Band 
Zweyter Theil
JPEG-Download
 

gre

fetzte, und nach ausgestandener grosser gefahr znr ste, den folgen-de,, r; scpt.zu Rom anlangte, und von den Römern mit ungemei-ner steude aufgenommen wurde. Er starb aber bald hernach den27 mertz an. i;?8 aus Verdruß, weil er sich von den Römern undFlorentinern gantz verachtet sahe. Er wurde in der kirche 8. Ma-riä nov« begraben, woselbst man stin grabmahl annoch sehen kan.

snnLl. min. in virs LceZorii XI.

jiiü. litte,. in vir. ^venion.

Gregorius XII / sonst Angelus Corraro genannt, war eingelehrter mann, und anfänglich Bischoffzu Venedig, Chalcis,und dem titul nach, Patriarch von Constaminopel. Bonifacius IXschickte ihn als oiumium in das Königreich Neapolis, und Inno-centius VII machte ihn an. 14°; zum Cardinal. Im folgendeniahre wurde er an dessen stelle im jähre seines alters von denCardinälen zu Rom zum Pabst erwehlt, jedoch mit dem bedinge,daß, so bald er die Päbstliche würde erhalten, er den gegen-Paost,Beiledictum XIII solle trachten zu bereden, daß sie beyde diePäbstl. würde niederlegten, damit dem gefährlichen lckiiwzti. sodamals war, da ein Pabst zu Aviqnvn, der andere zu RoM saß,möchte abgeholffen werden. Gregorius versprach es zwar, ließ aberkeinen ernst darinnen spüren, und sahen vielmehr alle vernünfftigegantz klar, wie sie sich heimlich mit einander verstunden,under demschein, als ob sie sich über die addanckung vergleichen wollen, al-lerhand hindernussen einzustreuen, damit indessen jeder an seinemort lebenslang Pabst bleiben möchte. <20 hatte auch Gregoriusversprochen, keine Cardinäle zu machen, weiches er aber gleich falsnicht hielt. Weil er nun über diß an den König in Neapolis Ladis-laum viel verscheuchte, um sich seiner hülsse zu versichern, so wurdea„. 1409 von den Cardinalcn ein Concil»,« zu Pjsa angestellet, aufselbigem alle beyde Päbste abgesetzet, und an deren stelle Alexan-der V erwählet. Gregorius wurde zwar auch zu diesem concilioberußen, schützte aber vor, daß es nicht den Cardinälen, sonderndem Pabste zukäme, Concils zu beruffen. Er gieng hierauf nachMnini, machte neue Cardinäle, und wolle beständig vor einenPabst gehalten seyn; wie er denn auch iuFriaul ein ander Conciliumanstellete, darinnen er die Manischen Cardinäle , nebst Alexandround Benedicto, in den bann that. Als er aber sahe, daß sein anse-hen immer mehr und mehr fiel, und er die Päbstliche würde nichtlänger behaupten konte, danckte er in der 14 i-ck>o» des Concil» zuCostnitz den 4 jun. an. 141; durch stiue Gesandten, Iohannem,Cardinal des tituls 8 . Sirti, und Carolum Malatestam, Herrnvon Rimini , ab. Darauf wurde er von dem Conciiio zum r>ec»»c>des Cardinals-collcA», und beständigen Gesandten der Anconita-nischen Marck gemacht, wodurch er dann, wenigst was die welt-liche Hcrrschaffl anlanget, fast allen seinen vorigen gemalt behielte,weil er eben diese länder als Pabst besessen hatte. Er starb zu Re-canati, vhnfern Loretto, den 4 jun. an. 14-7, rurtz vorhero, eheMartinus V zum Pabst war erwählet worden. Man hat verschie-dene episteln von ihm. -I tlcmus Union!;. in

Ottßo,. mir>. big. litte,. sziz,. in

lull. Urp. öcc. *

Gregorius XIII , sonst Hugo Buoncompagnus ge-nannt. Er war von Bvnonien gebürtig, sein vater hieß Christo-phorus, die mucter 'Agniola Mercscalchi, von welchen er den 7 jan.an. i;i2 gebohren. Er wurde bald anfänglich zum studiren ange-halten , und weil er sich am meisten auf das üuN»,m juri- legte,an. i;zo im i8den jähr seines alters 0oKo, zu Bononien. Imfolgenden jähr kam er in das coiicßium civil« daselbst, und an. 1; z;in das cLnonicum. An. i;Z4wurdeer würcklicher o,ot«No, ju,,8,auch an. i;;6 Richter über die kaufleute, nicht weniger im jul.und aug. zum andern mal vo-i«, s»kiÄno,um. Weil es ihm aberzu Bvnonien nicht nach wünsch ergehen wokte, gieng er im sept.«n. i;;8 nach Rom , und wurde daselbst .abbrevi-to, „„d «.ek-,-».^,,m. Zu Pabsts Pauli III zeiten reißte er auf das conciiiumnach Tridcnt, kam an. 1549 zurück nach Rom , und wurde v>c»,>uz

