Band 
Zweyter Theil
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Homburg / von dem gebürge beygenannt an der höhe/einestadt, schloß und amt m der Wettern», einem Landgrafen vonHes-fen-Darmstadt,^ der allda residiret, und davon dessen linie den na-men führet, gehörig. An. 1640 wurde hier der Kayserliche Obri-ste Delrzenauer mir seinen 820 mann von dem Schwedischen O-bristen von Rosen überfallen, und dieselben theils gefangen, theisniedergemacht. t. 4 p. -09.

Homburg/istein besonderer äst von der LandgraflichenHesscn-Darmstadtischen linie. Der Urheber derselben war an. i;y? Fri-dericus I, des LandgrafenGeorgii ldritter söhn/ der bey seineman. i6;8 den; maji erfolgten absterben von seiner gemahlin Mar-garetha Elisabetha/einer Gräfin von Leiningen/4 Printzen hinter-liesse. Der älteste Ludwig Philipp starb an. 164; im 20 jähre sei«nes alters unvermählt; der andere Printz Wilhelmus Christo-phoruS bekam das amt Dingenheim / und ward deßwegen derLandgraf von Dingenheim genennet. Sein eintziger söhn Leo»poldus Georgius starb an. 167? vor dem varcr ohne erben. Vondenbeydentöchtern ward Christinn Wilhelmina / HertzogFrie-dcrichs zu Mecklenburg-Grabau / und Magdalena Sophia/GrafWilhelmi zu Solms gemahlin. Der ;te Printz / Georg Christian/diente Spanien und Franckreich/ ward Catbolisch / starb den naug. an. i677/und hinterließ von seiner gemahlin Anna Cathari»na/Detlevs Pockmischen von Farbe tochter / und eines Grafen vonAhlefeld wittwe/keine erben. Der 4tePrintz und regrerenderLand-grafzu Homburg hieß Fridericus/ soan-16;; gebohren/er warder Reformierten religion zugethan / und starb an. 1708.(siebe Fridericus.) Dieser leistete halte 2 qemahlinnen. Die er»ste Margaretha / eine gebohrne Gräfin von Brahe/ starb ohne kin»der. Die andere war Luisa Elisabeths / Jacobi / Hertzogs vonCurland/rechter/ und gebahr ihm sechszehen Printzen und Prin-tzeßinncn/auß welchen folgende sechs dißmal an. 172; annvch le«ben. i) Charlotta Dorothea Sophia/gebohren an. 1672 vermäh»let an. 1694 mit Hcrtzog Johann Ernst von Sachsen Wevmar.2) Friderrcus III/ von deine hernach.;) Hcdwig Sophia/ geboh«ren an. 1675. 4) Wilhelmina Maria/ gebohren an. 1678 / einegemahlin Antonii Grafen von Altenburg. z) Eleonora Marga«retha/gedohrcn an. 1679.6) Casimir Wilhem/ gebohren an. 1690.Die dritte gemahlin Sophia Sibylla / Gräfin von Leiningen We»stcrburg gebahr ihm Ludwig Georg an. 169;. Die; hier genannteFürsten haben allesammt stamme. Fridericus III hat von seinergemahlin Dorvthea/Ludoviei VI Landgrafen zu Darmstadt loch-tet/ 12 kinder gezeuget / von welchen annoch in leben Ludwig Jo-hann Wilhelm Grüno/gebohren an. 160; und Johann Carl Wil-Helm Ernst Ludwig / gebohren an. 1726; beyde befinden sich dieserzeit inMoftau.Dem printzCasimirWilhelm/ber in der vättcrlichcnrrb'thcilung das amtHertcnsleben bckomen/istvonChristianaChar-iotta/ einer Gräfin von Solms.Grciffenstein gebohren worden/erst im vorigen jähr an. -724/ Fridrich Carl Ludwig Wilhelm.Der jüngste der Fürstlichen gebrüderen endlich Ludwig Georg /deine von dem vatter das amt Oebsfeld / und von der mut»ter Oberbronn zugefallen / istverhcyrathet mit Christina Magda-lena / einer tochter Volradi/ Grafen von Limburg / und hat schonan. 1714 von derselben die Printzeßm Sophiam CharlottamWilhelminam Dorotheam Fridcricam gezeuget. *

Homburg an der Ohm / ein Heßisches städtlein / wird in denalten Urkunden Hohinburg geschrieben / und ist sehr alt. Dre kirchedaselbst ist an. i;ü7 erbauet. Über der stadt ligl ein lustiges / undmit einer absonderlichen maur umgebenes berg -schloß / an welchessich zu beyden feiten die stadt-maur schlieft. Es hat ehemals denTempelherren gehöret- ««n'. belHir. 9.207.

