hug
wird, daß er die Abteyen 8. Germain, 8. Denis, und 8. Riquiergutwillig auffgegeben, um den mißbrauch abzubringen, daß welt-liche undverheyrathete Personen Abteyen besässen, (b) Er machtesich auch dadurch bey der clerisey beliebt, daß er die reimen des H.Nicharii zu der Abtey dieses namens wieder brachte,weswegen ihmdertitul: beschutzer des glaubens / beygelegt ward. (-) Imkrieg erwieß er grosse tapffcrkeit, und brachte es endlich durch dieseund andere grosse guaiiräten zuwege, daß, als des Königs Lothar»söhn und Nachfolger Ludovicus V nach einer kurtzen regierung an.987 mit tod abgieng, er noch in selbigem jähr von den Ständen,die sich aufseine zusammenruffung zu Noyvn befunden, zum Königausqeruffen, und den ; iul. zu Rheims von dem Ertz-Bischoffda-selbst gecronet wurde. (ll)Carolusl, Hertzog von Lothringen , Lu-dovici I V Iransm-rini söhn, war die einige von dem Königlichengeblut noch übrige Person, und hatte auch das nächste recht zurcrone; allein seine liebe gegen die Teutschen, nebst dem, daß er demKayser als valaii geduldiger,machte ihn bey den Frantzosen verhaßt.Der Hertzog von Guienne hielt zwar seine parkhey; aber Hugogieng demselben bey zeiten auf den hals, und zwang ihn durch eineHarte schlacht, daß er sich ihm lul,,nmiren muste. (e) Der KayserOtto III , welchernicht gern sahe,daß sein vatall König wurde,auchin Italien viel zu thun hatte, nahm sich der fach gar nicht an. Ca-rolas kam also allein mit seinen Lothringischen vöickern an, undHatte das glück, daß er Laon in kurtzer zeit einnahm, auch Hugo,welcher ihn wieder daselbst belagerte, nichts ausrichten konte; ,a,als Hugo Arnulphum, den natürlichen söhn des Königs Lothar»,der bey Carolo war, auf seine feite brachte, und ihm das Ertz-Viß-thum Rheims übergab, spielte dieser Rheims selbst Carolo in dieHände, (k) Allein Hugo brachte es doch endlich durch heimlichesVerständniß mit dem Bischoffzu Laon dahin, daß seine rrouppenheimlich in Laon eingelassen wurden, und Carolum selbst gefangenbekamen, den er hierauf nach Orleans schickte, woselbst er bald her-nach gestorben. (g) Hierdurch bekam Hugo eine ruhige regierung,die er gemeinschafftlich mit seinem sohnRobertoführte,den er gleichim sechsten monat nach seiner crönung zum König gemacht hatte.(K) Den Ertz- Bischoffzu Rheims Arnulphum ließ er nach diesemwegen seiner untreu auf dem Concil!« absetzen, bekam aber deswe-gen streit mit dem Pabst, der Arnulphum lomcn-rte, auch in derheyrath seines sohns Roderti die llisseniacic», verweigerte. (>) Hu-go aber ließ Arnulphum nicht loß, und starb, ehe der streit ein endhatte, den 24 oct. an. 996, oder wie andere sagen, an. 997. Seinegemahlin war Adelheid, welche einige vor des Grafen von Poitou,andere aber vor Hertzogs Wilhelmi III von Guienne,so der flachs-kopffgenannt wird, tochter ausgeben. Von selbiger hatte er Ro-herlum, König von Franckreich; Hedwig, Raineri V, Grafen vonMons , und nachmals Hugvnis, Grafen von Dagsburg, gemahlm;und Gislam, Hugonis I, Herrn von Abbevillegemahlin. Er hinter-ließ auch von einer KisKreiL Gozelinum,Abt von Fleury, und nach-mals Ertz-Bischoffvon Bourges, welcher den 191,00. an. ic>8overstorben. Den namen Capecus soll er,wie einige amores berichten,wegen seines grossen kopffs bekommen haben. Er war das Hauptdes dritten stammes der Könige in Franckreich oder der Capctingi-schen linie, welche noch bis diesen tag den thron besitzet. Sein ver-fahr aber, von dem man gewiß versichert ist, war Robertus derftarcke/Graf zu Paris . Ob nun dieser Robertus aus Carolingi-schem, oder wie andere vorgeben, aus Merovingischem geschlechtabgestammet, ist gäntzlich ungewiß. (>) Hugvnis mutier aber warHedwig, Kayftrs Ottonis 1 schwester. (sitze Hugo der grosse.)Sonst wird von Hngone oxero noch vorgegeben, daß er das rechtder erstgeburt in der iuccciüon der Crone eingeführt,und verordnet,daß die natürlichen kinder nicht lucccwren sollen; desgleichen, daßer die cllsrgs eines .viajor llomns abgeschafft, und hingegen 12 n-sirslle krance nuffgerichtet; so aber alles misch ist. Diß aber ist gewiß,daß unter ihm Paris wiederum die Königliche r-nmnr zu werden
angefangen, (m) (2) LtirÄS. s. Lir^rri lib. 4. cliron. all
an. 960. b) ctüron. I. z c. 2Z. c) c. 24. ll)
cllron. all an. 9^7. cl. 2. 6 cr 5 sr,i epill. 107,kdllron. ?/o-
cl. 2. e) cllron. <?c cllron. 29, r. Il
Libl. kll 83 . psg. 224. f) ciiron. 26 an. 988 icg.
