Band 
Zweyter Theil
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Hut

Er starb gleichfalls an. -6,;, und hat unter> Fridrich das geschlecht fortgeietzt. Er warMaragramwer, VcandenburglfchcrOuoltzbachisrher Hofmeister/und starb an. iszo, Vitum Ludovicum hinlerlastende / welcher an»starb, nachdem er nebst verschiedenen andern k-ndern auch an.r6;6 Johann Ernsten von Hütten zu Franckenberg gezeuget.

ffrowin von Hütten / Ritter , ein söhn des oben gedachten Fnd-richs, blieb in einem treffen an i;?;. Sein söhn gleiches namens,war Ritter, Vogt zu Schwartzenfelß und Fürstlicher FuldlscherMarschall an. 1407, unter dessen söhnen Johannes von Swltzen-bcrq, Ludovicum und Iohannem zeugte. Dieser starb an. 1461,einen söhn gleiches namens hinterlassende, der ein vater w-w Fro»wini zu Hausen, Ritters,Kayserlichen Kriegs-Raths,Chur-Mayn-tzischen Raths , Hofmeisters und Marschalls, so an. 1529 gestor-ben, und Jacobi von Hütten zu Salmünster,welcher an. 148; demlhurnier zu Bamberg, und an. 1487 dem zu Worms beyaewohnet.Jener, Ludovicus zu Stoltzenberg, Ritter, war ein vater Ludwigs,und groß-vater Dietrichs, dessen söhn Ludwig / Burggraf zu Geln-bauscn, an. i;;2 starb, Valentinum nach sich lassende, besten söhn,Johannes zu Stoltzenberg und Soda, Iohannem Hartmuth undFridericum zeugte. Johannes Hartmuth wurdeWurtembergischerRatb und Obcr-Amlmann zu Wcinsberg und Meckmuhl, hernachVitzthum zu Aschaffenburg , und starb an. 1646, hinterlassende Jo.hannem Fridericnm zu Salmünster , welcher ein vater JohannesHenrici, dieser Johannis Wilhelmi, und dieser hinwiederumMari-miliani worden; Georgium Ludovicum zu Soda und Saimun-ster, Obersten und Commendanten zu Hanau , von welchem GeorgFridrich, Johann Philipp und JohaunReichart entsprossen, davonder erste nebst seinem söhn gestorben,der andere aber bat etliche soh«ne gezeuget; und Philippum Ebrenreich, dessen söhn, JohannPhilipp, als Teutscher Ordens-Ritter an. 1684 vor Neubäusel ge.blieben. Fridrich von Hütten, zu Stoltzenberg, war gebohren an.1590, und starb als Oberster an. i6;§>. Sein söhn Johannes,Würtzburgischcr Rath und Amtmann zu Mainberg, ist ein vaterworden Francisci Christophen, welcher den 2 october 1724 zumBischoffzu Würtzburg, und Hertzog in Francken erwählt worden;Francisci Ludovici, so Dom.Herr zu Würtzburg, 8. Burckhardund Comburg war, den geistlichen stand aber relig^rtegind sich mitJohanna Juliana, Freyfrau von Bissen, vcrheyralhete; PetriPbilippi, der an. 1679 gebohren , und an. 1692 Dom-Herr zuWürtzburg ward; Conradi Wilhelmi und Friderici Casparis.

rtzurnicr tzucli. ^clel-lpic^cl?. i. , o,i-

k/,» poem. üb. 4. eleg ti>gor. I.urliersn. Lttcr/r»/ Ocrlii.

üemmarogr. liöctilie ricrclel'eursckl. s.iü/. leg.

Lutten / ( Johann von) war Ludwig Huttens von Francken-berg söhn, einer der geschicktesten und annehmlichsten cav-nlerrseiner zeit. Sein vater, der mit Hertzog Ulrichen von Würkcmbergwohl stund, that ihn, nachdem er sich im Venerianischen kriege eineweile versucht,an dessen Hof, allwo er sich auch i» kurtzer zeit so be»liebt machte, daß er Hof-Marschall ward, und lebte der Fürst sehrvertraut mit ihm, bis er eines Würtembergischen Generals tochterheyrathete; Denn der Hertzog verliebte sich in diestlbige, und bere-dete sie auch zu seinem willen; Doch war ihm der mann im wege,der seine frau allzu genau beobachtete, daher er den cntschiuß fas,sete, ihn selbst anfdcn knien zu bitten, er möchte ihm doch diese lie-be erlauben. Hütten, der wohl sahe, daß die fache zu seinem verder-ben ausschlagen würde, entschloß sich wegzuziehen, und wendeteeine familien-angelegenheit vor. Aber der Hertzog, der wohl ver-stund, was es heissen solle, ermordete ihn unter dem schein einerUnterredung in dem Beblingischcn waldc,und hieng ihn mit seinemgürtel an einen bäum, wiewohl er durch seine guten freunde abge-nommen und heimlich begraben ward. Diß geschahe an. i z 1 c.Sein cörper soll 4 iahr hernach, da man ihn ausgegraben, nochaantz frisch geblutet haben.Einige sagen,sinne frau sey des Schloß-HauptmannsTbumii tochter gewesen, mit derer sich aufaustifftcnder Hertzogin vcrheyrathet, weil sie der Hertzog vorher schon geste-het lle lirersc. r. l -9- clirom'c.

