862 hün l)Ul
!icke arm« unter dem Hertzog von Sachsen-Eisenach diesen lhumund sch?n mrck-in/ W-He dabey eine druck über den fiu und behaupkete den posten eiulge zelt gegen die FranWn. Dieses gabsolchen für die zukünfftige zeit eine mnncrung /W des or s mehrund gewisser zu versichern / wellen von dieser selten gar leicht eineinsah! auß Teutschland ins Elsaß / und serner ms Burgund ge-schehen köntc; sicngen daher gletcy nach geschlossenem Nimwegr-scheu frieden an / den ort mit macht zu bevestigcn/ wicwol ue einigezeit vorgaben/ daß es nur eine schautz oder hornwerck abgeben iolte.Und obschon bald hernach sonderlich bey deschchener erwettmingder vestungs-werckcr / der L^mon Basel sowol als die gautze Eyv-gnoßschafft darwider pro-ckirten / und durch ihren Gesandten amFranzösischen Hofe deßhalben Vorstellung thaten / tonten sie dochweiter nichts erhalten/als daß die vestung etwas von der stadt Ba-sel solte entfernet seyn / und wurde selbige den 21 aug. an. -os i am8- Ludwigs, fest eingeweihet / auch hernach immer mehr bevculget.Die festung bestehet aus einem funffeck; ausser dem ist daselbst auchEine comi-rt'cLrpe IL schuh hoch über dem Wasser / wie auch nochelNander groß hornwerck/ dessen aussentheile sich weit hin gegen Ba-sel erstrecken. Glcichergcstalt wäre auch hier eine brück über denRhein / so zum theil auf einer insul stehet/ und gleichfals null einemhornwerck toccillc-ret gewesen; aber an. - 699 muste in t'rastl des zuRyßwick geschlossenen fricdcns/ die brücke weggethan / auch dieschantzcn in derinfui/ und aufdcm Teutschen bodenycschlelfft wer-den. Es wurde zwar an. 170z von den Franhosen m angesichl derTeutschen gegen über bey Fridlingen stehenden cmnec guten theilswieder angefangen / und nachmals nach der Fridlniger-fchlachtgantzlich in alten stand gesetzt; aber auch an. >7>4liacy dem Badl-schen ftieden von neuem ^llrt. Die gebaude dieses wns lind lehrschön / und kan der platz inwendig 4000 mann beherbergen. Vondieser vestung langet eine c-non-kugel biß mitten in die stadt Basel .
reis-, bclclireivunß V. 1 p. 259. *
Hünwvl / oder Hinwyl / ein dorffin der dem Canton Zürich zustehenden Herrschaffl Grüningen gelegen / woselbst vor vielememschloß gestanden/von dem eine bekannte Adelichefamilie inderEydgnoßschafft den namcn bekommen / welche die HcrrschasstenEllgaw/ Ward-Egg:c. besessen/nun aber ausgcstorben ist.
^uißdurg / ein berühmtes kloster in dem ohnweit Halberstadkgelegenen Huywalde/ welches an. 1034 von dem HalberstädtischcnDischoff Durchardo / auf Veranlassung einer Nonne von Quedlin-bürg / namens Pia / vor Münchc und Nonnen zugleich gcstistletworden / welche letztem aber / seit dem ansang des >'ccmi / sichnicht nichr darinnen gefunden. An. 127; üdernclen 2 abgesetzteÄchte und ; brüdcr den 14 Abt Wernern in der rirche und richtetenihn mit schlagen übel zu/ weil er ihnen kcin weitzcn.sonvcrn roggen.brodt zu essen geben wollen. Lnrig. Occ-
berZilciic ciiron. 9. »AI.
-6uitfeld/ (HaralduS)von Odcrberg/ Reichs-Cantzlcr inDänemarck. Er war ein gebohrner Däne / und ein sehr gelehrtermann / wcshalben ihn König Fridrich II in Dänemarck an. -;86an des Hilarit Grubde von Lystrupp stelle zum Neichs-Cantzler ge-macht/ welche stelle er auch bey des Königs Christiani I V regicrungmit gutem rühm comMuNet / biß er den 1; dce. an. 1609 mit todabgegangen/ da ihm Jacob Uhlefcld Mcccä-rei. Er hat verschiedenebuchet' geschrieben / als 0905 clironolo^icum und KMo-iam cccicNL-
tticam ; Iiiltoriam üc rcz ßcttss rczum vzoorum ; UltV -in- ill Däni-scher spMach in druck gekommene Dänemärckischc Nelchs-chronic/welche sehr hoch gehalten wird- >>vp-,,nncm.
