hül hün 86r
Suguccio/ oder Hugo/ ein Römer/ ward von Cölestino III, für zig / und LiMirke unter ihm 6° ka«> »a -mMsssone. Eedessen anverwandten ihn einige ausgeben / ;um Cardinal gemacht/ httltJrch darbey dergestalt wohl / daß ihm auch oriv-mm zu lesenauch von demselben/ wie nicht weniger von Jnnvcentio III, zu ent» vergonnetwArde/da ibn ^
.e Päbstlichen 6ecr«a glvs-
ftn verfertigte.Als an. irn der berühmte Saracenische Monarch.Miranwlitt/ die Europäische landschafften/ und sonderlich Spa-nien / mit einem gewaltigen einfall bedrohek/muste er wider densel.den das treutz predigen.Er starbums jähr 121;, und ward zu Rom in der kirche 88.Silvestri und Martini/ wovon er den titul geführt-begraben, Lr-rcs»., , c^^ccrs/. ia VIM LsjetSai Ikien«»-
L/^xtrrreA. ckvoa. liirlsug.
Hugutcic» / (Franciscus) von einigen auK-le Aglizzonis zustt»Nannt / ein Cardinal / gebürtig von Urbino . Er legte sich in seinerjugmd aufdie Pädstliche rechte / und ward einer von den berührn»testen auSlegern der vecrerorum. Bomfarius IX machte ihn zumErtz'Bischoff von Bourdeaur/und schickte ihn/ als seinen Legaten/jn die Königreiche Castilien / Leon / .Aragonien und Navarra ; daer denn seine berrdtsamkeit auf eine so geschickte und glückliche artzu gebrauchen wüste / daß man in besagten iändecn die parthcy deSgegen-Padsts ClcmentiS VII verließ. Jnnorentius VII erhielteihm die CardinalS-wurde. An.,1400 that er / den hohem alter / ei-nkreise nach Italien / und bemuhete sich / zu aufhebung des dama-ligen rcKismLlls > Gregoriurn XII zu bewegen /daß er / nach seinemzuerst gethanen versprechen/ die Pädstliche würde freywillig nieder-legte. Als er nichts ausrichten kome / verließ er diesen Pabst/ undward zwar deswegen aller würden von ihm entsetzt / bald aber aufdem Lonciiio zu Pisa völlig reliicuirt; woraufcr der wähl Aleran»dri V. ingleichen Johamüs XXIII, beywohnte. Den 14 iul. an.i4-L starb er an stein.schmertzen zu Florentz / in dem 8; jähr seinesalrers / und ward zu.Rvmm s. begraben»
< 7 on/e/-->". elenck, Lsrllni. ?^/ri/r/r. , Lr^co».,
Qgll. (.'drill. /»dill.
. ! / ern Adclrches gcschlecht in dem Fükssenthum Anhalt/
von welchem Bccmaim zuerst/ Wiewolohne bcnemmng der reit /Lhomam / Dänischen gchetmden und Staats-Rakh / anführet.Nach diesem hat Jacob bey, dem Churfürsten zu Brandenburg /Johanne / in dem 1? seculodie stelle eines Cammerhcrrn bekleidet/und mit demselben eine reise zu dem heiligen grabe gethan. Dessenrnckel / Friedrich / ließ sich in den Dänischen kriegen wider Schwe-den gebrauchen / und zeugte 4 söhne/ die waren (1) Thomas/Ehur-Brandenburgischer Hofmeister und nachgehends Cammer-Rath ; (2) Tobias / AnhälttschcrRath und Cantzler/ von demhernach; (z) Josias / weicher an. 160? / als Kayserlichcr Haupt-mann / in den Niederlanden gestorben ; (4) Friedrich / welcher indem treffenbcy Mons indem Hennegau geblieben. Tobias aufFrcy-mid Niedlcbenwar/ wie gedacht/bey dem Fürsten zu An»halt / JohanneSeorgio I. Rath und Cantzler / und trug sehr vie»les bey/daßdieReformirte religion in dem Anhältischen ausge»breitet ward. Er hinterließ; söhne / Christranum / Tobiam undGottfried. Der jüngste / Gottfried / hat als Kayserlicher O-bristcr an. i6rs in dem ländlein ob der Enß/in einer mit denaufrnhrischen bauren gehaltenen Macht/ sein leben eingebüffet/und von seiner gemablin / einer Gräfin von Tschernin / keine erbennachgelassen.Der mittelste/ Tobias / HerraufNeipzig undBee»sen/warCammcr-Iukmen.„nd geheimdcr Rath zu Dessau/und starb an. 16;s indem?8 jähre seines altersohne erben/ nachdemer unterschiedliche Gesandschafften abgelegt- Er war ein gelehrtermann und vortrefflicher Poet/ welcher der Teutschen poesie zuerstdie rechte art gegeben/und dahero von vielen der TeurschMirgi»lius und Ovidius genennet worden. Der älteste/ Christian/ wabKayserlicher Obristerund CommcndankzuSpieaelbcrg in Mäh«ren- Dessen cnckel/ Melchior Tobias / Fürstlicher ÄnhältischerLand»rarh und der landschafft Unter-vEn>-, Aarb an. -091/undhinterließ 4 söhne/ die waren 1) Dietrich Casimir/ anfangs Chur »Hannoverischer Hauptmann / und hierauf Fürstlicher Anhältstscher Stallmeister; 2) Tobias Gottfried / Hertzoal-chcrGothastscher Obrist-Licutenant;;) Christian Adolph / Gothaischcr Ritt»Meister >4) Ludwig Friedrich/ Gothaischcr Hauptmann.
