Band 
Zweyter Theil
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örucki aber an. 917 Miste vorgedachter Kayser, als welcher mitden unruhigen Ständen im Reich zu thun hatte, ihnen den Friedenmit veAL iäbrigen -vu-s abkanffer,. Unter HeE

a..-upj'reqiernng thaten die Hunnen an. 92; adermahl cwen grau.samen einfall in Italien und L-chwabcn, durchstrelffren Sack sen -Tbürittaen und Franckcn, und hanseten überall erbärmlich, ablon-derlich ward Magdeburg dazumahl von ihnen gantz verwüstet.Der Kayser Henricus widersetzte sich zwar ihnen auf das möglich-ste, und bemächtigte sich eines ihrer vornehmsten Generalen mit ist,welcher sich mir so viel gclde,als er schwär war,rantzionieren wolte;Man wolte ihn aber nicht eher loß geben, biß sie einen s jahngenstillstand eingiengen. Unter dessen setzte sich der Kahler m gutekriegs-verfassung. Als nun an. yzr den endigung des stilistanoesdie Hunnen den gewöhnlichen cribuc wieder forderten , schickte der

Kayser ihnen an statt dessen einen schadichten Hund ohne schwantzund obren. Den schimpffzu rächen fielen sie mit zooooo mann >nTeutschland ein. Ein theil davon -gstte in Tbüringcn, der andereaber belagerte die stadt Merseburg aufdashcfftigste. Der Kayser-welcher unterdessen eine armee gesammlet, wolte den orl rntietzen >es zogen sich aber die Hunnen/ als sie solches erfahren, zurück, undlagerte sich der Kayser hierauf 1 weile vonMerfeburg aufden so ge-sandten Keuschberg, mit den Francken,Schwaben,Oefstrrclchern ,Thüringern,Hessen und Rheinländern, und kames in d,e>er gegendhernach zu einer solchen blutigen schlacht, daß die Hunnen, so gut„esich auch wehrten, den kürtzern zogen und deren ic>crooo erleget,auch 5-so->o gefangen worden. Nach des Kaysers Henrici nucupistode fachten sie zwar an. 9;? / 944 und 948 wieder in Teutlchlandeinzubrechen, musten aber mit Verlust wieder abziehe,n^Enduchfielen sie an. 95; auf anhctzung Bifchoff Gerolds zu Saltzburgund Hertzogs Conradi von Kärndten in das Reich ein, und verwü-steten alles, wo sie hinkamen. Als sie aber nach 2 jähren wieder zu-rück gehen wolten, griff sie der Kayser Otto I unweit Augjpurg am8.Laurentii tage an. 9;-; dergestalt an , daß die meisten auf demplatz bliebe», ihren Heerführer ließ er aufhencken, und die andere ge-fangene lebendig begraben. Von der zeit an haben sich die HumUm nicht wieder nach Teutschland gewaget, sondern ihr ordentli-ches regiment in Ungarn geführet. Sonsten war es ein rohes undbarbarisches volck; sie frässen menschen-fleifch, truncken menschen-blut, bissen ihre linder also bald in der wiegen in die backen, damitsie von rindes-beincn an der wunden möchten gewöhnet werden ,und was dergleichen mehr war. >)->--

lle rekus Lecicis, ^o. bitt. Iil>. 6. c. 24.tib. 6 c. liiit. dlungsr. llc ingrellu tianNorum in

ksnnon. i?'bgel äcr eilten. Uungrr.

sk;UNUiadcö / (Johannes Lorvillus) LouvLrneur des König,teichs Ungarn . Er war einer von den besten kriegs-heiden seinerzeit / welcher sich durch seine tapfferkeck und mgend sonderlich be.kannt gemacht. Sein vatcr soll Butho/ ein edler Wallach/gewe-sen seyn; die mntker Elisabeth aus dem geschlcchtc der

