Band 
Zweyter Theil
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Mchlier. Ek Machte gute gesätze, und erweiterte ferne Herrfchaff-fen. F>eL»-o». snki<;. remr.

Hobbestus/ (Thomas) ein berühmter Engelländischer k!>üo--dpku-, war den caprilan. -;88 zu Malmesburv in Engellandvon einem Prediger selbigen ortö gcbohren, und zwar so käme erallzu früh z»r wett/als seine mutier aus schrecken rvegen der damalsaufder Britannischen see schwebenden Spannischen so genanntenunüberwindlichen flotte vor der zeit genast; daher er anfänglichsehr schwacher und zarter natur geweftn/die er aber durch bequemeund offcmalige leibes»ubungen sehr wohl zu verbessern gewußt hat.Als er m der Lateinischen und Griechischen spraach einen gutengründ gelegt, wurde er an. 160; nach Oxford geschickt/ allwo ersich gantze; jähr aufhielt/ und insonderheit aufdie >ogi-und pkyücnach berAristotelische art sich legte/auch dastlbstnsccsixureus wurde.Als er -o jähr alt war, kam er zu dem Wilhelm Cavendish, so da-mals Baron von Hardwick war, und nachmals Grafvon Devons»hire wurde, allwo er seinen ältesten söhn,der fast gleiches alters mitihm war, mkormirte. Hierauf that er mit dem jungem Grafen einereiß durch Franckreich und Italien , und erlernte selbige spraachen.Als er bey seiner ruckkehr sahe,wie dieAristotelische pkiio-opk-e zim,lich verachtet war, ließ er selbige fahren, legte sich hauptsächlich aufdie Griechische und Lateinische spraach, und aufdie puchc. da erdann die Lateinischen Eoricos undPoeten fleißig laß,und imGrie-chifchen den Thucydidern, welchen er auch in die Enaelländischespraach übersetzte, damit er seinen lands-leuten das elend, in wel-ches sie sich durch die clemorrscische regierungs - form stürtzen wür-den , mit traurigen exempeln vor die äugen legen möchte. Er warauch bey demBacone cieVerulanüo undBaronHerberten vonCher-bury gar wohl gelitten. In demstlbigen jähr starb der junge Grafvon Devonshire, da der Vater schon s jähr zuvor verstorben war.An. iüLy wurde er von dem Gervasio Elision angesprochen, feinensöhn in Franckreich zu führen, welches er auch annahm. Aufdieftrreist begunte er des Euciivis ciemems fleißig zu lesen,welche er auchsehr liebte. An. 16; r wurde er von der verwitkibten Gräfin vonDevonshire wiederum verlanget, daß er ihren jungen Herrn mtdc-i»irrn solle. An. 16; 4 führte er ihn in Franckreich, und als er zuParis war, fieng er an die natnr etwas genauer zu untersuchen, in-sonderheit aber untersuchte er den -osckLmLium der natur, undrommunic-rte darüber gar fleißig mit dem Marstnno, Gassendo undandern berühmten leuten. Von dar gieng er in Italien , und com-municirte zu Pisa mit dem Galileo Galilei sehr fleißig. An. 16)7kam er mit seinem jungen Grafen wieder zurück in Engelland. AIsindessen die Schottländer nnruh wider den König anßengen, unddie Beschösse, so derselbe in Schottland eingesetzt, verjagten, fienger an vor denKönig zu schreiben,woraus das buch <le cive, und nachdiesem der Leviathan entstanden. Wie dann gewiß ist, daß der Ver-druß über solche innerliche Unruhen die vornehmste ursach gewesen,daß Hobbcs auf so harte Meinungen gegen die fteyheit aller völckemverfallen ist. Da aber an. 164c- das Parlament zu sitzen anfieng,und man gleich bey dessen ansang sahe, daß es zu einem'innerlichenkrieg ausfchlaqen wolle,da zumal diejenigen,so vor denKönig schrie-ben, viel ungelegenheit hatten,achtete er es vor sich nicht allzu sicher,in Engelland zu bleiben, wandte sich dannenbero nach Paris . An.1641 fieng er an mit dem Cartesio zu cor^lp-mkiren, wurde auchdamals in vielen mLrKemxrjschen streitigkeiten conk,i>ret. Indessen nahm er sein buch <le cive von neuem vor die Hand, wodurch erseine lands-leute von ihrem bösen vorhaben, welches sie wider denKönig hatten, abzuziehen suchte.Als in demstlbigen jähr viel grosseaus Enqelland in Franckreich kamen, und mit ihnen auch der da-malige Printz vvnWallis, nachmals Carolus II, wurde er verord-net, ihm die mrrk-iin beyzubringen, da indessen durch Mersennrsorgfalt das buch -ls cive an. 1647 zuAmsterdam gedruckt,und nach-mals durch des Svrberiivermittlung an. 2649 in das Frantzösischeübersetzt wurde. Weil er aber den ttuö-i-allzusehr oblag, wurdeer unvermuthet mit einem fieber befallen, daß auch niemandänderst dachte, als daß er darauf gehen wurde. Mersennuszwar und andere bemüheten sich, wieste ihn zu der Catholischenreligion bringen möchten ; allein er wolte nichts davon hören,und sich aufnichts anders, als der Engellandischen kirche gewon-heit weisen lassen. Au. i6;i kam sein Leviathan heraus, darinnener des Königs gewalt, zumal in geistlichen dingen, ausführte. Aisnun von selbigen einige exemplarien in Franckreich geschickt wur-den, waren die Engellandischen 'rbeMoZi, so um den Printzen wa-ren, gar übel damit zufrieden, und weil sie daraus viel grosse Irr-thümer ziehen wollen, wurde ihm der hof verbotten. Weil er auchdarinnen des Pabsts monxrckie angegriffen, und sich derenthalbennicht allzu sicher zu Paris achtete - gieng er mitten im Winter nachEngelland. Ob er gleich mit einem magen-steber befallen wurde,kam er doch zu voriger gefundheit.An. 1S52 lebce er zu Londen,und machte dafelbst mit Wtlhelmo Harveo, Ioh. Seiden» und anderngute freundschafft. An. 16;; kam er wiederum zu dem Grafen vonDevonsbire, und wurde daselbst von allen ansländern, auch vor-nehmen Gesandten und standes-personen besucht. Allda schrieb ersein buch lle corpore, und bald baraufden tractat cle komme, hatteaber indessen mit verschiedenen einige streitigkeiten. Als an« 1660Carolus II wieder in Engelland berüffen wurde, wartete er so fortdemstlbigen auf, und kam bey ihm wieder in vorige gnad. An.iüüZließ er seine schrifften zu Amsterdam zusammen drucken. Als an.1669 der Groß-Hertzog von Florcntz nach Engelland kam, hielt erselbigen sehr hoch,und besuchte ihn zum öfstern.Indessen fieng manan seine pkiiofavkie auch auf»csciemiLn vorzutragen, und da unterandern Daniel Scargil einige lehr.sätze heraus zog, wurde er darü-ber von der 2»kemie gejagt. Hobbes beschwarte sich zwar darü-ber, konte aber nichts erhalten. Nach diesem hakte er mit dem Io.