Lad. Nist. I. 7. r 4 e«//rer/?. Ne?oec. Oerm.
Hülffenberg/ Gehülffenbevg/ ein berühmter berg in demEicksfelde / zwischen Dinaelstadt und Wanfricd/2 messen vonMühlhausen / gelegen- Er hak den namen von der capclle / welche8-Bonifaciris darauf erbauet und 5 - ü-ssurormm oder 8- Hülpe ge»nennet / zu welcher jährlich 8 tage vor Pfingsten eine grosse wall-farth angestellet wird. Vorher» hat er Gtuffcnberg qcheiffen /weil die Thüringer daselbst den götzen Stuffo/ welchen Bonifa-ciuS herunter gcworffen / verehret haben. snr. genr. 6-
(llrill. VtzurinA. I. z c. ia p. 6 ? lq.
^ülsemann/ (Johannes)war zu Essen in Frießland den 26nov. an. 1602 gebohren. Anfänglich wurde er in seinem Vaterland«unterrichtet; als er aber das 12 jähr seines alters erreichet hatte/thaten ihn seine eitern nach Norden in Ost-Frießland. Nach ver»lauffeines jahrs wurde er aufdasg/^nsiium nach Stade geschickt/nnd von dar an.iüi8 nach Hannover., Ais er nun den gründ sei-ner studien gelegt hatte / wurde er von seinem vater an. 162s nachHausebernffcn/an.-621 nach Rostock aeschickt/und von daran.1622 nach Wittcnberg / allwo er in Friderici Balduint Hausewar/und nebst selbigem auch Johanne« Scharfium / JacobumMartini und Balthasarum Meisnerum hörctc., Als Balduinusverstorben war/ sieng er an. 1627 zu Henrtco Hopfnero nach Leip»
/ welcyer allda profLNorideolomM und der HebraWmspräche war. Er bekam daselbst erlaubniß/pri^ in derzu lesen / und wurde auf des Grafen von Ost.Frteßland befehl/1 <-rcnrisr ln der rlicoiozie. An. 1629 wurde ihm eine prediger.stelle zuNorden aufgetragen / die eraber ausschluq. Er gienq hierauf vonMarpurg weg/besuchte dre vornemsten -can-mim vonTeutschland/kam aber gegen ?auii wiederum zu seinem alten e^c-prore.dem Henrtco Höpfnero/zuruck. Bald darauf wurde er znm ?r«i'cs.ldre bernfftn/ welches amt er annam. An. I6;o wurde ee
in gegenwart des Churfürsten vonSachstn derverwittibtenFürstinvon Anhalt Zerbst und der Grafen von Solms nndOst-FrießlandGesandten;umvoÄic>r-ilieolog>-e creirkt / und verehlichiesich auchan demselbigen tage mitFriderici Baldujnt hinterlassener wittwe.Er stund daselbst seinem amt wol vor/ wurde auch in verschiedenenVerschickungen/ in fachen/ so wo! die kirche als betreffend/gebraucht. An. iö;o wohnte er dem zu Leipzig gehaltenen cvnventbey / wvrinnen von den Lutherischen von Vertheidigung des aug-apffels Augspurgischeb cv»Llii»n cleiikeritt wurde. Als er an. 1642eine reiß in sein Vaterland that / und bey dieser gelegenheii die Nie»verlande durchrrisele / wurde ihm daS vsttE in der Lutherischenkirche zu Amsterdam angetragen/so er aber nicht annahm. An. 164?wurde er auf das coiic^umm nach Thoren geschickt/ woselbst er dasMicÄürium bet) denAugspurgtschenconfsilio-is-verwandten führte.Nach des Matthiä Hve tod wurde er an dessen stelle zum Ober»Hof-Prediger und Kirchen-Rath ernennet / aber bald darauf zumPrediger zu 8.Nico!al/v>'okeNoreMeoioßiL,Agen ;>re coiiNkorii undjofpkLtore der Churfürstlichen -liumnoru.n zu Leipzig beruffcn. Erverfügte sich dannenhero den 11 jnn. an. 1646 dahin / und wurdebald daraufziim cLnomco zu Zcttz erwählet / auch an. iü?l zumProbst daselbst und zum 8cn>oi-o des Capilnls zu Naumburg . An.16?; erhielt er das Necemvirsr der -cLöewie zu Leipzig /und wurdean. 