Band 
Zweyter Theil
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Amsterdam sehr grosse privaten ertheilt- Cr hinterließ von seinergemahlm Johanna, Hertzogs Johannis lU in Brabant tochter,keine erben, sondern nur einen bastard, weshalben der Kayser Lud-wig aus Bayern mit den Reichs-Ständen einmüthiglich beschloß,daß beyde Grafschafften, Holland und Hennegau , dem Reich Heim-gefallen waren. Dieweil aber der Kayser selbst des verstorbenenW.lhelmi schwester Margaretham zur gemahlin hatte, übergab erihr selbige lande. Diese setzte ihren dritten söhn, Hertzog Wilhel-mum, unter gewissen bedingnngen zum ^mimki-zcore. allein weilselbiger gar übel hauß hielte, übernahm sie selbst die regierung. Mitdieser regierung waren die meisten Holländer gantz nicht vergnügt,und erweckten allerhand Klonen. Etliche erwählten Graf Wil-helmi parthey,und nennten sich Rabeltauer/dadurch andeutende,wie sie ihre gegner gleich kleinen fischen verschlingen wölken, undtrugen allerseits asch - farbige mützen. Der Kayserlichen wittweMargarerha parthey nennte sich von Hock oder fisch-hackcn, damitder Kabeljau gefangen wird, die Hukische / und trug eine rothevier-eckichte mutze zum merckmahl. Anfänglich schlug Margarethamit den suxiimr- rroupxen ihren söhn Wilhelmum, als aber selbigerausTeutschland hulfferlangte,besiegte er die mutier in einer schlachtbey Gravesand. Nach erlittener niederlag entflöhe die verwittibteKayserin Margaretha zu ihrer schwester der Königin in Engelland,Da es endlich zu einem vertrag gediehe, muste sie ihrem sohnPrintzWilhelms, Holland, Seeland und Frießland völlig abwetten, vorihre person aber behielte sie das eintzige Hennegau , wohin sie sich an.i; 51 erhob, und; jähr biß an ihr end daselbst wohnte. Wilhelmus,Hertzog in Bayern , als er 7 jähr nach seiner mutter regiert hatte,gerieth in eine gemüths-blödigkeit, tödtete Wilhelmum von Wa-lermgen, und ward hernach z o jahr im Haag in Verwahrung gehal-ten, bis er an. i; 77 starb. Von seiner gemahlin Mechtild, gebohr-ner Gräfin von Lancaster aus Engelland, hatte er keine krnder,folg-te ihm also sein bruder Albrecht, welcher schon bisher» die regierungsUmimNrirct. Dessen erste gemahlin Margaretha, Hertzog Ludwigszu Brieg in Schlesien tochter, gebahr ihm unter andern kindern diePrintzcßin Margaretha, Hertzogs Johannis in Burgundien ge-mahlin; desgleichen Hertzog Wilhelmum VI in Bayern . Dieserftlgte dem vater, und lebte im ehestand mit Margaretha, HertzogPhilipps des sühnen in Burgundien tochter, erzielte mit derselbendie eintzige tochter Jacobam, und starb an. 1417. Sein bruder Jo-hannes', Bischofs von Lüttich , gab zwar das Bißthum auf, undvermählte sich mit Elisabeth, erbin von Lurenbura, in Hoffnung,dieluccellion desto eher zu behaupten, jedoch behielt Jacoba den platz,und empfiena an. 1417 die Huldigung über Holland, Seeland undHennegau . Ihr erster gemahl war der Dauphin aus Franckreich,des Königs Carole VI lohn, und geschahe die Verlobung an. 1406im fünfften jähr ihres altcrs,als sie aber an. 1417 das beylager voll-ziehen wolle, starb der bräutigam. Der andere gemahl war Her-tzog Johannes von Brabant an. 1418, doch gieng sie nach 4 jährenvon ihm, und konte nicht wieder mit ihm ausgesöhnet werdcn.Dcrdritte war Humphredus, Hertzog von Glocester aus Engelland,jedoch verwarff der Pabst die ehescheidung. Der Hertzog vonBur-gund,PhilippusLvnuz,war auch nicht damit zufrieden,weil ihm sol-cher gestalt die erbschafft hätte entgehen können, am allermeistenaber proieMrte ihr noch lebender gemahl, Hertzog Johannes inBrabant , darwrder. Indem nun Jacoba an. 14;; den 4 ten ge-mahl, Francken von Borsselen, Stadcbalter in Holland und See-land, nahm, wolle sich Philipp der gutige/welchen sie bereits zumerben eingesetzt hatte, diese lande matt nehmen lasten, und nöthigtesie, ihm die Provintzen bey lebens - zeit abzuwetten, und mit einergppLnsßcinHollandvorlieb zu nehmen-Philipp der gütige brachtealso diese lande an das Hertzvgthum Burgund, und folgte ihm Carlder kühne / durch dessen tochter Mariam, als sie sich mit dem Ertz-Hertzog Marimiliano vermählte, Holland, Seeland und Henne-gau nebst den gesummten Niederlanden auf das hauß Oesterreichgebracht wurde» Le/xle«»?. 2)--«^ Lnnxi. istoUsng.

