Band 
Zweyter Theil
JPEG-Download
 

82 L Hot

fein cörp« durch das meer an die kästen deMomntz Keckworden, woraus man gemuthmasset, daß er na A) Engellaud zl r crzu kehren vorgehabl, unterweges aber durch schlffbruch »mgekom-

AEN. LrirsnniL. vo!. r o. 4)0.

Kel^i co K>Ü:. ctiron. ^o.

Holland / ( Philemon ) wurde in dem -»'^o der heil. Drey-einigkeit zu Cambridqe erzogen, promov.rte daielbst in voüoremmccdc-».-- . und ließ sich in Covenlry nieder. Er ist vornemlich des-wegen ben'imt, weil er sehr viel schrifften, und sonderlich historien-bücher in das Engelländische übersetzet. Die vortrefllchste unterseinen Übersetzungen ist Lrmdcleni öricannia , welche in anjeyungdessen, daß zu dem Lateinischen original viel neue dinge hinzu ge-than worden, vor etwas mehr als eine blosse Übersetzung zu haltenist. Sonderlich ist auch dieses von ihm inerckwurdig, baß er nnteiner eintzigen feder ein gantz groß buch schreiben können.

Holle/Helle / ein altes adeliches geschlecht in Nieder-Sachstn,welches anfänglich in Jütland und in dem Hertzogthum e^chleß-wig gewöhnet, von bannen aber von den Dänischen Königen ver-trieben worden. Hieraufhat es sich im Braunschiveigischernn derGraMafft Wvldenberg niedergelassen, und den rltter-sttz Holle er-hallet. Nachdem aber etwan vor 4°° jähren einer von vieler famrlrerinenGrafenvonWoldenbey Grabsdorffin einer rencomre erlegte,wurde er genöthiget, feine guter mit dem rucken anzusehen,und liehin das Stifft Minden zu wenden, wiewohl nachgehcnds einige die-ses gefchlcchts sich wieder in das Braunschweigifche begeben, vonwelchen ein äst sich zu des Hoch-Teutfchmeisters Alberti zciten inPreussen mit Paulo von Holle nieder gelassen. Johann von Hollewar zu den zciten Kayfers Carvli V ein berühmter kriegsheld, undberichtet man,daß gedachter Kayser ihm auferleget, dem in die achterklärten Hertzog Magno von Braun chweig keinen beystand zu lei-sten noch Vorschub zu thun. Ein anderer, namens Johannes, ins-gemein Jens genannt, hat sich an. bey Hertzog Albrechtzu Sächsin und Lüneburg wider Hertzog Erich zu Lauenburg tapffer gehalten, und ist an. i; 8 ; im stürm vor Reckling geblieben.Nach ansang des 16 becnii lebte Dietrich von Holle, und hatte;Ohne, die waren i) Thomas, Dom-Probst zu Minden und Dom-HerrzuMünster, welchen derGrafvonHoya 7 jähr gefangen hielt.Sein natürlicher fohn Dietrich von Holle, hat dem Kbnig in Dä-nemarck Friderico II im Dittmarsifchen kriege als Rittmeister ge-dienet, und ist von den bauren erschlagen worden. 2) Frantz, Erb-Herr zu Rinteln . Weil fein fohn Dietrich mit vorgedachtem The-ma zugleich gefangen wurde, zog er mit einer anzahl reuler vor desgemeldten Grafen von Hoya schloß Derenburg , eroberte dasselbe,und bekam den Grafen gefangen, weichen er auch lebenslang in dergefangenschafft behalten. Er errettete also feinen bruder und seinensöhn, welcher bald darauf an. 1549 zUWittenberg starb. Der vateraber ist HertzogHeinrichs zu Braunfchweig Rath worden, und mitdemselben vor Jngolstadt gezogen,und an. 155; zu Antwerpen ver-storben, eine tochterChristmam hinterlassend, welche Henricum vonRantzow, Königlichen Dänischen geheimbdcn Rath undiLtadthal-ter in'den Holsteinischen landen, geheyrathet,und demselben 4 ton-nen goldes oder 400000 thlr. heyraths-guth zugebracht. ;) Henri-cus, welcher in der schlackst bey L-ievershausin an. 155; geblieben,und seinen stamm mit; söhnen sortgepflantzet. Um diese zeit habenauch Afcha und Georg von Holl als kriegs-helden sich hervor ge-than ; jener war anfangs Hertzoglicher Amtmann zu Pcine imStiffte Hildesheim , und nachgehcnds Ngnaiirte cr sich im Diltmar-stfchen kriege an. 1559. Gemelkter Georg ist an. 1552 der stadtTrier wider MarggrafAlbrecht zu Brandenburg mit einer anzahlvolcks zu hülffe gekommen. An. 15 5 7 hat er dem Könige in Spa-nien wider Franckreich ein regimcnt zngeführet, und im seidigenkriege unterschiedene örter erobert. An. 156; hat crdemKönige inDänemarck wider Schweden gute dienste geleistet, auch HertzogAdolph von Holstein den Rath gegeben, wie die Dittmarsin un-ter das loch zü bringen. An. 1561 ward Eberhard von Holle Bi-schoffzu Lübeck und an.iz66 zugleich zu Verben. Zu

unsern zelten 6»r>rte Herbold von Holle als Cbur-HannoverischerHöf-Rath, und an. 1714 kam ein Schwedischer Gcncral-Feld-Marschall-Licutcnant von Holle mit feinem Könige aus Orient-

p. -17. tiolch ^llel cttron. k. li j-, iv.

