Band 
Zweyter Theil
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stm Lccsgör und jüngerer bruder, Henricus Grey von Wtest, kei-nesweges den titul eines Grafen von Kent / und eben also that des-sen söhn,Henricus. Allein dessen mit Margaretha, einer schwesterÖlivier SLinr Johns von Bletsv/ erzeugter ältester söhn? Reginal-dus, brachte durch sein gutes haußhalten die ehemalige güter seinerfamiliegrossen theils wiederum an sich? und rcgstlluurte daraufan.i; 71,mit eimvilligung der Königin Elisabeth,den Gräflichen titul,war auch bald hernach einer von den , welche in öem geeichtewider den Hertzog von Norfolk fassen. An. 1572 Lcceckrte ihmsein bruder, Henricus, welcher an. i;86, nebst andern k-ir-, dieSchottische Königin, Mariam, vernrtheilen Halssund von Maria,einer tochrer des Ritters Georgii Corton,und einer wittwe Eduar-di, Grafen von Derby,kein kind Hinterließ. Also st-c-c-tirte ihm an.161; sein jüngster bruder Carolus, welcher mit Susanna, einertochter des Ritters Richard Cottonmur einen söhn und eine tochrerzeugte. Diese letztere heyrathete den Ritter, Michael Longuevilleaus Buckshire. Der söhn, Henricus, ward an. 1618 sein luccendr,und vermählte sich mit Elisabeth, einer tochter Gilberti Talbots,Grafen von Shrewsbury . Er starb aber an.i6;y ohne leibes-erben. Hierauf-fiel die würde eines Grafen von Kent aufAnto-nium Grey,damaligen Pfarrer zu Burbache in Leicestershire , weildessen vater Georgius,ein söhn des oberwehnten Antonii Grey vonBcandspeth,.dritten sohns des an. 150; gestorbenen Georgii, Gra-fen von Kent, gewesen war. Den titul eines Lords Grey von Ru-thyn musst er au. 164--, vermöge eines ausspruchs von dem Parla-ment,an Carolum Longueville,einen söhn der vorheraedachten Su-sanna, von dem Ritter Michael Longueville, überlassen. Er zeugtemit Magdalena, einer tochter Wilhelms Purefoy von Caldecote1) Henricum; 2) Johanncm ; ;) Job; 4) Theophilum; 5) Na-thanael; 4) Gratiam; 7) Magdalenam; 8) Christianam; y) Pa-tientiam; 10) Priscillam. Der älteste söhn, Henricus, lucccckrteihm an. 164;, und hinterließ an. 1649 von Amabella, einer tochterdes Ritters Antonii Ben, eine tochter Elisabeth, vermählt an Ba-naster , nachmaligen Lord Maynard, und Antonium. Dieser bey-rathete Mariam, eine emsige tochrer Johannis, Lords Lucas, Ba-rons von Shenfield , welche von dem König Carolo II an. 1662,vor sich und vor ihre erden, zur Baroneßin Lucas von Crudwell inWiltshire gemacht ward. Von ihr war an. 1702, da er mit tobeabgieng.ein eintziger söhn, Henricus, am leben. Denselben machtedie Königin Anna in dem jähr 1704 zu ihrem obristen Cämmerer,zumLord-Lieutenant von Herefordshire , und zu ihrem geheimdenRath. Den 14dec.au. 1706 creirte sie ihn zum Marggrafen vonKent, zum Grafen von Harold, undzumv-c° Grafen Goodrich.Endlich erhub siechn an. 1710 , daerdieOber-Cammermeister-stelle r- 5 Zmrte, zum Hertzog von Kent. Von seiner gemahlin, Je-mima, der ältesten tochter Lbomä, Lords Crew von Stcne, sindihm gebohren worden 1) nn febr. an. 1696 Antonius, bey seinemleben Graf von Harold genannt; 2) jm apr. an. 1697 Henricus;z) Amabella; 4) Jemima; ;) Henrietta; 6 ) Anna; 7) Jo-hanna.