Lutten / (Ulrich von) ein söhn Ulrici von Hütten / wurde an.1488 den 20 oder21 avr. auf dem schloß Stöckelbcrg gebohren/und an. 1499 m das klostcr Fulda geschickt. Weil ihm aber diesesleben nicht anstund / so gicng er / ehe er noch p<-ofck§ gethan / auskinralhen Croti Rubianlund durch beyhülffedeS gelehrten Schwci.bischen Ritters EitelwolffS von Stein nachCölln auf die hohe schu.le/und von da an. i aufdie neu-angelegte universitätzu Franck.fürt an der Oder / allwo er / wie man insgemein berichtet / bey derersten promooon in dem 18 jähre seines alters wurde.

Nachdem er etwa anderthalb iahr an diesem orte gelcbet / und nunttn begrlffwar/ sich von dar weg zu begeben/ schencktcihm derMarygraf Albrecht von Brandenburg / nachmaliger Churfürstzu Mayntz / 2ooducatcii / um seine ass-ii- desto besser fortzusetzen.Er begab sichdaraufan. i;o8 nach Italien / nahm / weil er keinSeid von Hause bekam / unter den Kayserlichen kriegs-dicnste / undwohnte/ ungeachtet seiner msi-me, der delagcrung von Paduabcy-INdlcstm >^°9 lahrereiietc er wieder nach Deutschland/und kam biß m Pommern / dachn die Neapolitanischekrauckheit/ soer lnItasten bekommen / sehr hart angriffe/ und weil ihn ein 4Mcsficbcr dazu ubcrsicl / gcriclh er in solche armuth / daß er dasthmcn suchen / und osst aufdcr gaste schlafen mnste.nal,mihn der Bürgermeister zu Erypswalde/ WcdeguSW'"s / m Haiist / und streckte ihm etwas geld vor / begegnetechm aber sounhöfilch/ daßerstchrmnov. entschloß / zu fuß nachRostock zu gehen. Als er aber nicht weit von der stadt gekommen/

