vonSiena / oderwle andere wollen / von Sowie/ einem kleinenstabilem in dem Floreminischcn gebürtig, «Lem vater hies Bo-ni.ru» / und war ein schlosser/ oder wie etliche schreiben/ ein zim-MerMann. Er diente anfänglich seinem valer in der werck-stadt;weil er aber einen herrlichen kopffhatte/ bekam er zu lchrmeistemThcophylactum/Laurentinmund Johannen! a» norra NLtinz.ukikcrdenen Theophylactus und Johannes Päbste / jener unter dem mi-men Beiiedikti IX / dieser aber unter dkm namen Grcgorii VIwurden / welcher letztere ihn auch znm mmmscon» machte. AlsKayser Heinrich IV zu dem Reich gelangte / jagte er an, 1047Benedictum aus Rom / Gregorium Vl aber schickte er samt sei«Mm djscixu!/ dem Hildebrand / in das -x>»umnach Lcutschland/welcher auch daselbst bald verstorben/ und Hilvcbrand znm er-ben semer guter hinterlassen hat. Er kam hierauf in Franckreich /aimg in das kloster Cinni/ und wurde zum daselbst erwählt.

Indem nun nachgehcnds abcrmal neuc Unordnung mir dem Pädst-lichenstuhl entstanden/ wurde Drmio/ ein Cardinal/ von demKayser als Pabst nach Rom geschickt/ unter denen gefolgt auchHildebrando erlaubet war / wieder dahin zu kehren / woselbst ihnBruno zu einem Hüter des altars Petri machte. In diesem seinemam bereicherte er sich sehr; dannenhero machte er sich mit einemneu - gctaufstcn Juden/ ingleichem Gerhards Vrayuto bekandt/lind ließ durch diese mit fernem geid viel lerne erkanffen / daß siegut von ihm reden möchten. Doch konte Hildebkand nach Leötiistob noch nicht zum Päbsilichcn stuhl gelangen/ dahero trachtete ernur anfalle weise ^--cbi-cHLcon.,5 c>rch,Mi.? zu werden; zu welchemend er (wo denen hemachmals wider ihn ausgestreuten beschuldi-gungen zu trauen) seine» »och lebenden vorfahren soll erstochen/und den Pabst mit allerhand list endlich zu cinränmung dieser stellevermocht haben. Nach heonis IX rod wurde er an. io ;4 an denKayserHenricum geschickt/ Um bet) demsclbigen diebcstellüng derPadjllichcn würde zu suchen. An, 10;; sendete ihn der Pabst Vi-ctor II in Franckreich /daß er als dessen Gesandter das c oncNwmruLyon wider dies>mo,N2cns. und das zu Tours wider Verengn»rium halten solle. An. 1058 schickte ihn Pabst Stephamis X andie Kayserin Agnes. Nachdem der Pabst Nicolans II verstorben/und die Cardinäle des Hildcbrands ehrgcitz wohl kannten/ ruff»ken sie den Kayser um hülste und schütz an / damit sie ihren einmalerwählten Pabst Benedictum X behalten möchten. Hierauf hieltes Hkldebrand öffentlich mir des Kaysers feinden / und machte mitdenselben nebst den Normativem / Anshclmum / unter dein na»nien Alerandri ll/ ziun Pabst/ welcher ihn auch zum Calltzler be-stellte. Doch konte auch dieser von ihm Nicht unangefochten blei-ben/ sondern er ließ denselben emsmals/ als er in einer messe zudemvvlck sagte/ daß er ohne des Kaysers dewiliigung nicht Pabst seyn wolle/ von dem altar beysciks in eine kammer führen / stchlugchlr/da er noch in dem Päbstlichen Habit war/ hart mit fausten/und schalt ihn / daß er bey dem Kayser gnad suchen wolle. Wie erdemaych verordnetc/daß man von selbigerzett an ihm nicht mehr/Wtäglich etwas gewiffcs/retchcn soltezdie übrigen elukmifflenahmtt vor sich. Als Alexander II an. 107; den 2; may verstorben war/

treff er sich ,n eben derselben stund / ohne beyfall des den und desvolcks/ zum Pabst ausrüsten; Ja man wolle gar sagen/ als habeer Alekandrum so wol/ als einige vorige Päbste mit giffthinge»richtet; Weil er aber die macht in Händen hatte / meisten ihn end-lich die Cardinale annehmen. Als er sich nun ein wenig fest ge-setzt / stellte er sich bey dem Kayser/ als habe man ihn wider seinenwillen zum Pabst gemacht/ und erklärte sich/ er wolle sich nichteher krönen lassen / als biß der Kayser in seine wähl gewilliget.Die Dtschvffe aus Teutschland riechen zwar dem Kayser/ diesewähl zu verwerffen/ allein weil Hildebrandsich gegen den Kayser»lichen Gesandten alles guts erklärte / ließ er es geschehen. Als ellnun auf solche arides Kaysers beyfall erhalten hatte/ drohete evan. 107; dem König Philipps aus Franckreich / weilman chmdecsimonie schuld gab/ mit dem banne, An. 1074 hielt er ein c ->ci-lium zu Röm/ verneuerle darauf die alten ciecrs^ wider dieniäcos. wolle die ehe an geistlichen Personen durchaus nicht gestat-ten/ welche sonst zu selbigerzett unter denen weltlichen prtestem inTeutschland und Franckreich noch sehr gemein war/ und that die-jenigen sowohl/ welche die Bischöfliche Investitur von weltlichenPotentaten erhielten/ als auch die / welche solche ertheilten/ inden bann. Dahero auch die Pädstliche Gesandten/ die in Teutsch-land geschickt waren/ und den Kayser zu Nürnberg antraffcn/ sichntchtehermit ihm einlassen wollen/ als biß ervon dcm bann -t>-viel wäre/ welchen er durch die simonie / deren er bereits untelldem vorigen Pabst beschuldiget worden/verwürckct hatte. DeiiKayser that/ was sie wollen/ suchte die swulurMn, und versprachdem Pabst schrifftlich/ ihm allezeit gehorsam zu seyn. Indessenvergönnete erden Gesandten nicht/ cmconcümmzn beruffen/ be-hielt auch diejenigen/ welche der Pabst namentlich in den bann ge-than halte/ bey sich. Um dieser und anderer Ursachen willen ließihn der Pabst an. i<H6citiren/ daßeraufdem nächsten <nuo.welches zu Rom würde gehalten werden / erscheinen/ und von sei-nem bisherigen verfahren rechenschafft geben / widrigen falls aberin den bann gethan werden solle. Der Kayser verachtete zwar diesödrohunq / Und hielt die Gesandten / so selbiges angebracht hatten/nicht eben aufs beste/ berief auch an. 1076 ein Lanci-mm nachWorms / aufweiche»! der Cardinal le MLnc den Pabst der greu-lichsten dinge beschuldigte/ wcshalbcn die versammlm- ein sehescharffcs urtheil wider Gregorium abfasseke / worinnen ferne Wahlvor ungültig erkläret / und ihm solches durch schrifftcn zu verstehengegeben wurde- Ob er nun gleich denjenigen/ welche diesen bricfüberbrachten / nichtsantwbrtele / so hielt er doch bald hernach ei-nen woranfcr obige Gesandten in den bann that/ auch

