Band 
Zweyter Theil
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äs kunäLmene»1i äillcnlli äOillrin« evsngellc«, 7.mkersns- ZL^IvillMn.v; 2poll.list «.omgn-L ecci-llL- -k znciqu- ^pollolics . pelUs0VM2 8.2M2NL secier äskrsÄL; ksrmonis cv-rngsiiorum äominics-iium cum killnriis V. 1 °.; exjroine ereäsnäorum Lc. memor.

6unmus /, (Hilfreich Ulrich) ein bekannter Teutscher Jurist/Aegldll Hunntl / des Wlttcnbergischen rk-oiogi söhn / und Nico-tal druder / war i^otsNor )ur,s zu Giessen und Marpurg / änderteaber nachmals dte reltgion / unter dem vorwand / weil die Luche-nsche lehr an und vor sich selbst ein böses leben verursache / worinnrhm aber ist Hemme! rn Jena wohl geantwortet. Er hak verschie-dene rucoioZ-sche cr^Äste für seine neu-angenommene confelsion ge-

schneven / a!s ittöillozubiüs srßumsML LLLlioUcL reügionis; IL PTL-

juäiciL, daß die krorcNznren in ihrem gewissen überzeuget waren/

) retolukionem ^uriciicsin LriuM

äici-lium qua-nionum; unter seinen Juristischen schrrfften aber sind

vle reioiueiones LkloIucikliniL in Irsurierun, > worüber kv Mit Bacho-

vio in sehr grossen streit gerathen. 6 «»äL^or.

^unsdon/ (Henricus Cary/ Baron von) war wegen seinermutcr/Marm Dolenia / gcschwrster-kmd mit der Königin Elisa»beth. Diese erhub ihn nach und nach zu der würde eines Baronsvon Hunsdon/ eines Gouverneurs von Berwick/ eines Lord-Cäm-merers und eines Ritters von dem hosendandc. Man rühmet vonchm / daß er gegen seine freunde/ gegen seine bediente/ gegen seineKomgln und gegen sein Vaterland vollkommen gut gesinnet wäre;dabey war er sehr tapffer/ zugleich aber etwas zu hitzig. DieKö-Nist!» / welche seinen muth und seine treue kennete/ verließ sich garsehr auf seine sorgfalt / und sie mochte in ihrer rsiiäemr seyn / oderindem lager bey Tilbury (damals/ da die Spanier mit einer lau»düng rn Engelland umgiengen) so übergab sie allemal diesem Lorddie bewahrung ihrer person; unterdessen ward er dabey weder sehrmächtig / noch sehr reich. An. ->69 erlegte er die armee/ welchekHwrä Dacres zn befrcyung der Schottischen Königin Maria auf-gebracht. An. 1587 ward er in smkLllsäe an den König von Schott-land/ Jacobum VI / geschickt/ um die kurtz vorhergegangene Hin-richtung der jctztgedachten Königin zu entschuldigen. Er starb am

L? 96 . Lriraun. ryü, Z4r. r/e 7 .^,^ killl ä'Lllgl. r ^>.

18;.; 64.

^untcliss/ ein ott an der küste der Engellandischen ProvintzAorkshire. Allhicr pflegen die meer-kälbcr zu schlaffen / und sich ingrosser anzahl an die sonne zu legen/ jedoch dergestalt / daß allemaleines von ihnen gleichsam wache hält / und bey herannahung einesmenschen entweder einen stein von dem fclsen/ worauf es ligt/ he-rab schmeißt / oder mit grossem tumulr ins wasser hinein fällt / alswenn es den andern dadurch ein zeichen geben wölke/ welche hier-auf wieder zurück in die see lausten / und mit ihren hinter-süssen ei-nen solchen nebel von fand / kieß oder steinen auswcrffen / daß ihreVerfolger dadurch zurück getrieben werden. Jedoch fürchten sie sichnicht so sehr vor den wcibcs-personrn/ gestalt sie dann auch öfftcrsvon lenken in weiblichem NsMc gefangen werden. An eben diesemort werden viel gelbe und rothe steine gefunden / wie auch noch an-dere / so mit einer rauhen rinde bedeckt sind / und am geruch undgeschmack dem Vitriol / salpeter und schwefel gleichen.

