Band 
Zweyter Theil
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binals-callegio viel Händel hatte, und starb auch daselbst mit diesem,1,-^Äei- den ; jan. an. 1701. Er hinterließ von seiner gemahlin,Lharlotta Catharina, Antonii, Hertzogs von Grammont tochter,(welche zu Paris den zojun.an.1678 verstorben,) Antonium Gri-maldi, seinen Nachfolger im Heryogthum von Monaco , geboh-ren den 27 jan. an. 1661, welcher an. 1684 Frantzösische kriegs-Lienste, und zwar als Colonel von dem regiment -le Soissons an-genommen , und sich an. 1688 mit Maria, Lndovici, Grafen vonArmagnac tochter vermählet hat. Beyde haben gantze 5 jähr voneinander abgesondert gelebt,bis sie sich an. 1697 wieder mit einan-der vereiniget; sie sind aber ohne erben. Sein bruder,welcher an.1669 gebühren, wird gemeiniglich der Ritter von Monaco genen-

Net. «ke ßenesl ör kill. Qrim. xcntis srkor. r-lo.

Le kill. llc llrovcnce. §/-c»er.

op. Ueralg. I. r c.;?. L-r. ?. 2 p. 774. ,/e, ^»^4

r„ ^>. 716. Lr'ccr'o/r epirome genesl. Orimsill. genlis.

Grimaldi/fAugustimis ) Bischoffvon Trasse,Abt von Lerins,Königlicher Rath und Almosenier, war Lamderti Grimaldi, Für-sten zu Monaco jüngerer söhn, von seiner gemahlin Clandia, so sel-bigen Fürstenthums erbin war. Er brachte sich durch seine quali-talen in gutes ansehen, vorneinlich an Königs Ludovici XII undFrancisci I Hof,verstund auch die wissenschafften und theologie sehrwohl, und war des Cardinals Bembi und Sadoleti besondererfreund. Als Lucianus Grimaldi, Fürst von Monaco , an. 152; er-mordet war, verfolgte er den Mörder bis vor das Kayserliche cam-mer-gericht zuSpcyer, und weil er in Teutfchland wohl aufge-nommen wurde, erklärte er sich vor den Kayfer Carolum V, spielteauch demfelbigen, weil er feiner jungen vettern Vormund war, dievestung Monaco in die Hände. Dieses verdroß aber König Frau«cifcum I dergestalt, daß er ibn aller feiner guter, die er in Franck-reich hatte, beraubte. Carolus V gab ihm hiervor das BißtbumMajore» und das Ertz-Bißthum Oristan, und brachte sthm denCardinals-Hut zuwege. Allein Grimaldi starb kurtze zeit daraufan. iz; 1, nicht ohne Vermuthung von beygebrachtem gisst.

^-r^s ÜLll. e brist. 5crl!. llclla bigur.

Grimaldi / (Dominicus) Ertz-Bischoff und vic-.r.cßzk vonAviguon , Abt von Xlomm-j-ir Icr /erlcr. ü-c. war Iohanuis Ba-ptistä, Herrn von Montaldo söhn und Ritter des güldenen vliesses;er erhub sich aber durch feine meritcn zu allerhand geistlichen wür-den. Paöst Pius V ernennte ihn zum L-»"m,ll-r>o der

kirchen-galeren, auch befand er sich an. i;7i in der schlackst beyLepantc. Nach diesem wurde er an. iz8i unter Gregorio XIII Bifchoffzu Savona, welcher ihn nach diesem zum Bischoffvonkavillon in der Graffchafft Venaissn, und wenige zeit darauf zumErtz-Bischoffund vlcs l.cg.->rcn von Avignon ernennte. Er bewießsich daselbst gar eyfrig wider diejenigen, die es nicht mit der Calho-lifchen kirche hielten, und starb an. 1592. Er hat ein vwumen vo»briefcn hinterlassen, welche nie gedruckt worden. zu«-,/--

Lall. c?krill. Irsl. lscr, <74-o/«i </e gene»l. 6rim.

xcnrik ^^««7 bist. cle; Lveyuer tl'^vignon. lcrik. clella

I.ißur.

