Band 
Zweyter Theil
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Sohne/ wegen des gesäuerten brodts, so die Griechen im abend-mahle brauchen / und wegen einiger anderer lehren und tirchen-ceremvmen kamen. Ob nun gleich zum ösiteru versucht wurde / obNicht diese gefährliche trenuung könte aufgehoben werden / und sichdieses Pabst Jnnocentins lll, Gregorius lX/ Jnnocentms IVund andere gar ernstlich angelegen seyn liessen / auch zu dem endedas L»nci!,u-n I,3rcrLnenle IV, kugounenic II und verschiedene an-dere Voncili.-! gehalten wurden / war es doch alles vergebens. EsAattirtcn sich zwar die Römer / als wäre auf dem an. 1449 M Flo-rcutz gehaltenen s nocio eine unton getroffen worden / weil Johan-nes 11 Paläologus / der Patriarch von Constantinopel / Beffmonund andere Griechische Abgesandten mehr nachgaben / als ihnenwar erlaubt worden / so wollen doch die Griechen daran nicht ge-bunden seyn / wie denn Marcus Lokciinus auf dem conciuo selbsthefftig widersprach. An. 1629 suchte der damalige Patriarch vonConstantinopel / Cyrillus Lucaris / mit den Reformirten einige ge-meinschafft / bekannte sich selbst zu der Reformirten religion / undübergab dem Holländischen Abgesandten seine conk-Mon, die auchnachmals gedruckt worden. Weil aber solches von allen übrigenGriechen nicht gebillicht wurde / es auch die Cathoiischen verdroß /daß er es nicht vielmehr mit ihnen hielte, muste er mancherley ver-folgung ausstehen / biß er endlich gar strangulirt wurde; wovonmehrers in dessen eigenem articui nachzulesen, Vurcu OrL-

ria. contetti» ccci. Orsc«:. ckronicon. en-

«kiriciion uc ckscu kockieiiior. Oi'/rcor. Leo cis Ijkr>8 öc rekus cc-

rlcg 6e^:c. üc gc lcinplis OrLc. cmickttio. I^c/ro-

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er.ir prelcnr Uez „scions, öe eglickz Orccgus, Lrmenieone öcc.liickor. «cclck. VI.1". Loffö^r». eic ick. Ülokcov. L--ec^ei-i-oo^in lcriikinio rolig. v»)sges äsc. *

Griechisch feuer/ wurde im 7 seculo von einem mg-nieue,der von Heliopoli aus Syrien gebürtig war/ und Callimcus hieß/erfunden / und glücklich bey dem sce-treffen gcdrauchl/ worinucndie Generale von des Kansers Constantini Pogonati stottc die Sa-racenische schiffe ruinirten/ und zoooo mann von ihnen tvdkclcn.Dieses feuer hatte eine sondere art an sich / daß es im waffer mirdesto bester brannte / und sich auf asten feiten ausbreitete/ wo manes hin haben wolle/ auch durch nichts als öl/ welches sonst anderfeuer unterhält / oder durch eine aus wein-eßig/ urin und fandgemachte und unter einander gemischte materic ausgelöschet wer-den tonte. Es wurde aus schwefel/ stcin-öl/ pcch/ gmnmi/ hartzund andern Materialien mehr zubereitet. Diejenigen / die damitllingicngen / bliesen es aus langen röhren / und schössen es aus

kreutz - bögen oder andern dergleichen wcrck-zcugeu.2o»E; a->n. ,4.L. KMoire cler LroiiLclcr. rer. memorsk, lik. r

»tr. 19 zrj K. I.

Griechisch weissenburg / siehe Belgrad .

Griers/ Gruyere/ ist eine kleine stadt und schloß im Saner-thal an der Lauen / dem Caukvn Frcyburq zustehend / da jic ei-nen Land-vogt hat; es war vor diesem die resident; der Grasenvon Griers.

Grieshcim / sonst die Griesenvon Griesheim genannt/ einealte ansehnliche Adcliche fanulic in Thüringen / deren stannn-hausgleiches namens in dem Furstcuthum Schwartzdurg au der Jlm/eine halbe stund von der stadt Jlm/ gelegen. Sie hat sich in vori-gen zeiten auch an dem Rhcinstrom niedergelassen/ und vermachetman dahcro / daß sie der zwischen Franckfurt und Höchst bcsindli-chcn kleinen stadt Grieshenn den »amen gegeben; Andere meinen/sie habe den »amen von dem berühmten flecken Gricßhcim m derlandgrafschasttClöggöw gelegen; sie werden unter die gutlhalc: desrlosters Rhinau gezehlct/habcn sonstcn auch die schlösset' und Herr-schafften Alticon/ Wilden und Nüforn in dem Lhurgöw besessen/sind auch burger zu Zürich und Lchashauscn gewesen. Der erste/dessen von diesem gcschlccht gedacht wird/ hat Witulius qcheiucn/und um das jähr 10,-0 gelcdct. Wttclo wird in einem dem clpsterEeorgcnthal an. n;r gegebenen als zeug angeführt.