aucliroriz cLme,«:. Julius IIl Machte ihn ZUM 8ec,ccsrio, UNd NN«i;;; wurde er unter dem Cardinal Cicada v.ce- CegLc des Römi-schen ttrriror». Nach verlaust zweyer jähre wurde er zum vicc-Regenten der kammer ernennet, auch bald darauf von Paulo IV zum Bischoff Vck.? und zum Priester a,cii,»rt. An. i;6r wurde erzum andern mal auf das co»c»ww nach "rricien, geschickt, woselbster bis zu ende blieb. Als er wieder zurück nach Rom kam, wurdeer von Pio IV den 12 wart. an. i;ü; zum Cardinal des tituls8. Sixti ernennet , und in demselbigen jähr als ce-arus s lsrerein Spanien geschickt, mich ihm die liZ»--»,, der Päbstliche» b,s-vium anvertraut. Er blieb aber bis nach Pii IV tod in Spanien .Als nun Pins V zum Pabst erwählet ward, konte er anfänglichnicht wohl mit ihm überein kommen, weil er seine strenge nichtzu ertragen vermochte. Nachdem aber Pins V verstorben, würbeer an. i;?2 an dessen stelle erwählt, womit es gar geschwinde,jedoch unter mancherley i»c,igue». zugicng, und wurde er daraufam Pfingst - tag zum Pabst einqeweyhl. Er ließ sich gleich anfäng-lich angelegen seyn, wie er der Türcken macht, welche damals auchum die Italiänische kästen segelten, dämpffen mochte, schickte zudem ende an König Carolum IX in Franckrcich, um selbige» mitm die alliantz zu ziehen, bekam aber abschlägige antwort. Er sei-nes orts unterließ zwar nicht, eine ssotte wider die Türcken auszu-rüsten , weil aber die Venetianer mit den Türcken einen stillstandmachten, ließ er sich, die Protestanten zu verfolgen, angelegen seyn.Wie er denn zu dem ende dem König Carolo IX in Franckrcich4c>°o°o ducaten zuschickte, um den krieg wider die Hugonottendesto eifriger fortzusetzen. Als an. i;?2 die Parisische blut - Hoch-tal vorgegangen, freute sich der Pabst dergestalt darüber, daß er

gre

fremden - feur anzünden, und schau - Pfennige prägen ließ auf

ein wür^InÄ» dem »amen, auf dn andern aber

M Fehen, welcher m der lincken Hand ein creutz,degen balt, und damit auf etliche lcute-Ä uill / mit dieser ausschrigt , UgonorAru,» Er stifi-

' .um die Catholifche religion desto^ ^ schickte auch enuge gelehrte Geistliche in Ac-a». 1; 7; em jubliLum zu Rom , und suchte dieProtestanten durch ausgejchickte viunrios wieder zu der Catholi»»>^ tt,Eu'che zu brmgen. Jnglejchem demühete er sich äusserst, dieunuchen in den guederlanden zu stillen, und daselbst die Catholi-fche religion zu erhalten. Au. i;8c> ließ er das corpu? >»,>? canonickemcnlllven und drucken. Als an. i;8r ein neuer stern in dem llä«,sder csliwps, erichien, gab selbiges gelegenheit, daß der Pabst durchfeinen klecllcum, Lii.um, und andere berühmte ^LkliemL-

ttco8dascalender - wesen untersuchen ließ, welcher dann den altenIuliamschen m etwas verheuerte, aus dem october auf selbigeslahr,;82 zehcn tage nahm, und den ansang des frühlings nachdem Nicamfchen c»»cn,o richtete. Der Pabst ,ecowme,wivte zwardiesen neuen calender allen und jeden, es wurde auch selbiger vonden Cathoilichen wohl aufgenommen, aber nicht von den Prote-stanten. An. i;8; machte er 19 Cardinäle, und baute ein Jesui-ter - coließlum zu Rom . An. I;8d den 22 mart. kam eine solenneicMioa von Japan zu Rom an, welche sehr wchl empfangenwurde. Er starb aber bald daranfden 10 apr. an. 158^, m>d rich-teten ihm die Römer eine ehren - faule von marmor auf. Er hakemen natürlichen söhn Jacobmn Buvncompaqno hinterlassen,der General der kirche, Hertzog zu Sora und Margqraf zu Vi»gnuola worden. Siehe Buoncompagno. Me,. kill. «s-

venn. Leo Io>L,. 0 ,LAc>r. Cre^eeü^. ISe-rerr eloZ. Oregorii XIII.

j-eoLi tzitzl. konciL liilloris OreZorü XIII.

