Band 
Zweyter Theil
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gri

Fürsten refldirt, wie denn Churfürst Ernst und Hertzog Albrechtvon Sachsen darauf gebühren worden, und deßwegen sich sonder,lich gerne des orts aufgehalten. Das ehemalige Augustiner-klosterhiefelbst haben die Churfürsten Moritz und Äugustus samt allenrinkünfften zu der von Merfebnrg dahin irLnul-rirten Churfürstli-chen land-schule gegeben/ welcher land-fchulen; in ChurfürstlichenSächsischen landen sind; nemlich diese, die zu Meisten und diePforte bey Naumburg / welche 2 letzter« gleichfalls von gedachtemChurfürsten gestifftet worden. Es ist eine 3uperi»ren6ur zu Grim-ma / unter welche 29 pfarren gehören. Die bürgerliche Nahrungbestehet im feld-baii/bienen-fchaf-und vieh-zucht/ bier-brauen, boltz-tuch-nnd zwirn-handel; vor diesem aber ist eine grosse Niederlageund kauffmannfchafft hier gewesen. Die stadt hat viel durch dasfeuerund waffer,sonderlich «11.1429 und 157; erlitte»,auch im ;o-jährigen kriege viel ausgestanden. copogr. 8äx. 5 »^. x,. 99.

pmcir. Uiüi. p. >8; ig.

Grimmenstein / ein Frauen-kloster Reformirter fchwesterndes ordcns ä. Francifci ; in dem Canton Avvenzell gele-gen. Es ist an. >408 gestifftet, an. 1668 aber schön aufgebauet underweitert worden.

Vriinmenstein / siehe Gotha .

Grimming / ein Freyhcrrliches geschlccht in Kärndtcn unddem Ertz-Bsscvmn Oaltzburg, welches schon an. i;;o bekannt ge-wesen und sich um die mitte des i; i-rcui, i„ die noch florircndeHäuser Nieder-Rain und Stall vertheilet hat. An. 1499 warBalthasar Grmmüng von Stall Hof-Marschall bey dem Ertz-Dischoff zu Saltzburg und hinterließ 1) Carolum, der anfangsDom-Probst zu Gurck und hieraufBischoffzu Cremona gewesen.2) Iohaniicm, welcher die väterliche cK^-Zc- erhalten, und unter-schiedliche kinder gezeuget,von denen Hieronymus Hauptmann zuDietenberg,und Balthasar Landrath m Kärnthen worden.

llcmm. ?. I üc;.

Grimnitz/ein schloß und iagd-hauß in der Mittelmarck an demsee und fluß Welse, ist wegen des an. 1528 (nicht an. 1529) zwi-schen Brandenburg und Pommern endlich getroffenen erb-ver-glcichs berühmt. Nahe dabey ligt das kloster Ioachims-Thal/wo Churfürst Joachim Friedrich an. 1607 den 2; aug. ein gym-ia-Lum gestisster, so aber nachgeheuds »ach Berlin verlegt worden.

krcull. »nä LrLniicnk. llasrr gccigr, Icon. co LlcÄ. krLuci.

x. ;r. jnr. puki. I. z- c. 7 n. 98.

Grimoaldus/Hertzog von Bcnevento,wurde an. 662 oder an.66; nach Ariperti tobe zum Konig der Lombarder erkläret. Dennals dessen beyde söhne, Godcbert und Pertharit, sich mit einanderum die crone zancketen, nahm Grimoaldus die gelegenheit in achtsie allen beyden aus den Händen zu reisten. Dann narhdcme er sichgestellt, als wolle er Godcberto hülff leisten, und deswegen mit sei-nen trouppcn zu Pavia eingenommen worden, erstach er ihne unterdem schein eines gcsprächs mit einem heimlich zu sich gestecktendolchcn. Pertharitus aber nahm ssine Zuflucht zu Chaaano, derAvarer König, oder, wie andere sagen, in Franckreich, Grimoald .war ein überaus kluger und wüthiger Herr, schlug die Franckendurch eine krieges-list, indeme er, wie vermalen Cyrus, in seinemlagcr alles voll aufließ, und sich stelle,als ob er aus forcht vor ihnendavon flöhe; aber da sie nun mit wein und speisten überfüllt, ausserstands waren,sich zu wehren, solche unvcrsthcns überfallen, und fastohne gegenwehr tod geschlagen, daß kaum etliche wenige davon ka-men. Auch triebe er den Griechischen Kayser Constantem von derbclagerung inner stadt Vnievcnto ab, schlüge ihne zwcnmal, beyCapua und Nola , und machte seinen gantzcn feldzug unfruchtbar.Als der Hcrtzog Lupus sich meistcr von Friaul gemacht, vermochteGrimoaldus Chaganum dahin, daß er ihn aus der Provintz trieb ;jagte aber Cbaganum durch seine imNguen bald sclbsten fort, undschreckte ihne sonderlich dadurch, daß er in angesicht dessen Gesand-ten seine kriegs-lemc verschiedene tage nach einander musterte, und,da er deren an der zahl wenig hatte, immer die vorige, aber mitandern Waffen nnd kleidungen, erscheinen ließ; woraufjcne ihrenHerren versicherten,daß GrimoalduS gar eine grosse macht auf dendeinen hätte. Sonst brachte er auch lctstlich die Franckcn aufscinefeite, welche sonst willens waren, Perlharito hülste zu leisten, undstarb an. 67;, nachdem er 9 jähr regieret hatte. rc^»o

