Band 
Zweyter Theil
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bis cm ihren tob gefangen bleiben muste. Das darauf ftläende jährübergab Humphredus i4arcicuis wider den Cardinal; allein derKönig Miete einen neuen verglich zwischen ihnen. Das grösteUnglück für den Hertzog von Glocester war dieses/ daß er, aus einerwohl-gegrundeten versorg für seines Vaterlandes beste dem Kö»nig rieth/ mit einer tochter des Grafen von Armagnac sich zu ver-mählen/ und hingegen die angetragene heyrath mit Margaretheeiner tochter des muisr-Konigs von Neapolis und Srcilien,Renativon Anjou / auszuschlagem Da nun dessen ungeachtet die letzteredurch allerhand -mr-Zuen, insonderheit durch des Grafen und nach»maligen Hertzogs von Suffolk , Wilhelm 6s u Pole/ angewendetenficiß/ denvorzug behielt/ ließ sie, mit zuziehung dieses Wilhelm/angleichen des Cardtnals von Winchester/ und anderer feinde desHumphredi/ sich äusserst abgelegen seyn/ dessen Untergang zu beför-dern. Anfangs bewog man den König/ aus allerhand nichtigen Ur-sache«/ ihn von den staats-geschWen auSzuschliessemHernach klagteman ihn öffentlich am als ob er in währender Reichs - Verwaltungwider die gesätze gehandelt. Weil aber dieses zu nichts anders diente,als daß seine Unschuld/ und des volcks gewogenheit gegen ihm deut«sicher an den tag kam, so lockte man ihm bey gelegenheit einer aus-geschriebenen Parlaments-versammlung/an. 1447 nach Bury/vder8. Edmundsbury/ in Lancashire / und nahm ihn daselbst mit allenseinen bedienten in »rrek. Wiewol nun ausgesprengt ward/ daß ervorgehabt,denKönig zu ermorden/ damit er seine gemahlm/Eleono-ram/ wieder auf freyen fuß stellen tönte/ so glaubte es doch keinmensch / sonderlich da man sahe / daß alle seine leute wieder loß ka-men/ so bald er selbst auffgehdrt zu leben. Dieses letztere geschahe eisnen oder doch sehr wenig tag nach feiner inhaffkirüng, da man ihntod in seinem bett fand- Daß er von gram oder an einem schlag-sinß / oder an einem geschwär gestorben / hielten die allerwenigstenvor wahrscheinlich/ und fast iederman urtheilte/ daß man ihn er-mordet. Indessen weil an seinem öffentlich ausgestellten cörperkein merckmabl einer gewaltthätigkeit erschien,so meinten einige-daß man ihn zwischen zwey bett - pfulen erstickt/ andere aber/ daßman ihm gleichwie dem König Eduards II wiederfahren, ein glü-endes eisen in den hintertheil des leibs gesteckt. Er ward zu 8. Äl-ban in Herefordshire begraben. Das unglück / so nach feinem todEngelland überfiel / machte seinen Verlust noch empfindlicher/ undseine feinde verhaßter/ welche letztere auch an ihren eignen Personendie göttliche räche betraff. Er hatte weder von der ersten noch vonder andern gemahlin einige kinder. Man meldet / daß er auf fol-gende art sich habe zu Muiiren pflege« r Humphredus/vonGot-tes gnaden/ eines Rönigs söhn/ bruder und vetter / Her-tzog von Glocester/ Hennegau/ Holland / Seeland undGrafvon pembroke/ Herr von FrießlanS/ Groß- Cäm-merer von Engelland/ uror-sto, des Reichs/ und beschützetder kirche von Engelland. Im übrigen wird von diefemHertzoggerühmt/ daß er ein sonderbarer gönNer und beförderer der ttucNengewesen / zu deren behuffer unter anderm mit nicht geringen unkö»sten den gründ der öffentlichen vlbiiacksc aufder univerllcht zu Or-ford gelegt. Er war auch selbst ein sehr gelehrter Her!/ vornemlichin den rechten und der Mronomis, so gar / daß er von der letztemwissenschafft einen mit dem titul-. rabuia ciiEwoum, ge-schrieben.üb. r;. Lrt-v.?.or.A.ngl. kriranniai

ssvol. i. L-»«. Da/rrs/', lils ok K. VI-

Humphrey/ oderHumphredus/ (Laurentius) ein gelehr-ter Engelländer in dem is seculo,ward zu Newport Panne! in dentBuckinghamischen gebohren. Zu Orfort legte er die anfange seinerkullien in dem LoüsAio . allwo er auch nach empfan-

