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cher ihnan einem seiner grossen zehm verwundete / einen theil vonseinem -cgen und schilde wcgnahm/welches ihn dergestalt erschreck-te/daß er die an fttnsm Vater begangene untreue ;u bereuen anfimg.-) Er hielte hterauf mtt dcm Pabst Paschali II / den er zu einemgütlichen verglerch vergeblich nach Teutschland eingcladen/zu Cha«tons m Franckrerch wegen dem streit/die -nvcMtur der Bischöffe be-langend? eine Unterredung/ die aber frucktloß war/ weil jeder theilptiff«nd fest auf seiner Meinung beharrete / und nichts nachgebenwolle, a) Der Kayser wurde aber durch die kriege / so er mit Un-garn und Polen angejangen/dicse fache auszumachen/ eine zcirlangverhindert. Dann er stunde Almo bey / welchen sein bruder Cvle.mannus/ König in Ungarn / vertrieben/ und bekam mit Boles-lao III /Hertzog in Polen / zu thun/weil dieser Colemanni parrheyhielte; über dieses auch beyde sich von dem Teutschen Neichabreiffenwollen / er leg« aber wenig ehre ein; °) doch mag nachher» ein ver-gleich gemacok/und der alte rribut/ so diese lander an Lcutschlandbezahlet / wieder erneuert worden seyn. k) Das vornehmste aber/so Henricus uch nach diesem angelegen seyn ließ / war der streit mitdem Pabst. Diesen zu ende zu bringen nahm er an. 11 ic, mit ein«willigung dcrTeutschmStandm einen zug nach Italien vor/ schick«te aber einige Gesandten vorher ab/dir es bey Paschali I! dahinbrachten / daß solcher einstimmet« / daß die Bischöffe ihre landerhergeben/ hingegen die inveMrur allein von dem Pabst empfangensoffen. Als Henricus an. mi mit einer armce von 40000 mannnach Rom kam / wiederholte zwar der Pabst sein versprechen / weilaber Henricus den cow'ens seiner Teutschen Bischöffe sich ausbcdun«gen / und diese keineswegs darein willigen wollen / kam es beyder«seits zu lhärllchlelten und grossen dlulvergieffungen / so gar / daßauch der Kayser in dem lumnll vom Pferde herab gcstnrtzt/ auf dieerde gcworffen und un gelichre verwundet wurde / welches ihn der-gestalt in Harnisch brachte / daß er dm Pabst mit den Cardinälcn inriuem festen castelle enge eingeschlossen hielte/seine armce verschanzte / und mit den Römern täglich scharmutzirm ließ / welches 2 gan«tze monat währte. Endlich als Henricus die gefangenen enthalt»«lenzn lassen drohet«/ müsse der Pabst der MvelUmr der Bischöffeabsagen. Worauf der vergleich zwischen dem Pabst und dem Kay«ser durch zertherlung einer Hostie bestätiget wurde / davon beyde einstücklem nahmen / mit dem beygefügten eid.schwur/ daß derjenige/so am ersten den vergleich brechen würde/ vom reiche Gottes abge«schieden seyn solle, s) Hierauf ließ sich Henricus von dem Pabstzum Kayser crönen / u) gtcng siegreich wieder nach Teutschland/und ließ seinen vater sogleich ehrlich zur erde bestatten. Ader kaumwar er aus Italien / so ließ der Pabst den mit dem Kayser aufge-richteten tractat von dem onciiia r.arer-mcn6 > welches aus rz Car-dma'ien /140 Dischöffen / und eben so viel Aedten bestünde / vornull und nichtig erklären / und den Kayser durch den Ertz-Brschoffzu Dienne in Franckrctch in bann thun. i) Doch würde dieses nichtszu bedeuten gehabt haben / wenn nicht die Sachsen aufs neue widerden Kayser einen aufstand erreget hätten. Es war ncinlich derTrafvon Orlamünde ohne leibes^r'ben gestorben / daher der Kayser sei«ne guter einzog. Weil aber die Sachsen behaupteten / daß er solchewieder einem andern zu lehrn zu geben schuldig / auch der Pfaltz«grasStegiried wegen seiner mutier darauf anspruch machte / kames bald zu einem aufstand. Der Kayser nahm zwar anfangs