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rs> ihm durchgeherids das zengnis geben, daß er mir grosser freudig-keit gestorben» Es gaben aber die Böhmen , und insonderheit dieLc-äcm-e zu Prag Mißvergnügen über Hustens Hinrichtungdurch öffentliche Mufften an den tag. Wie denn auch die Böhmenmuntze auf ihn schlagen liessen, und dessen grdächtniß feyerlichhielten. Er hat viel fachen geschrieben, welche mit Lutheri vorrcdan-15)8 zu Nürnberg zusammen gedruckt worden»
inkorie cles Loncilu von LokLiix. Nik. Lokem. -Ls.
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Lonc. Coniksnr. *
Atßitett/ des Johann Hussens nachfölgere, welche fast diemeisten lehr-satze behaupteten, so anjetzo die Protestanten glauben,nur daß sie dem Pabstlichen stuhl noch etwas mehr gewalt und ehreeinräumten. Der tod Johann Hussens hat die Böhmen dergestaltverdrossen, daß man die Vermehrung seiner anhänger demselbenvornemlich zuzuschreiben bat,welche dergestalt gewachsen,daß schc-nan. 1419 über 40000 aufdem berg Thabor sich versamleten, allwosie das heilige Abendmahl unter beyderley gestalt, und mit Unter-lassung der deicht empsiengen, und sich zugleich wider alle Verfol-gung untereinander verbanden.Jhr erster und vornehmster anführerwäre Zifca, (von dem ein besonderer articul) ein kriegs- erfahrnerMann, welcher sich ihnen selbst darbotte. Dessen erstes werck war,sich einen besten ort zur nurs-le auszusehen; wozu er dann einenberg, in Böhmischer fpraach »rscilitie genannt, erwählte, aufwelchem schon vormahlen ein, selbiger zeit, verstörtes schloß gestan-den,und wo er selbst mit seinen leuten sich anfänglich gelagert hatte»Er hiesse solchenThabor/ um durch diesen namen anzudeuten, daßda gut zu wohnen wäre, und den seinigen desto bessern muth zu ma-chen; befähle auch, daß ein jeder eben an dem ort seine behausungaussuchten solte, allwo er in dem lager sein gezelt gehabt; woraufer den tod Johann Hussens zu rächen, unmenschliche graufamkei-ten an den Catholischcn geistlichen ausübte, und durch Plünderungder städte, klöster und täglichen anwachs der religions - verwand-ten sich in einen so fürchterlichen stand setzte,daß er des grösten theilsvom Reich sich bemächtigte, des Kayser Lügtsmundi armeen,nebstdenen, so der Pabst und die Teutschen Stände wider sie aufbrach-ten, bey Chutna und andern orten aus dem seid schlug, und auchdie benachbarte landschafften verheerte. Nach dessen tod an. 1424führteProcopiusRasus,(welchen desZiscä mutter-bruder an kindes-statt angenommen,und dene alsoZisca selbst für seinen vetter hielte?auch denBöhmen aufihrem tod-bett zu einem künfftigen Heer-füh-rer recoMMsuctirt hatte) den krieg fort, und erhielte bey Außig emengrossen sieg, jedoch nahmen der Hußiten kräffte täglich ab. Dievornehmsten Ursachen waren die unter ihnen entstandene spaltn»-gen; dann erstlich theilet sie sich gleich nach des Ziscä tod in zweytheil, deren der einte den obgemeldten Procopium Rasum zum sich-rer annahm, der andere aber kein eigentliches Haupt erkennen wol-le , weilen nach ihrer Meinung kein mann tüchtig seyn solte, demZisca nachzufolgen, nenuecen sich daher die wäysen / hatten abergleichwol verschiedene haupt-leuthe unter sich, darunter ein andererProcopius, mit dem zunamen der kleinere/ am meisten gälte.Diese 2 partheyen waren zwar eben nicht gantz uneinig unter sich,führten jedoch ihre fachen meist besonders. Eine gefährlichere Nen-nung war diejenige,welche sich kurtz hernach zwischen den Prägernund den obgemeldten beyden theilen der Thaboriten und waysenereignete, da die erstere