genem KiLZillcr-titul die Griechische spraach gelehret, und sich mmPriester oraim'ren lassemJn währender regierung derKoniginMa-riä erlangte er von seinem LoücZio erlaubnuß, sich in die frenide zubegeben/da er sich dann nachZürich zu denEngl-exiNamen verfuget.Als mit Mariä tod auch diese verfolgung abstürbe/ kehrte er wiederin sein Vaterland/ und wurde an. 1; 60 der Königin prossssor ssk-ol.»u Orford/ das folgende jähr aber k^ll-lent seines vorigen OM"-Nach diesem erhielt er das üscanse von Glocester / und daraus dasvon Winchester. So er sich besseren den cc-emonien und dem regi-ment der Englischen kirchen hätte bequemen können, so wurde erwegen seiner geschicklichkeit und erbaulichem Wandel zu den höch-sten würden gestiegen seyn; Sein umgaNg aber mit den Zuricher-Ibeologig und fleißige correffoli6snx, so er mit andern Reformlttenunterhielte / erweckten in ihm einen abscheu von der Englischen iiiersrcliie so, daß ihn einige für einen wo6sraren Prssk)-rcr,s,ierhielten. Crwarsönsten in allerhand wissenschafften wohl geübt,der spraachen erfahren, und ein treflicher i'K-o!ogus. Er starb an.1589 seines alters 6; jähr. Seine schMen sind: Lp-llaia 6s era--cls lireng 6c klornerl lctffions '8c lmirarlone vor 6- ^unii cornu copi^;

6 s LeügiUs canlsrvaüone öc ickormskione / 6 squc primatN P.cgum;6 e rarione inkerprütAnäl autkorcs ; Optimales, üve 6 e nokllirste/eju?c;ue origikic; ss /uelli Lpsscopi Sslirbui-g. virs < 8 - mors, ejus-gue 6 oÄrir>-e 6 rkenlio; ^eluiriliiii psrs pciwa, 6 ve 6 s praxicur,L contra kcch. 6 - Principes ; Ljulci. prrs Iecun 6 a; pksrsssilmusvekus öc navus; purirsno-papilmi S 2 N.st 6 crstiu; Orsrion. XVoo 6 llo-cb>L üabrtL öcx- Kill. 6'Kng!sr. 1. r. Oxo»., MrotsF.

VVoo/t /Vcact. Oxon-, Lara!. ^

ftüchte mehr. U

Aquitanien, Eudonis söhn und nach-den krieg seines vaters mit Carolo Markellaendlich zu dem vasaUsZio verstehen. Nach Ca-roli Martelll tode rebellirte er wieder, ward aber von Pjpino undCarolomanno zur rsilon gebracht, (siheliiviMs der kurne.//oier-auf gieng er in das kloster, und überlreß die regierung seinem sobn^ ^"ig Pipinv viel zu thun hatte. Ais aberderselbe gestorben, übernahm er das regiment von neuem- und be»kriegte Carolum M. der ihn aber schlug, und bis an feinen tob im

flksängniß sitzen ließ» 36 an. 7 Z; leqn.

Laroli S- snnzl. -6 Ln» 76-. killoire 6e Irsnce kom» i co?

Z 66 , 41 , 7 .

. Tund und Alten-Grotkau/ eiNe alte Und ansehnliche Ädelichetzmilie in Schlesien und Ober-Laußnitz, welche sich in die HäuserRausse m dem Liegnitzjschen, Unwürde in der Oder-Lausitz , undDolgtmansdorffin Schlesien vertheilet» WilhelmHunö hat an.

zu Jngolstadt, Fridrtch an. i -6; zu Zürich unv Andreas an.»2;; zu Wurtzburg dem thurmer beygewoyntt, wiewol nickt aus-gemacht ist, ob sie alle; zu dieser Schlcsischen familie gehören.

Breßlauischen. Heinrich von Hund war am zu Matz Burg-graf, und an. r;r; Hauptmann. Hildedrand von Hund und Al-ten - Grotkau zu Rausse, Fürstlicher Liegnitzischer Rath unv Ritt-meister, hinterließ r söhne, Wentzel und Christoph r