rcrum Vsli. bist. Iltz. 4. btr/^orre etx-er'ÄF r»

rer. kiillc.!. 6 . Lieber» rcrum klsnllr. >. 6 . Li-nert-i rer.Lelz, ann. Lresvis. Lcervee» Lstsv. illukr. rbeser, Lrir.

urslrcr - tssl.

Holland / oder Vieu-Holland/ ist ein land ini-»- /ruk^ii/so an. 1644 von dcnHollandercn eindeckt worden. Es ligt vonNcu-Guinea und den Moluckischen insuln nord-warks / und wird ge-meiniglich in die Provintzen Conoorde / Diemens und PierreLinus rc. unterschieden/ ist aber noch wenig bekannt.

Neu-Hoüand/ in Nord America/siehe Zorck. (Neu)

Neu-Hslland/ eine kleine landschafft in Moftau/ von denHolländercn also genannt. Sie ligt an dem nord-meere / nahe beyder mcer-enge Waigats / so insgemein die straffe von Moskau ge«nennet wird.

Holland / ist eine kleine stadt / nebst einem schloß in demTrandenburgischen Preussen / in dem Hockcrlande / zwischenElbingen und Liebstadt / nickt weit von dem Drauscn-see gelegen.Sie soll von etlichen Holländischen Edelleuten / die nach ermvrdungihres Grafen Florentii V Hieher geflohen / an. 1296erbauet/und zum andencken ihres Vaterlandes also genennet worden seyn.Die stadt hat sich / nachdem sie an. 15 21, von den Elbmgem undan. 154; von einer ftuersbrunst sehr verwüstet worden / wieder soerholet/ baß sie cinederreichsicn und besten in Preussens. ^-« 5 -

krcuR biüor. snnsi. ttollxnll. Üb. 6 .

Holland / ist ein stück von der Engclländischen ProvintzLincolnshwe / welches diesen namen Holland / Hoyland oderHayland entweder von dem vielen Heu / (aufEngcllandtOhaygenannt) so darinnen wachset/ oder vtlleicht von der gleichhett/

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so cS mit Holland m den Niederlanden hat/ bekommen, siehe Rech

Lrirsnn.

Holland / eine berühmte familir in Engelland. ThomaSHol-larw/ ein Ritter / heyrathetein der mitten des ig-iecub das sogenannte schöne Fräulein vvn Kent,..

Grafen von Kent / und über M-S ward er mit dem Ritter.o den^cc°<brte sein sohlt Thomas Holland/welcher an. r; Y7 mit tvde abgleng/ und seinen söhn / gleichfallsThomas Hostauv / zum Nachfolger hinterließ. Dieser ward an.i ;98 von Richards II zum Hertzog von Surren gemacht/ auchvon demselben mit dem orden des hvsenbands beschenckl- Allem dasnächstfolgende jähr/da gedachter König abgesetzt und HenrieuS^?^/?lle aufden thron erhoben worden/ erklärte ihn dasParlament / weil er an Thoma Plankagenets/ Hertzogs von Glo-cester / Hinrichtung theil gehabt / der erwehmen Hertzoglichen wür-de verlursttg. Dreics gleng ihm so nahe/ daß er nebst andern Lords/worunter auch seines vakers bruder/ Johann Holland/HertzogvonEreter/ war/ diewaffenwiderHenrieumIVergriff; worü-der man ihn aber an. 1400 in der stadk Ctrencester gefangen bekam/und alsbald öffentlich enthauptete. Weil er kein ktnd nach sich ließ/so tuccecklte thm in der cbgmrät eines Grafen von Kent dessen bruderEdmu'ndus/ welchem der König Henricus IV so wohl wolle/ daßer ihm bey orden des hosenbandes gab / auch viel andere absonder-liche gnadM'bezeügrmgcn wiederfahren ließ. Unter ander« brachtedieser Konig mit viel mühe und unköstm zuwegcn/ daß ihm Dar-nabas / Herr von Mayland / seine älteste tochter / Luciam / zur ge-mahlin gab. Den 24 jan. an. 1407 ward er zu Londen mit ihr ge-trauet/ und empsieng alsbald zur mitgab looooo ducalen. Dasfolgende jähr ernennen ihn Henricus IV zum Lord Admwal überdie flotte / so den Frantzosischen see-räribern einhalt thun solle. Alser aber eine von deren vornehmsten r-ttrsaen / nemirch die stadt8. Bricux in Bmagne/ belagerte/ward er an dem kopfftüdtlrchverwundet / und muste 9 tag hernach daran sterben. Mit ihm/ weiler keine leides-erben hinterließ / gieng seine linte auß. Seine wittweheyrathete einen jungen Edelmann / Henrieum Mortimec/ undzeugte mit ihm eine tochter Annam/ welche hernach den Ritter Jo-hann AwbeMVNd geehllchk. Lrirannis. 2L-

