Band 
Zweyter Theil
JPEG-Download
 

848 Hot ho»

«ahre pmmovirte. Sein vater rieffihn hieraufzurück, und vermein-te, sslbiaen anzuführen, daß er ihm WcccMren tonte; allein er hatte-ndero^ikane Inst, sondern legte sich vielmehr aus die

und das jl. Es führet Pasquier von ihm an, daß er

bereits an. i? 4 ü nicht ohne -ppi-uM zu Paris m den regten geleh-ret. Allein, weil er den Reforimrten gewogen,lern vater ab-r eifrigCatbolisch war, und überhaupt die Protestanten «n Franckruch da-mals hart verfolget wurden, fand er sich genothiget,von dar wegzu-gehen, und kam an. i;47 nach Lyon . Sem vater zog zwar die Handvon ihm ab, doch ließ er sich dieses nicht anfechten. Er wurde hin-auf ,UM vrofessore lircrsrum ei^Liirioruw nach LallfaNNe beriiffeN,

und von darnach Straßburg zum pros-u«^ jur,!. woselbst er auch

das bürger-recht erhielte. D-rHertzo^brecht ausPmissen bei eff

ibn m seinem Rath und ?rofeüorc nach KONtgsberg; dre ^anvgla-ftn von HMn zum t-r° 5 eUo,e nach Marpnrg; der Hertzog vonSachsen zum prokelllire nach Leipzig oder Witlenberg, und die Kö-nigin Elisabeth vonEngellanb zum ^ot-NdrenachOrford; welcheser aber alles ausschlug. Jedoch als chnPie Resorimrtcii zuuuk inKranckreich rieffen,gieng er an den Hof des Königs von Navarra .Er wurdehierauf von denReforinirtenPrintzen vomgeblute s^malin Teutschland gefchicket, um von dem Äayssr und Reichs - Alan-den hülste zu begehren, wie denn auch seine rede, die er deshalbenaufdem Reichs - tage zu Franckfnrr gehalten, »och »brlg ist. Erwurde nach diesem von Johanne Monluc, dem Blichoffe zuValcn-ce, auf dasige academie beruffen, welche er wieder in uand brachte,und rielhchie vonGrenoble auch dahin zu verlegen,weil sie >o»si we-gen der nähe einander nur schaden thäten.Drey jähr darnach wur-de er nach Bourges beruffen; allein als er sich wegen der entstan-denen »muhe daselbst nicht sicher gnug achtete, grenz er nach Or-kans, und von dar nach Sancerre. Jedoch am befehl Marga-rethä ausFranckreich, so Königs Henrici Il schwcstcr war,gieng erwieder zurücke nach Bourges , und setzte seine prall-Mr,,, daselbstfort. Er hatte sich kaum etliche jähr allda aufgehalten, so gieng diebekannte Parisische blut-hochzeij an. 1572 an.Er wurde zwar auchmit aufgesuchet, aber durch hülste einiger Teutjchennoch kümmerlich errcttet.Jndessen muste er seine schone bibliothcc,die er vorher schon einmahl cingebüsset, abermahl in, stichc lauen.Er wandte sich hieraufnach Genf , und fieng dajclbst auf begehrendes Raths an zu lehren, wiewohl er bald diesen ort mit Bafel ver-wechselte, der ihm so angenehm war, daß er auch die voc-r-v» nachLeyden ausschlug; obschon er gleichwohlen auch inBasel die öffent-liche Juridische uroKMon, so man ihme antrüge, nicht annemmcn-wollte.Doch vertrieb ihn die pestmnd zwar nach Mümpelgard, wo«r seine frau vcrlohr,uud daher bewogen wurde,sich in seinem witli-ber-stand bey seiner stauen schwestern zu Genf aufzuhalten. DerKönig Henricus von Navarra machte ihn hierauf zu seinem ge-heimoden Rath, worvou er aber wenig nutzen halte. Er solle auchdurch Vermittlung des Cantzler Hospitals Königlicherxk„s werden, so aber gleichfalls nicht zu stände kam. In seinem al-ter legte er sich auf die ctz; mi>-, erlitte aber viel schaden dabey.Als endlich der Hertzog von Savoyen Genf mit krieg angriff, be-gab sich der rnffund fnedens-begierige Hottomannus wiederumnach Basel , allwo er dem 2 febr. an. i 5 90 an der Wassersucht ver-starb, und mit gröster ehrbezeugung in begleit der gantzcn Universi-tät zur erden bestattet ward, da auch der ort zum grab und grab-mahl von denen vorsteheren des Münsters oder der hauvl-kirchenwäre verehret worden. Von seiner ehefrau, Claudia Brucrin, hat-te er einen söhn, namens Johannes, welchem er seine MbiivillL-samt dem land-gut Villers, so aber damahlen conkHort ivar, vor-aus vermachte; einen anderen, namens Daniel, den er wegen fei-nem üblen verhalten enterbte, und vier töchtcren; Johannes hattein der that sehr gute stucNa, wüste sich auch treflich in die leute zuschicken, hatte lang bey dem Hertzog von Leyccster, auch als dieserdas cowinsncj,, in den Niederlanden führte,die stelle eines 5 ccrcr.Miversehen, e-ll-tte nach seines vatcrs tode dessen letzten willen zu folgseine schrifften,und brachte seine übrige meiste lebenä.-zeic inFranck-rcich zu, da er der vornemsten lcuten ftcundschafft genossen, auch zueinigen wichtigen Verschickungen gebraucht worden. Seine jchriff-ten sind durch Jacobiim Lectiiiui in; romo; zusammen getragen.