Was die Greys von Groby oder von Stamford anlangt, so istderselben stamm-vater Eduard , der andere söhn des an. 1440gestorbenen Reginaldi,Lords Grey von Ruthyn. Er vermählte sichmit Elisabeth, der eintzigen tochter Henrici, eines sohns Wilhelmi,Lords Ferrers von Groby. In ansthung dieser gemahlin empsiengerden titul eines Lords Ferrers von Groby, und ward in solcherQualität an. 1449 zu dem Parlament beruffen. Als er an. 14z?starb,hinterließ er 1) Johannem, von dem alsbald; 2) EduardumGrey, Lord Lisle; zssReginalbnm, welcher an. 1460 in deni tref-fen von Wakefield blieb; 4) Annam, verheyrathet an den RitterEduard Hungcrsford. Der älteste söhn,Johannes, ward an-1461in der schlacht von 5. Albans erschlagen, und hinterließ von Elisa-beth, der ältesten tochter Richard Widvilles, Grafen Rivcrs (wel-che nach seinem tode den König Eduardum IV zum gemahl be-kam) 2 söhne,wovon der jüngere,Richard,zum Lord Grey erhoben,an. 148z aber zu Pomfret, auf befehl Richardi III , enthauptetward. Der älteste,Thomas, ward an. 1472 von Eduards IV zumGrafen von Huntingdon , und an. 147; zum Marggrafen vonDorsetgemacht. An. 148;,nachdemfemhalb-bruder, verjüngeKönig Eduardus V, von Richards III heimlich aus dem wege ge-räumt worden, stellte dieser letztere ihm gleichfalls nach dem leben.Allein er entflöhe in Franckreich zu dem nachmaligen König vonEngelland Henrico VII, welcher ihn anfangs,nebst Johann Bour»chicr, wegen einiger gcid-schulden zu Paris als einen geissel hinter-ließ,bald aber zurück berief, und in alle vorige ehren-stellen einsetzte,auch zu seinem geheimden Rath machte. Wiewohl nun letzt-ge-dachter König nachgehends einigen argwohn auf ihn warf, so ließer doch denselben bald wieder fahren , und ernennete ihn zu einembon den Generalen,welche hernach den Lord Audley zu BlackheathÜberwunden. Mit seiner gemahlin,Cäcilia, einer reichen erbin undtochter Wilhelmi, Lords Bonviie, zeugte er 7 söhne und 8 tochter.Der älteste söhn,Thomas, a-cc-ll-rte ihm in der würde eines Marg-grafen von Dorstt, und ward an. 1512 mit 10000 mann, welcheseinem ober-commando untergeben waren, nach Spanien geschickt,um von bannen mit Ferdinandi c^Uollc, trouppen einen einfall inGuienne zu thun, Henricus VIII hielt sehr viel auf ihn, bis er an.-zzomit tod abgieng. Von seiner gemahlin , Margaretha, einertochter des Ritters Robert Wolton, und einer wittwe WilhelmMedleys, hinterließ er (1) Henricum, von dem unten; (2) Jo-hannem Grey von Pirgo, von welchem gleichfalls nuten; (;)Thomam, welcher den 7 apr. an. i;;4, weil er an Wyats conchj-rL-ion theil gehabt, enthauptet ward. (4) Leonhardum, welcherunter Henrico Fiz Roy, Hertzog von Richmond , statthalter vonMand war, und wider die rebeüen, o-v»--si und o.rt«n>i, grosse

dienste that, beben jedoch ungeachtet ihm Henricus VÜI , auf un-terschiedene von seinen feinden vorgebrachte beschuldigimgen, deckr; jun. an. i;4°, aufdem Towerhügel, den kopffabschlagcn ließ.Der älteste söhn, Henricus, erlangte die würde eines Hertzogs vonSuffolk, nebst vielen andern grossen Vortheilen, beschloß aber stickleben den 2; febr. an. 1; 54auf einem schavot, wie unter dem ar-ticul Suffolk mit mehrerm zusehen. Alle würden, welche ehe-mals seine familie besessen / gierigen zu gleicher zeit verlohren, undin solchem zustande blieb es bis an. 160;, da Konig Jacobus I deckRitter, Henricum Grey vonPirgo, einen söhn des oberwabutmJohannis Grey von Pirgo (von Maria, einer tochter AmoniiBrown, vice-Graftn Mountacute) zum Baron Grey von Grobymachte. Dieser Henricus zeugte mit Anna,einer tochter Wilhelmi,Lords Windfor, Johannem und Ambrosium. Jener lucccllirtLihm an, 1614, und hinterließ von Elisabeth, einer tochter Eduard!Nevil,Lords Abergavcnny,Henricum und Philippum. Den ersteckmachte Carslus I an. 1628 den 26 wart. zum Grafen von Stam-ford. Er heyrathete Annam, eine tochter Wilhelmi, Grast» vvckEreter, welche ihm 4 söhne und ; töchter gedahr. Die söhne wa-ren Thomas,von welchem unten,Anchitel, Johann und Leonhard-Von den töchtern ward Elisabeth an Gcorgium , Lord Delamer,und Diana an Robertum, Grafen von Ailesdury, vermählt. Derälteste söhn, Thomas, starb noch bey seines Vaters leben, hinterließaber von Dorothea,einer tochter Eduards Grafen von Bath, Tho-mam. Dieser lucccllstte an. 167; den 21 aug. seinem groß-valerin der würde eines Grafen von Stamford, und ward von dem Kö-nig Wilhelms III an. 1697 zum Cantzler des Hertzogthums Lan-caster, von der Königin Anna aber zum geheimen Rath gemacht.Er vermählte sich mit Maria,einer tochter Joseph Maynards vockGnnnalsbury, dessen vater Johannes unter dem König Wilhelme»III einer von den Commiffarien des grossen siegels gewesen war,von welcher er aber kein kind lebendig behielt. Von seinen 2schwestern wurde die älteste, Elisabeth, an Henricum Benson vvckCharstonMd die jüngste,Anna,an Jacobum Grove, einen Rechts«gelehrten, verheyrathet. Lrir-nniL. r't-e ^,/r. 0/

cks L^-eytilst. ck 4 uglecisre. 72 - 7 ^»'- Uclp ro LnZiisb Iiistor^;