-Aomedes / (Johannes) der 4ste Großmeister der JohanniterRittern zu Malta/ ein Spanier / war anfänglich o>mmcnc,zrorzu Caspe in Aragonien/und wurde an. 1523 abwesend zum Groß-meister erwählet. An. 1;; 0 schickte er einige Ritter an den Kayscr»lichen Hof/ und ließ daselbst Vorstellung thun / daß man Trtpolt/weil es wider die Lürcken nicht zu beschützen / verlassen mochte / soaber nicht angenommen wurde. Als an. 154° Wilhelmus Weston/Groß-wr.or in Engelland / verstorben / zog Henricus VIII aus En«gelland die ordens-güter ein. Wegen diesem verlurst ließ der Groß-meister das grosse schiff zu Malta abdackcln / damit er der kosteneiniger Massen schonen möchte. Er ließ hierauf an. 1 ;4 r das schloß8. Ange mehr bevestigen / stifftete an. N48 den rcligtons-c°nv-mdes klosters öe is u.LüAion zuTripolr/ und starb an. 1557. b-/-«-

«te I'orctre lle 8. )ern. pttvilcgcs Nelorcire.

MNLK, war bey den Hebräern ein maaß/ damit man ge-irayd und andere trockene fachen messen konte. Wann diß Wort indem Hebräischen mit einem 7 geschrieben / und deßwegen auch voneinigen oomer oder »om«-r genannt wird/ bedeutet es den zehendentheil eines und hält ohngefehr so viel in sich / als ein manndes tags essen mag; laut der Nabbinen bericht faßte es 4; und e,nfünffcheil eyer. So es aber mit dem n geschrieben wird/ bedeutetes die last eines csels/ und hält in sich 10 Lpiia, das ist 8-s oder82m. und folglich 4f2o eyer / so daß es vollkommllch um der He-bräern Lor übereinkommt. 16. zs. LLecL. 4;, >I. 6e

locntt ttcbr. *

Momenten / soll eine gewisse nstion an den gräntzen von Afri-ka und Asien seyn / deren Königreich der heil. Gregenttus zu demChristlichen glauben bekehret. Viel halten solches vor eine andäch-tige fabel. Dieses aber findet man fast in allen ^wr.bu-. welchevon der kirchen-historie geschrieben / wie auch m Ludolphs Historievon Aethiovien/ daß ein Konlg der Homeriten wider die m seinemland befindliche Christen unerhörte grausamkeiten aussendet / end«

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nm-?welcherdIm^?»!^!^^ ^°ulg derAxumiten (oder Abyßi-

Troia/zu den zelten Lycurgi / welcher M chm in der 2gesprochen / gelebet habe. Seine geburts-stadt ist ungew'ß / undhaben sieden stadke / nemltch Smyrna / Rhodus / Colophön / Sa-lamis/ Chros / Argvs und Athen / darüber gestritten / deren jedebehauptet / daß er rn ihr gebohren worden. Herodotus und ande-re machen ihn zu emem Aeolier. Er soll anfangs Melestgcnes ge«helffen / und nach seines schulmeisters tod an dessen stelle zu Smyr-na gelehret haben / hernach aber hin und wieder gerriset seyn / undals er blind worden / auch zu Cumä vergebens um einen beständi«gen lebens-unrerhalt angehalten/ den namen Nomens . (welches ei-nen blinden bedeutet)bekommen haben. Aufseincn reisen hat er mitdenen von »hin verfertigten liebern sich in öffentlichen zusammen«kunfftcnhorenlaffen/auchan unterschiedenen orten vor den thürerrsein brodt damit erbettelt/wiewohl auch dieses nicht genugsam ?ro-l»rt ist. Endlich soll er/da er von Samos nach Athen reisen wollen/an dem Ionischen ufergestorbcn und daselbst begraben worden seyn.Etliche memen/ersey «usvcrdruß gestorben/ wcilereinrätzel/ sothm gewlsie fischcr vorgelegt / nicht auflösen können/wclches abervvn gük ülten scnhknkendOv gthLllten wird.Don dkN

