L öimmgen gebracht/welche von rasenden Hunden oder andern un-sinnigen threren gebissen worden, da man dann ihre stirne ein we-nig aufschneidet, und ein klein stücklein von des gedachten heiligenPrälaten amts-kleide darein leget, wovon sie hernach wieder curirt
werden sollen. ^ 4 »». crsirs clez tuperüirions.
vr//L« icript. vet. rerum l.eo6icniium.
^ubertus 6s Burgo / war des! Königs in Engelland, Jo-hannis, Cammer-Herr und oberster Richter in Engelland, welcherin der Engeüandischen chronic deswegen berühmt ist,weil er in demi; seculo das--keil Dover wider des Königs inFranckrcichLudo-vici söhn tapffer 6sksn6iret, und noch dazu in einem see-treffen eini-ge demselben zu hülffegeschickte rrouppen erleget hat.
huberus/ ( Johannes ) ein ^e6icus zu Basel , welcher daselbstan, 1507 gebühren. Sein vater war Martinus, welcher sich in demSchweitzerischen kriege dahin begeben, und das btirger-recht erlan-get Hai. Er wurde anfänglich in der schule zu Basel zu den studienangehalten, und von dar nach Schletstadt geschickt. Als er vonbannen wieder zurücke nach Basel kam , hörete er Henricum Gla-ttanum, gieng hieraufan. i;;; nach Paris , und wurde daselbstK'orksr. Von dar wandte er sich auf andere Frantzvsische acade-mien, sonderlich nach Montpelier und Toulouse , aüwo er auch we-gen seiner gelehrsamkeit und wissenschafft in der Griechischen sprä-che zum «,e<5toi-L erwählet wurde. Als er 11 jähr in Franckreich ge-lobet hatte , kam er als DoÄor msciicinT wiederum zurück, undfieng an mit gutem luccssz zu prsAiciren. An. 1544 wurde er pro.kessor piiysic- zuBasel. Endlich starb er an. i;?i. P^»r«/eo»pro 5 op.
cbesrr. vic. >nc6. riicsrr. pag. 12,64.
huberus / (Samuel) ein söhn Pein, der erstlich zu Bern ein schul-biener undZwingliianhänger, aber hernachLutheri lehrezugethan gewesen, worinnen er seinen söhn,wie dieser nachmals er-zehlet, gleichfalls erzogen. Indessen ist mit vielen smiiemischenzeugnussenzu beweisen, daß Samuel Huber vor seinem streit mitAbrahams Musculo und seiner daraus erfolgten entsetzung in derlehre von dem H.Abendmahl,welche damals schier den einigen un-terscheid zwischen den Evangelisch-Lutherischen und Reformirtenmachte, gar nicht für Lutherisch habe angesehen seyn wollen. Seinstreit aber mit Musculo entstünde bey anlaß des erst in selbiger zeitaufdem bekannten coiio^mo zu Mümpelgard erregten streits vonder gnaden-wahl, da Huberus, so Musculo ohne dem schon längstgehäßig wäre, diesen angeklagt, als hätte er, Bezä zu gefallen,diemeinungCalvini angenommen und unterschrieben,welche doch vor-her die Reform. Eydgnoßische kirche, und sonderlich die Berneri-schenie gebillichct; Es wäre auch dabey dieses manns geschrey sogroß, daß sich endlich der Rath zu Bern gemüßiget befände, deßwe-gen eine öffentliche Unterredung anzustellen, zu welcher auch Bezaals mitbeklagter, und andere vornehme Schweitzerischei'KsoioZi,ais schieds-leuthe und Achtere, erforderet wurden; wie dann auchder Rath selbst einige ansehnliche glieder aus feinen Mitteln dazuordnete. In dieser versamlung nun zeigte Huber seine blösse viel-fältig , und muste über viel seiner vorher geführten anklagen, wieschwätzbafft er auch sonsten war, verstummen, als die er nun garnicht, wie er sich erbotten, zu erweisen wüste. Wie nun dieses dievon dem Rath zugeordnete vomierte so wohl als alle übrigekinmüthige l'beoiogi sahen , und daß hingegen Huber bey soschlechtem beweißdannoch die gröste frechheil un Unverschämtheitgebrauchte, erstatteten sie dem Rath von allem bericht, nach wel-chem Huber,ungeacht die aus selbigem anlaß versammlete n^oiogifür ihne gebetten, semer biß dahin gehabten Pfarrey zu Burgdorffentsetzet ward, mit dem angehängten? befehl, sich forthin des schel-tens wegen den vorgeschwebten artickuln, und absonderlich widerMusculum zu enthalten. Und da er dieses sehr schlechtlich beo-bachtete, kam er ins gefängnuß, und ward endlich des lands ver-wiesen. Er verfügte sich hieraufins