Band 
Zweyter Theil
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sie schuh von rohem kder /so biß uberdre knochel gehen/ dA übrigebiß an das knie ist bloß / auch tragen ne keine Hosen. See lieben schrdie bundten kleider/ sonderlich die blau und roch gestmffte. Srefind sehr starck/ und so abgehärtet / daß kem menich n Europa soviel auM-cn kan wie sie; leben überaus mäßig von chrem silchen /sagen / und von der milch und fleisch ihrer heerden. ^hre gewöhn»liche nahrung ist halb gekochtes sieisch / m eurem mn warmem was-ser angefüllten ledernen gefäß/nnd wenn sie der Hunger ausdec>agvüberfallt/ essen sie auch das wildpratb roh. Die 'aWn unter chlientrincken nur bloß wasser / einige walchen ein gewisses kraut hinein/und andere trmcken die brühe vom sieisch. Wenn sie einemachen wollen / nehmen jie molcken/ welche jie vrel >ahre alisbehal-ren. Wein und brandtcn-wetn lieben sie auch. Don «ersten lindHaber machen sie ein nicht unangenehmes brodt/ davon sie des mor-qens ein wenig essen / und sich damit biß auf den abend begnügen.Zu Hause schlaffen sie auf der erde /und streuen ein wenig graß un-ter sich/ wenn sie aber die nacht >m freyen feld uberfallt/legen sie sichnieder wie sie sind/ und seyn unbciorgt/wenn sie gleich gantz ver-schneiten ; ja wenn sie gleich bey den c-vinss-lenScholten sind/wolicnsie sich doch nicht in ihre better legen. Sie geben sich zwar vor Chri-sten aus / stecken aber in grosser finsternlß/und lurcyien weder Gottnoch teufet/sind dabey boßhafft/ raachgierig und grau,am. Lietheilen sich in viel stamme ein / welche sie osns nennen / davon je»der sein Haupt hat. Weiland haben sie den andern Schotten durchihre räubereyen viel Übels gethan/ biß zu ende des 16 das Par-

lament in Schottland verordnet / daß diejenigen / so man von lh»uen ertappen würde / den von ihren landsleuten verursachten scha-den ersetzen/ oder mit dem leben bezahlen sollen. Ihre waasien lindsturmhauben/ pantzer/ schild/ pfeil und bogen / wie auch bey erlü-gen degen/ wie sie denn sehr feine degen-klingen machen/ die iienach Evenburg zu marcktc bringen. Ihre groste smd.i.un,st schonek-oii.w waffen/ und schöne reich ausgezicrte geigen zu haben/indenrsie ungemeine liebhader der music seyn/ welche aber/ wie leicht zugcdcncken/hierin land von nicht garfurtrcfllcherartlst. Weilensonst diese lcut zum rauben und beut machen sehr geneigt / und dieHeutige Englische regierung sich durchaus wenig gutes zu ihnen ver-stehet; so wird eben anjetzo (an. 1725) grosse mühe angewendet/sie/ so viel möglich/ru entwaffnen. amic. llemcr.

^ochstädt/ eine Pfaltz-Neuburgische stadt an der Donau/an -derchalve mcil oberhalb Donawerth und eine meil unter Drllin-gen/ gelegen. Selbige soll den namcn führen von derRomcr hohemlager. Es «st eine kleine stadt / treibet mit vieh und dem feld-bauihre nahrung / und hat gegen der Donau ein schloß. Nach dem ro»de des wider Kayser Heinrich den IV aufgeworffenen Honigs Ru-bolphi ward Hcrman von Lützenburg von den aufrührischen Stän»den wider den besagten Kayser erwählet / welcher gleich darauf ei»rren sieg bey Hochstadt wider Fridrich von Hohcnstauffcn/ wel-chen der Kanscr in seinem abwrscn zum Sladthalter verordnete / er-hallen / und darauf Augspurg belagert hat; wtewol andere sagen/daß es Hochstädk in dem Stifft Damberg gewesen. An. 16,4 habendie Croaten allhier grausam gehausct. ES ist aber vieler ort sonder-lich merckwürdig worden/ indem der Churfürst von Bayern denGrasen von Styrum den lo sept. an. 170; hierscldst geschlagen/hingegen dieser den Kayserlichcn beygebrachte streich den 1; aug.an. 1704 von dem Pmitzen Eugenio und Hertzogc von Marlebo-rough so wohl an den Bayern als Frantzoien gar nachdrücklich«csetzt wurde/ wobey deren gegen 20020 mann aus der wahlstatt/und wol 12000 nebst dem Frantzösischcn Marschau von Lallardgefangen/ blieben. . 47-/0^. sn. >7049.

