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danckbar. Gildon -glitte zuerst, wl-rde aber bald von ftmem eige-nen bruder Mascezel überwunden, und erwürgte Mim aesäiionl«. Stillcon hingegen führte anfangs o>e ^eicyv.gr.fei)äffte wöbl' wie,bann theils durch feine gemachte anstallen,theil-durch feine aegenwart, Britannien von den Picken und Schotten,Africa von den /eultu-üs und Lubsssis befreyet wurde. Sonderlichaber fchluge er die Gothen und Hunnen, welche unter ihren Köni-gen Alarich und Nadegaifus fchon tieff in Italien eingedrungenwaren, deren letzter» er fo gar fienge und todtste. Weil aber ludestsen Stilicon den bösen vorfatz hatte, jemen söhn Lucherium aufden thron zu bringen, fo ließ er Alaricum mit fleiß entwltichen, uiidreime heinilich noch andereBarbarifche volcker an, >n ^sranckrclchUNd andere Röniifche Provintzen einzufallen,^»m bey der dadurchverursachten Verwirrung fein abfehen desto deyer zu erreichen, je-doch ehe er solches ins wer« stellen konnte, gab der Kayfer, nach-dem er Stiliconis verräthekifche anschlage erfahren, dem Hera-cliano befehl, ihn zu todten, welches aiich an. 4^8 bewerkstelligetwurde. Doch wie die foldaten, welche auch aufLliliconis tod heu-tig sollen gedrungen haben, gleich darauf viel Unordnungen an-sienqen, lind sonderlich die von Stilicon unter die Römische-roup-pen untergesteckte viele Barbaren hart druckten, schlugen steh derenauf einmal in die dreyßig taufend zu Alarieo, der steh durch listigeVeranstaltung Stiliconis bis dahin nahe an den Alpen aufgehaltenhalte. Worauf Alaricus von neuem in Italien einfiel, und nach-dem er die schönste gegcnden davon verwüstet, und Rom selbst bela-gert , einen für das Römische volck sehr schimpflichen frieden er-preßte ; Als aber dene Honorius nicht halten wolle, gieng Alarich noch einmahl für die stadt, da endlich die Römer guten theils aufAlarici befehl Altalum an. 4°9 für ihren Kayfer erwählten, wie-wohl dieses dannoch nicht verhinderte, daß nicht die Gothen gleichdas folgende jähr wieder kamen,Rom mit stürm überwältigten,unddarinn sehr übel hauseten. Das beste glück für Honorium wäre,daß Alarich noch in eben diesem jähr an einer kranckheil stürbe, dainzwischen der Kayfer zu Ravenna bliebe, und der fachen ausgangin der stille erwartete. Doch wurde es nach Alarichs tod wieder un-versehens besser; dann obfchon Gratianus, Constantinus , nebstseinem söhn Constante, Marimus und Jovinus sich in Engcllandund Franckreich, wie auch Heraclianus in Africa, nebst andernmehr an andern orten,zu Kaysern auffgeworffen hatten,demüthigtesie doch Honorius alle mit einander durch seine Generale, unterwelchen sonderlich Constantius war, welchen er nnt seinerschwesterPlacidia, des Gothischen Königs Atbaulphi witrwe, vermählte.Endlich starb er an. 42; am schlag zu Ravenna ohne lcibes-erben.Einige sagen, daß er wenig verstand und noch weniger muth ge-habt ; andere hingegen loben ihn als einen gottsfürchtigen und ge-rechten Herrn. Was die heyrathen des Honorii anbetrifft, fo halteihm Stilicon feine beyde töchtcre Mariam undTbermantiam eineNach der andern zur ehe gegeben, die aber beyde ihre jungferfchafftbehalten haben, weil ihre inutter Sercna durch nestel-knupffen denKayfer zum beyschlaffunvermögend machen ließ. Die urfach die-ses Unternehmens bestund darinn, weil die mägdlein noch nichtmannbar waren, und doch diese Verbindung mit dem Kayfer ausxniicifchen Ursachen sich nicht wohl wolle aufffchicben lassen, dieüber fehl schlugen, weil die beyde töchtere der Serenä frühzeitigdahin stürben, und zwar eher, als ihre Mutter vor rathfam befand,dem Kayfer die nestel wieder aufknüpffen zu lassen. Doch wie dieseseltzame umstände allein von dem abergläubischen und dabey nochallen Christlichen Kaysern sehr gehässigen Zosimo erzählet werden,so hat man eben keine grosse urfach, dieselbe zu glauben.
in cln-on. I,b. 7. O-o/i«, IM, 6.
lid» 5. *
Honslaerdyck/ ist ein prächtiges schloß des Königs von En-gelland Wilhelmi III. Es ist selbiges unfern dem Haag gelegen,und sowohl mit einem prächtigen pallast, als mit einem schönenlnst-garten versehen. Nach dessen tod ist solches an den König von
Preussen gekommen.belclireiiruiiz cier00ieclei->Lnll.'n p.iz;.