Lrit. p. 7-o.

zäunte / ein fluß / weicher in dem Wcstphälischen Stifft Oßna-brüg / nahe bey dem dorffHolthuisen entspringt / hernach aber beyder kleinen stadt Hunteburg vorbey und durch den Dummer-seeläufst. Sobald er aus demselben heraus gekommen/ empfängt erden namen der Lohne / bald aber hinter Dicpholt wrder den namender Hunte / worauf er bey Wildeshusen/bey Blanckcndurg/ beyOldenburg/bey Huntorpund bey Huntebrugge/ vorbey gehet/und endlich bey Elsfliet mit der Weser sich vereinigt.

zäunte oder Dinant / (Gualterus) ein Engelländischer Car-melit/welchen der Pabst EugemusIV in Engelland schickte/umdie Prälaten zu dem conciuo zu Ferrara zu beruffem Er äissusirredaselbst sehr eifrig / widerlegte auch der Griechen srZumencs mitgrossem Nachdruck. Er hat eine rci«ion seiner streitigkeiken hinter-lassen/ und einige andere Theologische und historische schrifflen /vornemlich aber einen kurtzen -x-r-Ä des comsNo^s. Er starb m cr-nem hohen alter an. 1470. äs llnpr. ,-rng!. /-«««- Kivi. csrm.

in pLrlläox. in s^z». iäcro. äs kill. kae. i. z.

- 6 unringdoir / die Haupt-stadt in der Engelländischen land»schafft Hunlingdonshire / 48 Meilen nord-ost-wärts von Londen .Es ist ein vortreflicher ort/welcher sehr lustig an dem ufer der Ousegelegen. Vor zeiken war diese stadt so groß und volckrcich / daß 1;kirch-spiele darinnen waren / so aber anjetzo biß auf; herunter ge-kommen ; doch ist es noch biß a.>co ein guter ort vor die mulandt-schc bandelschafft. Er ist wohl bewohnt/und hak starcken zuspruchvon reisenden Personen / gestalt alle /die entweder von Nordenkommen / oder dahin wollen / dadurch mnsscm Es sind auch hierdje ruciera VON elNkM altkN cä^eU / sO VON dLM K 0 Ntg MUNi bO dMlältern erbauet worden / zu sehen / und von einer Abte» / welche dieKayscrin Malhüdis und Eustachlus Lovelost gesttfflct. Über diesesist dieser ort auch bekannt wegen des Grafen-Muls / so unterschied-liche familien nach der Normannischen eroberung davon gefnhrethaben / unter welchen auch einige Schotflandische Könige undFürsten gewesen, sihe Hastings. Lric-»-»L.

so. 17a! p» LrA.

r^utltittttdsnsbire/ lat. Lrmkini-ronicniis comitLtus, eineGEcha'st m EkAlanch welche mit Northan.pwn- Bcdford-undCambridaesdire umgeben, und zimirch klein ist, so daß sie sichkamn aLf^ Die g^tze Grafsthafft ^

bundrets eingetheilet, wonnnen 79 kirch-iviele und 6 marckt.stavte

. . hun 867

wurden von den Römern icsni genemm. Z ure w r dem Königreich Merciafan-

eine sebr böMia e Lincoln. Vorzeiten war es

vlatt und cben^ m ' "" übrigen ist dieselbe durchaus

piaii ulio coen, w daß nur an wem« orten etlicbe kleine vimel

Wort hat dieses ländlein von dem

Wort »um jagen/ dekomen,weil vor diesem, ehe noch die wälder ru

tr^e^ck w^dväi'vai^nnen"^ ^dsmung ausgerottet wurden, vor-ttäyd, gleichwie hingegen die thäL gut sm^

Der östliche theil aber gegen Cambridgeshire ist etwas morastig»Das vierdte theil dieser landjchafft gehörte vorzeiten der oba-'meld-ten Abtey. Unter den besten gebäuden darinnen ist Hsindolton-castle und Hinching Brook. Das erste schloß gehöret dem Grasmvon Manchester , und das letzte, (in welchem eines von den vortref-üchsten zimmern in gantz Engelland ist) dem Grafen von Sand-wich. Nahe bey 8. Nlvts ist ein dorff, mit namen Hale - Weston-worbey 2 nicht weit von einander tigende brunnen sind,der erste da-von hat süß wasser, und vertreibt die dunckelheit der äugen, der an-dere aber hat einen widerwärtigen geschmack, und hilfst wider diekratze und den aussatz. Huntinqdon ist der eintzige ort in der Pro»vintz, welcher einige glieder in das Parlament schickt, ausser den rRittern der Grafschafft. cEö^ÄLrirsoni-.

^untrngdsn/ (Georgius Hastings, Grafvon) stammeteheeaus einer familie, welche unter dem König Eduards IV mit demFreyherrlichen titul war beehret worden. Durch eine rare giückst-ligkeit und besonders kluge aufführung, erhielt er sich bey vier sehrunterschiedenen rcgierungen in beständigem crcMr an dem Engli-schen Hof, nemlich unter dem König Henrico VHI, welcher ihnzum Ritter des hoftnbandes machte; unter Ebnardo VI, welcherihn mit ansehnlichen ämtern versähe; unter der Königin Maria ,welche ihm unter andern das commaiMo über die c,ouppen anver-traute, so den Hertzog von Suffolk gefangen nahmen; und endlichunter der Königin Elisabeth, die ihm gleichfalls nicht übel wolle.Er starb den 20jun. an. 1 ;6o,und ließ von seiner gemahlin, Catha-rtna <ke is Pole,einer tochter des Montague, 6 söhne und; töchter.