L84. t« r/c

hochstcde / hochstädt / eine Adeliche und nunmehro theilsFreyherrliche famstie am Nheine/welche vor alters den Grafcn-stand geführet. Bucclinus fängt deren stamm-relhe mil Srbodo/Grafen von Hochstcde/ an. 92« an / dessen nachkommen sich desGräflichen cN-rEers biß nach der mitte des i; N:culi bedient haben.Lotharius starb an. n->2 alsBischoffzuLüttich/ und hatte ein fahrvorher die Ertz-Dlschoffliche würde zu Cölln ansgcschlagen / zuwelcher an. 12;? seines bruders Theodonei cnckcl/ Graf Conrad/gelanget. Derselbe kanffte von scinem bruderLotharlo vollends dieGrasschafft Hochstcde / wendete sie dem Ertz-Sliffle zu/ und starban. 1261. Dahero dessen nachkommen den Adel -stand angc»nominell/und sich Herren von Norlhausen und Niederster bcy-genannt. Von denselben florirlen an. 1662 drey drüder: 1) JohannMichael/ als v-c-nu- des Gefürstekcii Sliffls Fulda; 2) GerhardWilhelm / als Pfaltz-Ncudurgischer Krieqs-Rath ; und;)Hcr»mann / als Psaitz - Neuburgischcr geheünder Rath und Hof-Marschall. Der letzte hinterlteß 2 söhne/ Philippum Conradumund Zohannem Adolphum. An. 1717 starb zu Heiden plötzliche,ne von Hochstcde / Ober-Hofmeisterm der verwlttibtenChurfürstin in der Pfaltz.

-Hochftetter / ( Andreas Adam ) war den 1; jul. an. 1668 zuTübingen gcbobrcn. Nachdein er zu Böllingen , Tübingen undsonderlich im klvstcr Manlbrunn unter Christoph Zellern den gründseiner studien gelegt , ward er unter die ltipLnMsten der acadcmiezu Tübingen aufgenommen. Hierauf gieng er nach Straßburg und hörte daselbst Seb. Schmidten , die Fauste, Zentgraven undzu Basel Durtorffen, so dann wandte er sich über Ulm, Nürnberg und Altorffnach Jena/ Leipzig und Dreßdeii/ allwo er von Svenerund Carpzov viel lernte / und sich hierauf einige zeit nach Wit-tenberg begab. Von hier gieng er nach Franckfurt an der Oder,und durch Nieder-Sachsen nach Holl-und Engelland. Von JsaacAbendana ließ er sich im Rabbinischen unterweiftn/und machte sich

hoc

die Englische spräche so bekannt, daß er unterschiedliches d^zinsLatermiche übersetzet. Aus Engelland ward er von demürL-ore des Hertzogihums Würtemberg nach Hause Haussen .wßanfänglich zum . hernach aber an. 1Ü97LMLorcl. zu Tübingen gemacht. An. I Üy8 bekam er die 1-k'okIncm orMnsnsm mors!,um. Im jähr 172; erhielt erdiei-mf lss'7excrsorcl.. ward inisieSorder liipcnll.steu und vefper-Prediae'rdas jähr darauf?2ssor und Lupci-iurenclcnz , wie auch krok.orclinsrius, und an. 1711 Coiillssorisl-Rath unbOder-Lvf-Pp 7 i'ger zu Stuttgard / von dar er aber 4 jähr darnach wiedernach Tübingen gekommen/ und feine ämtcr mit fleiß und treu ^waltet / allwo er auch am 27 avril an 17-8 als n°L°r 7und / wie er selbst gemeldet/ um so viel vergnügter gestorben, weilvon seinem Vater zum tode vorbereitet worden,

von gelckrkc» sscllcn sn. 1717. -

^ochstrat/ (Jacobus) cm Dominicaner von Cölln, wu-d-

also von seinem geburtü-vrte, so in Brabam gelegen, benennet ssstudirte die xlnioioxln- zu Löven/ promovwte auch daselbst an 14«-in^sgillrum. Hieraus wurde ereil, Dommicancr Ii»d vriör des.

