Band 
Zweyter Theil
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welches in der wetten gelungen werden solle. Hiermit n.acyie ersich alsosort über solche arbeit, und schickte „e hernach, da sie serttg,Lemeldtcni Herrn zu. Desgleichen äeciicwle er ihm auch zu eben der-sclbiaen reit einen commenrLrium über den Propheten Daniel; ver-fertigte einen ----Äse von dem anschauenGottcs,nebst einem 6 >>c»u,-von der reinigtest des hertzens, und schrieb über diß auch eunveit»läufftig werck, 6 e uiiiverio, oder ctxmo!c>z,srum Opus. NachdemLudovicns 6 -rms,»cu- vernommen, daß er dieses werck heraus ge-geben, sprach er ihn darum an ; worauf ihm Hrabanus eine ab-schlifft davon zuschickte, nebst einem brieff, welcher zeiget, daß be-weibter Herr gelehrte leser um sich gehabt, welche ihme dann undwann aus solchen düchern, die er zu seiner gcmukhs-ergotzung dien-lich erachtet, etwas vorlesen müssen. Eben dergleichen bedientehatte auch KayserLvtharius um sich,wie gleichfalls aus einem fend-schreiben Hradani erhellet,welches im ansang seiner predigten überdie episteln und Evangelia, so er aufdes gedachten Herrn besehl ge-schrieben, zu finden ist. Nachdem der Ertz-Bstchoff Orgar an. 847dieses zeitliche geseegnel hatte, erwählte ihn das Capitul zu Mayntzan dessen stelle. Sie zogen ihn gleichfalls mit gemalt aus seiner em-samkeit, ungeachtet er durch einige Unpäßlichkeit sehr gejchwachetworden war, und brachten ihn vor den König Ludovicum, welcherin diese wähl willigte. Hierauf wurde er indes Kayserö gegenwart,gegen ausgang des jun. in der Domcklrche zu Mayntz eingeweihet.Drey monat hernach hielt er in der Adrey zu 8 . Alban zu Mayntz,aufhudovici besehl, ein cor>c,Hm und im folgenden iahr noch ei-nes, ailwo Godeschalci Meinung verdammt wurde. Er zog selchtim land herum, Gottes Wort zu predigen, und das volck zu unter-richten.Die in dem Mayntzischm gebiet an. 8 ;- entstandene grosseHungers - noth gab ihm gelegenheit, seine liebe an den tag zu legen;Denn er begab fiel) aufeui dorffm selbiger llicecc-, Winsel genannt,und speisest daselbst täglich über zoo arme lenke, ausser denen, dietäglich von seiner tasel äffen. Zivcy jähr hernach hielt er, auf Lu-dovici 6 c-M.i„ici befiehl, übermahl ein Lcmeilium zu Mayntz, wel-chem die Aebte aus den östlichen gegenden von Franckreich, ausBayer» und Sachsen beywohnest». Auf diesem Lo,>ciu<> wurdeneinige frage» über gewisse kirchcn-.sachcn entschieden, iedoch sinddie daselbst gemachte schlüsse nicht mehr vorhanden. Obgedachteüber die schrifft waren fast nichts mehr,als blosse cx-irsÄ oder auszüge aus den schrifften der vätern nach der damaligenklieoiogorum gcwonheit. Er starb an. 859. Wir haben unterschied-liche clliriones von seinen werckcn. Grorgius Ealvonerms, Cantzlerder univcrlilät zu Dvuay, hat sie an. 1627 in 6 vc>>»mwL j»tv!. zu-sammen gebracht, und zu Cölln drucken lassen. Im ansang findetman Hradani lebens-lauff, welcher von desselben schüler Radol-phv geschrieben worden. Desgleichen hat auch Trirhemius bcnscl-bigen in ; büchern geschrieben, welcher gleichfalls an bemeldstinort zu finden ist. Doch sind nachmals noch einige andere schrittst»des Hradani heraus gekommen, die in besagter cnM-Äion nicht zufinden;Nemlich po-»,z» bey demNäwxio «om. 4 miste,st,,,ae prLgcllinLiionc Oci > Spill.; und andere. Unter seinen noch nichtgedruckten schrlfftcn.ist das in derKaystrljchen bibliociiec jl,Wien be-findliche 6Ioll6riuin staciiio- l^llcoritcum st stmncicum über die dibelnicht zu vergessen. SzxeLex,. c. 89 <Ic vir. illullc. 77o»ox.