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kam er nach Rostock / -lo-ote daselbst mit ungemeimm zeilaG 2ließ die gedtchte / so er auf den von Lochs ihm angethanen sch 2verfertiget / an.10 zusammen drucken. Nach diesem M Meine zeitlang zu Braunschwelg auf/ und wendete sich von dar » LFranckfurt am Mayn / gleng aber un dcc. an. 1 z 10 nach M m.berg / allwo er an. I den 1; febr. sein buchzu end brachte/ und es zu Letprtg drucken ließ. Von dar reisen»in grosser dürfftigkett durch Boymen nach Mähren / allwo ihmv»Bischoffzu Olmutz/ SrantSlaus Thurzo/ einpfcrdundemM,K.sttch mse-geld/dec Dom,Probst aber einen schönen rm 8te / woraus er sich nach Wlen wendete / Und bey vielen vvrnch»und gelehrten lcuten in besondere Hochachtung kam. Ob ernmgleich durch die dem Kayser Martmiliano zu ehren verfertigtemsc/ welche IvachtMus Dadranus und andere zu ansang des jMi; 12 in den druck gaben / aufdas neue einen grossen rühmn!»te; so wollen doch diese seine ssuMs und levens-art weder seinem^tec noch den Geistlichen zu §ulda gefallen. Denn diese hätten ji>ngern in ihr kloster gehabt/ jener aber wünschte nichts mehr/ MWer ein guter Jurist werden mochte / damit er seiner familiednml-eins nützliche dienste leisten konte. Er entschloß sich also enM/auf cimathen Crott Rublanl / dem väterlichen willen zu folgen/begab sich an. 1; -2 im apr. nach Pavia / und legte sich / ohnM,tet er ein viertägiges fieber dekam/mit äusserstem fleiß auf die nG-gelehrsamkcit. Er hatte daselbst rn dem 4 monat nach seiner g»,kunfft das unqluck / daß ihn die .irantzosische desatzung gefmWnahm / die Schweitzer aber/ da sie die stadt eroberten/ihmMdas seinigc raubten / worauf er lm mlto kranck und von allen Mit-teln entblößt nach Vonomm kam. AIs nun der KayferWc Bm-schaffter und Blschoff zu Gurck/ Matthäus Lange / zuMsmzdes gedachten jahrs durch diese stadt gicng / ersuchte ihn dte teul.sche nL-.on, aufbensclben em Lateinisches gcdlchl zu verfertigen/womit er aber bey dem Dottschasster schlechten danck verdient!.An. izi; ließ er sein gedicht/ vi, boom genannt/zu Bono«drucken/ und sahe sich gcnothigct/ wieder in den krieg zu gehen/wiewsl er dieses mal wegen seiner beschwarlichm kranckheit/daMer gantz lahm war/ nicht lang im selbe geblieben/ sondern sich Kidnach Rom gewendet. Wie er aber daselbst an. 1514 durch den vonStein die zeiiung erhielt / day Albertus / Marggrafvon Drnn-deuburg/ Ertz-Bischoff zu Mayntz worden/ und gesonnen sey/einesocicr-ir-m u-e,-r>am in Mayntz aufzurichten / käm er wtedecnchTeutschland/ und ließ semc'.p'Z^mmrrä zusammen drucken. Äer nun zwar hoffte / daß er von seinem vater und freunden / Wrals das erste mal würde angesehen werden/ nachdem erßchaiWrcchtsgclchrsamketk gelegen; so schlug es ihm dennoch fehl/und sag-ten seine feinde / weil er weder vuüor noch wLMcr wäre/ so sey ernichts / welches ihn dann auch veranlaßte/ ein qespräch untermtitul ncm.,zu schreiben / wodurch er sich aber bey dcn ItebhMllder tciioiLlLschen pvUokopiiic grossen haß und feiiidschafft zuzogt.Er nahm aisoscmc zufluchk zu dem vorgedachten von Stein mbdem Frowin von Hütten; davon ihm der erste rieth/ einauf des Churfürsten Alberti einzuq zu Mayntz zu schreiben / M«ches er auch verrichtet / so vor ein meister-siückc gerühMWd/und schenckctc ihm der Churfürst roo ducaleü ; er blieb auch dtnWinter an. ,514 meistens in Mayntz. Inzwischen hatleIohannksRcuchlin oder Capniomit einem geiaufftcn Juden zuCöllnmmnSPfäffcr-koru viel vcrdrüßllchkcllcu gehabt; an diesem sich nunFrächen / nahm er die gelegeuheit/ da an. a; >4 cin andrer gelanffutJude zu Halle in Sachsen wegen mißgchandelter Hostien und an-deren ubclthatcn verbrennt wurde / und schrieb m

lcclciLritl.msm/oliLnnis pipcricnrni vi»m. ErMaggUchdgM»

entweder selbst angefangen / oder doch angegeben haben/ dtchbe.kandiert epMolss osiscu-nrum virorum zu schreiben. DeßgitlWmachte er auch ein grosses "i-mc», »iumplnis c^cm^nü gemnnt.In der fasten des jahreS gicng er mit dem Herrn von Lwnach Franckfurt am Mann/um Lrasmum zu svrcchen / und vonmlndas Embjcr.bad/ allwo er zu seinem gröstcnlcibwesen erM/daß der von Stein gestorben / und daß der Hertzog "mmsWürtembcrg seinen vcller Iohannem von Hüllen umgedkE P'dc. Er schrieb hierauf an MarquarduM von Hanstem / LmHervn zuMavntz/ cmcnhltzigelidricf/ gicng mctltchen«Mnnach Mayntz und verfertigte daselbst mu-'M »

lostriinig lle tztuiicn inrc,iruni , in verstN/ wit NUch NN^M „d,.

von Fuchß/ Dom.Herrn zu Bamberg / einen ausfuhrlM "richt / und andes entleibten vatcreine langelerwcile war die Huttenischefamilic auf rächender den H «bedacht / und als unser Ulricus im jul. aus,cm vatttWStöckelbcrg kommen / schrieb er eine anklage in LatelmsMin /ehe an den Kayser und Wtände des Reichs / welche/ wie auVnachfolgende 4 or-cione-au hcffligkcit des m r

üdectresfcn / an reinigkeit verspräche aber gleich kommen. O,nun wohl hierdurch seiner familic zu dienen suchte/ blttv vWu^vater dabey/ daßersetne bißhcrige aulli» sahrm lassen/unoKor werden soite. Dabcr (weil er an dem von Wtcm ftmen L .verlohrcn) er sich im folgendcnHcrbst rum dritten mal nachbegeben mustc / woraufcr bey der zuruckkunsst seine bedteiiW"Mayntzischen Hofe antreten solte/ welches er EraßnvttM/^vielmehr wünschte ein paar jähr beu ihm Uizubungen /unoihm nach Engcllaud zu gehen. In Italjeu nun lM"r MU-isonem Mailium / ließ aberdcn Vorsatzvc>es»r zu^ren / legte auch seinenrcht bey ftste/sondernschueo

1516 ^>ro§oosticon sll I.eonem X. k> ttt. wie auch alldkrs lNkV ^