er rn Griechischer spraye verfertiget / ist viel verlohren gegangen/doch sind seine vornehmste heroische werckc/ die illas und oaM»noch übrig / deren jem zwar den zvrn oder die Verbitterung des A-chillls wider Agamemion/und die daher entstandene offtmaligeNiederlage der Griecher zum zweck hat/zugleich aber doch einen gu-ten ihm des Trojan listen kricgs vorstellet; gleichwie hingegen inder ochiie- die herumirrung des nach qeendigtcm Trojanischenkrreg fern Vaterland wüdersuchenden Ulyffis beschrieben wird. Die-se gedichte hat Lycurgus zu erst/nachdem er sie zu Chio bekommen/gantz aus Jonien nachGriechmland gebracht. Nachdem sie abernach ihm dennoch in stücke abgetheilt / und auf des Solonts defehlalso abgesungen worden / so hat Pisistratus wieder alles -mi-chrt /und sie in ordnung bringen lassen / wie wir sie jetzt noch haben ;wiewol die crmci, so hernach darüber gekommen / bald etwas hin-zu/ bald aber davon gethan. Der rühm / welchen Homerus durchdiese gedichte erlangt / ist ungemcin groß/ indem man dieselbe unterden Griechen und Römern schier so hoch/ als unter den Christen diebibel gehalten / sie in die schulen eingeführt/ damit die jugend dar-nach unterrichtet wurde/ auch dem Homero selbst tcmpelnndca-pellen/wie einem Gott/zu ehren aufgebauet. Kurtz/die gedichteHomeri wurden vor die grielle der religion / wie auch aller weißheitund wissenschafften angesehen/so gar / daß noch zu unsernzeiteneinige die geheimnisse bannn finden wollen. Die meistenpiuiofoplli meinten ihre Philosophie nicht wenig devMget zu haben/wenn sie derselben gründ mit einem vers dieses alten Poeten bekräff-tigen konten / wie denn nicht nur die , cvmn. Thales und an-dere / sondern auch so gar die 8-eprici sich auf den Homerum beruf-fcn. Es haben auch bereits viel unter den alten über seine o?--»commenkiret/ gleichwie Aristarchus darüber criciiiret/ die fehler der-obsten verbessert/ auch die nach und nach von andern eingescho-bene verse wiederum weggethan hat. Von seinen Griechischen s-ko-iisllen sind noch zwey vorhanden / Eustathius/ Ertz-BiscboffvonTheffalonich / und Didymus / wiewol der letztere vor ein fälschlicheingcschobcner smor. und das unter solchem namen hervorgekom-mene werck für eine sammlung allerhand alter gwnen und außle-gungen über diesen Poeten / die aber gar verschiedene Urheber ha-ben / gehalten wird. Hingegen hat es einige gegeben / welche Ho-merum mit seinen poellen vielmehr für einen vater der albernen pos»scn und des aberglaubcns / als eine quell der wissenschafften / gehal-ten.Also hat Zvilus gantze bücher wider die ilmtz-w undoch sscsm ge-schrieben / und der weltweise Xenophanes hat das / was Homerusvon Göttern gedichtet/gantz abgeschmackt beftinden/ worinnen ihmhernach Plato gefolget. Ja man erzehlet / daß dieser Poet selbst(villeicht eben dieser Ursache halber) von den Athenienfern als einunsinniger um ?o cirackmss gestrafft worden. Wie jhn LurianuShin und wieder herum genommen/zeigen seine annoch vorhandeneschrifften/ der neuern/ als des BoiSroberk/Perrault/ Clerc/Terrassen /Moths/ und anderer nicht zu erwehncn. Überhauptist gewiß / daß Homerus in beschreibung so wohl der Gottern/als menschcn/sich nach den sitten seiner reiten gerichtet / da eme gewlfferohe und wilde art mit grosser stärcke und unerschrockenhert beglei-tet / die fürtreflichste lugend und Vollkommenheit ausmachen muß-te. Wann man also dieses dichters beschmbungen gegen unserenheutigen sitten und lcbensmrt oder auch wohl gegen der gesundenvernunfft halten will / muß man nothwendig sehr vrel an Mineaußzusctzen finden. Wo wrr aber/ wie es hier eigentlich seyn sott?vielmehr betrachten/ wie gut und geschickt Homerus dasiemge aus-gedruckt habe/ was er nach den sitten seiner zert hat anzeigenwollen / so wird ihme wohl kein verständiger den namen eines gros-sen und fürtreflichen Poeten und Redners streitig machen. Dasleben Homeri haben Herodotus und Plutarchus beschrieben- Obaber die noch vorhandene und diesen beyden scrlbenken zugeeignetebeschreibunqen hiervon recht und nicht untergeschoben seyn/ darübersind die gelehrten nicht alle ewig / obwohl die meisten/was einmahldas erste detrifft/der letzter» Meinung sind.

ja vic» Uowxri. 2»/^- lle leZibu; I. r> z. 1.2Z c. 14. 00Ä.

MMMMM ; ^r.