der lehre eines gewissen PetriPayne, sonst ^ngiic, genannt, folgende, sich unter anderm auch wi-der die irsoslubitEiLrion erklärten, und einige ihrer Prediger,wel-che dem widersprachen, ins gefangniß warffen, deren hingegen dieübrige sich mit ernst annahmen, so daß sie auch zu verschiedenenmalen mit gewaffneter Hand für Prag zogen. Doch brachte diesesnoch nicht den grösten schaden, weil diese sonst hefftig genug widereinander verbitterte theile sich wenigstens bey einbrechender äußer-licher gefahr noch jeweilen vereinbarten. Aber als das Conciliumvon Basel hernach mit dem grösten und stärcksten Haussen durchverstattung des kelchs einen verglich traff, erwiese sich solcher gegendem kleinern theil, welcher noch viel mehrere lehren der RömischenArchen widerfochte, selbst feindselig, so daß sie von allen feiten an-gefochten , und gar sehr in die enge getrieben wurden. Damalswurden die namen der Criixcmer und urrsgulken für die erstere,und der Thaboriten und wäysen, die aber nicht mehr ihre vorigeMacht hatten, für die andern gebraucht- Auch waren gewisse Ar-chen die picardische genennesweil sie von denen aus LerPicardievertriebenen Waldensern abstammten, und selbigen in der lehrgleich waren. Der Adel war fast durchgehends wider die Thabon-ten, zu welchem sich auch die alt-stadt Prag schlüge, und hatte son-derlich Maynharden von Newhaus zum aufuhrer. Als es den 28may an. 14)4 zwischenPrag und Kaurzim beym dorffHrzibg zumtreffen kam, erhielte dieser vornemlich durch seine reukerey und vie-les geschütz den sieg; die beyden rrocopü verlohren tapffer fech-tend ihr leben, der resi ward theils niedergehauen und gefangen,theils aber dergestalt zerstreuet, daß sie sich nachdem nie wieder imstand gefehen, ihren feinden, wie vorher, den kopffzu bieten, Mas-sen auch Thabor an. 1444 verlohren gieng, wiewol die lehre dan-noch unter vielen Verfolgungen bis auf die zerten der Reformationund hernach fortgefetzt ward. Viele wichen aus dem land, und«nisten sich in Schlesien, Mahren und Polen m die holen und mal-
... hus Hut 85g
gerbest, so gut sie konten, suchen»
mit. eccict. !cc.j, ^ ^ ^ ^
der name eines besten schroffes, welchesbey dem Ursprünge des fluffes Theiffe, aüf einem
ward eu uo/dpu E.! saltz-brünnen hat. An. 156L
ben Kayjerüchen vergebens belagert - an. i6oc abeL
gab genöchiget»'^!^^ FurstenBdtskay durch Hunger zur über-
^usum/ eine stavt in Schlcßwig, 4 messen von Gottorv , andsm kleinen siuß Ow, so einen guten Hafen daselbst inacht, gelegen»lst nebst dem darzu gehörigen amte dem Hertzoge vonGottorp zu-ständig. Sie hat erst an. 160z stadt-recht erlangt, obgleich schonan. 15.82 Hertzog Adolph ein schloß allda bauen lassen,so insgemeinder Fürstliche wittid-sttz zu seyn pfleget» Die stadt ist wegen desAustern-fangs/so nahe dabey aufder nord-see geschiehet, berühmt»und hat auch grossen vieh-uud pferd-handel. veKKrsi-
bung von Lcklcsvvicli unö htolüein ?, r c. ir. p. ,z8-
Lutten. Dieses geschlecht ist eines der ältesten und ansehnlich-sten unterder freyen ritterschafft in Teutschland ; wie es denn be-reits bey 800 jähren inFrancken floriret,und sich in verschiedene lr-nien zertheilet. Der erste, so daraus bekannt , ist Erntreich oderHeinrich von Hütten, Ritter, so als Hof-Marschall des Abts zuFiilda, seine rrouppen mit comm2n-liret,dü er an. y; 5 dem KäysevHenrico I wieder die Ungarn zu hülffe schickte. Sein söhn, Eucha-rius, wohnte an. 1019 dem thurnier zu Trier bey , und hinterließRudolphum, der an. 1179 M Cölln am Rhein auf einem tdurnicrwar, dessen söhn Eustachius sich an. 1209 