^uldeilderg/istursprünglich eine der urältestcn Nittermäßi-gen Drabantlichen familicn. Die richtigste Z-ne-iogi- fängt anvon Salomon GieliS Ritter / welchem an. 909 als einem dainalSschon uralten vornehmen Edelmann der Graf von Löwen / Ba-ßyn der grosse (da er seine 7 töchter / weil sein eintziger söhn Wol-lart Bischofs zu Lüttich worden/ an die alleräliesten AdclichcnHäuser mit grossen k>rivi!c§u 8 vcrheyrathct) die sechste tochter Ju-dith gab. Sein söhn Otto Gielis / Herr von Hcvc / hat Gerdcrg-he/ erb-tochterder Herrlichkeit Huldcnberg in Trabantgchcyrä-thel/ welche dessen söhn/-Benedictus/ nebst dem titul Herr vonHnldcnbcrg nach Brabanlischcn lehn.rcchr geerdet, undüufscincpoke-mäk gebracht. Dieser Dcnoit war ein berühmter Ritter / hatdas schloß zu Löwen wider die Kayscrliche armce nebst seinem söhnYerst so tapffer verfochten / daß sie an. 10,2 hat umsonst abziehenmuffen / wovor sein Landshcrr Lambcrt/ Graf von Drabant undLöwen ihn/wie seinen söhn Ycrst an. i°;/ Heinrich/Graf vonDrabant und Löwen / zum Ritter geschlagen. Des Ritters Ycrstsöhn Gcrard / Hcrr von Huldcnberg / auch Ritter / ist in dceschlackt beyGrimberg geblieben/welche da für Hcrtzog GottfriedIII in der wiegen zngcnaunt/ gchalicn wurde. Gerhardt dritterbrudcr Christian von Huldcnberg / ist mit den Hertzoaen von Bra-baut Gottfried II und III in Teutschland und in Kaysers FriderieiI dienste gekommen. An. - -; 8 --,^L 5 hat er dieses Käufers schutz-brieffund stlfftung derAbtey zu Bildhausen mit untcrschrichcn;das ,st noch zu Bildhauscn. Sein sohnConrad ist an demHofe des Hertzogs in Bayern Ludovici s-v-n gcwescm/ hat an.1266 ingiLt. 9,8/ellr.die ttinUsrion des klostcrs Fnrstcnfeld uitter»schrieben / wie dasso noch zu Fürstenfeld ist/ bezeuget.Sein ivhn Arnold hat nebst 9 andern Rittern und cdclkncchtcn an.i z 10 cm wegen des Römer-zug, Kaysers Hcnrici VI I mitderReichs-stadt Spener/ allwo rm ^»-ciuv das original „och ist/aufgerichtet; ist aber ohne wccetti»» gestorben / und also die ersteco>»ni°von dieser Bradantischen familie in Teutschland mit ihmerloschen. Hingegen hat Christiani druder Arnold in Drabant das
bul
geschleckt fortgepsianket. Des Arnolds söhne Arnold undauch der vater selbst haben mit Gottfried III undHeinM Mtzogen von Brabank/viel a-piom-rL unterschrieben. Ein o ^ ,mit dieser ihrer untcrschrifft ist noch in dem kloster zu Wineen !anderes in der Abtey Tongerlo/ und noch eines in der M
Forest/ stehen auch ln rr»p>>. er-b. 4-0x9,»,^ und 2 !.mehr. Als Hertzog Heinrich I an. ir °8 diestreitigkeitdes kl u rVillary durch seine p-rc-curia.- UecMn'te/ stehet Heinrich von 07 4denberg unterschrieben, vm. ima. sux preuve;. Dieser Heinrich u?der / welcher dem Hcrtzog Henrico I das leben in der schlack LSteppen an. 121; den 1; oct. rettete/ und darüber aus der wakfstadt bliebe. v,a. r-opk. xr-b. 9.18-1,8.4. HeinrichIIIHe>M.von Bradant hat Gcrard von Huldcnberg an-irüoden-s Mzum execuror seines t-staments verordnet, vi-i. am. cav z!'
9. is-undr--op'i.U5^. -uxpr-uve.. Woutier/Herrvon HiildenbeeaRitter / unterschriebe mit Joanne I Hertzog von Brabant/die tM.öLkion der eapcUe an. - 289. Er ist auch an. 1 za-z in demkrieoeini.terder zahl der 26 Barons und Ritter gewesen / welche bey Seh.cke zoo riammrnrzn Pferde und viel insLinenc schlugen/und !?o.gefangen nahmen, viö. rrvpk. Als an. izr8 dcrKönigMm nSchottland dein jungen König in Engelland Eduard III den stierangekündiget/ gicng Hertzog JohannIII mit? dcrvvrnehiMRitter ansBrabant nach Engelland. ?-rr. viv-usm kill. n»i>. rnennet diese 7 Ritter/und unter denselben Waltherum-ck HM.derga. Er war auch an. izro im kriege Königs Eduards nndeeFranckreich. via. ?crr. vi v. Dieser ist es/vvn dem der FrantzöfisldeNilior. Vl-I. I redet. Klil'tze halber wird hier vikl anslie-
lassen auch abgebrochen.