halln Fell einen neuen streit, als welcher in des Wood snngui»«.kus Oxoni-MÜKÄS verschiedenes von Hodbesii leben ausgestrichenund geändert, welchen eraber bald ligen ließ. An. 1674 begab ersich von Londen aufs land, und lag allda der po-lle, pküoto piue undmachst: tu seinem hohen alter ob. Im oct. an. 1679 erkranckte eram stein, und ob er gleich sich nebst seinem Grafen nach Harwich dringen ließ, wurde er doch bald darauf vom schlag gerühret, daßer den 4 dec. an. 1679 starb. Er wird von vielen bald vor einenMeisten, bald vor einen Naturalisten angegeben; von andern aberentschuldiget. Seine schrifflen ausser den bereits gedachten, sind:

clsmentL pkNvtopki-e, ubicle corpore, öc Ne riscurs kominis sgic ^lle liberrsks, necellirsee öc csto; «le principiis öc rsnocinrcio-ne geomekrsrum; llisIoZuz pkylicus «lc oaruc» seris; <lc Uupli«csrione cudi; gueärarurs circoli; rolerum geowerricum; lux mscks-wstics; Ns beilo civik Lc.wvrUNter die Vornehmste»

an. lüL8 zu Amsierdamm einen guarc-band zusammen gedrucktworden; auch verschiedene andere in Englischer spraach, welcheauch allesamt ins Latein übersetzt, samt denen obigen heraus gege-ben werden sollen. ^s-^.klst. Lc LN'.i^.Oxo». r°rp.z?b.