lrLÜL I. 2 9. 4;. llc O. knngok >. 4 c. 5; >8: I.

5 c. s. cic 6. krsnc. I. 4 c. Zi. Üiöüo,/,. *

Griinoaldus / Hertzog von Bencvento, ein söhn Aragisi. Obgleich sein vater so offt wider Carolum VI. r-voi-ixt hatte, gab ihmCarolas doch das Hertzogthum nach dessen tobe wieder. (») Erwar auch anfangs Carole» VI. getreu , und wolle mit Adalqiso, desLougobardischeii Königs Desidcrii söhn nichts zu thun haben, (b)Auf die letzt aber ccir,cls>»i»i lrte er mit den Griechen , ward abervon Pivinö zur gebracht, siehe Pipinus König in Italien .

(2) in ckron. (c>) LF,»/,. 2»»2>. 2ci 2. 788.

Grimoaldus / Pipini von Landen söhn, luccccb'rte dem Vaterals ^joi- gnmnz in Austrasien . Otto, welcher Sigcberti vfleg-vatcr war,suchte selbige stelle, und machte ihm auch solche aautze ;jähr streitig, biß ibn'Grimoaldus durch Leutarium , Hertzog inSchwaben,hinrichten ließ. Hierauf nahm seine gcwalt und Herrsch-sucht dergestalt zu, daß er den König Sigebcrtum bewog, seinensöhn zu Satiren - wiewohl der König bcssd daraufstlbst einen söhnzeugte, (siehe Sigebertus II.) Nach Sigeberti tob ließ er bestsen söhn Dagoberts eine platte scheren,schickte ihn nach Inland inein klostergmd gab vor, daß er gestorben seye, woraufer die s-topri.»n des Königs Sigeberti kund machte, und seinen söhn unter den

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namen CWeberti zum König von Austrasien pmcl-mlrte Alle!»er ward bald von seiner gcgen-parkbey gestürtzt, von dem Nn 2Clodovao in Neustria nebst seinem söhn gefangen genommen unShingerichtet. -LrMor»«« I. 4 c. r. 86, L8, L

in kill. Llovis l r. ^

Grimoaldus / Pipini Heristalli in Franckreich söhn. Er warunter dem König Childeberto II und Dagoberts III <z-wmzvermahlte sich um das jähr 71; mit Teutsinde oder Thevdviind«Hertzogs Raboti in Frießland tochter, hatte aber keine kmdcr mitihr. Ein Fneßlandcr, namens Rangarius, msiUcnvte jbn zu u»>ktich im apr. an. 7-4 über dem grabmaal s. Lambekti. Er hinter-ließ einen natürlichen söhn, namens Thibaldum, welcher bey Da-goberts III klaZiller ?2>2tii war,und an. 741 ermordet wurde. L-.

lla krsnccirum. Hnnalss ^Ltensex.

Grimoard/ ist eine vornehme und Adelicbe familie in Fmnck-rcich. Wilhelm von Grimoard, Freyherr von Grisac, Versml,8. Privat und Bellegarde hinterließ ; söhne,deren der älteste, Wil-helm,unter Urbani V »amen Pabst wurde, Angelicus wurde Car-dinal , und noch einer,dessen »amen unbekannt,setzte das geschlechtfort. Er besaß 12 dörffer, welche König Johannes durch desPabsts Urbani V Vermittlung von allen anlagen und dunst«, be-freyete. Jacobus Grimoard von Beauvoir,Grcssvon Roure, kr-r-guiz von Grisac rc. beyrathetc Jacauclinen von Montlor,und hatteunter andern kindern Scipioncm Grimoard von Bcauvoir, Gra-fen von Roure, ru-i-guis von Grisac, rc. Dieser war KöniglicherGeneral-Lieutenant in Languedoc , Oc-urerncur zu Pont 8. Eivrit,und Ritter von den Königlichen orden. Er starb den ifl ian.an.1669 zu Paris , und hinterließ einen söhn , welcher der Graf vonRoure gencnnet ward. in noc. Lcl vir. Urb. V. kNL«». 6ä!l.

ziurj?. O2II. ckrill.