16;7 Ononicus zu Meisten. Nachmals wurde er «uperiinenNcorzu Leipzig / erhielt auch an. r66o die incheÄion über den Sächsischencräyß. Als er an. 16? 6 an Ostern predigte / wurde er mii eineeschwachheit befallen / welches auch den io sonnkag nach D>nirLt>-an. iüüo geschahe. Er kuntc sich nach diesem nicht recht wieder er-holen / biß er endlich den 12 jnn. an. 1661 verstarb. Er hatte i«kmder/ von welchen ein söhn Johannes/ geheimer Rath zu Darm»stadt worden. Seine schrifsten sind; coNeZium puvücum snii-k-pl-
sticulli; drsviLkium 1keo!ox>icum; MLNU»tc cvnketlwniz LugugLNL -<^slv>nilmii5 irreconcilisbiüs; merbocius concionsncti ; <te suxiliis ArL-
; exrenllo krevisni LllcoloZici; CaliftlNischer geWiffeNs-WUrM Zdelsrion V 0 N VkM cviloquio zu Thöt'cN. mem» rkcol. llec. 10.
k>edexr rliLLkr. p. 6rz. L-ixo/r memorstzlüs. tcc. 17,
hülfen. Von dieser Adelichen familie ist an i;74 Hivb Preuf»sischer Land-meister in Licfland gewesen. Nachdem sich auch einigevon derselben in Lausitz gewandk/ist das gut Grmia unweit Görlitz an sie gediehen. Ob nun wol solches jetzo in anderer Hände gckom»men ist / so halten sich die ehemaligen bescher doch amroch im landeauf/ mit unbenommener freyheit wieder tn demselben anzukauffem
in I.Lullrx. merclcvv. k. ; p- 47 °
Offnen / ist eine alte/ Rittermäßige/ reiche und Adeliche samt«lie inSchafbausen gewesen; sie nenneten sich Hünen von Beringen /von Hüfingen / von Schafhausen und von Hüningen / je nachdemsie von einer brsncke waren. An. 127? wäre EderkardtHnnSchult«heiß zu Schafhausen. An. 1299 war Ulrich Hün von Beringendes Raths. An. 1; z; warJacobHün von Beringen Abt zu Schaf»Hausen; an. i;8ü wurdeEberhardtHün zuSempach erschlagen. *
^üssenberg / (von) waren stattliche und alte Edelleuth/eben-fals zuSchashausen/deren bürg Hünenberg am Zuger-see gelegen/im Sempacher-krieg zerstöret worden ist. An. in? wurden dle er»stcn Schweitzer von einem von Hünenberg gewarnek/ sich wegenden Oesterrcichischen in acht zu nemmen (wovon in der neuen-m-tion des Simlers ?->Z-69 und 70 zu lesen.) An. -?86 wurde Rü-dolph von Hünenberq Ritter zu Sempach erschlagen / und dessensitz zu Reichenste ob Laldeck wurde vön den Lucernern zerstöhret.An. -4H würde Götz von Hünenberg / Ritter/ zum ersten Bür-germeister zu Schaf Hausen erivchlt. *
Zunicke / eines der ältesten und ansehnlichsten Adelichen Häu-ser in der Marck Brandenburg und in Ntever-Sachscn/welchessich auch in Meisten ausgebreitet. An. 92s hat sie sich rn der stadtBrandenburg niedergelassen / als die Wenden daraus vertriedessworden. Albrecht Hünicke war an. ,66o Frantzvsycher RMmelstecund -tn vater Melchiors / des Havellandtschen crayscsDcssen söhn / Albrecht Fridrich / Chur -Sachsischeewnrckltch^ ge-heimdcr Ratb/ und Ober-Hofrichter zu Leipzig / hat untcrsch ed-Uche gesandtschafflen verrichtet/und ist an. 1704 verstorben.
LNNLl 8 ax. r 4 LrcIcj«clle cliron. xroctr.
^Üttittaen/ eine berühmte Frantzöstsche bestung ÜM Rbcitt»strmn/ liat eine viertel messe unterhalb Basel in dem ElsaßMettaebitti Ehemals war sie nur ein dorff ln dem Lanserer amt /allwoschon seit alten zelten wegen der bequemen überfahrt über denRhcmeM tbnrn / von denen land-leutcn der mauß-thum genannt/nnt