Grimaldi / (Hannibal) Grafvon Bueil,Freyherr zu l- v-i-e

Massois, Herr zu Ascros, Thodon,Torretc, Revost, Leron,Bo-bion und andern ortern. Seine eitern waren Honoratus Grimal-dus, Graf zu Bueil, Savoyifcher Q»uver,>eur z>, Nizza , und Julia,Nicolai Picamilii, nnes Geuuestrs tochter. Er war allbereit beydes vaters lebzeiten Savoyifcher oberster General der galeren, undsuccecl>rte feincin Vater in dem Ottuv^'nemL»! eines General-Lieu-tenants der Graffchafft Nizza . Gedachter Hcrtzog von Savoyenmachte ihn auch zuni Ritter des ordens 2"n>»icistio,>>8 ^riL, j„-aleichem zu feinem Slaats-Rathe. Wie er denn auch selbigem inden Französischen kriegen gute dicnstc that, und als 8. Esticnne inder Grastchafft Nizza 2 mal nach einander von den Frantzofcn ein-genommen worden, eroberte er es beyde mal an. i?9; und 1597wieder. A». -6oo that er mit dem Hertzog von Savoyen zu Hen-rico IV eine reife nach Paris , und als in demfelbigen jähr der kriegzwischen Franckreich und dem gedachten Hertzoge abermals an-gieng, auch der Hertzog Carolus von Guife mit der Frantzösifchenflotte die vestung Nizza angriff, llckcnllirte er stlbige tapffer. Er ge-rieth aber nach einigen jähren bey dem Hertzog in verdacht, woreinihn feine mißgünstigen, der Oouvcrncussz» Villa Franca, Badatta,und der Commendant über die schiffe, Martin, gebracht hatten,welcher dadurch vermehret wurde, daß er in dem Mantuanifchenkriege dem Hcrtzog eine starckere garnifon in Nizza zu legen wider-rathen hatte, daher der Hcrtzog auch stlbst nach Nizza reifete, undunter dem scheine, als wenn er den folgenden tag feinen auch dahinkommenden Printzcn entgegen ziehen wolte, ihn mit aus der stadtführte, und nach Villa Franca nahm, da er ihn an. 161; arrestircnund nach Turin führen ließ, doch endlich gegen einräumung seinerschlösser bey Nizza und Überlieferung feines fohns auf freyen fußstellte, feines xouvcrnem-n» aber zu Nizza entsetzte. Sein söhn ent-kam nach einigen monaten, und begab sich zum vater, welcher au.1617 mit dem Hertzog in neuen Unwillen gcrieth, deren Ursachenzum theil gewesen, daß er von etlichen landen louve-sin sey,,, „ndsolche nicht unter Savoyifche Hoheit ziehen lassen, auch sich in Kö-nig Ludwigs des XIII von Franckreich schütz begeben wolte. Esgab ihm aber der Hertzog schuld, daß er mit den Spanischen Mini-stern zu Mayland, Gcinia und Monaco gefährliche anschlage ge-pflogen, um die stadt und Marggraffchafst Nizza in SpanischeHemde m liefern / ward also der Oouverncu^ zu mit Lvoo

mann und einigem geschähe ausgeschickt, sich so wol des Grafenperfon, als stmer lande zu bemächtigen, so auch an. 1620 erfolgte,da denn die Graffchafft coEc.ret, «ndohngeachtet vieler verbitte,

solche dem söhne zu lassen, andern dieselbe gegeben, und der lochausgeschlossen ward. Weil er auch hiebevor gesagt baden solle daßer lieber sich von einem Mohren erwürgen lassen wolte, als deinHertzog von Savoyen sich üwmimren, verordnete dieser, daß ibnein Mahometanifcher Mohr,auf einem stuhl sitzend,den 27 dcc an1620 ttr-nguiiren muste. Er war anfänallch mit Franeisca, An-tonii von Provana,Grafen von Leinio tochter,vermählet, und nachderen tod mit Catharina, Johann Friedrichs, Freyhmn zu Man-

Seine linder waren, Graf

draz,Marggrafen zu Soriano tochter.

Andreas Grimaldus und Ludovicus, so jung verstorben steneraber ward hernach in dem innerlichen Savoyifchen krieg,da er aufdes Cardinals Mauritii Emanuelis feite wider des Hertzogs Vi-ctoris Amadei wittwe war , durch gedachten Cardinal an. i6zowieder in seine väterliche guter gefetzet. Als aber an. 1641 der frie-de erfolgte, konte der Cardinal ihn nicht darbey mrimemren, weildie Hertzogliche mutier diejenigen, so diese conüllffte güter erkaufst,sattsam verträte. Endlich wurde es also vermittelt, daß die Hertzo-gin Andrea Grimaldo zooo cronen zahlte,er aber sich aus dem lan-de begab,und die fache zur erorterung auf des damals unmündigenHertzog Carl Emanuels II von Savoyen «»Hören»»»! ausgestelletwurde. gcnesl. <L bist. gent. Lrimsill.

