Band 
Zweyter Theil
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Kayserschickte an. iryr einen Grafen/ namensBerthold / M. ei»ner armee nach Italien / und bekam noch in selbigem mhr seine ge-mahlin aus der gefangenschafft zurück, ic) Nachdem abe^an. i i y4Lancredus gestorben/ gieng Heimcus selbst mit einer grossen armeenach Sicilien/ wider dessen zurück gelassenen söhn W lhelmmn/bekam auch Neapolis und Sicilien ohne widerstand em/ und Wil-helmum samt seinen dreyen schwcstern/ wlcwol nicht ohne einigebeschuldigung des bckrugs und gebrochener treue/gar gefangen/liesse dene auch nachgehends im gefängnus elend/ und wie dieItaliäncr klagen / nachdeme man ihn zuvor geblendet / und damiter auf allen fahl keine linder zeugen konte/ entmannet dahin ster-ben. Mir sich sclbstaber nähme er die krön den 2; oct. zuPalermo an.Er verfuhr auch wider einige rebcllen sehr grausam/und nahmunterschiedliche mit sich nach Temschland gefangen; wiewol dieneuere sertbcnten von der grausamkeltdes-KamerS hier vieles ^0"-iN'en. (i) An. ny; suchte der Pabst den Kayser zu einer cleuir-farth zu bereden/es hatte aber derselbe keine lustdarzu.>») Viel-mehr war er bedacht / seinen thron recht zu befestigen / und brachteesdahin/daßdieStandcscinensöhn Fridericnm zum RomlicycnKönige erwählten / ungeachtet selbiger damals nur .jähr alt war;

ja'ersuchtc dieKayser-würde gar an seinhauferblich zu bringen/

und that den Ständen einen vorschlug / krasft besten er Neapel undSiellien mit Teutschland vereinigen wolle / auch andere wegen derlucceNon l,l den Reichs-lchcn den Ständen angenehme verord.Iiungen machte/hingegen von denselben verlangte/daß sie dasKayserthum erblich bey seiner fanulie lassen sollen. ES haben aberdiemeillen Fürsten nicht hicreinwttilgen wollen / daher der Kay,ervon sich selbst wieder von dem anstichen abgelassen, o) Mulerweilercbcllirten die Stcilianer aufs neue/ inachkcn auch einen eigenenKönig; daher der Kayser an. i > y6 dahin gieng / und schr.graistamhandelte/wie erden dem wider sich aufgcworstencn Konlg einecronc vvn glücndem eisen aufsetzen/und sie mit nagle« auf bestenkopff schlagen lassen. Weil er auch einiger verwandten stinergemahlt« nicht verschonte / coiNpirirke bugelbewider ihn / und alser an. 1,97 zu Messina mitten in diesen iinrnhm miveimnthrtstarb / argwohnte man / daß sie ihm selbst mit gisst vergeben. 9)Jedoch zeigen andere seribenlen an / daß beydes Constanua schoneinige jähr vor ihrem qemahl/und zwar bald nach der vbgcmeldicnunglücklichen bclagcrüüg Ncapolis/ lodcs verblichen/ und dannauch der Kayser sechsten erst au. - 200 nicht z» Acessiiia / svudercn zuPalermo verstorben seye. Sonst starb er auch in dem Pabstlichenbann / womit ihne Iniioeentiuslll beleg! haitc/weilen crdlciähr-liche lchen-erkantlichkeit nicht solle abgestattet und auch sonst ui dc.stcllung der Blßlhiimmern allerhand ungebührliches vorgenomcnhaben. ??) (siehe Constantia.) Sein söhn war Fridericus II /von dessen gcdurt aber wundcrltche dinge angefuhrci werden, esieheFridericus II / Kayser / » Loiistantia/ Henriei VI gcmahlln.)

conk. lir. tecz. k, Lc 8. (k Ot-ro». Lix-r«F. .18 2». 1169 9. 162. /.---v-i-o/ä.» IVor/I-o/ori'z. Vl.rrc. 29. r. 1 9. ;8;. 60-/0/»-. Oo/o». 28 ci. 2. 9.