letzten Griechischen Kayser von Constantinopel . Seine vorfahrensollen erstlich zwischen der Huna und Corona in Croatien um dasjähr 127) gewöhnet/ von bannen sich an die Sicbendürgtschcngrantzen gewendet / und allda zwischen Waradein und Clansen-vurg das >chloß Huniad erbauet/sonsten aber von den allen Golhcnhcrgcstammet/ und in das alle Römische geschlcchtc der Loi-vino.rum gehcyralhct haben. Andere aber wollen ihn vor des KaysersSiqismundi unachten söhn halten/vorgebende/daß/als selbiger inSiebenbürgen gewesen/ er eines Wallach,scheu vomAdcl schönelochter geschwängert/und als er sie; monat darauf besuchet undin solchem zustande angetroffen/ ihr eisten ring verehret / und dar-be» befohlen habe/ baß sie sich wohl in acht nehmen/ und was siegebühren würde/ fleißig anfferztchcn lassen solle. Hieraus habe ersie reichlich ausgestaltet / und an einen Wallachen verheyrakhct.Als nun die mntter den neugcdohrnen Johannen; einsten auf demschösse gehabt / und selbiger mit dem ermeldlcm ringe gespickt / seyein rabe zugeflogen kommen / und habe selbigen ring hinweg gc»führet; die mntter habe ein geschrcy gemacht/worauf der mannherbey gekommen/welcher den rabcn mit einempfeilcgeschossen/und hierdurch den ring wieder bekommen. Als nun dieser Iohan-neS erwachsen / habe die inulker selbigen vor Digismunknim ge-bracht / und den ring vorgezeiget / welcher ihm darauf viele guterund Herrschafften eingeräumet; soader Bonfiniusvor cme fabclhält. Erhat sich durch seine tapffcre thaten berühmt gemacht/ in.dem er an. 1442 und 4; die Türckcn schlug/ und von Belgrad ver-jagte / nachdem sie diese stadt 7 monat belagert hatten. Desglei-chen warerauch mit in der schlacht beyVarana/ bieder gantzenChristenheit nachtheilig war / als in welcher LadislauS gctödtctwurde. Nachgehends wurde er zum oouvcrncur von llngarn ge-macht/ und jagte den Türckcn eine solche furcht ein/daß auch sogar ihre kindcr seinen nameu ohneenlsctzen nicht hören kirnten. Siencnnctcnihn insgemeinj^iciwain, das ist/ Johann den gott-losen. An. 1448 den 17/18 und 19 oct. wurde er von den Tmckengeschlagen. Die schlacht geschahe an den Bulgarischen gräntzen /und wahreteqantze; tage. Endlich als ;4°°o Türckcn und 8->°oChristen geblieben waren / so erhielt Sultan Amurath II das seid/und corvinu- muste sich aus dem staube machen. Aufdcr flucht ge«rreth er zwey straffenraudcrn in bte Hände/ dieselben zogen ihn aus/und nahmen alles / was er hatte. Er pflegte aber ein güldenes mitrbelgestemen versetztes creutz auf seiner brüst zu tragen. Indem sichnun die rauber veshalbcn zanckrcn/ welcher das kleinod behaltenloste / ,versähe corvmu; seine gelcqcnheit/ und stieß den einen dar.'"Jcr / daher der andere / wie er sahe / daß es also hcrgicng / sel-ber abschied nahm. Nach diesem gteng er; tage in -er irre herum /

bis er endlich ernen hrrtm antraf/ dcr rhm aus Meiden-wiebeln und einen krug wasser vorsetzte. Hierauskam ervien/ da er zmar arrcsttrct/ aber bald wieder lokMaff n mÄund darauflangte er bey den seinigen inUngarn anwar er von Gras Ulrich von Cillcy / welcher das 8->uv„„ 25mUngarn gerne selber haben wolle/ beydem Könige Ladisll..?unglimpffek worden / als suchte er sich Königl!cheyemIam°,Lmen; allein erwürbe in seinem gouv-rnemcnr bestätiget /

Gras von Cillcy kam davor in Ungnade. Als Mahoinet il anGriechisch - Wciffenburg. belagerte / 6cf-n6>tte"r se b gm »«wohl/ daß der Sultan mit vertust mann diebelageruna»c°heben mu,re. Seine gemahlm war Elisabeth / Mich Äschwcster/ aus dem vortrefilchen geschlcchtc der Gherebier 2rcn / von welcher er 2 söhne / Ladislanmund Matlhiam/ und-ne rochier Beatrir/ hinterlassen / welche erstlich an Graf 8erMdum von Franglpan und Madruz / und nach dessen tobe anan Marggras Georg von Brandenburg - Anspach vermUnworden. Von gedachten söhnen ward der älteste LadiSIauS mer den Grafen von Cilley ermordet / enthauptet / ob eraIM-cksich von dem Komge Ladislao ?c>m,umo p->rciomrer wordenmnf-dcr^ andere aber Matthias gelangest zur Ungarischen Crone DMatthras c->rvi.u-.) Mahomet II war sehr irauriMec Lnen lodeS-fall; gestalt er ihn den vorlreflichsten soldaten in derv, llnennte / und sich unglücklich schätzte / daß kein anderer seines >chcn mehr übrig wäre / mit dem er fechten / und die verlohrne eb«wieder erlangen konte. Der Padst CalsttuS III weinte binerlieb aalle Christen betrübten,ich hcffltg über seinen tod. »-«2 ^

ckroi, ttungzr. E. Uui!°. r»--»

xllren-lfiiegcl lik.; c. ro, ° °°

^unmadcs / (Matthias) siehe Matthias c°rvmu§.