Grimaldi / (Hieronymus) Cardinal/ Ertz-BischoffvonBari/gednrtlg von Genua/ Beneblest söhn. Er wurde von der Republik rn wlchrigm geschafften gebraucht / nachdem erabcrseine fraum-lohren/ nahm erden geistlichen stand an/ und würdevoll ElementeVII an. 1527 zum Cardinal gemacht. Ausser dem Ertz-BjßchlmBari/ besaß er auch die Bißthümer Vcnasre undAlbenga/rc.Hteranf wnrde er als Legat nach Genua geschickt/ woselbst er m.154; verstarb. Erhalte; söhne / Lncam/ Johannem Baptistgmund Antonium. Es ist auch aus selbiger familte ein anderer/ Hie-ronymus Grimaldi / welcher Cardinal des tituls der heil. Drey-falttgkeit/ Ertz-Bischoff von Air in Provence / DischvffvonAI-bano und Abt von 8. Florent/ rc.war. ErwarJohannisJacobiGrimaldi/ Freyherr» von 8. Felix in dem Königreich Ncapvli/und Hieronhma Maria söhn. Anfänglich war erunter dem Pabst Gregorio XV. Urbanus VIII machte ihn an.1625 ZUM Vice.l eiten des PäbstlicheN x>srnmonii. an. 1Ü28M6ouve,ncur der stadt Rom / und an. löZ4 ZUMOouvs^cmMPcrouse und Urbino . Er war auch raunn»; in Tcutschland / undhernach inFranckreich. Eben ftlbigerPadst UrbanusVIII machteihn an. 1642 zum Cardinal. Durch Hintritt des Cardinals Facht-ncltl wurde er ^ecsnus des Larclinüis-coiic^ii, allein er wolte seinekirche nicht verlassen / und nach Rom gehen. Erlhat den armensehr vtcl gutes/ und starb in seinem Ertz-Bischöflichen xallastden4 nov. an. 168; im 90 jähr seines alters. <l« o-li.

N2U2. L: in vir. ?onk. lcrir. flel!»

I.>xur. gcncsl, kill. Qrim. gcnr. rrkor.

Grimaldi/ (Honoratus II) Printz von Monaco undHerßogvon Valentinois in Franckreich. Er war an. i?97 von HerculeGrimaldt/ Printzcn von Monaco / und Maria Landi/ desFm-sten von Valditaro tochter/ gebohren. Sein vater starb an.1604/aljo wurde er unter der vormundschafftfeiner Mutter bruders/Fri-derlei Landi/ Printzcn zu Valditaro gehalten. Dieser ließ sich be-wegen/ rn diefcstung Monaco Spanische bcsatzimg einzmiehmen/daß also auch dieser junge Prrntz in Spanischer behalten/und als er erwachsen/ von dem König Philippo IV zum Ritterdes goldnen vliesses gemacht wurde. Weil aber die Spanier nochimmer seine fcstung besetzt hielten/ dergestalt/ daß er selbstnichtHerr in seinem land war / so suchte er in geheim mit Francrretchzu rractiren/worzu ihn denn Johann Henricus Grimaldus/Herrzu Courbons aus Provence / »och mehr animirte/ und von Fran«tzosticher feite alle ^lim-uirr versprach- Endlich schloß er den rs >un.an. -641 mir Franckreich einen geheimen tractat.Es bcqunte Mp

der Oouvesneu in demMahla'ndischcn/derGrafzuSirvella/elNtge

vnibrzxc zu fasse,, / und befahl dem Qou vclucur zu Nizza / wenn eretwas mcrckcn würde/ den Printzcn nebst seinem söhn zu arrestiren/und nach Mayland zu bringen; allein die bliese wurden >-Ei-p ren Nachdem er hieraus durch eine listige erfindung einen theilder Spanischen garnison aus der festung gelockt/ und viel von lei-nen lernen helmlich hinein gebracht hatte/ überfiel er unversehensdie übrigebcsatzung/ und brachte sie dahin/ daß sie den ort gaWltch verlassen mnsten. Er wurde hieraufso fort von den Frantzosenimt »lchrcrm volck versehen/ und ob gleich die Spanier alles an-wendeten/ ihn zu bereden/ Schwcitzcrische bcsatzung einzuneh-men/ ergab er sich doch unter des Königs von Franckreich

Sion. und nahm Frantzösische bcsatzung ei». Wiewol thmnimder Koiug von Spanien die ehemals verehrten landlchafften in demKönigreich Neapolis entzog / so machte ihn doch der König vonFranckreich / welchem er in Person auffwartete / zum v»- und r---

von Franckreich/ und gab ihm an. 1642 verschiedene andere lanv-

schafflen / ncmlich das Hertzogthum Valentinois und die BaeonieDuis rn w-uc-KinL; ferner das Marggrafthum Dank und ollHerrschafft 8. Rcmy in Provence / endlich die Graffchafft Carda-lcs und Herrschafft Calvimont in dem gouverncmenr von M»-Weil er auch den Ritter-orden vom güldenenvlieffe zurück gesckMgab er ihm seine beyde Ritter-orden des heil. Geistes und s-W>ch aelis. Daneben machte ihn der König zum General über 4 M''tzösiiche galeeren / fo in dem haftn von Monaco aufFranWMUnkosten allezeit nntcrhalken werden solten/ und gab ihm das^m-w^ncic, über die 400 Frantzosen / so in Monaco zur bcsatzungwurden- Im übrigen ließ er ihm die völlige >Eem,mtat/ unsfernem söhn ward eine Frantzösische compagnie nebst 9°°° wmjährlichen emkommens zugestanden. An. that er eine "nc