Iiill. Iib.9y e!og. Vlorrom. inrc,- virzr llsiclc-

iicri p. 206 llc lcrl^r. Kom. p.i.c,7r,

clvgc? r. r p. iz L r, z s,. *

^otton/ (Petrus)ward zu Amsterdam an. 1648 gebohrcn,mid legte daselbst den gründ zu leinen llucills. Er gieng von bar nachLondcn, wo er sich aufdie mcgicw legte, und nachdem er in dieserfacultät an. 1672 vocwr worden , zu Amsterdam die aufsieht überden öffentlichen garten bekam. An. 169z bekam er zwey voc^EsnachGröningen undLeyden,davon erdie letztere als urvt'-iioi-nviLiij-ces annahm. Er war ein Mitglied der Englischen wcictät und starbim iau. an. 1709. iLrepuki. cjez Icrrres^Lnvicr ,7oy.

IIOÖoder HIIOVPIID8. ist eine stete gewisser her-um streissender Mahomctaner in Arabien, welche in qezelten woh-nen. Sie haben ein besonder gefätze,welches ihnen besteiget, ihre ce-remvuien und gebet unter einem gezcltc ohne licht zu verrichten,worauf sie sich mit der ersten wcibs. person, die sie antreffen, fleisch-lich vermischen. Es sind ihrer etliche zu Alexandrienz sie müssen sichaber gantz heimlich halten, weil man sie lebendig verbrennet, wennsie ertappet werden. oder > llov^me hejst in der Arabischen

spräche so viel als ein gottloser, geiler und abstheulicher mensch.

27 ,c-i,e»§k-vov^ACL I I. lle i'cm,,,re Oir«,n

Houdait/ist eineFrantzösische kleine stadt in dcritte llci rsnce.amfluffe Vegre, unweit Deaüffe, 12 meilcn west-wärts von Paris , undz nord-ost-wärtü von Dreur gelegen. Guaguinus sagt, daß der Kö-nig Robertus daselbst 2 kirche» habe erbauen lassen.

hou hoiv

6-werbeck/ Overbeck/ ein Freyherrliches gefchlcchhwM-,aus Brabant m Polen , und von bannen in Preussen ae »>2Wilhelm befand sich an. 1^29 in Wien , als die Türcken k-'

lagert hielte».Johann Dietrich, Chur-BrandenburMMinister, hat sich gegen ausgang des ,7 stculi, durchch e« , 'schafften und wichtige Verrichtungen an dem Polnischen Mb!

rühmt gemacht, -u - i-reuss. '

reb. gell. v. V V. ^

Hougtoi, / (Johannes) ein Engellander, war anfänM n».auf oer umversttat zn Cambridge , und nachmals ein Car bau.ser. Er wurde bey anfang des lcl-ilmsrk welches unter dem «2Henrico VIII entstund,hingerichtet, indem man L Whenckehund ihm nachmals das Hertz aus dem leibe gerissen,wie m^den verrathern m Engelland thut; welches den 4 may an. 1

schahe. Man hat einen r»mu,n von seinen episteln zusammen aeim.gen. t»bl. carrkull p. ,94. iu>mmnenMa.

^ovius/ (Matthias) Ertz-Bischoffvon Mecheln , war aus U.diger stadt gebürtig,und daselbst an. ^42 gebohren. Er Mitten,e, und wurde anfänglich Pfarrer daselbst in der kirche mSt. Peter, auch für einen der vornehmsten Prediger seiner reit ae,halten. Nach diesem wurde er lliccini-cur ike»ioß> r. jn-erkirche daselbst ^r-wwizcunu-, und als die Ertz,BischöflicheüMdurch Lavini Torrcntit tod ledig war, Vicsriu; gsncrwz. auch letz.lich an. 1596 Ertz-Vifchoff. Er hielt an. 1607 den dritten xc°vw.cläi Hnoclum zu Mecheln , bey dessen anfange er eine herrliche redeablegte, wie man den mißbrauchen, so in der kirche eingeschlichen.am fuglichsten abhelffcn könte. Er war dem Ertz-Hertzoae Alber-to von Oeuerreich und der Infantil, Ifabellä gar angenehm,Lerae»stall, daß sie ihn auch zu ihrem Staats-Rathe in den Niederlandenmachten. Er starb den 20 may an. 1620. Es wird von ihmgesaghdaß, als er einsten bey einem vornehmen Herrn zu gaste gewesen,und ein kunstreiches aber unzüchtiges gemahlde gesehen,habe er den»reiß dafür geboten, damit es möchte verbrannt werden. 6,«^«

lle urbe Ivlccsilln. bibl. Neig. kill. eccl. flu kzvr-bz,,

c. 1 6sII>T ckrilk.