/rclcl-ssicgcl.

Hollenburcz / ein schönes schloß nebst einer Herrschafft an derDrau in Karnbten, so nach abgang der Herren von Hollenburg anbaß hauß Dietrichstein gekommen, von welchem heut zu tage einekinie den namen führet, annal. L-r.

Holles/ eine vornehme familie in Engelland, welche von sehrlangen zeite» her i» Nottinghamshirr ansehnliche guter besessen,und vor andem sich hervor gethan. Aus derselben war entsprossender Ritter Wilhelm Holles , welcher an. 1541 Lord Mayor vonLonden gewesen. Dessen urenckel, JohaNn Holles, ein Ritter, er-wieß in kriegs-diensten eine sonderbare tapfferkeit, vornemlich an.1588 wider die Spanische see-armade, hernach unter dem Grasestvon Esser in der ?»pc-linon wider die Tercerische instiln, ingleichenUnterWilhelmoFir-Williams wider die rebelten in Jrrland. Auchleistete cr dem Statt viel gute dienste zu sriedcns-zeiten, un ward inansehungdessen vondemKömqeJacoboIan. 1616zumteil-vonEn-gelland mit dem titul eines Lords Haugthon von Haugthon, den 2nov. aber des iahrs 1624 zum Grafen vonClare gemacht.Er zeugtemit Anna, einer tochter des Ritters Thvmä Stanhopc von Shel-ford, 9 kinder, von welchen folgende erwachsen: 1) Johannes, vondem gleich linten; Denzil, von dem ein eigner articul zu sehen;z)Carl; 4)Wilbelmns; 5)Eleonora, vermahlt an Oliver Rr-Williams , Grafen von Tyrone in Jrrland; s) Arabella, vermählt

an Lhsmam Wentwörth, Grafen von Straffoch. . .

tode, welcher an.i6;7den4vct. erfolgrestucccllirte ihm fein ^

söhn, Johannes, welcher den ; ja,,. an. 1665 mittode'abaienasLer vorher von Elisabeth, der ältesten rochier Horatii, Lords N,,/von Tilbury, ein vater von 2 söhnen und von iz töchtern werd,Diejenige, so von den letzter« erwachsen,haben sich folgender «eMverheyrathet (1) Anna an Eduardum, einen söhn und erbenphili, Grafen von Lincoln, (2) Elisabeth an Wentwörth, Er-st«von Kildare in Jrrland, (z) Arabella an den Ritter Eduard Ä'seter, (4) Susanna an den Baronet, JvhannemLort, (ssiDiantanHenricumBridges, und ( 6 )Penelope an denBarvnesJacovMLangham. Von den 2 söhnen überlebte ihn der eimc Eilbcnwelcher Gratiam, eine rechter WilhelmiPcrvoints vonTholverstnheyrathete, und mit ihr; söhne nebst 4 töchtern zeugte. Drey vo,den letztem verehlichten sich, nemlich Elisabeth an EhristordorMBaue, nachmals Lord Barnard; Marl -a an Hugvnem Boscaircii,und Gratia an Thomam, nachmals Lord Pelbo.m. Von den söh-nen stürben die 2 jüngste in ledigem stände; der älteste aber,hannes, a-ccc-lirte dem vater an. iü88 den -6 jan. und stieg, Alsdurch seine heyrath mit einer tochter und erbin Henrici CaveM,Hertzogs von Newcasrle, ( welcher den 26 jul.an. 1691 ohne mäjj,liche leibes.erbcn das zeitliche gesegnete) theils aber durch Miteiftr vor das inrercss- des Englischen Hofes, noch viel höher, als alleferne vorfahren; Denn an. 1694 den 14 May machte ihndcrAcnigWllhclmus III zum Marggrafen von Cläre und zum Hertzog mNewcastle. An i698empfieng cr den orden des hoscnband'es. ?la.1700, wie auch an. i?°6, war er einer von den Comnussarien, wel-che an einer Vereinigung der beyden Reiche EngeUand uiEcholk-laud arbeiteten. Lwwohl Wilhelmus III , als die Königin Anna,gaben ihin eine stelle unter ihren gcheimbden Räthen. Auch mmi-nete ihn die letztere zum bewahrer des geheimbden siegels. Fcriurwar er Lord-Lleulenant von der stadt und von der Grasschaffk Mtingham, Lord-bewahrer von dem walde «Lherwood, Lvrb-Lirule-uant von dem östlichen und von dem nördlichen theil von Dorckshi-re, ingleichen Oouverneur von Kingston bey Hüll. Mit obcrwchi-ter silner gcmahlin zeugte er nur eine cintzige tochter, Henriellam.ttclzr ro LnKlizsi tiitkor/ ^68. 41z. H

?- ->z.