selbige» vrdens zu CöllN / auch Ooctor„nd Nroicssorclieoi,,^^ihm dieuntersuchung der ketzereycn in der; geistlichen Churst'Milanden anvertrauet/ worzu er sich nach seiner artgar wohl fchUda er zugleich klüger und Achter seyn wolle, und sich gar nichldU.rcn ließ, denen/ welche er zu sturtzen suchte/irrlhümer undketzmiimohne den geringsten gründ anzudichten. Gleichwie er aber denProtestanten sehr gram war, al,o war er der ersten einer, welcherwivcr Lutherum gejchrieden / verfolgte auch vorher» den Erasmumund Johanncm Reuchlinum / dessen schrissten er wolle verbrenmillassen. Als aber Neuchlmus an den Pabsi -x?eNirte, trugseibiaerdem Bischoffvon Vpeycr die fache auf/welcher durch gewisse dar,»bestellte Richter die fache untersuchen ließ, Lieben Lvchstrahalsernicht erschien/ zu den Unkosten cvnllümmnen / und Reuchlinum Ionsprachen Hermannus/Graf von Nuenar/wuste ihn auch zur E°azu bringen. Denn als er nicht zum besten geredet / stellte criiichiallein in einer toieimcn rede, die er im namcn allcrTeutschen kuL-forum an den zu Franckfurt an. 15 iy neu erwählten Krasser hieltyvor, daß dcrHochsirat eine rechte pest vor Teutschland wäre,sonder»befahl auch seinen Unterthanen, des Hochstrats com cnr nichts mehrvon käse, cyern und dergleichen , wje ste svnstcn jährlich gewchtivaren, zu reichen, welches dann Las rechte mittet war,Hochßra!enzu bändigen, Massen er hierauf, ehe ein jähr verflossen war, Wngebracht wurde, daß er dem Grafen einen schriffilichen wiedm-ssziistellcii muste. Er that hieraufeine reise nach Rom , und meinte,die stäche mildem Neuchlino vor sich gut auszumachen, nahm auchviel rccomm-nllsrioncs und grosse geld-summen mit, ja esliesscn»chdie Cöllnischen rlicoioxi vernehmen, daß,wenn der Pabst nichNM-de vor ihn den ausspruch thun, sie von ihm abfallen wölken; alleiner richtete mit allem diesem zu Rom nicht viel aus. Als er»»»sahe, daß er durch die hierzu bestellte Richter kein gut urtheil be-kommen dürfflc,brachte er es dahin, daß ejn jeder von kc» Richter»feine Meinung schnfftlich eingeben inuste, und die fache darauf !i-gcn blieb. Bey seiner riickreisepassetenihmunterweges,alscromNürnberg nach Cölln reisen wolle,einige von des Reuchlini anhan-ge auf, wclebcn er auch nicht würde entgangen seyn, wann er nichtbey zeilen wäre gcwarnet worden, und dcshalben von dem Marg-grafcn ein geleit erhalten hätte. Es ist merckwürdig daßdicstcgrosse ketzermacher selbst sehr grober ketzereycn beschuldiget, auchzum theil überwiesen worden, wie dann Cornelius Agrippa , mman ihne nicht in ruhe ließ , deßwegen mit einem grossen blichgedrohct hat. Allein seine hefftigkeil gegen andere oyt unschul-dige erhielte ihne immer in sichcrhcit. Er starb endlich zu W«de„2i jan. an 1527. Paulus Jovins will, er sey aus Verdruß ge-storben , weil er mit so vielen maischen schrissten durchgezogenworden ^ so aber nicht statt findet. Er bat viel schrissten hinter!»!-sei, , als i-lsrAsrirsm zillilotopllis: morslis; cleltruülollcm csdllT;

spologts; sliczuoc comrs R.cucklinum; «jclüiillonem vrincipummsnms: Lvnrrs?clru2, kisvcnnsccm; jniiillcsronuin krincssunicMr»euiiclcm ; conkrs Nrezbzrcror conculrinsrios ; cls ^urgskoria; Äliberrsrc Lllriiiisns; cl^ lllle öc opcridus öcc. Lor». c^>Iss I-7-cp. rü. bibl. I. ly. ep. z A- in cio». c.ZY.

in vics keuclilini. ?«>I,il,l. lles Huc. ccvlefl *

'.^ochstraten/ einc in Vrabant an dem flnß Merca , s meile»von Antwerpen gelegene stadt, nebst einem schlöffe , welche uiititnl einer Graffchasst führet, und 18 dörffer unter sich begmijl.Vie gehörte ehemals, als eine Herrsch äfft, denen von Buren, Mwelchen sie durch heyrath an die Grafen von Culenbucg, und vondenfelde» auf gleiche weife an Antonium Lalain , Herr» von Mt-tigny, gelanget, welcher von Carolo V zum ersten Graten mHochstratcn gemacht worden. g-o§r. He,---» !»ss

I. L. c. 49.

^ocke / Hacke / ein Adcliches und zum theil Frevhmkches Aschlecht in Schlesien , welches sonderlich in den FursientWssJaucr, Lignitz lind Glogan bekannt ist. Fritschc midLlicas.M.stunden an. 1294 bey HcnricoLrssso, Heryoge zu BreMyllMi-sein ansehen. Conrad Hocke war an. i;i> bey dem HcMHenrico zu Glogau ein vornehmer Cavalier. Renczko genaunl./o-cke, vcrkaufftc an. i;;? das gut Pctrowitz in dcnsOeWlM 'Georg Hocke von Thomaswaldau war an. 146? BilchE ^ 'deut. Frantz, Königs Matthia Kricgs-Obrister,

147; die stadt Brcßlan wider die Polen , und blieb am >47, .

bclageriing. es schlosses Sabacz. Ein anderer dicies nanum .an. 1480 Hertzog Heinrichs zu Münsterbcrg Reglecmig.-KFrantz Hocke vön Thomaswaldau auf Iackfchenan nü-