6ouiiercs/(Antoinette lles)istzu ausgang des i7ftculiinderFrantzöstschen poesie, und sonderlich in Verfertigung der ichille«>ehr berühiut gemessn. Dem allen ohngeacht thut sie doch hier unddar in ihren schrillten, die m 2 oü-v- bänden zusammen gedrucktworden, ihres unglücklichen zustands Meldung, welches man daherzu kommen glaubt, weil ihr mann, vereine stelle bey der-mii-llsbediente, dem Louvois nicht in allem folge» wolle».

Sie starb zu Paris an. 1694 und hinterließ 2 löchrern, barm aneeine Nonne worden, die andere aber sich gleichfalls durch ihre poe,sie bckandr gemacht, und den preiß in der scrllewi- krsn;°il-dabsagetragen, «/«r-w-.

Mouline oder ls Houlme / ein kleiner Mn's in der NvriM«die, so an das gebiete ie Mans und den fiuß Orne gränhet.

^ounslow/ ein marckt-steckcn in Middleser in Engelland, derweaen einer grossen beyde bekannt ist, woselbst der König JacodickII seine armem zu lagern pflegte.

^outckerckei, / ein kleiner ort in Flandern nahe bey CM,welchen wcyland Kayser Carl V. zu gunsten des Hauses von Homnnl dem titul einer Grafschafft begäbet hat-

Howard / ein berühmtes geschlecht in Engelland. Vor den MHeber ivicd insgemein gehalten Wilhelmus Howard, welchervw-schiedene gütcr »> Wigendall, »1 dem westlichen theil der Eraf-schafft Norfolk besaß, und unter den Königen Eduardo I imd 11das richter-amt führte. Sein söhn Johannes war dcy dem M»zEduardo I Cammer-Hcri, »nd bediente unter Ednardo Ildas amkeines Sherifs in der Provintz Norfolk und Suffolk . DessenlMI,. »--1^ ttt aivinii'oi I und halteelneit

Johannes II , war unter Eduardo III Admiral,sohu, Robcrtum Howard,welcher aber den; jul. an. i Z'8 vor omvater starb. Desien fohn war Johannes HowardIII, der choder-tlii» Howard II hinterließ, welcher durch seine Vermahlung MMargaretha, Thomä Mowbray,Lertzogs von Norwlk,tochlerMgründ zu der hochhcit dieses geschlechtü gclegc.DennJohannes iv rder aus dieser ehe gezeugt war, hatte sich bey dem König MlEIV und Richards IIIin solche gnad gcsctzct, daß er von deinerMzum Ritter des hosenbands und zum i-or-l gemacht, auch >M maiisstcht über see - jache» angetragen wurde; von Richarco aocvwurde er den 28 »in. an. 148z zum Marschall von Engellano, »nurHertzog von Norfolk, und letzlich zum Groß- Admiral von Ciigel-

land, Irrland und Aquitaiiicn gemacht, kam aber u> der W»

bey Bosworth um. Sein söhn Thomas wurde an eben Mg

tag, als sein vater Hertzog wurde, zum Grafen von HUsstt gmacht,aber in obiger schlachi gefangen, jedoch von komg Heidem VII zu gnaden angenommen, und nicht allein m vorlgew ^den wieder eingesetzt, sondern auch zum Groß-Schatzmcl!l>r tc .net. König Heinrich der VIII machte ihn hieraufM Mari dvon Engclland und zum Hertzog von Norfolk, wie er denn >durch eine fchlacht, die er wider König Jacobum V von ^land gewonnen, wohl verdienet hat. Er hatte lehr viel kmott,unter EduardlisHoward zumRitter des hofenbandes und Wvon Engelland gemacht wurde. Er kam aber a».milden Frankoseii bey Brest gehaltenen sse-ichlacht um.hclmo stammen die Freyherren von Els"tzlöam und EratNottingham her. Von Edmunds ist Catharina V)Hcnricr VIII aus Engellandgemahlin, bekandt. Der mw Hmmas Howard II, wurde anfangs von dem Koiilg Henm vzum Grafen von Surrey , nach der zeit zum Groß«Schah ^