dievornehmste mißvergnügte beym kopff/ es ward auch Siegfried ineinem scharmützcl umgebracht; allein weil der Pabst der Sachsen sich so eifrig annahm/ und der Hertzog von wachsen Lothariusheimlich nach der crone strebte / ward die fache dadurch nur arger/und kam eSan. 111; bey Gerbstätt zu einer sehr blutigen schlacht /darinn der Kayser 4z «oo mann verlohr/unddas seid räumentnufle. K) Von dieser zeit an verlosch des Kaysers ansehen inSachsen dergestalt / daß diese wie ein eigenes Reich waren / vor sichselbst Reichs«kage hielten/und der Hertzog zu Sachsen/Lochartus /dem Päbstlichcn Gesandten als ein König audieutz ertheilte.!)Der Ertz-Bischoff zu Magdeburg that den Keyser gleichfalls inbann / und der Ertz-Dischoff zu Mayntz wäre demselben todfeind/indem er von geburt auch ein Sachse war. >») Henricus ließ dieSachsen hierauf unangefochten / und qieng vielmehr an. m/ un-ter dem vorwand die länder der verstorbenen Graten Machtldis zuerden/nach Italien/und forderte bey seiner ankunffk von dem Pabstdie destätigiiug der vorigen tractaten / und eine neue cronung / undals solcher nicht darein willigen wölke / ließ er sich von dem Ertz«Bischvff von Braga in Porrügaü/ Burdino/ welcher eben damalszu Rom / und des Pabsts eigner Gesandter au den Kayser war/crönen / und als Paschalis bald hernach zu Veuevento / im Nea-politanischen/ dahin er sich rcriHrt hatte / starb / machte er gedach-ten Burvinum unter dem »amen Gregorii VIII zum Pabst / dar«gegen aber die andern Cardinäle Gelasium ll wehsten / der jedochzu Rom nicht bleiben konte / sondern nach Franckmch flöhe/ auch/nachdem er daselbst den bann wlder den Kayser pudücim / mit todabgicng.») Der Kayser wurde nach dtesein wegen des noch un«ruhigen znstands in Teutschland wieder genöthigct / Italien zu ver»lassen / und der inzwischen an Gelasii stelle erwehlte Pabst Calir-tus 11 / kam nlchr lange hernach nach Rom / und bekam Burdinumgefangen. Weil nun seine NunM in Temschland wider den .Kayserscharff -gitten / dieser auch sich besorgte / es möchte ihm wie seinemvater gehen / so überließ er die fache an. 1122 der Netchs-versamm-lu»g zu Worms / um mlt dem Pabst einen vergleich zu treffen / sodaß man anfbeyden selten etwas nachgeben söffe. Der vergleich liessda hinaus / daß der Pabst die Bischöffe in Temschland durch denring und stab / der Kayser aber selbige wegen ihrer lande belehnensöffe. 0) Er verglich sich auch zu Würtzburq mit den Sachsen / wo«durch denn alle unruhm ein ende hatten. An-112; wurden die ein-wvhM inNuffach durch den unsug selnerletd-garvedchmgerettzet/
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daßsie ihn aus der stadk jagten/ und der Relchs«>nllg»im beraubten/e.E. semem vater gemacht hatte; weswegen er die stadt1 einnahm und verdrandke. In eben dcmseldigm
jähre that er anen emfall m Franckmch / und belagerte Rheims/um sich zu rächen / well die Könige in Frankreich immer der Pädsieparthey gehaffen/und der bann wider ihn zu Rheims pubiicimworden, p) Als er von dar nach den Niederlanden gieng/starb eran» 112z zu Utrecht /und wurde zu Speyer begraben. -,) Seinegemahstnwar Mechttld / des Kömgs in Engelland Henrici Itochter/von welcher er kerne kmderhinterließ. r)Uuda!sowarerder letztevvn den Hertzogm in Francken/ welches land nach ihm anFriedrich I von Hohcnstauffen/Hertzog in Schwaben / gefallen /wellsvlcherftrneschwcstcr zur ehe hatte/und also der nächste anver-wandte war; Die Kayserliche wurde aber erhielte Lotharius /Hertzog zu Sachsen . («2ll an. 108- p. 264. (e>
sll 2 ll. II0I. (c g-rgt. s c. >8. (ll vit. I,uäc>v. Vi.