7 , p-147, rzA.

Grey/ (Henricus) Marggraf von Dorstt und Hertzog vonSuffoik. Sein vater war Thomas Grey, und sein groß-vater glei-ches namens,hatte von seinem stiestvater,dem König Eduards IV ,(der Thomä mutier geheyrathet hatte) den titul eines Marggra-fen von Dorstt erlanget, siehe den art. Grey. Henricus vermähl-st sich init Francista, einer tochter Caroli Brandöns, Hertzogs vockSuffolk,und Mariä,verwittweter Königin von Franckreich, welcheletztere eme schwester Königs Henrici VlII. war. In ansthungdieser heyrath machte der König Eduardus VI diesen Marggrafenvon Dorstt an. 15 ? 1 zum Hertzog von Suffolk. Er hatte; töch-ter, welche insgesamt in dem may des jahrs i;;; vermähltwur-deir uiid zwar die älteste,namens Johanna, an den vierten söhn desHertzogs von Northumber!and,Mylord Guilford Du-dley; die an-dere an Mylord Herbert, den ältesten söhn des Grafen von Pcm-broke,(von dem sie hernach geschieden ward, woraufsie EduardumSeymour, Grafen von Hertford , zum andern gemahl bekam) unddie dritte, welche ausgewachsen war, an einen blossen Edelmannbey Hofe, namens Martin Keys. Seine älteste tochter ward nochin eben demselben jähr den 10 oder n jul. durch die imnßuen desHertzogs von Northumberland nach Eduardi VI tode als Königickvon Engelland procUmiret. Der Hertzog von Suffolk, welcherweder einer von den klügsten noch sonderlich chrgeitzig war,verhieltsich hierbey fast nur palttve, und gleichwie er geschehen ließ, daßman ihn zum General der armee machte, welche wider EduardeVI schwester,Mariam,sgLen solle, also überließ er auch gleich dar-auf gantz willig solches commando dem Hertzog von Northumber-land . Als nach wenig tagen die jetzt-gedachst Maria den Engli-schen thron wrder seine tochter behauptete, ward er nebst dieser letz-ter« in den Tower gefangen gesetzt, aber von der neuen Königin,die ihn als einen einfältigen Herm mehr verachtete als fürchtest/alsbald wieder auf freyen fuß gestellet. Allein zu ansang des fol-genden jahrs ward entdeckt, daß er an der conchir-rion des Wiattheil genommen,welchen verdacht er nicht wenia dadurch vermehr-te,daß er sich ohne wissen des Hofes in Warwickshire retirirte. Da-selbst machte er anfangs anstatt zu einer empörung, ward aberdurch den Grafen von Huntingdon, welcher mit einigen trouppenwider ihn anmarsthirte, bey zelten daran verhindert, und hernachdurch einen seiner Pachter , bey dem er sich in einem holen bäumversteckt gehabt, dem gedachten Grafen, welcher ein alter ftind sei-nes Hanfes war, in die Hände geliefert. Dieser schickst ihn gleich.nach Londcn, allwo ihm der proceß gemacht, und wenig tage nachstiner tochter enthauptung, ncmlich den 2; febr. 1; ;4, gleichfallsder kopffabgeschlagen ward. -vÄE,.

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I, 0/ I.x. 2.42.

Geey / (Johanna) sonst Johanna von Suffolk genannt, wakHertzogs Henrici Grey von Suffolk tochter,und Francista,KönigSHenrici VIII schwester tochter, gebohren an. Sie war einevon sonderbarer gelehrsamkeit, und bereits in dem 17 jähreihres alters an Gilford Dudley,des Hertzogs von Northumberland vierdten söhn vermählet. Durch ihres schwieger-vaters imrixueklward sie von Eduards VI , König von EngellaNd, mit äusschlies-sung seiner beyden schwestern, zur erbin der cron Engelland erklä-ret. Wie sie denn nach Eduardi tob von einigen Engelländerttdardor angenommen,und zu Londen prociauuret wurde. Allein dermeiste Adel hielt sich zur Maria, Eduardi ältesten schwester, welchsII theil- Dddd MM