Würtembergische, und suchtedurch allerhand ungleiche hinderbringungen nicht nur Musculo,sonderen so gar seiner Obrigkeit desSlandsVern verdrus und Han-del zu erwecken,so aber durch die von diesem letstere dabey gebrauch-te klugheit, noch glücklich verhütet worden; diß geschahe an-i;8?und i;88. Nun wäre es zeit, daß man auch anderwärts, wo zuvorso viel auf Hubern gehalten ward, in der that und von nahem sahe,was er für ein mann wäre. Kurtz nachdem« er aufTübingen kom-men, hat er schon seine hernach bestriktene meinuug, daß Gott allemenschen zur seligkcit erwehlet habe, öffentlich dargeleget, unddarvon gewisse cksies in einer 6>tp,,tstion pubiicisret, so auch dieTu-bingischen'rbcoioZi geschehen lassen.Jnsonderheit wolte er behaup-ten, daß alle menschen, auch die verdammten, erwehlet waren.Dem ungeachtet wurde er an- i?yr zum ?iotsllorcilien!oZi> nachWittenberg beruffen, auch daselbst inOoLoremi'lisoiog,^ p,om°vi-ret. Das jähr darauf contsrirte er darüber privatim auf einer reisemit Aegidio Hunnio, und oppomrte auch Salomon Gestern öf-fentlich. Nach langem disputieren kündigte ihm DoÄor Polycar-pus Leyser, sein c»iicZa. die brüderschafft öffentlich auf, da er sichzwar erklärte, daß er, wofern man ihn nicht m der lehre angreiffenwürde, von den bewusten rerwinis abstehen wolte. Als aber Hun-riius seine rkcles von der pr-clellinarion puklicicrte, und Huberusnicht damit übereinstimmen wolte, auch voÄorLeyser ihn in dercons-rcn^ einen ketzer gescholten, erklarete sich Huberus mit semencoiieZen öffentlich von der fache vor der gantzen univcrstat zu 6>-svurircn, welches aber jene nicht zugeben wollen, damit es nicht nnbeyseyn der studenten geschehen mochte. Indessen wurckcten semegcqner bey dem damaligen L6m„»israror der Chur Sachsen einenbefebl aus, Huberus solle dieses streits weder pubi.cs noch privat, mgedencken. Weil er es aber nichts desto weniger m-oii-g-en undpredigten gethan, auch bey der an. i ;?4 erfolgten Churfurstlichen
und MppuAe nom' d Huberus nach Dreßde/,
entschlagen, hat er sich so wohl zu Hall in Sackssen, 3 s bernack mErmrt aufgehalten, und daselbst etliche strAr-bücher geAtholisch.n unvRestrmlrten geschrieben. Zuletzt ist er zu seinem loch'ter-mann nach Osterwick gezogen, hat sich allda nach des Prchigerszeugniß, still und eingezogen gehalten, und ist darauf den 2; wartan-1.624 rm 7?sten jähr seines alters gestorben. Es sind in dieserstreMgMt mel schrifflen heraus gekommen, worunter sonderlichderWurtembergische^hcoioZorum sL» ttubcriLNL.^«»,« isicksn.
predigt unä isbcns iLuistttubsri. liisr. ecclss. lebenz-
lauLslubsri, 6s pscr. illuiir. vir. Kill. ecclss p.
^86- rliestt. intro6uK. gci tt L. p. 981.
Icirciien-bill. p. 2.1.16, c. zo. Lcbvvcirreritciis llirciuu»-
llilkoris. *
. huberus/ (Ulricus) wurden r; mart. an. r6;6zuDockumin Frießlano gedohren. Nachdem er den gründ seiner ltu6ien undzumal der Lateinischen, Griechischen und Hebräischen spräche inftmemvateriandeundzu Leuwarden geleget, zog er an. i6;i nachFranecker,».studierte daselbst die strasso wohl unter demWissenbach,als zu Utrecht unter dem Antonio Matthäi undCyprianoRegnero.Von dar gieng er an. i6;6 nach Marpurg , und nachdem er sich ;-ahr daselbst aufgehalten, auch allda in OoÄorsm juris p,umov>rct,wurde er im -isten jähr seines alters zum ?rof-»öte liillor-Lrumund c>ogusm!«zu Franecker ernennet,welche stelle er auch an.i6; 8,nachdem er sich zuvor bey Böcklern einige zeit zu Straßburg auf-gehalten, antrat. In diesem stände hielt er bisweilen von ü nhrdes morgens bis aufden abend um 8 uhr, eine lifch-stunde ausge-nommen, öffentliche und absonderliche coiisHa. In dem rastenjähr wurde er ii-etor maßmücus, und an. nach Wissenbachstobe kroüüllr juriz. Er wurde zwar auf die acsciemie zu Leiden be-runen, allein er schlug es ab, und die Frießlandischen Staaten ver-größerten seine einkünffte und ehren-stellen, daß er krokeiLr jurir
publici und kill glich des LcnLtäs tuprcms priLonim curi« ward.