Honte/ ein fluß in Wcstphalen, welcher in dcm Oßnabrüggi-schen entspringt, und bey Elsflet , einem dotff in der GraffchafftOldenburg, in die Weser fällt. Es führet auch der westliche armder Scheide, welcher sich von Sandvlict bis nach Vließmgen er-streckt,diesen »amen. lopogr. Qerni. inf-r.
Honterus / (Johannes) war von Cronstadl aus Siebenbür-gen gebürtig, und studirte zu Basel , als die Protestircnde lehre sichhervor that. Er kehrte hieraufwieder in fein Vaterland, legte aufseine kosten eine buchdruckerey allda an, und ließ allerhand büchcrauflegen, worunter auch die Augfpurgifche co-Lssion und einigeschafften Lutheri mit waren. Hierdurch verursachte er, daß dergantze Rath, nebst der bürgerfchafft und dem umliqenden land sichzu der Protestirenden lehre bekannten. Hieran f stifftete er mit be-willigung des Raths das daselbst noch llorixende g; mn»Num acLlle-w,cum > und machte darinn unterschiedene Verordnungen. Erschaffte die ohren-bcicht ab, und brachte znwegen, daß an. 1542dasheilige Abendmahl unter beyderley gestalten gehalten wurde. Erhat hinterlassen ruci.mcms colwograplssi: iu Versen ; < 1 c VLrisramferum nom-nclstmib lilr-os L. 77»»-^ Nick. ccclcl.'rrs.ssz,bcsckreibung 8iebe,Mü>-ßen. ffe pzc,. illullr. vir.
. ^oofr / (Petrus Corneliz v-o) ein sehr berühmter und angese-hener Niederländischer »Mnricu;, ward den 16 mark. an. N8i ruAmsterdam gebohren, allwo fein vaker Bürgermeister wäre. ErWare Herr oder lop-rcL von Muyden, und Land-richter über dasGvyland,wurde auch von deinKömg inFranckreich,LudovicoX7kI,zum Ritter des 8. Michaels - ordens geschlagen» Er liebte zwar
hoo
durchgehends alle Küssen, fürnemlich aber die poLund hat es in diesen beyden s0,weit gebracht, daßih„dieländer insgemein denNiederlandischdn Tacitum und 2 - 5 'rum zu nennen pflegen. Seine Niederländische Historie,unter dem titul: o-icKieUenissc,
legt worden, und fo wohl wegen des vollkommener wLschafft in Staats - und knegs- -Liren, als auch dessen U'
und männlicher ciogu-r-- ihm ein grosses lob erworben, fana,7»von der abdanckung Caroii V, und gehet biß aufdas iabr lü,»Sonsten hat man von ihm glich «Mm. »snrici ;v n-x. 6g„Iskion. L l-n. cloruLz i^ecliccÄ.', wie auch cpjstelil, comvdien Edichte rc. so in 4 zusammen gedruckt sind. Diejenige, AMin der seine m->jMatifche kurtze ihme abzulernen gest,ein.sind darinn nach C.Barlai urtheil eben so unglücklich gewesen,die, fo den Pindarum i«iciren wollen : ttoolMum qmraw! ,1^«muirri, Ncig- öec. Er besaß die Holländische fvraach so-ccursidaß er hicrinn andern 8cr,bemen zu einer gewissen rege! und M»schnür dienet. Er starb im Haag den Li may an. >647.7^
Mar. bivgr., lffoll. Icirckcnli.»
Oonf. Illcol. *
Hsoge / (Cornelius) war gebürtig aus dem Haag/undsMprotcMc», nach ein kupffcrstecher.Wcil er sich aber von dem Svoiis»schen Hofe hatte gebrauchen laffen/wider das leben des PrtntzmvoaOralsten / WUHelmi/ingleichen wider das-mcE der EenetchStaaten nachtheilige dinge vorzunehmen / so ward er an- i.-zrdurch des henckerS Hand hingerichtct.Er gab sich zwar vor einen na,tnrlichen söhn des KaysersCarolt V aus; allein weder der holznMadrid / noch die Stamm in Holland erkmneten ihn dnoor/nnddiese letztem c^rten ihn dannmherv gleich andern verrälherndst
Vaterlandes, ve N Angler, k. 2. p. 41z.