auf dem thurnier zuWorms , und dessen fohn Ludwig an. 12)5 auf dem zu Würtz->bürg befunden. Seines sohns Eckinbrechti fohn, Ludwig, war an»1,296 aufdem thurnier zu Schweinfurt , und pflantzte durch feine ;söhne,Fridericum, Luzen undFrowinum das gefchlechte fort,davonaber des mittlern poNeclrät nachgehends wiederum verloschen»Von dem Friderico aber kommet die linie der Hütten von Fran»ckenberg/ und vonFrowin derervon Sköckelderg her. FrowiNvonHutcen, Ritter, hinterließ einen söhn gleiches namens, welcherRitterund Vogt zu Schwartzenfelß an. 1565 war, und mit FranLuckarden von Stöckelberg Uiricum von Hütten zum Stöckelderg,Ritter, zeugte. Dessen fohn, Johannes der ältere, Waran. 142kaufdem thurnier zu Darmstadt . Er hinterließ Laurentium voNHütten, Fürstlichen Fuldifchen Rath, der durch ferne aufrichtigkeitund Mäßigkeit einen grossen rühm erhalten, und dem Würtenbergi*sehen Haufe grosse dünste geleistet» Seine söhne waren Ludwig,Fridrich und Ulrich» Des erster» pcMrität gieng bald Unter. Derandere, Friderrch von Hütten, zu Stoltzenderg und Grunaü, waöein vater Eitels von Hütten zu Stöckelberg, so Johannem undSe-bastianum zeugte, jener hinwiederum Wvlff Ludwig, Chur-Pfältzifchen Rath und Vogt zu Germersheim , und FlorraNüm, soanno 1627 gestorben ; Balthafar Philipp, Georg Fridrichund Albert Heinrich hinterlassende. Sebastian wav ein VaterCyriaci Eitels, so um das jähr 1621 starb, und JvhaNN Gdttfrivund Philipp Daniel nach sich ließ, von welchen Gottfried Chri-stoph und Fridrich entsprossen. Der dritte,Ulrich vonHutlen,dientedem Kayser Maximilians aü. 1492 in dem kriege wieder die Un-garn . Er starb vhngefehr mn das jähr 1520, und ist bekanntwegen seinem fohn, Ulrich vonHutten, von dem ein absonderlicherarticul. Von den andern söhnen war FrowiN Ertz-Truchstß beydem Bischofs zu Würtzburg, und Unter dieses letzter« söhnen warWvlffDierrich Dom»Dechant zu Würtzburg an. 15 58; er rcllßm,.te an. 1564, war Dom-Herr zu Aichstädt, und starb an. 1575;Lorentz war Amtmann zu Mainberg; Mangold war Rittmeister»und starb an» 1558 , über dessen absterben Petrus Lolichius einssiegle geschrieben. »
Die Franckenbergische linie hat Fridrich von Hütten, MtEUnd Fuldischer Marschall,so an. 1^29 lebte,angefangen, und durchseine söhne, Conrad undFrowin, den stamm in 2 ästen fortgepflan»tzet. Conrad war ein vater Fridrichs von Hurten, Ritters, welchenConradum, Amtmann zu Trimberg , zeugte, dessen ,ohn gleichesnamens, ist als Fürstlicher Würtzburgischer Rath und Ober-Hoftmeister an. 1502 gestorben, «eine söhne waren,i)Ludwtg,Ritter»Fürstlicher Würtzburgischer Rath und Amtmann zu Trimberg»welcher alle thurnier zu seiner zeit besuchet, und dem BsschoffvonWürtzburg,wie auch dem Hertzog Ulrico vonWurtemberg, sonder-lich an. 1514 in dem bauren-tumnlt gute dünste gethan» Er starban. 1517, und hatte 6 söhne, unter denenJobannes,Hof-MarschaLbey dem Hertzoge Ulrico von Würtemberg, nicht lange daraufvon jhm erstochen worden, wie unten besonders zu sehen. 2)ConraSzu Birckenfeld, Amtmann zu Arnstein und Schmalkalden , so an»151; dieses zeitliche gesegnete, darin» ihm an. 15; 9 fern fohnDern.hard, Amtmann zu Königshöfen ,nachWe, hinterlassende Mau-ritium,so an. 1556 Dom-Probst zu Wurtzburg, m,d an. 15;?Bifchoffru Eichstädt worden; Phillppum / welcher Ritter, Kay-ürlrckier Oberster , Rath und Oouvemeur des Königreichs Peru inWsi-ZidünnLdL eran. - 5 i 6 mit der Vclstnschcn flotte ab-aereiftt; als er aber sich wieder zurücke begeben wolle,wurde er an,i;46 durch verrätherey ermordet, und Wilhelmum, so an. 1554