2.4;. U»-^e»-F. 28 22. 1191 9. 2;r.^/sett. § 7 »,/. 26 211. iia6. (c L /,7 7 vto» 7 .Lere» 28 211. 1,8;. ^7»o/ss, L»sec. I. 4 c. ; 9. ^87. O/,ro» L7e-/crs. 2p.L 1 ei/-o»r, r. 1 p. 4Zl 28 22. H90. (ci Otto 8e L. 8i/-r/ c. r8 2cj 2n. ,186 9.r,i Oo</e)r. Otters. pLrt. 17 in lln 9. ;22. Otto ktt/ cki02. I. 7 9 166.

-/e//o-l-e</e»in vikHcli2r8.1 f>. 66;öc7!i. ^ 4 r»o /8 ;c.!4

9. ;Zo. ^/ser 7 . § 7 » 8 . 2ci 22. 1184. U--//>erF. 9. rry. ^//-crtt«» 2cl 22. ilS;9 ;6?. (e Litte». §io» 7 . §ere».; Ooc/e/r. Lo/o». 262«. 1191. Otto -/c L.F/«/ c. ;; 28 2n. 119». ^/sctt. §728. 2ci 211. I 192. Ur/fder^. ci. 2.9. 2;?.^ 4 r»o/ 8 . 7 I. 4 c. 4 9. ZZS. (/KsFer. -/e tto-vo^o» L,in,il. 92c,.xosi. lud 8.icti2i-8. I 26 22. 11 19. <,89. (g 8e Orctto 26 2N.

1191 v. K99. Lo^tt. cte rro-vec/e» ci. i. (gg i. ; c. 15. (!> O/---0».

öc Lto/icr»--/. -/c §.Oe2m«»o 2ci 2:>. 1291. c. p. 7>l

>. Z c. u!r. ^>no/</. 7 »/-, >. 4 c. ; p. z8y iec;. O//o c/e5. c. Z7.2ci 2n. 1190.(1 L/»-o»r.§ttc/e»-/>»»-^.26 2n. 1191.(lc Lo§e»-. üc r/o-vo-/. >. c. 2<j 2». 1192 Üc iccjH. O<>»-o»r, Lc>o/>o»-/>. 2c! 211.H92, 1194. Äcrc/. 2c! 211. 1192 öc l 194. 6o-/c/>. Oo/o»». n. 2, Otto«to §. N/«/. c. ;8 2622.1190.6oöc/. ?c»-/o»r. Lolniocir. Lr. 6c. 61 p. 27s(I Otto c/e §. L/-r/ c. i9 lcqq. ^»no/c/. r.«/>oc. I, 4 c. 20. U--//-0--F. 2cj 2».H9Z lsH. Lko»r. cic (Zuelst princ. 26 .rc>. 1192. Ooc/c/»-. Lot.

sci 22. 119,. L/tto». 2ci 2N. 1194. c/o §. Oe»»»/;». 26

sn. II9; scci. ^k»o»r. e»/r»rc»»/". 2 ci cici. 22 . r'»//<r»r i. 5c. 16. (,II c»»-o»».2-«^»//«»». 2ci 22.1195. (2 Otto c/e §. 8/«/ c. 4Z 26 22. 119; Üc c. 4^ act22.1197. 6oc/o/>. Lo/o»r. 2ci 22. 1146 y. 262. 2ci 22. 1197 j?.

^k7»oÄ. 6»/-. I. ; c. z p. 440. ^//s. Ä«/ 2>i 22. 1198. const ?/-/-/»r^e»-2ci Vici-12,-. I. 1 tir.rp. 14;. (0 Oc>-2»o/. T'r/t-c»-. <1112 Imp. cic-c.rc. 19. O/»-o». .vr. Lc/^. j'. 2.0 ,-. Oo/-c/. Nc'/. Oo/»»»oc/»-. 2r. 6 c. ÜI co2t'.

ci. I. p. 66 leg. (9 ^//>. Ä-,/ 2c! 22. 1197. ^t»»o// I. ;c. I leg, LoFe»-. t. c. 9. 77?. Ottoc/e 6. U/4/. c. 4^ 9. 2.2.2. O'o^o/-. Oo/o?».9. 26-. Oose/r». ?e»-/ colmocic. 6. >. (99 kttt/2»» i. c. 17. ^