NerÄe^e,«- llill.

Gregorius XIV ,, sonst Nicolaus Sfondratus genannt,war von Mayland gebürtig, und hatte Franciscum Sfondratumzum vater, welcher daselbst Staats-Nath, und letztlich Cardinal war. Erwürbe den n sehr. an. 1;;^ gebohren, und war nochetwas nnzeitig, als er auf die weit kam, wurde aber mit grossersorgfalt erzogen. Als er ein wenig erwachsen, wurde er nach Pa-ris, und von dar nach Padua geschickt, um die juri; - x,ucl«nü zu er-lernen , an welchem letztem ort er auch in o»Än,sm p,o,»ovirte.Anfänglich wurde er Raths-Herr zu Mayland, erwählte aber hcr-nach den geistlichen stand, und hielt sich zu Carolo Bvrromäo.Pins I V machte ihn an. i;6o zum Bischoffvon Cremona , in wei-cher quäl,tat er dem conc.iio zu Tridcnt beywohnte ; GregoriusXIII aber den 12 dec. an. i;8; zum Cardinal. Nach Urbanr VIItod wurde er den ; dec. an. 1590 zum Pabst erwählt, ob gleich vielandere darnach strebten.Bald daraufhielt er ein jubüLuw,und ver-langte , daß jederman bitten solle, daß ihmc GOtt Weisheit undverstand geben mochte, die Päbstliche würde wohl zu verwalten.Er hat unter den Catholischen ein gutes lob, zumal deßhalbcn, dasser wider die Protestanten gar eifrig gewesen, auch grosse geld.summen den Ligisten in Franckrcich zugestellt. Er starb dem; oct.

an. i;9I. Lrc^eLv,. LowLr»,. Hdo»adr»«-. Qsco»,'«,.

Gregorius XV , sonst Alexander Ludovisius genannt,succedim Paulo V den 9 ftbr. an. 1621, da er 67 jahr'alt war.Er pubiicirte eine bulle, die Päbstliche wähl, so durch geheimestimmen geschiehet, betreffend, und cs»o»illrte an. 1622 IgnatiumLoiolam, Franciscum Xaverium, Aloysium Gonzaqam, Stanis-law» Coskam, Philipp»», Nerium und die Theresiam. Er trugzu dem krieg, welchen der Kayser Ferdinandus II wider die Pro-testanten zu führen ansicuge, und welcher hernach so lange zu grö-ftem verderben Tculschlands gewähret hat, gar viel bey. Maxi»milianus, Hertzvg von Bayern , schenckte ihm die im krieg cro-berte bibliothec zu Heidelberg , wcßhalbcn er Lconem Allatinm irrTeutschland schickte, selbige abzuholen, wiewohl er dessen rück-kunfft nicht erlebte, indem er den 18 jul. an. 162; verstarb.

in vics Lregorii XV. I'rLrM. LLovr«,. LLr«.

Gregorius / gebürtig von Rom, ein Cardinal , worzn ihnsPabst Calixtus II an. 1122 gemacht hatte. Er hielt es mit demfalschen Pabst Anaclcro II , und nachdem selbiger verstorben,wurde er von dessen anhang an. n;8 unter dem namen Victovzum Pabst erwählt. Weil er aber sahe, daß er von aller weit ver-lassen war, iudmicrirte er sich Innocentio, worzu 8. Bernhardusnicht wenig beytrug. sp. z-o.

Bcönig von Schottland :

Gregorius / der 7; König von Schottland, Dongalli söhn,wurde an dessen stadt auf den thron gesetzt, und nachdem er allediejenigen, so wider seine wähl gewesen, gewonnen, auch die altengesätze von der frcyheit der kirchen - bleuer wieder in schwang ge-bracht , gieng er wider die Picten zu selb, die von den Dänen inFift gelassen worden, weil selbige mit den Engellandern in kriegverwickelt waren, und trieb sie von bannen, gleichwie auch ausLothian und Merch, und nachdem er bey nächtlicher weile in Ber-wick gelassen worden, machte er die gantze Dänische garm,on nie-der , marschirte nachgehends in Northumberland , hielt eine glück-liche schlacht mit Hardicnut, und riß dieselhige landschafft gantz-,lich wieder aus ihren Händen. Darauf kehrte er seine Waffen widerdie Britannisr, welche einige von den Schottlandischen Herr-schafften unter sich hatten; machte aber, als sie ihm das land ein-räumten, und versprachen, ihm wider die Danen, wenn sie wie-der kommen würden, beMstehm, bald friede; sie liessen sich aber

Eccer