Von der Ullivcrlltät nahm man ihn in das Frießländische ober-ge-richte zu Leuwarden. Von dar schickte man ihn nach vcrlauffdreyeszahr wicherauf die univerlität, daß er daselbst mir dem titul einesLx-8enrc»riz von publici; leLUonibus frey leben könnte; deswegenbeehrte man ihn auch mit einer jährlichen sehr ansehnlichen p-ullou.und gab ihm nach dem K-Eors den rang über andere. Er starb imnov. an. 1694, und hinterließ ; söhne, worunter sichZacharias son-derlich bekannt gemacht. Er hatte verschiedene streitiqkeiten, alsmit den Predigern zu Franecker, denn da selbige das Frantzvsischetantzen lernen beeifferten, schrieb er darwider, und bemühete sich,zubeweisen, daß den llullioi,; juris nicht nur vergönnet,sondcru aufge-wiffe art nöthig sey, tantzen zu lernen, damit sie ihren leib wohl zustellen wüsten. Insonderheit aber hatte er mir Jacobs Perizvniv,als welcher ihn vieler irrkhümer beschuldigen wolte, grosse streitig-keiten. Seine schrlstten sind; cis jucs civitsris ; 6igcesiioiics )uiil-nmneL ; prLleÄions; all jnllicuticmc; ; Positionen juriz; suipici»lloloeüics sxsrcicscionum ; vinclici.v juris Lmelsnllici ; furisprullenriskrillc» ; jurispru^entis llo6icrnz ; tpeciccien pbilosopbi« civiiir; '6sconcuriu rsrionis üc tcriprurte; inibirntiones bigori,v civilis ; Lunomi»Romans; 6s gsnuinL «csce -ril/riorum. orsr. pLrenraüs.
bloü. icircken un6 scbuIsn-llLSt ?. r. c. 4. p. F09.M0NLt5-Zsiprscbs. 1700. p. zls.
^ubrieg / eine ansehnliche familie in Schlesien , welche denFürstlichen Münsterbergischen und Würtembcrg - OelßnischenHäusern in die anderthalb jähr ersprießliche dienste geleistet. Jo-hann Hudrieg, Cantzlar des Oelsnischen Fürstenthums und desconiikuiii Eüor primsrius, starb an. 166;, und hinterließ z söhne,die waren i) Hans Fridrich , welcher an. 170; ohne lejbes-erbengestorben. 2) Hans Christian, welcher bey dem Hertzoge zu Wür-temberg-Oelß die stelle eines Regierungs-nnd Cammer-Naths ver-treten, und an. i678in Zeßel das Kalckreutische antheil, auch an.1682 das guth Wischegrade käuflich an sich gebracht. Erstarb an.1717 und hinterließ einen einigen söhn IuIium Fridericum/welcherzu Francksurt an der Oder seine lluäiL Lbloivirt, und hernach alsLisursnznt unter Heffen-Cassel unterschiedlichen feldzügen beyge-wohret. z) Hans Ernst, welcher anfangs Hertzoglicyer Würtem-berg-Oe!ßnisa)cr Reglerungs-Sectsr^tius, nochmals aber ein Mit-glied des Raths-LuUegli zu Breßlau gewesen, welche letztere ehren«stelle ftin nachgelassener söhn, Ernst Christian, an. 1719 bekleidete.
bcblell curiui.
^uckelius / s Johann Jacobns) ^-6. voüor und profcllbrzu Basel , lebte in dem 16 lecuio. Von seinem Ursprung und herkom-men ist nichts bekannt. An. 1547 wurde er zu Basel unter die zahlder studenten aufgenommen, hieraufempfienge er die pkiio-
sopbicos. nemlich das kLccLisursÄt an. i;;o und hernach das
Er lehrte öffentlich in dem ?«6LZoZso die Griechischesprach, und wurde auch als Äilsssor jndas collc^ium ms6icum rsci-pirt, stürbe aber schon an. i;64<m der Pest. Man hat von ihme
1'rsSst. 6c psrrs >r>c6icioL temeiorics in toi.; I)s isimLribus Oerma-ML daiaeis, teutsch ; Ulid «xsmen Icproforum in 8vo M1. 1560. L»LB/- 7 ., psffk-. 6»ü. bibl. cLs//«» Lxir-pb.,
Vic. prost Last *
HucZ/