^cnricus VII, ein gebvbrncr Graf von Luxemburg. Er wurdean. i zc>8 »ach Aldcrti I tod zum Kaystr erwählet / und an. i;v9zu Aachen gecrönet. Er nahm die Longobardifche Crone zu May-land » und die Römische erhielt er an. izir durch drey Cardinale»Pabst Clementis V, der zu Avignon saß, Legaten; jedoch so, baßder Kayser auch in selbiger zeit niemals mcister in Rom war, lindmitten in der stadt fast täglich wider die trouppcn Robcrti des Kö-nigs von Ncapoli und der Guelphischcn lEim,, deren häuptcrcdie Orsini waren, zu fechten hatte, auch endlich, weilen kein Mittelwar, die feinde aus 8. Peters kirchen zu vertreiben, sich begnügenmüsse , die crönung in der kirchen von 8. Johann im Umccs» zuempfange». Also gieng diesem Kayser fein rühmliches vorhabennicht völlig von statte», da er meinte das Römische Reich Teut-scher --2tt»„ wieder in vorige Hoheit zu setzen, Massen zwar die stadtMayland ihm die thore öffnete, andere städte aber, worunter Flo-

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rentz zwar wohl von dem Kayser ernstlich bekriegt, aber HM «st,malen zum gehorsam gebracht worden, wobey noch dar,» dessenarmee, ,o anfangs zimlich starck und zahlreich gewesen, end u>gar sehr zerschmoltze. Endlich, als er aus dem Flvrentinischen Lnen abzug nehmen, und auf dieser stadt vornehmsten helffer undseinen ärgsten feind m Italien , den König Rodertum, loßaetMwolle, starb er zu Bonconvcnt ohnftrn Siena den i4aua an nnInsgemein wird dafür gehalten, er sey von einem Dvmiiiicnne -Mllnch, namens Bernhard Ne m»2is ?o>iri22o, welche» die Flo-rentiner hierzu erkanfft, vermittelst einer vergiffteten Hostie hmne'.richtet worden, welches aber die Catholischen nicht einräumenwollen, wildern vorgeben, er habe sich durch den rothen Italiäni-schen wein z» starck erhitzt, und die rothe rühr darüber an den HMgezogen. Es sind auch in der that sehr starcke beweißthümer vor-handen, daß ienes gejchrey falsch sey, Massen erstlich Johann Vil-la«!, ein Florentiner, der zu dieser reit gelebt, und was voraienaevon zeit zu zeit aufgeschrieben, umständlich meldet, wie derKayserschon vor ,einer adreiß von Pisa sich etwas unpäßlich befunden,hernach in dem Senesischcn, wodurch er zur Neapolitanischen»-pccimon reifere, iminer kräncker worden, so daß er sich der bädervon Macercto zu gebrauchen nöthig erachtete, von welchem orter sich endlich gen Bonconvento bringen lassen, und allda gestor-ben ,eye. Wobey zwar nicht zu läugnen, daß Villani sonsten fürsem Vaterland zimlich p-tt.omrc gewesm, aber auch dabey diesesgewiß ist, daß, wo zu selbiger zeit nur dergleichen gerächt um Flo»rentz herum ergangen wäre, solches von ihme nach der auch in an-deren dingen habenden gcwohnhcil nicht wurde verschwiegen ge-blieben, und wenigst öffentlich widerlegt worden styu. Sonderlichwäre die>es mauns gemüth von dergleichen arglistigkeit entfernet,welche müsse gebraucht seyn worden, wo er die umstände von demansang dcsKayfers krauckheit, und wie solche allmählich zugenom-men , bis sie deine zuletzt den tod verursachet, zu verdeckung derIchand - that seiner landsleuten, gämzlich erdichtet hätte. Zu ge-jchweigcn auch, daß er viele andere Missethaten der Florentineruuvcrhoteu tcmeu fchrifften einverleibet hac, welche denensclbennicht mehr ehre machen, als die verqifftung dieses ihres hefftigstmfeinds thun mochte. Allein zu diesem ersten bewcißihum kommtnoch ein anderer viel stärckerer hinzu, daß nemlich die gemahlinund erbe» dieses Kaysers, als das geschrey von dcrglcichen thatetwas zeikchemach auskommen, deuiBernhardo äc mome voimLnoein schrtffclichcs und wohl verwahrtes zeugnuß seiner Unschuldgegeben z ivelches von Leidnitio in seinem LoMcc juri; 6emiu>i>omzr-co von Wort zu Wort eingebracht worden; wobey dannnicht m zwciffet zu ziehen , daß dieser sich der Wahrheit solchen iu-sirumeius wohl werde versichert haben, ehe er es dafür ausgege-ben. Sonsten brachte Heimcus vn die Cron Böhmen < durchhcyrath semes sohns Iohannis mit Elisabeth der tochter Wences-lai iv Königs i» Böhme», an. izn anseinhauß, und besiehe da-mit diele« seinen jvhN. L^»»»-«-/«- cie I4c2nco VII. Hett.