eplld. 119, ,22, ,22,!-;- clu Ollelnc k. 4.
in ciiron. all an. 990. ü) I. 2
c. 1. / ap. cN> Llielne r. 2 p 6;i.
Conf. Libl. ivl3S. k., p. 272. i) ax. llu ttkekne
t. 4. concin. 6c cNron. an 2». 991 Icg. 6ert>erlrorar.
in concil. lllolomsnll 6c cpill. all )ollann. XV. ?ap. 29.
anna!. cccl. r. 10 all an. 99! n. 2l>sgus^. ll) ciiron. all
an. 996, lle re lliplom. I, 2 c. 26 n. 2Z 6 c pro an, 987. L«/,,-
L!«r 6c perr. lle lle -llarca lliispan. 1.4 all an. 997 öc crir.
in Laron. e. 4 all an. 998 n. i p. 76 col. r. w) OE-t kill. lle Franc,r. i col. 1014. Feg.
-6ugo / des Königs in Franckreich Robert! söhn / wurde nochden ieb'.ze!tcn seines vaters den 9 jun. an-1017 am pfingstssest zumKönig gckrönet. (sihe Robertus König in Franckreich.) Er warein Printz von guter Hoffnung / seine muttcr aber / cme chrgeitzlgellanic , hetzte ihn zu einer revolle wider den vater an/ dre »doch Nichtlange daurte/ indem sich der Printz lllbnMrirle. Bald hernach starber den 17 sept. an. 102^ / als er ig jähr alt war / und hinterließkeine nachkommen. Er wurde in der Abtey 8. Corneille zu Com-piegne begraben. m vüa xolls-ci 1.; p. 69. üE,/.
xd«, ; c 9. Lrir. in Laron. k. 4 all an. Ior 8 n. l, 2, ; p. ,z; scq.
^ugo / zugenannk der grosse / znm andencken Hugonis desgrossen / der Hugonis capcn vmer gewesen. Dieser war KoingsHermcr I in Franckreich dritter sohn/und Phtilppl I bruder / auch
dtt 8 mit Lk/Lm""Eer allen Christlichen Prmtzen
vrc kUlce YLitle / UNO ütw ÜM wemülten jsissUl-
er am io98 wr-der nach Franckre,ch;alser abcsan ?°9y Le,dahin?wurrw ab//an""'^^ worden/ reiste er zum andern maldem Tst decken flacht mit Svlimannv/
vem L.urer!schen Sultan / auf den grankcn von Romainen bore
verwundet / und hierauf nach Tarsts in Cliieien gebracht / allwo ernoch rn seldtgem iahr gestorben, (v) Er war 49 jabr alt/in d bak.te von semer gemahlin Aiix von MtMandois und Crespi / so E.bertl IV tochccr war/ ; söhne/ Rabulphum I/ Grafen von Ver.mandois; Snnonem / Bischoffvon Noyon ; und Henricum vonLhillet/ zugenannk Aimert/ nebst4 töchtem. Einige Geiiealogisterrgeben ihm auch noch ernen söhn / Hugonem/ zugenannk den ein-atigigkia / welcher Hugo von Chaumont ist / LonncraMc p»nFranckreich / um das jähr n 16. (a) «,/k^. LeLap.
in mulLo Icai. r. i r. 2. (d) all an. 1,02.