wider den Kayser eine harte senttntz puMicwie / darinnen er selbi-gen der Käyserltchcn würde und lande untüchtig erklärte/ die Un-terthanen aller ihrer gegen ihn tragenden püicht lossprach / dar-neben an alle Teutsche Fürsten schrieb / nnb ihnen vergönnete/ ei-nen neuen Kayser zu erwählen / auch zugleich verschiedene so wolTeutsche als Italiänische Prälaten in den bann that. Allein dieseletztem kehrten sich so wenig dran / daß sie sich vielmehr zu Pavia versammlcten/ und den Padst selbst in den dann thaten. Weil aberderselbe wohl zuvor sehen kunte/ wie er sich hierdurch viel feindeüber den hals ziehen würde/ unterließ er nichts/ ihm einen an»hang zu machen; daher er vornehmlich die Kayscrin Agnes/ wel-che dem Kayser stets in denohren lag/ und hiernächstdieHcrtzo»gjn Beatrix mit ihrer tochter/ der Gräfin Machildis/ als wel-che beyde in Italien gar mächtig waren / in sein ^.rermr zog. Eswar aber dieses nicht genug/ sondernder Pabst erregte auch dtpSachsen / daß sie nicht allein den Kayser wegen der simonie beydem Päbstllchcn stuhl verklagen musten / sondern auch wider ihiirebellittm. Er verband sich auch mit dem Hertzog Ruvolpho vollSchwcibM/ that alle diejenigen/ so es mit dem Kayser hielten/in den bann; verbot allen BischöffeN / ihn nicht zu skloivst-en/und verlangte von den Teutschen Fürsten/ entweder den Kahscr ziinöthigen / daß ersieh dem Päbstlichen stuhl unterwürffe/ odcr zitder wähl eines neuen Kaysers zu schreiten. Es hatte dieses so gros-sen Nachdruck/ daß / nachdem die Teutschen Fürsten und Ständeauseinem convenk zu Triburden Kayser abgesetzt hatten/ selbigeesich genöthigt fand / nach Rom zu reisen/ und daselbst von deutPabst/ welcher sich damals mit der Gräfin Machildis eben zuCaiiiisioin Apulim auffhtelte/ Lbtoiuuon zu suchen/ dte er abMkümmerlich/ und zwar Unter sehr harten bedingnngen erhielt/nach-dem er sich sattsam vor dem Pabst gcdemüthiget hatte- Seine an-hänget'/ welche er in den bann gethan hatte/ musten ebenfalls vielausstehen / und etliche tage fasten/ ehe sie die Pädstliche zkir.imionerhielten- Ob nun gleich der Kayser hierdurch ruhe zu finden Meyn-te/ so hatte» doch unterdessen einige Teutsche Fürsten all/ einemReichs-tag zu Forchheim aus des Pabsts anstifften Rudolphnm /Hertzog von Schwaben/ zum Kayser erwählet/ welchem der Pabst selbst eine cron zuschickte / mit der aufschrifft; a-uic ?er-o rkerrus cliLtZemL Lucioipko. Als dieser Kayser nicht aufkommen kon-te/ that Gregorius in einem den 8 mertz an. 1080 gehaltenen Loa-ciiio Henricum zum andern mal in den bann/ entsetzte ihn der Kay-ser-würde völlig/ und bestätigte Rudolphnm als einen rechtmäßi-gen Kaisser/ ließ auch an dem folgenden Oster-montag von deUcantzcl öffentlich verkündigen/ es würde der Kayser noch vor Peter»Paiili-tag gewiß sterben / öder dochwenigstens in solches elend ge-rathen/ daß er über 6 diener nicht wurde halten können/ mit decbetheuriing/ daß/ wofern es nicht geschahe / man ihn vor keinenrechten Padst hallen solle. Dieses brachte er nun in der gewissenHoffnung vor / es würde ihm unter so viel fall - stricken wenigstenseiner gelinge«. Als aber Hcnricussteinen gegen-Kayser Rudol-phum überwunden/ sagte er / er hatte alles von des Kaysers seele/und nickt von seinem leib verstanden. Diesen bann ließ der PadstII theil- Cree tzevr