Hsok/ (Nobrrtlis) cin berühmter Englischek?ss>°fop!,mi,»hvocr. ^cciic. ward auß einem guten geschlccht in der Insnl Wighlan. 16;; gebohren. Erwarcm unansehnlicher/NnbbiMchm,aber in im- issir und trcsiich erfahrener Mannzbetaimde«
rowegen zu Londen von Ioh. Cnstcr ein jährliches 5t>pcn-iium Müber die mccu^nic pudlice zu losen. Er war im übrigen ein Mlltglied der Königl. Sncictät,Professor Ocomekric^ und der erstetor der p-nclulum zu den nhrcin sein leben beschloß er in Lrcili-llUOoileg.den; mcrtz an. iLeincschriffken sindXticioxr-plii-z
I.cÄ>oo. LuclcrirnL - kiiiloloplsicLl (colleeHons ; Operr
Von R. Waller cölcrt öec. Oonrin.of. Loüicr, Lupjrlilii.
Hoorer/(Richardus)ciner der furnemstm sssieologorum sn En»gelland/ wäre an. 1 ^4 in oder bey Erster gebohren und in c^,cMrilf, coUcgio zu Ot'ford auscrzogcn / allwo er auch an.rius und rnL^llcr srrium , und an. i;7y c lttriur der HebrälMprofcilinn wurde. Als er sich aufdas 8ruclium sskevlagj-begebeil/erlangte er unterschiedliche predig-dicnst / als zu Drävton in WDuckinhamischcn / zu Doscum bcn Salisbury / zu BischoMvMbey Cankccdnm rc. So wurde er auch an. i z yz vvn dem Ettz>Dl»schoffWhllgiffl zum -ster of rsie i'cmplc gemacht. Er halle !>»!ehe stn «iifälligcs/ doch dösts weib/und eine wahrhafteMW»pe. Lerne gantz ungemeinc qclcdrsamkcitiind scharMinlgkeilbaker sonderlich in seinem wclt-bcrühmlcn werck: ofss- n-wr vfr-u-.LMcsi Noiilic» ii> fol. grzclgct / in welchem er dlerechle der Enali»scheu kirchc mit grossem nachtruck / stärckc und woff-rMon vechih-ret; Es hat selbiges nicht nur von Usscrio/Mortaii / Gandm/Loikund andern berühmten Männern / ja Königen und Päbsten/ dosherrlichste lod erhallen / sondern wurde auch von König Carole!vffters durchlescn/lind scincn Kindern zu lesen r-commsnciMt. Die8 erstere bücher desselben sind von ihme ohne stnigewiderttd/ickedie ; iclstere aber hak man ungleiche Meinungen; Barter erk«!sie lhme ;u/dic meisten andere aber hallen darfür / daß sie Hockstnicht in solchem stand/wie sie nach seinem tod heraus gekorn«?verserligcl habe/ stntemahlcn davon scbr ungleiche und gantz naltstschiedcnc coplen hrrfür kommen. Sonsten hat man auch noch aadr»re rrsciLt von ihm/ als eine antwort ans ssr-vc-z xupp>,c»lion; 5-r.mo ,,8 von der rechlfcrttgung/wcrckm und glauben; von hochMh;von sorgen und for'cht z von der gcwlßheit des gIaubens;i-e"Mein theil der EpistelIudä:c» Er starb den r nov. an. iSoo. Smeledcns'bcschrcibmiq ist von Isaae Wallonin einem clgenen-»mrvcrfcrklgck hcraiiß kommen, r* es», 07-r., -nriq. L s-ii-n.
Oxon., *
Hooper/ (Johannes) Bischoff zu Elocestcr/und einer voll dosten/so linier der Königin Maria reglcrung um der rellgion wMhlngerichkct worden. Er war in Svmmcrselslstre gebohren /undwurde zuerst in Orford / hernach aber ausser Engclland crzoMDie Ursache war / daß er in dem verdacht des r.uMcr-mfm, war/sdgar/ daß/ als man ihn bey pumiciriniq des ffc-r«? derso gciWM6 articul anfinchtc / er verkleidet in Irrland / und von dann dieSchwcitz fliehen mnstc /woselbst erinkl BulliiM'/ W'lcr und Nachfolger/ in brkannrschafft kam/ und aufdeffencinrailMheyrathcte. AIs hernach Ednardns VI den thron bestiege»/hmcan. 1549 wieder zurücke in Engclland/ und halffden DischosiBMner mit anklaam/als sclbiacr seines Vistlhums beraubet werden ! >'le/wclchrs hernach zur zeit der Königin Mariä seinenmehr verschlimmerte. Das jähr darauf wurde er zum BliW MGlocester erwählet; allein Crammer/Ertz-Bischoffzu Casitccknckund Nidlcn/der Vischossvon Londen / wollen ihn mchl emwaMwofern er sich nicht m dcr klcrdungund lehre ihnen co^rmlm«gleich bezeige» wolle. Da er nun den u-Lmi-rock nicht ssimiM»wolle/ wurde er in arrcst gesetzt. Endlich aber / als der LldWarwick bey Crammcrn scinclwegm >nrerceMttc/li»d der Miotlnm befehl gab/daß man in dergleichen dWkissals blosse» eklem