I. 4 6c lumin. ccclest c. 4. 6c vi,. illullc. O,6, 8, Leiicci, Lex«x>

rer. stiogvinr. I. 4. Lxv'v'ucx«, Lnri^. kuI6. öcc.

hradeck / eine freyherrliche familie in Böhmen , deren stainm-hanß das städtgen Hradeck im Prager -cräyse gelegen ist. Promis-laus von Hradeck befand sich unter denjenigen vomAdel,welche sichau. izip in einem treffen tapffcrverhalten, und bahero von ihremKönige zu Rittern geschlagen worden; Habarlus Lopota von Hra-deck wirb unter diejenigen Land - Stände gezählet, welche an. >440nach Alberli Königs in Böhmen tobe die Verwaltung des Reichsbessrget, und eine» laud-frieden aufgerichtet. Henricus sie Hradeckist im I? seculo Hec-M,; zu Prag gewesen. Wentze! Ernst Mar-ouard auf Wernsdorff ssorirte an. 1716 als Kayserlichcr Rath,Untcr-Land-Cainmerer,Stadthalter, und des grösser» Land-RathsBeysitzer in Böhmen , wicwol einige dessen mimen Marquard fürden gcschlechts- „amen halten.

^rateck/ (sihe wünftlberg)

^roby/ ( sihe Lloster-Grab.)

^rzan von Harras/eine Gräfliche familie in Böhmen , wel-che mit dem Hertzoge Czecho dabin gekommen, und in der Böbnii-schcn uuruhe dcm Komge Ferdinando H getreu verblieben. Voralters rührest sie den beynamen Homutiz; im r6 seculo aber hatsie angefangen sich von Harras odcrHarrasso (sonder zweiffel vonemem jchlosse und sitze dieses namens (bcyzuneimcn. JohannAoam war an. , 670 Mystrl,eher Rath, Cämmerer, KöniglicherSta.thaltcr und Ober-Land-Iägeriueister in Böhmen , und wardzu cru aus dein Frcyhcrrlichen in den Gräflichen stand erhoben. Erbesaß die Hcrrschafflcn Notcnhauß, Eitlitz und Platten, und hatteunst-richiedene ,vdnc,von welchen Sigismundus Valentin, der dieHerr,(Hamen Rotenhauß, E-tlii; -c. nahe an Meisten gelegen, an.I?c >7 <ur yüoooo gülden an einen Fürsten von Lichtcnsteiil ver-kaussel, noch an. 1718 als Kayserlichcr geheimdcr Rath, Eammcr-Hen, Eammer - Praydent und Stadthalter in Böhinen, zu Prag

Leutmcritzer cräyß nach abganqUne'r^ s^ken von Kapsiers zu Mileffow pe, cr.

oen v! ^ "EI, von Kapliers angenoimuen, und selbi.gen durch »eme drey männliche erben fortgesetzet, zg,.

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lten-stpi'cZel p. , psg. 209. in lli^ocbo fg,. ,z. ^ .

rab. llcmm. '

^uart/ ( Johannes) ein Spanischer MMu-, der x.-,.

I; 8 ° gelebt und lerucmmman.morumgeschrieben,lvelchesAestoLMajor m das Lateinische übersetzt, und von den gelehrten li°ck nfihalten lvird. vwi. steieot. 1., a- „sr. in^n.

sci ltusrr. vstc. tzibl. stülp. c. i. jugem. Ls Lr

les crir. still.

S. Huberti orden/ ist von Gerhards, Herkvqe von N«und Bergen, m dem 5 seculo gcstiffret worden,nachdem er an ,71an dem tage Huberti wider Arnoldum von Egmond einen an'üdnlichen sieg ervallen. Er wird auch der orden von HornaeneMfwess die Ritter ein Halsband von iägerhörnccn getragen, an webchem das bild des Heiligen Huberti gehangen. Johannes Whchmus, Churfürst zu Pmltz, hatchn an. ,7°?wiederum ernc«und den titul eines Großmeisters angenommen. Er beliebet „>Fürstlichen Personen, deren zahl umimschrencket ist, und in ,r Mrern, Gräfliche» und Freyherrsichen standes, so dann einem Cann-ler, Vicc Cantzler, Lccrccario. Schatzmeister, Herold undbc. Die dazu gewiedmestn ämter in der Ober-Pfaltz wurden ,nCommenderien gemacht, und bekam ein jeder Ritter, ausscr denFürstlichen, eine davon. Das ordens-zeichen ist ein viereckichtescreutz an einem rothen bände, nebst einem stern auf der brüst undaufdem mantel. Der wahlspruch bestehet in den ; alten werlenmit Gothischen duchstaben: in trau fast/ d. i- in der treu schockebeständig. Die Pflicht der Ritter bestehet hauptsächlich darinnen,(,) dem Churfürsten treu und hold, (2) gegen die armen darni-hertzig zri wyn, wie denn ein jeder Ritter bey seiner rechnen i°»duccircn für die armen an den Schatzmeister bezahlen muß. SieVerben egpirularucr durch die meisten stimme erwählet,aufftttdemStadthalter und dem Cantzler,welche unmittelbar von dem Ckc.surften gesetzet werden.