^ Der erste, nemlich Wentzel von Hund aufRaüsse, WiltschkamPelschkendorff, Unwürde rc. starb an. 16,7 als Fürstlicher Lieqni-tzsscher Rath, Hof-Richter und Landes-ältester. Er hinterließa söhne, Wolff Caspar und Heinrich Wenzel, durch welche sichdieses gefchlecht in die Häuser Rausse und Unwürde getheilet. r)WolffCafpar von Hund auf Rausse/ Wiltschkau und Petschken-dorff starb an. i68r als Kayferlicher Hauptmann und Landes-äl-tester des Fürstenthums Liegnitzc Sein söhn Wentzel Hildedrand,Landes-altester des Fürstenthums Glogau, wie auch KöniglicherMann und Ober-Steuer-Einnehnier, gieng an. 1708 mit tode ab,und hinterließ Hildebrand Rudolph, welcher an. 1694 gebohren,»WeinrichWentzel von Hund auf Unwürde/Mönau und Ober»gebeltzig starb an. 1697, und hinterließ Joachimum von Hund unvAlten - Grotkau auf Unwürde, Mönau, Obcrgebelzig, Groß-Schweinitz unv Zoblitz, welcher noch an. 1719 als KöniglicherPol-nischer und Chur - Sächsischer Rath,wie auch Landes-ältester desBndißnifchen cräyfes-gelebet. Von seinen kindern vermählte sichan. 1710 Johann Hildedrand auf Mönau, Merzdorff, Räuden,Beerwalve undLießke, Königlicher Polnischer und Chur -Sächsi-sche Cammer-Juncker, mit Sophia Elisabeth« von Wehten ausdem Hause Diehse,

Christoph von Hütiö und Alten - Grötkaü, der andere söhn desvörgedachten Hllvebrands, zeugte mit einer von Eckwart unvSchreebensbörff Gabriel auf Böigtmansöorff. Dieser hinter-ließ » söhne Gabriel und Hans Ludwig. Gabriel von Hundund Alten-Grolkau aufNeüdorfuiw Keuschen, Fürstlicher Liegntztzischer Rath und des Wshlauischen Fürstenthums Landes-Haupt»mann, starb an. 1664, nach sich lassend Frantz Ludwig und Chri-stoph Fridrich. s) Hans Ludwig von Hund und Alten - GrotkauaufBoigtmansdorff, starb an. 164; als Kayferlicher Rittmeister,und hinterließ; söhne, die waren (1) Ernst Ludwig, Chur-Bran-burgischer Oberster; er starb an- 1699 aufseinem guth Ophauseübey Querfurk, und hatte; söhne, von denen Augustus Alexanderbey seinem an. 171; erfolgten tode Fridcrieum Lndoöicum undWilhelminamAmaliam nach sich gelaflen. f-) HansLudwig,Chur »Sächsischer Obrister-Wachtmeister, welcher an. 1699 aufseinem.guth Prathey bey Wlktenderg mit tode abgegangen, und WolffSiegfrid Ludwig hinterlassen. (;) Ludwig Dietrich,welcher un-ter den Holländern als Rittmeister gedienet, und mtt seinen zu derCatholischen religion getretenen vettern wegen seines väterlichenerb-guthsBoigtiNansdorf schwäre Processe geführet, die Nicht aller-dings nach wünsch ausgeschlagen. Seilt eintziger söhn, Fridrich

und an. 1712 das kriegs-leben quirrirt, worauf er sich in der Ober-Laußnitz niedergelassen, und an. 171? die ritter-guter Ebersbach.und Siebenhufen in deck Görlitzischm crayse angekaufft.

ScKls5. curioL

Hund von Wenckheim znm ?IltensteiN/ eine alte Adeliche fa-milie in Feancken,und insonderheit im Coburgischen. Ihr stamm-schloß Altenstein ligt 2 meilen von Hilpershausen, und lst mt dem-selbigen WolffHund Wenckheim an. 1496 beliehen worden. Defl

Hunaiüi/ ist ein Hafen in der Barbarey, so 14 Meilen von Tre-En aeleaen. Erwürbe von den Afncanern erbauet, und hat emeLne M dieschiffe, so von 2 kleinen thürnen und erner ho-en und schönen maur gesichert wird. Es war der vornehmste Ha-rn in dem Königreiche Tremefen, nachdem die Spanier Oran

EnoEn! « grossen anspmch von den Vemtiamm

lnd Genuesern wegen der banM-wolle und lernen zenges. Die hnn«

de an demhofe Churfürst Johann Fridrichs zu Sachsen mögenund nachaehends als dessen Hauptmann in der ichlacht bey Muhl-beraam 1547 gefangen. Er starb an. 199; als fürstlicher Cantze-lev.Rath zu Wurtzburg, und hinterließ 5 söhne. Von denft den hatssbr!stovb an i;94 vre -karZs eines Stallmeisters, und an. -6°§eii es Hofnle-ster^ Raths an dem Fürstlichen Hofe zu Coburg erlanaet; und Curt Reinhardtstein groß - vater Hans Ernstens" »theil, Rtrrr wsr-