Ein anderer dieses namens war an. 12,-9 Gräflicher Schwachen,burgischcr Rath. Hermann der kurge bcygcnaimt/ hac alL Kay-scrS Rudolphi I Krieqs-Obristcr / mit hülste der Erfurter 66 raub-schlvffer eingenommen. An. i,8; wäre Wetze!/ Hugonis sohn/in dicnsten Hcrtzogs Leopoldi in Oesterreich / und an. 146° dienteJohannes der ältere Hertzog Sigismundo. An. 144; wäre Jo-hannes in dem zusah zu Zürich / und zugegen in dem streit zu

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ttr andern r söhne 1) Christoph Heinrich aufTindeiMk/der amfanqs prvckssor zu Rütteln/ nachgchends MaqdsbnrgischerNatb/endlich aber Chur-Mayntzlscher geheimder Rath und Ober- Amt-mann gewesen/ und seingcschlecht mit / söhnen vermehret bau2) Wolf Melchior / Gräflicher Schwartzburgischer Räch undOber-Amtmann zu Arnstadk. Dessen söhne waren O Curt Hein-rich/ Dvm-dcchant und Stiffts-Rath zu Mersebnrg/ wie auchChur-Sachsischcr ^?pci!2c,ol>8-Rarh / der um das jähr Es IMund unterschiedliche kmder nach sich ließ. 2) Günther ausübe»thau / Fürstl. Sächsischer gcheitnder Rath und Dom-Probst;»Naumburg / der 6 söhne gezeuget/ die waren 1 - Christian/ Fest-licher Sächsischer Elsenachischer geheimder Rathundmttrc. 2) Johann Ernst / welcher an., 170; als Hauptmann inItalien geblieben. OAugustus/ Fürstlicher Sächsischer Hof.rathzuZeitz. 4) Philipp Günther/ FürstlicherMerseburMwCammer- juncker. O Johann Heinrich/ EisenachischerOder-austseherder Grafschastt Sayn . 6) Amon Carl/ Fürstlicher Eise-nachischcr Hof - rath und Amts - Hauptmann zu Jena . In demdreyßig-iährigcn krieg war Johann Christoph/ Kayserlicher Obig-ster und Commendant zu Dauderstadt / hatte aber das Unglück/daß er den ihm anvertrauten ort den Schweden übergeben/ widmdie gesangenschafft gehen muste. Nachgchends ward er Cannncr-herr den dem Konig in Polen / und als dessen Abgesandter inTeulschland geschickt. 60^ jicmm. ?. I. 0v»'-

/?c/. ^Lt'cklückrk. *

Griespach / ein Bayrischer marck-flecken im Bißthum Passnuzwstchcn Pfarrkirch und Orte,iburg / Harem eigen pfleg-zeuchtund zerstörtes schloß. , L p.-yy.

Grieswärtel / wurden bey der alten Teutschen tnrnieren ge-braucht / und aus guten alten gcschlechten erwählet. Sie hieltensich Zwilchen den seüen und schrancken/ damit/ wenn es etwan mturnlcren zu scharffhergicng/ tic dic Ritter mit langen stanzen voneinander scheiden konten. Selbige hatten unter sich gewisse dimer/die man stäbler nennte / so mit laichen versehen waren. 6s/./-,si-

Lcicks-Qrrunßcn ?. 2 n. 1. cle iuäis c^ueckr. c. 4 is

L: 16.

Grifo/ siehe Gripho.

Grignan/ eine stadt und Grafschafft in Provence / in denlanden/ die man-sch»ce ,-!8 nennet/ 2 oder z mellen von derRboiisgegcii 8 . Paul und Montclimar gelegen. Grignan führte vorzeitenden mul einer Freyherrlichen Herrschassk/und hernach einer Graf-schafft um das fahr i;zo. Es ist daselbst eine Dom - kirche / diean.i;i2 gestifftct worden/ neben einem tastest/ welche zeigen kön-nen/ m was vor einem herrlichen zustand die alten Herrn von Gri-gnan vorzeiten müssen gewesen seyn. k,n. a- i-rovr^c.