c. 9 p. 122. 2c! an. 1,07. (e U-'Fe-'F. sll an. 1,08 ieq. Otto
!. 7 c. i;. Lrx. all an. H09. (fll. I. L.,»Lrr«« lls red. 8ik-t'.
(g K-Äei/-. sc! an. 1 loy kec;. P. 7Z7- Otto I. 7 c. 14 p. ,46.
^ "ll?- r;>-Do-keck-'». cl. 2. vr«o.cki-on. Oattin. 1.4c. 4r. I'i/s». in viks Nalckal. II ccmf. Lcri-o». com. ir 26 an.
»m §. 2; sey. (k UH-cn-F. gc!an. 1111, I.; 9. ,67. (I U-AttF.
sc!. an. n>2 p. r;6. viltor. ponrif.L Lom. LnZoliim.c.;; ap. Lciö.
bibl. ^I8L. r. r p. 249. Fett. L/o/o»/» in concin. Ingulplii p. 128.
Llsi/ocro. all an. 1112. vit. Lralli c. 9. (!c acl
an. mz p.25;. Otto 1.7 c. 14. p. 147, OL^o-r. Lsx. ac! an. i,rzp. 28;leqq. 77o/-»oÄ. ckron. 8lsv. 4l. L^ro». Loeöo»» p. Zl; sp. LeÄnrk. t.
(! ac! sn. 1116. (in Ic/e?» s<! an. m;. (n sä an. iiij
vir. kasckr!. II. vrcrc. ckrov. Lsttin. I. 4 c. 6 ;Ieq. I^r.
kc, ap. r. z. miscell. p. 47 «. Dr/oo. Lcnevencsn. in clnon.
26 an. m 8 . V-'ci-tto. IO>/,/.!.ir p. 846 . 1 '-r-rci«//,!'. vit. Qclsüi II. (0 U-°-sc! LN. N 22 , 6 o«ö/crc. cl. a. R»/oo ja cllion. all an. 112 ! Icc;.
V. rabulas »p. Lcr^o-ri.-c,» t. 12 all an. Ilrr. inüic. jur. puirl. r. 2
ric.ic> 2 . cvll. 1 g. lliplom, p. I n, r. x>. r. (p §«§ 0 »°, vit. l.ull.
Lratti. LoLett. c/e LIo»tt all an. 1124 . U-AttF. ll. 2 - (g U-AttF. 2 ll 2 a.Iirs, Lo^ett. ll. s. Otto
!. ? c. 17 coaf. />crxt crit. in öaron. t. 4 2 ll an. nrs n 6 , 7 . (rsll 2 N. Ul 2 . 2 ll LN. 2114 . Ottne/t». kffl. rez. -rngl.