^ubertinus/ ein Minorit, gebürtig von Casal, welcher umdas jahr iz i; berühmt gewesen. Als damals bey den Francisca-»crn die conrrovcrs getrieben >vurde,obChristus und dieApostelivaSeigenes besessen oder nicht,und daraus ein gefährliches lliiilw-ent-stünde zwischen den so genanntenspiniuziitzu;, welche dafür hielten,Christus habe weder etwas eignes, noch in gememschaffi besessen,und den vrarerculls lle cvinmuiiitzrc- welche sagten, Christus unddie Apostel hätten zwar nichts eigenes, aber wohl m gemcmschaffkbesessen, warsscr sich zum Haupt der 8 pirimellum auf, und sühreteihre fache gar ernstlich, bis sie solche durch des Pabsisa». izirer,folgten aussprnch verlohrcn. Er hielte hierauf bey demPabstan,daß ihm nebst seinem anhang allein zu leben inöchte vergvnnenver-den.kome aber solches nicht erhallen,dannenherv er neue Händel nn-sieng. Als er aber daraus viel unruhe vermuthete, verlangte er,daßihin möchte vergönnet werden, den Franciscancr-ordcnzu verlassen,und eniBcnedietmrr zu werden, welches er auch erhielte,und wurdeihm das kloster Gemblours in Brabant angewiesen,dahincraebcnsolle. Endlich soll er sich zu den Carthäusern gewandt haben. Man

hat rekpoiilioiiein ci,c» cjULllionem 6 c pLUpcrlLieLllcilli ä: ^poiklo«rum : Litzeccm vir.r crucillx.^; opuz cle tcpicm ll^ciduz ecclelir. NnH

wollen einige dafür halten, daß er die ersten bücher 6 s imim,«

Lllrilli verfertiget-in in bibl. LMust

in sn.^iinor. k> z. llill. iillcr. »pp. psß.ir.

^ubertus / Bischoff von Mastricht und Lüttich , war Dertran-di, Hertzvgs von Aguitanien,sohn. Nachdem er zu seinem alter ge-kommen war,schickten ihn seine ckeunde zn dem König Thcodvnco,welcher an. 68 ° zu regieren ansieng. Er wurde daselbst bald Hof-meister, weil er aber sich mit drm Ebroino, weicher der vornehmsteStaats-Minister war, nicht vertragen konte,wandte cr sich yl Vpmo Heristallo welcher zur zelt Onnvern-ur m Austrastcn war.Dieser Plpimis führte ihm damals eine person von grossenqualMten, namens Flornbane, zu, mit welcher er einen söhn,namens Ao-ribertus, zcngete, der ihm hernach in dem BißchumLüttich folgere.Die grosse Inst, so er am jagen halte, mn welches cr össtcrs dengottesdienst vcrfäumcte, gab zn feiner dekehrung anlast, wiebleHistorie meldet. Denn es erschien ihm ein Hirsch, welcher zwischenfeinen Hörnern ein c,uciflx hatte, und dabey hörele er eine stime, dieihm die ewige vrrdammniß ankündigte, wofern er sich nicht bekeh-ren würde. Dieses geschahe in dem Ardemicr walde, oder wie an-dere sagen,nahe bey dem fluß Seine, da er noch zu Host lebeie.Dar-auffaste er gleich den schluß, ein geistlicher zu werde», und gMnach Rom , woselbst ihn Padst Scraius l nachLamberti todeMBifchoff von Mastricht machte. Die grosse chrerbieliMl

cr gegen Lamberlum seinen vorfahren trug, so zu Lüttich begrabe»war, verursachete, daß er seinen Bischöflichen sitz in diestn davm-gen kleinen flecken versetzte,welcher nach der zeit eine von den mäch-tigsten städle» in Niedcr-Tcutschland worden ist. Bemelolcr Kwar ehemals von Tongern nach Viastricht gckoiilmeli,von kalM»ihn nunmehro Hubertiis nach Lüttich brachte , welchmolcheli mansieng mit neuen gcdänden zu erweitern, ben DlschöflMll fili lmdessen Hainen belegte,und zuinBischöflicheil sicgel des heiligen .am»bcrtl bildniß verordnete, mit dieser überschkissl:

N1ZOL ccclefl.r tili^, das ist, das heilige Lüttich / der kw»"°Den kirche tochter.Danncndcro haben ihn einige den lsifllerMcrsienBischoff vonLütlich genant,ob er wol eigentlich der iMW>Bischoff von Tongern und Mastricht war. Er starb am 7 H ' ^wie andere sagen, an. 7 ;c>, und ungefehr 100 jähr »ach lunem l -wurde auf Verordnung eines zn Aachen gehaltenen -

leichnam in ein berühmt Bencdicliner-kloster in dem urom

lvalde, fönst Ardninergenannt,gebracht, welcher rrtnach 0»,

immerfort den namen S. Hubert geführet hat. Dahm >vercui > -