§tt»-o in 2222I. 2ci 22. >zo8. ^/^ettrri in csiron. 2>i 22.

in csicon. ttlrlsiug. IuN. kicircnrin.

liillori2 Itcnrici VII. csicon. 89ir. I 7 c. !2. spicgci

cicr esircn 9. 162. xjs vc 10 morcii c:en, quo tlenncui

VII ob.ik. *

^cnricus VII, des Kayscrs Friderici II ältester Printz auserster ehe,2) bekam von seinem vatcr das Hertzogthum Schwaden,

er aber noch „mg war, wurde ihm Engclbertus, Grafvvn Jsin-durg, imd nachdem dieser an. 1224 umgebracht worden, Ludovi-cns , Hertzog von Bayern , zum Vormund und Ncichs-vsisrio audie leite gesetzt, Er verwaltete auch anfangs die regierung mitgrvsicm rühm, hielte unterschiedene Reichs-täge, c) ließ sich aberendlich von dem Pabst Gregorio IX wider ftincn vater verhetze»,und machte mi. i2Z4 anfdcm Reichs-tage zu Bovpart mit einigenTcutichen Ständen, und mit den städtcn in der Lombarden widerdeisielben einen dund. <!) Der Kayser Fridericus II aber kenn ei-lends aus Italien in Tculschland,iind hielt an. 12z; cnien Reichs-tag zu Worms , allivo er die sämtlichen stände über semes johnesmißhaiidlnng erkennen und urtheilen ließ. Vermöge dieses urtbeu)ward König Henrich zu Worms arrcstiret, und nach Heidelberg ,vonIanneii nach Alzen, endlich in Sicilien gefnhret, allda er nachfunffiähriger gcfängniß starb. H Seine gemahlin MargarelP,des Hertzogs Leopoldi von Oesterreich tochtcr, gebahribm r M-tzen, Fridericnm und Hcnricum, welche aber von Manfrcdo, Mderici II n»ächtem söhn,mit gisst hingerichtet worden.!) ^

»-»ctti 2ci 22. 1141. 7'4ä„.-r». 9. ;8;. Oo-rr. ll7Ae»-F. 28 22. »r -

(b /-/. I. c. Lc 2ci 22. 122;. Ooc/s/»-»^. Oo/on. 26 22. nrr. ^ 'O/,»-o»r 5 c^»r. z» 22. irr;, 1224,122;, 12:7. (c!

2822.1214. (c 7 -/em 2822.12;;. ?2</. 2822.12;2. ss-" .'

§ 72 -/. 28 22. irr;, c/tt0». 28 22. 12,;. Ottre. Sl>

22. irr;.

6enricus Raspo/ Landgrafvon Thüringen linssHesscu,H^manni I söhn , und Lndovici VI brnder, ->) wurde anfvcranlW vdes Pahsts an. 124; wider Fridericnm II zum KmMund an. 1246 z» Aachen gecrönet, si) hatte auch amaM s»fortgang; dem, er schlug Conradum, Friderici söhn, oMFranckfurt; belagerte aber hierauf Reutlingen und Ulm bens, und wurde an diesem letztem ortverwundct; worausnach Wartburg ohnweit Eisenach zurück zog, allwo er a»-emem durchfall starb. -) Seine feinde hmOn/hu

Röntg / weil er von wenig weltlichen Fürsten, und nur vo»