Lrc-?,«»» poki. psrLil. LH'/»- *

.-v'-. mricpc ^jtauvcii / vaßAU/

des MühvMkts Vetter und eydam / dessen rechter Nachfolger sey /und nicht Adubeker / wie dir Lürckm vorgeben. Hussein war derAli anderer söhn / und wurde in derschlacht bey Kerdella UnweitBabylon umgebracht. Dieser bruder/ Hocrn und Hussein /wer-den von den Persianern sehr hoch geehm/als welche jähtttch ihreftst'tage mit grosser toienmrät bis gegen abend feyren / wobey dasvolck immer schreyet: Hussein Hocen / Hocen Hussein. Die artsolcher seyet bestehet dämmen: Das volck in verschiedene gesell»schafften zertheilt / msrckirt bey der gaii-ris hm / allwo derKomgsich befindet / die eeremonie mit anzusehen; eine jede gesellschassthat eine sänffte nebst einem sarge, so von 8 manneren getragen wird/und mit alias / so mit goide gestickt / bedeckt ist; vorjegUcher gesell»schafft werden; Hand-pferde gesühret / deren decke von gleichemzeuge ist / um die pscrde vorzustellen / aufweichen bemeldte Fürsten gmtten find/ wann sie zu selde gezogen sind. Der Könrg aberzieret das festchamit/ daß er die ihmvon den Königen von Indien geschcnckre elephanten sehen lässet/ die allesamt auf gleiche weise ge-schmückt sind/ aus deren einem ein Offictrec mit der Königliche»eNänciarcc sitzet.Darauf grüsse» die elephanten den Sopki, indem sieihren rüssel aus die erde legen/ und mit ihren füssen auskratzen.Nach allem diesem redet der oder gesctz-lehrer und Priesteeetwas von dem rode des Hocen oder Hussein / woraus ihnder 8»pk«mit einem prächtigen kieidebeschmcket. ^EEr-vo^ge N-kekL.

^ochberg / das Marggraffchum (siehe Hachberg.

-Hochburg am Inn / ein altes mit dreyfachen Mauren umge-benes schloß / aus «nein hohen gedürg am Imr-stnß/ gehöret zut:Cammer nach München / und stehet in kirchen-sachen unter Frey»sing. Der vierecklchie thurn daran ist auf allen sctten-eme klaffteedick / und mag / da die beschdungen noch gebräuchlich / bequem ge»wesen seyn / denen/ so sich des stroms bedienen wollen/ zu schaden»In dem drevßig'jähngm krieg haben die Schweden das schloß irrbrand gesteckt / und sonst in dieser gegend sehr übel gehanset.

p. 17z.

Hochburg/ Hachburg/ Hachenburg / Hochinburg/ darMarggrästiche ge>chiecht (sitze Hachberg.)

Hochelaga/ war die Haupt-stadt in Canada / als diese Pro-vintz von den Europäern entdeckt wurde. Sie war mtt; wällen vonboitz umgeben / dre über - ruthen hoch und oben spitzig und schaisswaren / hatte mir ein thor/ und war nach ihrer weise mit pftilemund riegeln wohl befestiget. Sie hatte zc> grosse Häuser / in dermmitte allezeit ein hos war / und darinnen ein platz / wo sie feuev-an-zumachen pflegten. Es lag dieser ort in dec lustigsten gegend deSlanvcS / weit von der see entfernet / und war die restdentz ihrer Kö-nige / welche sie auf ihren schultern zu tragen pflegten / sitzende aufernem tepvich von feilen gemacht. 1.4 p. 9-.

Hocheneck/ siehe Hoheneck.

Hochien/ eine stavt in China / in der Provintz Pekin/ welche17 andere städte unter sich hat.

Hochkirchen / eine Freyherrlichrfamlie an dem Rhein-strom.Von derselben florirle nach ansang des 18 lccuil einer als Ehur»Psältzischcr Cantzler in den Hertzvgthümcrn Jülich und Berg/ undan. 1704 blieb ein Freyherr von Hochkrrchen als Kayftrlicher Ge»neral im treffen mit den Frantzosen bey Speycrdach.

Hochländer oder Berg,Schotten / werden die halb-wilde»einwohner m Nord-Schottland genennet. SrHselbst aber helsse»

ist der rücken oder das höchste theil von Schottland . Sie wohne»vornemlich in der Provintz Braid-Albain/ wie auch in den benach-barten gegen nord-und nord-westen gelegenenprovintzen / und sind»noch eine überbleibung von den alten erngebohrllen Schotten; weildiese ehemals aus Jrrland kommen / so ist auch ihre spraach nochein ciixicÄus von der Irrländischen/ mit viel untergemischten Wor-ten aus der Brittischenoder Gallischen spraache. Sie halten sichallein vor die wahren Schotten/ die andern aber vorausländer/und nennen die in Süd-Schottland s-m-ns. d. i. Sachsen / die inNord-Schottland 6NN, d. i. Gallier'. Dieungemein harte lebens«art ihrer vorfahren haben sie noch beybehalten / und lachen die an-dern aus / als lenke / die sich durch Weichlichkeit und Üppigkeit bäh-ten einnehmen lassen. Ihre kleidung bestehet aus einem engen rock/-er biß an die knie sehet / mit kurtzen ermelri/ und an Wen tragen