Griinoardus / (Angelicus) gebürtig von Grisac in Franck-rcich, war Cardinal und Bischoffzu Avignon, einer der vornehm-sten Prälaten des 14 L-cuii. Er war Wilhelmi söhn, widmete sichgar jung dem geistlichen stände,und begab sich unter die Augustiner-mönche. AIs sein älterer bruder, Wilhclmus, unter dem namenUrbani V Pabst wurde, machte er ihn anfangs zum BischoffvonAvignon , und den 18 fept.an. i;66 zum Cardinal und Tischestvon Albg. Nach diesem wurde er an. i;68 Lcncrs>-vic-mu>. jgRomandiola, und der Anconitanischcn Marck, muste aber nach desgedachten Pabsts tode dessen Nachfolger Grcgorio XI darvon tt-chcnfchaffr geben. Er hielte nachmals Clcmentis VII parthey, undstarb den 1; mart. an. 1; 87 zu Avignon . Er wandte feine meisteneinkünffte auf gute stifftungen an. 02!!. cimll. 4».

kill. cie, Larclin.

Grimsby / eine stadt an der ste-feite in der östlichen gegend Mder Grasfchafft Lincoln , 24 Englische weilen von Londe» gelegen,wird von einem oder Bürgermeister und 12 Aldermämiemoder Raths-herren regieret. Vor Zeiten ist sie ein guter bandels-vrtgewesen,ehe der dastge haven verschlemmet worden. Sie hatte ein-castell,und 2 kirchenwon welchen nur noch eine übrig ist, die wegenihrer grosse mehr einer dom-ais schlechten pfarr-kirche ähnlich ste-het. L-imsienr klirrn».

Grimsel/ist ein Alp-gebürq zwischen dem landWallis und demBerneristt,en Haßle,that,aus welchem man über diesn berg rgrvf-fe weilen zu gehen hat, hiß man aufGesiilcn in das Walliscrflandkonunet; Im winter ist er versehiieyct, und auch im fomiucr selb-sten hat man grosse müh dene zu psckwcn; Er ist ein arm des Gvlt-hardls, ans welchem die Aar entspringet. Hertzog Bcrchwld IVvon Zäringen ist darüber gezogen , als er an. 118° feine rcbcllilcheWalliser zu paaren treiben wolle; Er konte sich aber ohne scha-den kümmerlich darüber mkmen. Man findet schöne meiste undrothe Crystallcn darauf, se«,?,//. >. » x. 542. L.«. 1.

p II-. Uc /rlpik 0 . ir. *

Grindall/ (Edmundns) ein Engclländer, welcher an. iziAgebohren. Er war anfänglich Capellan bey Ridley dem MHEzu Londcn, und wurde durch ihne an König Eduardum Vi acom.mk»cliret. Allein, als dieser Herr kurtz darauf starb, gierig Grmeauin Tcutfchland, damit er der gefahr entgehen möchte, welcher dieProtestanten unter der Königin Mariä rcgicnmg unterworne»waren. Als er au. i zöo wieder zurück kam, gab ihm die KomMElisabeth das Bißthum z» Londen . An. i; 7 ° wurde er Crtz-Bilchoffzn Dorck,nnd; jähr daraufzu Canterbury . Er stardan.

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Grindclwald / ist ein dorff samt einem beyliegenden thalsirdem Berncrifchcn oberland, zwischen dem Bncntzcr-mid Thrmer-fce,darinnen Uspunncn und Eichi liegen. Es sind dämmen r ec-rübmte Gletscher; der einte und kleinere liegt hinter Interlaam/zwischen den bergen Eigen und Mettcnberg , und hat an snnmrücken den hoben fchneeberg Ficfchhorn. Der andere und grMrc

füllet das zwischen dem Mettenberg und Schreckborn oder chn

tcrhorn gelegene that. Diese leuth gehören zu dem klostcrlacke», welches dieses that an. 1270 von Walther und Gerparvon Efebibach um marck stlbcrs crkaufft hat, ivle siedannnM)heut zu tag dieser Land-vogtey einverleibet sind. Sie haben m.

1 z 28 der Religion halber eine anfruhr erregt, und ihren v> eoigc cJobanncs Holtzmann, verjagt; als ihnen aber die stadt 44r!>meinigen ri-»u^pcs zuzogen, krochen sie alfobald zum Crrutz, unneuerten den vorigen gehorsam. l- 8 ?- 247 l>-

ziogrgsik. l4c!v p. rk. kill. p. r4' * n- ^

Grinstead oder Greenstad / ist eine marckstadt in der Grat-schafft Sllsser in Pevenfty-Rape, welches das recht hat