Grignan / ein bekandtes Adcliches geschlechtinFranckreich.Ihren namen fuhren sie von einer alten Herrschafft/ welche siemit aller wuv-c 5 !>mitakbesessen/ jind auch sonstcn unter dem na-mcu Adbcmar von Monkcil bekandt. Lelbige haben auch die stadtMomelimar in llLupKi„o gestifftct/so auf Lateinisch En§oderXtcincaium geuennct wird. Don dem Ursprung dieses ge-

schlecht kan man eben nichts gewisses sagen / jedoch ist es bereitsim loinw 11 ftrulo bekandt gewcscn.Nostradamus redet von Ger-hard Adhcmar/ Herrn von Grignan / welcher an. 1164 bey Aai-niundo Berengario II die lehn über seine Herrschafft empfmig.Kalsicr Fridcrich I hat ihm verschiedene pUvtieZjz ertheilet/ und istlcldiger der allgemeine stamm- vacer des geschlechts von Adhemar/ver Freyherren und Grafen von Grignan rc. Taucher Adhemarvon Monteil/ Baron von Griqnau/ Apt/ Marsanne/ic.heyra»thcteDiancn vonMontfort/ Nicolai/ Grasen von Campcbasse/Tremoli/ Alkcbalteund Langio tochter/ und zeugte mit selbigernebst Girardeii / so unvcrehlichct starb / Ludwig Adhemarn vonMontcil/ welcher zum ersten Grafen von Grignan gemacht wurde.Er war zu KöniqsFrancisci 1 reiten in grossen! ansehm/und wurdevon selbigem als Abgesandter in Tcukschland geschickt. Erwohntean. i? 4 i dem Ncichs-tag zu Worms bey. Nächst dem wurde er

k>e,,rci>L«r-6c,ici-2t jn dkil gouverncmcns V 0 N ProveMe/ Ll 0 N-

nois/ Forets und BeauiolDls/ auch Ritter des Königlichen or-dcns/ rc. Er heyrathete an. iz 57 Annam von 8. Chamont/weil eraber ohne erben verstarb / folgte ihm seiner schwester Bianca söhn/Caspar von Castellane / in den gütern/ namen und waapen voirAdhcmar. Dieserstarb an. 1,-7; / und hatte 2 weider/ Annamvon Lournon/ und Lucretiam von Grimaldi. Sein anderersvhn/ms Adhemar von Castellane/ stifftcte die linie vonMonlo--Noxoiii, der älteste aber setzte das gcschlccht fort. Dieserldwia Adhcmar von Monteil/ Graf von Grignan / rc. All»

Antonius

. . licu >c2 . . , _ _

Jreycnbach. Ani 1462 wäre Hermann Ritter / an. 1470 Ächatin war Ludwig Adhcmar von Monteil/ Graf von Grignan /

Abt zu Murbach . Au. 1477 wurde Sigfricd zu Grauste zum Nit- ter der Königlichen ordm und o-nc^i. ki-m-n-mr des 8°uvcr,>°-ler geschlagen/und an. 1484 wäre Conrad Abt zu Rhinau. An.

1450 florirtcn Curt von Grieshcim zu Griesheim / und Caspar/welcher den Landgrafen in Thüringen wider dievon Bitzdum ge»dienet. Beyde haben ihren stamm bis aufden heutigen tag fortge-setzt. Denn Curt wurde ein groß-vater 1) Caspars zu Elckslebcn/von desseneiickcln ist Ludwig Gräflicher Schwartzburgischer Forst-uieister zu Franckenhaiiscn/ und ein vatcr Friderich Heinrichs /

Gräflichen Stollbcrqischcn Forst - undJägcrmcistcrs gewesen. 2)

Heinrich Wolssgangs/ von dessen nr-cuckcln Jost Heinrich/ Fürst-licher Ost-Fricßländischcr Hof- Marschast und Ober - Jägermei-ster worden / der unterschiedliche söhne gezeugt / von welchen Ber-tram Christian die Ober« Jägermeister- Ei-e an dein gedachtenHof soll erhalten habcn.Obgedacklcr Caspar von Griesheim wurde«in vater Hans Georgens/ der um das iahr i; 6 ; Amtmann zu^lm und Paulmzell gewesen. Sem söhn Curt Apel hinterließ un-

mcnrs von Provence . Er wurde in währendem innerlichen kriegsehr starck gebraucht/ that auch der Cathoiischen parthcy gissedienste- Er heyrathete an. 1; zp Ellsabctham von Ponteves-Carces/und starb den 1 aug. an. i90. Seine söhne waren Ludwig Fran-ci>eus/ von dem hernach; Johann Ganchcr starb im 2; jähr m-nes alters vor dem vatter; Ludwig Adhemar von Castellane/yey»rathete Annam von Bouliers/ Frau von uicuc- m-, von wel-chem die Herrn von mcrre-rüc abstammen; Johann Ludwig /Ritter von Malta / ckommLiiNcur ZU Usckicu cn (Zucicc. Der äl-teste / Ludwig FranciscusAdhemar vonMonteil/ GrafvonGrl-gnan/ heyrathete den 4 jun. au. 160; / Johannen, von E-Mn-cte Vencizn, und starb an. 1620. Dessen söhne waren/LudwigGanchcr/ von dem hernach; Rostamg/ welcher an. 1621 Zu r.omlousc verstarb/ als er von der belagcrung Montauban zurück wm,Franciscus/ Abt zu Algucbelle/ BischöffvonL-Paul/undn«ä>