^ugo/ GrafundMarggrafvon Provence/ und hernach Kö-mg von Jtalren/ des Grafen Lhidaldr söhn von der Berkha/ sodes Lorham/ Konrgs in Lothringen / und der Valdradä tochterwar. (-) Als Ludovicus L«5omllss, König zu Arles und Kayser/an. 902 rn Italien von Berengario I geblendet/und nach Provence wieder zurück zu gehen gezwungen worden / setzte er Hugonem/ dersein naher verwandter war / zum Regenten seines landes / weil erselbst wegen der blendung nicht regieren konte. O) Nach der zeitaber brachte es Hugo dahin / daß er die Grasschafft Provence er»hielt/ undLudovlci.kolomllis söhne Carolo Constantinonur dieGrasschafft Vienne ließ. (c) Er ist aber niemals König in Provence gewesen / sondern erst hernach wegen Italien König gcnemrt wor»den. (ll) Dann an. 92s wurde er von den Jkalianern wider Ru-dolphum ihren König zu hülffgeruffen / und weil ihm diesemer muter Bertha bcystunde/ brachte er es dahin / daß Rudol»phus Italien verlassen/ und sich mit ihm an. 9;° dergestalt verglei-chen muste / daß Hugo König in Italien blieb / und RudviphoProvence überließ /.mit ausnahm der Grasschafft Alles / die Hugovor sich behielte. <I) In eben diesem jähr ernennte Hugo seinen söhnLorharium zumKonig/nnd nahm ihn zum Reichs-gehülffen an. lt)Er hcyralheke nach diesem Maroziam/ seines stieff-brnders Giu-donis / Marggrafen von Thuscien wittwe /die ihm die Herrfchafftder stadt Rom zum heyraths-gut mitbrachte / woranfer nachRomgieng/ader von der Marozia söhn aus erster ehs/Alberico iun,ar-,daraus verjagt wurde / mit dem er sich hernach verglich / und ihmseine tochter Aldam zur ehe gab. (ß) An. 9 ;8 heyraihece er Rudol«phi II Königs in Burgund zurückgelassene wittwe Berkham/ (ll)und damit er sich wider die Saracenen schützen möchte / bat er denGriechischen Kayser um hülff/und gab seine natürliche tochter Der«thain dessen söhne Constantino korpy^roß-nneka- zur ehe. (>) In«zwischen erregte BercngariuS / Marggrafvon Jvrea / des chema«lrgen Königs in Italien und Kaysers Berengani I enckel/ cme re«bcllion wider Hugonem / welche zwar anfangs unterdrücket / undVerengarius genöthigt war / nach Tensschland zu dem König Ot«tone I zu fliehen. O) Endlich aber kam Verengarius an. 94? wie-der/ worauf alle Unterthanen von Hugone absetzten / der hieraufnach Provence sich rechte/ und daselbst rn ein kloster gieng/ darin»er bald darauf gestorben/ seinen söhn Lokharium in Italien hinter-lassend / der eine zeitlang daselbst noch regierte / wiewol alle am»«-tät bey Berengario war« (0 (») s.
um. lls krovcncc k. I p. 92;. (k) Ä/. ll. I. p. 781.
(c) öc cllron. an. 9Z1. (ll) crik. in Laron. r. ; all an.
926 n. 4 p, 8.21 col. I. (e) l. z c. !Z. ( 7 »nk. Kill. lls
Provence I. 6- lle reßno Lurgunll. I. 1. (f) I. 4 c. r.
Lonf. crir. in Larnn. c.; all an. 940 n.; p. 827 col. n (Z)cllron. all an, 9zz öc all 9Zö. (k) I. 4 c. 6.
lle allminllt. iinp. I. i c. r6. Lonf. in inner. Irai. ?. l p. 222.
(i) cllron. all an. 940. !. ; c. 4. (ic)
I.; c. 4, (i) ckrott. all an. 94;. I.; c. 12, >z, 14..
^ugo / mit dem zunamen der schwartze/ Hertzog von Bur-gund ein söhn Richarbilulliri,irii> und bruder Rudolphi, Königsin Franckreich. Nach seines bruders tod ward er von Ludovicoirransmarins dem Könige, und Hugone dem grossen, Hertzog vonFranckreich, gezwungen, den halben theil des Hcrtzogthums Bur-gundlermeldtem Hugoni dem grossen abzutreten. (2) Nachmalsbekam Hugo der grosse entweder nach dem tod oder durch absetzungHugonis des fchwartzen auch den Überrest des Hertzogthums. ( siheHugo der grosse.) (H p/o^o^H all an.q^.
h ucso/ der bastard zugenannt. Er war des Königs von Lo-thringen Lothani fohn vvn Valvrade, und weil nach dem tode Lu«dovici nsldi in Franckreich grosse unruhen entstunden, suchte ersich znm iberrn in Lothringen zu machen, ward aber von LudovicoII König m Deutschland daraus verjagt. Daraufhieng er Mandie Normänner, welche endlich von Carolo r>ass-> in dem friedenerhielten,daß Hugoni die einkünffte des Skiffts Metz zu seinem un-terhalt , und dessen schwester dem Hertzog der Normänner zur ehegegeben ward. ( sihe Larolus oaM>z) Nach dem tode diesesHertzogs machte er neue unruhen,verwüstete Lothringen,und plag-te das arme volck erschrecklich. Carolas Oassu- abcr ließ ihm a.889die äugen ausstechen, steckte ihn hierauf in das kiostcr zu S- Galt,und schickte ihn von dar nach Prüm , woselbst er starb.
lle ßeüis Franc, üb, ? c. ;9. FÄÄ LEt'ec. all an. t8^ 6c
L8). LLM»s all an. 8S;. all an. 886.
Qqggq - Hugo