Einelinic ist noch in Brabank; Die andere/ welche durch M»mum von Huldcndcrq /der zur zeit der reforms-Mn unter dem o^a^llda nebst vielen andern vom Adel unlerdem Grascnvon NOunach Teutschland gekommen / flonrek auch wieder in Teutschland/und stehet mit der in Drabant von Erasmo her in cominwMeguter corrcipo-lUcnx. Von dieser linie aber ist Ihro Köüigl. Aa»lest- von Groß-Vritannien Gcorgii I gchcimder Rath undLx-rsorämsirc am Kayserlichm Hof Daniel Erasmns von Hulden-bcrg nebst seinen 2 brüdern und allcrdreyen kindcr noch allein übrig.Er hat weiland Kayscr Leopolds seine adkunfftvonderBrabanli-scheu familie mit-tocumencir llomcliici; 9-obiret / weicheilihm in Pt-rpcruLin rci memoriLm ein Kayserlich giplows sxmttoniskcc>nll5wsrioni5 an. 1698 gegeben. KayserCarolusVIHatWMdseine brüder in des heil. Nöm. Reichs Frcvhcrrn-stand erhoben/und beyder Hungarischenerömmg zu Preßbrirgihnr-8 «.egn, nu-ißL-iL mit dem incHZcnzc durch eilt anderes clipivm,reciplret / seinen Namen auch arkiculis Uk-gni Ulllön. gn. , 71 ? 2rl. 1;^einverleiben lassen. Er soll nur einen fohn haben. Seine jetzige ge-mahlin ist aus dem uralten Muitten Sächsischen geschlcchtderermPonickau / und war sie Ihre Kdntgl. Majest. von Polen undChnrfürsil.Durchl.zuSachsen/Hof.undOberaxeULti^z.Mhs/HerrnvonSchlcinitz/ wttttb/als er sie »u Drcßdengeheyralhelhat.
^ull / ist der name einer stadt und eines flusses in der östlichengcgcud dcrEngclländifchen Provintz Zorkshire. Der flußsso dieserstadt den »amen gibt, läufst von norden gegen lüden zuin bicHlMder. Die stadt, welche sonst auch Kingston uvon HM genmetwird, Iigt aufdcr westlichen feite des flmjcs, und auf der uord-seiteder Humbcr, obngcfehr 12 weilen von Spurnhead, wofebstdiestbcbreit gewordene Hinüber sich in die sie ergiest. Dieses ist einer vonden vornehmsten platzen in der gantzcn Graffchayr Dock, ob er rvolnicht sonderlich alt ist. Er wurde von Eduards I gebauet, und vonihm Kingston gencunet. Dieser König ließ auch den dabey bejlvb-lichen Hafen ausarbeiten, und gab der stadt herrliche p-mMn,daß sie bald in grossen gor kam. Es ist noch biß sa-o eine sthr grossestadt, wiewol sie nur 2 pfarr-kirchcn hat. Sonst ist sie mit schonengcdäudcn rmd wohlangcrichtcten straffen ausgezierct, hot aufberwaffcr-stite eine steinerne mauer, da die schiffe anlanden, nÄei-nem zoll-haufe, und ist mit manrcn, graben, bastercn und meineastclle sowohl loriillciret, daß sie vor eine der besten vestungnundem gantzcn Königreiche gehalten wird. Der König Caroles!machte diese» ort an. 1642 zu einem waffcn-platze für die nördlichegcgcud ; allein da er poitcttion davon nehmen wolle, M Ml)ohu Hotham, damaliger Louverncur des orts , davon ab, NMMhernach von dem Parlament gut gesprochen wurde. RobertMPoint, Daron von Holm und Burggraf von N-wark, wnrbe vondem Könige Carolo I an-1628 zumGraft» vonKingston upo->crncnnct. ( sthc Pierpoint.) ll-scr. 8ri»nn.
Äuln/ (Wilhelm) ein kardinal, gebürtig von Estain, in ich
^ia-c-L von Verdrill. Er nahm in den UuciUnvohl zu, undvorucM'sich in der jurisprucj-nx, wie er denn auch durch feine mcmcn -cU>a>^conus zu Vcrdun und nächst dem zu Metz wurde, irr wuraufdasOon-Uium zu Bafel geschickt,auch fand er sich bey derdes gegen-Papsts Felir, welcher ibn zum Cardinal machte,dicfem machte ihn Nicolaus V den ly dcc. an. 14490-«zum Cardinal. Auch erlangte er viel ehre zu Rom , wofelblt n e28 oüovr. an. 14z; starb, OLii. 90,9. °
ciinzux.
^ulsius / ( Antonius) ein berühmter NlederländlM 7 d-°-logu- in dem 17 li-culo, ist umdas jähr lüiz ged.obren. Cremzu erst in die 2^ jähr die protcGoncm der Hebrasschendas p-llorzk zuBrcda,hernach ward er auf Leyden bcrnffe>y -«er die 'rkoiox^m und Hebräische sprach ciocirle, und ss-ss'' ^TNeoiogici worden. Er war der alten Orlkosoxen lehr llüMj rthan, und konte keine Neuerungen in vertragen; 0«- ^