^unniuö/ (Aegidius) wurde an. i;;ozu Winreden/eimkstadt ln dem Hcrtzogrhum Würtcmbcrg/ von schlechten eitern ae.bohren. Nachdem er die schulen zu Adelbcrg und Maulbrunn de.sucht hatte/zog er nach Tübingen auf die Universität/und war indem 17 jähre seines allers schon fähig/ den gr»-iumeineswM-ianzlinchmcn.Nach die,em legte er sich auf diernco-oZi-, und brach-te es dahin / daß man ihn erstlich unter die llipcn^km / undher»nach in das^inntcrium mit aufnahm / da er sich in predigen undll>,uut»cio,»i,uL sonderlich hervor that. An. I Z 7 Ü erhielt er dieri'-o-schc prokdtl.on zuNkarpurq, und muste auf des Landgrafen Lud-wigs desehl mit Polycarpo Lyscro O°Äorwerdcn/ welcherWe-re ihm auch in den streitigkcitcn / so er mit Ursino / Gräbst / We-lch und den Fiacianern halle / getreulich beygcstanden. Hieranbcricff ihn der äll,n„!ittrLror yxu Chnr-Sachscn / FridericnS Wil-helmuS/ nach Churfürst Christiant I absterben nach Witlenberg/und nahm ihn mir sich nach Regcnspurg aufden Rcichs-kag. Airdargienger/ aufHertzogFriedrichsdeSIVzu DricgundkiManhalien/in Schlesien / um den damaligen Reformirten Uup-n».tc,>llcnten/ Lconharbum Krculzhemtum/ samt allen Reformir.ten wegzuschaffen / und das land bey der Lutherischen lehre zu er«halten. Das folgende jähr daraufhatte er viel comrovenfin miiSamueleHubcro undv. Parco / retu-irstbaszu selbigcrzcitWtcr dem »amen Marggraf Ernst Fribrichs zu Baaden heraus ge-kommene buch / inqlcichcn etliche von Dellarmini schrifftcn/da«rinnen er den ablaß hefflig -teken-ii-el halte/ stellte auch einer»--,in^-ivii in dem Anhalitschcn an / woselbst man die L-ll-pKo-z ab.bringen / und dildcr/ orgeln und altäreabschasicn wolte. Da-mals suchst der Pfaltzgrafam Rhein / Philipp Ludwig/einever.elnigung zwischen den Catholischen und Lutherischen zu Wen/und ward zu solchem ende zu Regcnspurg auf seine kosten ein -°»°-yumm gehalten/dahin auch HunniuS sich begab/und sich mildenberühmten und „cbst den Lulherischen

unlerrcdete. Weil man aber auf feiten der Catholischen aufsolcheart/ die demHunnionicht anstund/ Mlpm.ren wolle/ verschlugsich solches coNoqu.um ftuchtloß / und zog auch HunniuS nach hau.se / woselbst er alsobalb crkrancktc/ und den 4 apr.an. 160 ; starb.Seine schrifften/ unter welchen sonderlich seine comm-num überdie cpistcln Pauli bekannt / sind nach der zeit in r kosi-iM zulani»men gedruckt worden. vic. ivcoi. x. ^ 4 .

^uimius / (Nikolaus) ein söhn des vorhergehenden / MiaMcrscburg an. i?8s gcbohren / und von p-iv-t-into-mLwnbvzMlcrrichtet / biß er mit nutzen die icenon-z pubNcr; hören konle. Wer in der imilokopsiie genügsamen gründ gelegt / beflisse er sich >«dcr isi-olnqie. kehrte aber wieder zu der unnolopdi-, nachdem eraus dem Regcnspurglschen coiioquio deren nutzen er,ehen halle. Ccthat sich auch bald also hervor / daß man ihm nicht nur einectu-.stelle in der i-tiiiokopiilschen K>cui-ät zu Witlenbergauch die frcyhcil iccHcwes insoingicz; zu halten gäbe. Nach dleWvertrauctc man ihm die Eilenburgischc supeiinr-ncim, >vmMdie voüor-würdc annahm / und sich mit einer gkbohrnen Leu mbacherin vcrehlichte. AIs er hier; jähr zugebracht/wurde er MI>lotc,n>re HiLvioZi« nach Wiktenbcrg/ an. 162 ; aber nachckwbcruffen / auch ihm das folgende jähr die Lupc-u-r-l'-iu- osiM!übergeben. Nebst seiner mo-tcranon war er absonderlich M guthätig gegen die vertriebene und armen / die er auf alle iM

fördern suchte, wonst hatte er eine sehr gute natur/ ^ .

tc er selbige durch viel arbeit und studiren so daß er 0M

lcrhand kranckheitcn sein gedächtniß gantz einbuffele/auch dawnach / als er 57 jähr und 9 monat vollbracht / nut uw E»Unter dessen schrifften sind diese: ^iniücni

tcgirimi, acmonllrsrio; Itunnio prr,icum Nanc

Ltum; cxLmen crrorum kliociniz», ; «iiss>ur. ämi^tiokio.;