vo>. 24 tzelp ro Lnglizji

Holland / (Johannes) Hertzog von Ereter oder Erceter/ warein halb-bruder des Königs von Engelland / Rtchardi II / von des-scn mutter / Johanna / einer tochter Edmundi / Grafen von Kent/welche nach dem tod ihres ersten gemahlS / Lhvmä Hollands/ Gra-fen von Kent/ zum andern mal mit Eduardo/dem schwachen Prin-tzen / sich verheyrathct hatte. Jetztgemcldter König machte ihn an.i; 88 zum Grafen von Huntingdon/ und -o jähr hernach zum Her-tzog von Echter. Es beehrte ihn auch derselbe mit der würde einesGroß-Cämmerers/ und mit dem orden des hosenbandes. Allein daes mit Richard» II an. 1 z 9? dahin kam / daß die Engeiländcr ihnabsetzten / und Henrieum 1 V von Lancaster auf den thron erhuben/ließ das Parlament diesem Johann Holland weiter nichts / als denkiwl eines Grafen von Huntingdon . Hierdurch ward er bewogen/nebst andern Lords / worunter auch seines bruders söhn / ThomasHolland / Hertzog von Surrey/ sich befand / eine conlpj^rwn wi-der Henri« IV leben anzuspinnen / und nach deren entdeckung /öffentlich die waffen zu ergreiffen / ungeachtet ermeldttr HenrieusIV eine besondere gewogenheit gegen ihn blicken ließ / auch dessel-ben schwester/ Elisabeth/mit ihm vermählt war. Es lieffabermitseiner parthey sehr schlimm ab / und er selbst / da er nach Esser sichl->virt hatte / von bannen er nach Franckreich überzugehen suchte/ward endlich zu Prittlewell gefangen / und zu Pleshey an. 14°»enthauptet. (siheBeaufort (Thomas) «gleichen Holland ( samilie.) Lrirsnliig. Tke vol. r

x. »77. r? 9 >

Holland / (Johannes'hergehenden,muste nach bestlasten, baß die würde eines Hertzogs von Ereter durch"den KönigHenricum Van. 1416 Thomä Bcaufort, Grafen von Dörfer,verliehen ward. Nachdem aber dieser ohne erben mit tobe abgegan-gen, auch indessen sein eigner ältester bruder, Richard gestorben,rellicuirte ihn an. 1444 der KönigHenricus VI in die väterliche eh-!renstellen , worunter sich auch der titul eines Hertzogs von Ereterbefand. Ausser dem war er Graf von Huntmgdon und Jvory,Lord von Sparre, Admiral von Engelland und Jrrland, Lieute-nant von Guienne, Constable von dem Tower zu Londen , undRitter des hosenbandes. Er starb den; aug. an. 1447.

LricsnniL. /,,/!. 0/ voll 1. bclp ro

Lngü-b bist.

Holland / ( Henricus) Hertzog von Ereter, ein söhn des nächstvorhergehenden, welchem er beydes in der Hertzoglichen wurde undin der stelle eines Admirals von Engelland luccell.rle. Er hielt es,bey den streitigkeiten über die Englische crone, mit demLancastri-schen baust wieder das von York , und that fern äusserstes, daß eyEduardum IV, ungeachtet er dessen schwester zur gemahlin hatte,von dem thron flössen möchte. Endlich warb er den i4 ,apr an.i47i in der wider denselben unglücklich abgeloffenen schlacht beyBarnet dermaßen verwundet, daß man ihn als todt von der wahl-stadt trug. Er kam aber wider zu sich selbst und flöhe in das i»n.ÄEium m Westmünster, von bannen entwich er heimlich in dieNiederlande , allwo er schon vorher eine Zeitlang auf eine so armst-liae art im exll-o gelebt, daß er in zerlumpten kleidern und barfußsein brodt vor den thüren gebettelt. Nach verlauf einiger zeit istLUll; M

s) Hertzog von Ereter, ein söhn des vor-essen unglücklicher Hinrichtung geschehen