Holles / (Denzil / Lörd) ein jüngerer söhn des IN dem vorhchgehenden articul erwehnlen Johannis Holles/ ersten Grase»mCläre / gebohren an. iz 98. Er war ein überaus kluger mann / Mdabey ein eifriger Verfechter von den rechten und fteyheiten seinesVaterlandes. Dieses letztere bewog ihn / an. 1628 den Hertzog vonDuckingham und die damalige hof.parlhey/mit grossem nach«In dem Parlament anzugrelffcn. Hierüber müsse cr nachmals Mlangwierige gcfangrnschafft und schwäre Verfolgung erdulden/wel-ches nicht wenig barzu beytrug / daß er zu ansang des taugen Par-laments/ welches vor CaroluM I so unglücklich ablieff/ sich Whitzrg wider das >nrc^ge dieses Königs erwiest. W er aber nach'gehends warnahm / daß Cromwell vermittelst der armee sich Mgantz imbdrantwortlichcn gcwall aiimaffcke/siichte er mit allen krHteil / folche seine anschlag zu hintertreiben. Wiewol er lni» in demParlament ein sehr grosses ansehen sich zuwege,, gebrach; / so imisster es dennoch zuletzt geschehenlaffen/daß diewidrige parchco il»id!k.yvchverralhs beschuldigte und nebst andern von den Parlaineni!»Versammlungen ausschloß. Hierdurch sahe er sich genölgigk/nachFranckreich überzugehen / und daselbst biß nach Cromwcls toHitbleiben / in während welchem -xllio er die an. 1699 zu Lvnden ge-druckte nicinoirci zu papyr gebracht. So bald die conjunäumi sichvor daS Slüartische haust etwas besser anlicssen/ sani er znÄMEugelland / wohnte den berathschlagungcn des Generals Wimsdes Grafen von Manchester und anderer wohlgesinnten / mu lc»/und / nachdem die Wiedereinsetzung Caroli ll ftst gestestl wosse»/war cr einer von den veputlltcn des Parlaments / welche dieß an-genehme bvllschafft/ nebst 50000 psunb sterlmqs/ nachdem«;uderdringrn musten. Hierauf machte ihn an. i sü i der gedachte Kö-nig Caroius II zum pa,-von Eugelland / mit dem littst eines l'msHolles von Jsicld in Suffer. An. issz ward cr alscxtraorclinairc nach Franckreich geschickt/ und nachgehcnds als Kö-niglicher Bevollmächtigter zu den BrcdaischeN trackaten. Erstawan. 1679/ und ward zu Dvrchcster begraben / allwo ihm lein Mtrr/Johann Holles/ Hertzog von Newcastle/ein stattlichmcnr aufrichten lassen. Er hatte sich dreymal verhcyraihel l.mDorothea/ einer tochter und erbin des Ritters Franelsci AGvvon Dorchcster ; 2) mit Johanna/ der ältesten tochter des AMMJohann Shirlcn von Isvillc / einer wttlwe des Ritters /WamcCourt;;) mit Esther / einer tochter Gidconis >- «>, HsiV MColomdiers in der Normandie / und einer wittwe Iacotn »Eaus eben derselben Provintz. Von den zwey letztem halle er«kinder. Die erste aber gcbahr ihm 4 söhne / welche insgesamt >

gestorben / biß auf den eintzigen Franciscum Holles von Wme.

burnc 8 . Martin / Baronet / welcher zweyinalsich verchnchttt'/mit Lucia / einer tochter des Ritters Robert Cacr von rMoro-H-mtt Anna / einer tochter des Baronets Francisci Pile von bmton Beaucamp. Die erste gcbahr ihm Mariam und Deuill '^welche beyde in ihrer kindhcit stürben/die andere aber Jvhaima »welche glcichfals bald wieder mit tod abgieng/ und einen Einamens Denzil. Dieser ward nach seinem gkost-vaterkord Wuallein da er kaum das 20 jähr erreichet / und sich nochmählt / starb er und endigte den besagten titul. ->/ -

p. l>6. Lkevro,>r o/ve»L -7 74 o//».

Holnburg /eine kleine stadt nebst einem schloß / BerchtelMjimanktt/m Unter-Oesterreich / an der Donau / meist von