henricus VI/ der ernsthaffte zugenannt / Friderici L-rka.ross« söhn / ward gebohren zu Nimägen an. 1165 / H und n6-im funfftm jähr seiner regierung schon von seinem vater zum Rö-mischen König ernennet/ auch mit etnwilligung der Stande zu Aa--chen von dem Ertz-Bischoffzu Cölln gerrönet. b) Er führte bey leb»reiten seines vaters schon die regierung in Jtaffen / deßgleichen inLcutschland / als sein vater nach dem gelobten lande gereiset war /-) und vermählte sich an. 1186 mit Constantia / des Königs in St-etsten Rogerii tochtcr/ welche allbereitS nber zo jahr alt war/ aberihme dennoch einen söhn gebahr / so nach ihme unter dem namcnFrwerm II regiert hat/ (siehe Lonstantia.) und mit welcherccnachgehcnds Sictsten erbte, ll) Als sein vater an. n?o im gelobtenlande starb / lucc^-m er ihm ohne neue wähl oder crönung inTeutschland / ließ sich aber im folgenden jähr den i; april nebst sei-ner gemahstn zu Rom von dem Pabst Cölestino III crönen /Hundzwar mit dieser ceremonie / daß der Pabst mit dem fuffe die cronwieder herunter stieß / um dem Kayser zu erkennen zu geben/ daßer ihn allemal / wenn es ihm gekele / wieder absetzen könte; rmewoldieser umstand von keinem Teutschen noch Pabstlichen scribenten /sondern allein von einem Englischen aufgezeichnet worden / k) undalso noch zweifelhafft ist. Die Römer erwiesen dazumal einen gros-sen haß gegen die einwohner von Tuscnlo/ welche sich dem Kayserbey seiner anknnfft alsofort untcrworffen; denn sie schleißten diestadt / ermordeten die meisten einwohner/ und schnitten denjenigen/welche beym leben gelassen worden / die Hände und fuffe ab / daßsie ihr elend beweinen komm; g) wiewol die Jkastancr melden / eshatte sich diese stadt zuvor wider die Romer empöret/ und wäreihnen hernach von dem Kayser übergeben worden / um sie nach gutbefinden zu straffen/ als dieser von den Rümeren mtt grosser ehr»bezeügung war empfangen worden. gH Hingegen ließ sich der Kay»ser nach Königs Wilhelm II von Stetsten wde angelegen seyn / dreKönigreiche Neapolis und Stetsten an sich zu bringen / dle er we-gen seiner gemahlin p-^-rcmsirte / die aber Tancredus / des brudersder Kayserin natürlicher söhn / durch hülffe der Unterthanen/ unddes Pabsts / der des Kaysers nachbarschafft ungern sahe/schon mbesitz genommen hatte. Der Kayser nahm auch im ansang Aprilimohne sonderliche mübe weg / als er aber Neapel belagerte / verließihn Henricus / des alten Henrici l-conis söhn/ wodurch er geno-thigel worden / die belagerung aufzuheben / und sich nach Teutsch»land zu rennrm. Worauf denn Tancredus alles wiedereinnahm/auch die Kayscrm / welche der Kayser zu Salerno htMerlajM / umin seiner abwesenheit seine parthey zu erhalten / durch vcrralhereyder einwohner gefangen bekam. H Der Kayser machte rnzwffchmin Teutschland die fachen mit Henne» aus / dm er bereits rm
vorigen jähr zu Dullete wieder zu gnaden arffgenommm/ihm avecdie versprochene rellirurjon einiger lander noch nicht gegeben hatte.-) Als auch an. nyr der König in Engellaiid Rlchardus von derereutz-fahrt aus dem gelobten land nach Hause gieng / ward er vondem Hertzog in Oesterreich Leopolds angehalten / und wegen derüreitiakettm dieser beyden / desgleichen / well er die Unruhen INSic.stm MtechM Kayser hernach selbst so lange ge»
fangen gehalten/ biß er an. ny4 versprach/ i°°°o°marck silbeisdem Kayser / und z oooo marck dem Hertzog zu bezahlen; wrewolcn.jedoch nicht alle scribenten wegen dieser summ mit einander uberemüimmm. (siebe RichardusI / o°r r.evms Komg in Enarlland/!!. Creützfahrten/u. Leopold / Hertzog inOesterretch.) Der
Nyyy r Kaylek