LncL-rn. x>. 426,4-8. r/e kill. 6'Lngl. roiri. r x. 4S.

^untingdon/ (Robertus) war an. i6;ü zu Deorhirst in Glo-dester gebohren. Sein vater war Prediger daselbst, und hatte unterseinen vielen Andern vier söhne zu dem llullio ikeoivßico gewidmet.Darunter war dieser Robertus der andere, welcher zu Bit-lcsden die schule, und zu Oxford die univcrürät besuchte, daselbstauch unter demPocockio in den UnZuis Oriemsiikus solche Processenmachte,daß er an. 166; mit rühm iei-gillsr werden kunte. An.iü?»trat er rn die stelle eines bishero bey denEngelländischen kaufleulensich ausschaltenden Predigers, mit namen Frampton, da er alsobald,nachdem er sich zu Epheso umgesehen, nach Alexandrien , und end-lich nach Aleppo schiffte. Allhier bekam er einige schöne bücher un-ter Händen, so daß es ihyr eine grosse hülffe war, daß er zu haußschon in der Bodlejanischen KibHorKec die EL. ein wenig kennengeicrnet. Er hielt auch stäts gute corresponUsnr mit Fello,Pocockio,Marschallo und Bernardo, undkaufftein Persten, Egypten, Sy-rien und Palästina die herrlichsten msnullrip». Indessen, als erSyrische bücher auffzutreiben bemühet war, gerieth er mit Ste-phans Petro, dem Patriarchen der Maroniten, zu Antiochien ingute bekandtschafft, durch dessen Vorschub er Upkrsmi b^ricommsn-rsriuca inlleorzreuckum und etliche Komiken, auch andere Syrische bücher, davon man in der Christenheit noch nichts gewufl, mit leich-ter mühe erhielte.Zwar ließ er sich auch sehr angelegen stylydieSy-rtsche verton der episteln 8- Jgnatii auszutreibcn, weil er von PstFellen zu Orford hierzu ernstlich ermähnet worden; doch tonte ermit seinem höchsten Unwillen dißfalls nichts ausmachen. Hieraufbegab er sich in Palästinam, Samariam und Galiläam. Sonder-lich war er -urieux , die zu Sihon sich befindende Samaritaner zubesuchen, bey denen er viel bücher geschwind laß,und über dieses einschönes ckronicon, woraus die biblische und kirchen-historie, daftrnes solle Lässet werden,nicht wenig siecht empfangen dörffte, mit sichbrachte. In Egypten war er hierinnen sehr glücklich, daß er vielEgyptische und Arabische Ee. um schlechten preiß erkaufftsDievornehmsten hiervon waren drey exempiari» von den Egyptischen4 cvanqelien,welche Thomas Marschallus, der seine sonderbare lustan dieser spraach hatte, heraus gegeben. Zu Alcair hatte er mit ei-nem Egyptischen Priester gedungen, die s voiumin- conc.iiorua,abzuschreiben, und mit einem andern, alle bücher der Propheten,soin Coptischer spraach sich befunden, zu -oxssen; worzu rhm son-derlich ein Capuciner, mit welchem er gar gute freundschafft hielt,nicht wenig behülsiich gewesen- Zu gleicher zeit unterredete er ,ichmit dem Ertz-Bischoffvon dem berg Sina, Johanne Lascarr, we-gen des zustands der ihm untergebenen Christen, und sonderlich derkiküork-cdesklosters 8. Eatharinä aufder spitz desselbrgen berges,doch musten sie hier bald wiederum von einander reisen,und bedau-erte er nichts mehr, als daß ihm alle gelegenheit abgeschnitten, mitdiesem mann weiters zu co..fe. ssen, mit welchem er so gern wegenetlichen bey ihm sich befindlichen rarenGriechischen undArabischenm-nullripris gehandelt hätte,dicsclbige in Engelland zu übersenden.Besser alück wieberfuhr ihm bey dein Carmeliten Archangelo äs

8 .Tberesia,einenr>äis 5 >onLno inPersien,welcher ihn nicht allein von

dem zustand der Sabäer oder Mandarer unterrichtete,sondern auchnoch an. 168; drey ihrer sehr hoch und rar gehaltenen bücher über-sendete Nun fieng er an in Orient auch eine menge von raren mun-üen zu sammlen, deren etliche wohl zuvor in der gantzen Christen-heit noch nie gesehen worden. Er brachte auch gar viel andere rarefachen noch zusammen, und ließ nachmals viel ssLÄ« und

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