Band 
Zweyter Theil
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dahin / daß er nicht lang- sicher daselbst verbleiben konte /sondernKck nach Millbauscn begab/ da ihn ek» 8ccn-rLc>us emlar zeit m demAuanstlnerckloster verborgen hielt. Er musie sich aber von ear rnder nacl u'ivAn/ und kam nach Zünch zu Zwing w /Oned vondaraus an Eobannm HO-m nach Erfun/ lAckie sinn einbüchlein in r>rsnnos/ >o er solle drucken lasten/ und war bedachtsich weiter in sicherheit zu begeben; allein es nahm seine alte teanck-hcik wieder dergestalt übe, Hand/ daß/ nachdem er sich aus die tnsi-tUffnau gegen Rappe, sweil über im Züricher- see zu dem a lwortigenPfarrer / Johann Schncck/ welcher die lähmnngen glueUlch cuc,-renkonte/ begeben/ er daselbst den -y oder; > aug. an. izr; un ;6jähr seines alrers starb. Liese insisi wird daher von einigen dieHuttens'insul genannt/ und hat ein Fränckischer vom Adel fol--ende gradschrifft setzen lassen:

lllicüuucs surscus j^cer, orztoroue llilcrrus »

^urrcnu? csl-minc Lc cnle porcn-.

Es haben auch die besten Poeten von Teutschland sein grab Mit ver-scn beehret / und Eobanus Hessus hat cii-logua, morris öL «micmgeschrieben. Erasmus hatte unterdessen wider «mrem cxpostuiLrio-"em eine glcjchfals hcfftige ipc>ng-»m oder purAscioncn, verfertiget/so aber Hütten nicht mehr zu grsichte bekommen. Es schrieb aber ein

klecitcus, T)tk 0 BrUtlfeIs/->ro tlluirc»» llefunci» LllLrLimi ipong,L,n,rctfwntMncn. Nach seinem tod sind auch von seinen schrifficn nocheinige unter seinem namen heraus gegeben worden/als ein geiprach/Arminius genannt. Denn als der wcMcus l.occcu§ des verdorbe-nen von Hütten biblivri-cc an sich gebracht / so kauffte Ilc lhm seinvekter Mauritius von Hurten / so hernach Bischoff zu Aichstadt worden / wieder ab / und ließ diesen Armiinum drucken. Desglei-chen gab Ioh. Herwagius/ L. SLlullil L: s^Lurri, Ilorcs fctcctu pccjll. Illurrcnucn c^uiiccn ejusciem^ue sclloliis illull-Lios an. IZ 28 ZU

Straßbnrg heraus. Unter weilten oder gar keinem namen/ hatHurten auch verschiedenes heraus gegeben/ und zwar unter demNamen Licuctiert N)-re»i , I riumplium Lspnioc.is ;NNt-r dem NailieN

llchyllcrii Lorslli , Dialogas fcikive cLilllillos; mvmuoi; tlaco-lum; piccacis öc kuperllilionis pugnam g OonciliatzuIuM l'licolo-gillarum; Lpoplikiiegmara Vallifci öc paspuilli llc llepravaro ccclclla:ssaru ; Illuricnuai iltustrei» . wie glich orarionem all daroluiii i-lax. <5cQerm. I-rincipcs pro Hurccno öc I.urt>cro. Ferner istvonihmohnknamen lutiu, llialogus; «rarioall Llirigulli pro jutio H; pliilaiecislliLloguzllcfaculkLribusssomsncnlium;?asguilli Viaurani varia lluipta;orakio, nc Principes in lleciro.« praRarioriem , guam legali I.con,s X

peiicrznr, con-enti-nr , u. a. m. Wie er denn auch viel anderetrlycischr pieces wider die mißbrauch selbiger zeit/entweder selbstgeschrieben/ oder seinen guten freunden zu schreiben angegeben/ de-ren er unter den Gelehrten so viel in allen hindern hatte/ daß Drun-fels von ihm meldet / er habe/ als er mit ihm zu Worin; gewesen /sich vorgenommen / seine brieffe / deren er von Königen / Für-sten / Bischvffen und den gelehrtesten lernen bey 2000 beysammengehabt / in ordnung zu bringen / und unter dem tirul kanllliarinn,«p.Notzrum drucken zu lassen / so aber wegen seines frühzeitigen to-dcs nicht erfolget; seine c,pe>-L »o-rica hingegen sind an. izz 8 iii 8heraus gekommen. JacobusBurckhard hat an. 1717 sein leben in2 theilen heraus gegeben / aus welchen / und denen dem Durckhar-den annoch abgängig gewesenen schrifften dieser amcul---rraiii-ret worden.

^utterus/sLeonhardns) ward zu Ulm/allwo sein vater gleichesnamens Prediger war, an. >;6; gebohren, und anfangs zu Hansein freyen künstcn anferzogen, nachgehends aber nach L-lraßburggeschickt, allwo er sich 10 iahr lang aufhielte, und an. 1 ;8; ^^gillcrwurde. Hieranflegte er sich gantz aufdie l'iicoloZie. gieng an.i;yinach Leipzig und »ach 2 jähren nach Heidelberg und Jena , an wel,chem letzter» orte er in Doetorcm prcnnovirte. An. i zy6 bekanr ereme 'dtz-otoZische protccllon j„ Wittenderg,vcrehllchre sich an. 1 5 99mit Barbara Manlichia aus Angspurg, und starb an-1616 ohneerben. Er war sehr arbeitfamsso wol im bücher-schreiben als llocic-ren; nur ließ crgegen seine Widerpart gar zu grosse hessligkeil spü-re», und brache offt in solche scheltwort aus, welche man von einemrlieolog.» nicht ohne bedauren hören kau ; dessen ein Muster seynmag, baß er dieMarryrer der Frantzösischcn kirchen schlechter dingsmit den Arianeren und ^„cilrimrarüs, welche auch um ihrerlehre willen gelitten, wil verglichenbabcn, von welchen doch sonstcnso viel fromme und gewisscnhaffte Evangelische zu allen zeiteu garein anderes urtheil gefallet haben. Seine schrifften sind: -^natviir

mcrllollica ^ugulf. contczllonis; retucario lluoruin tibroruin Nctlarini-t>i lle nrilla ; üitputLlioiies clc lormols concorlliL; 8L<tcel clcnctio-oicnu8 tcu r-ssiario pro mLjcliske bumLn.P nrrurL Lbrilli z rriumpbuslle regno pomillcio z connovcrtiL II Aenergliz cls pcrtoii» Olirilki comrsLcllrrminum z iliaz niLlorum rcgni pontillcio-^omaui z cxplica:ioptänL lltzri cbrilliLNX concorclis: * coiupencliom ^plleoiop.; collepiurn'pticologicum, live XI. clitpuc 2 kio»cz clll srriculiz cootczlionii ör

libri concorll.zconrrovsrgir clu.i: Hicol. ctc verbo Dci icripto,ü>: PerlonsOlirilli conkra Lcllsrni.; concrovcrti« bina: lzenerales I»crz ckriprurscnutrLjoluirss Le cle pcrl'onaLIirilH contra Lalvinillas; ^Äioin jacob.Lrertcruni lle irnpcrarnrum in tcclem apoULk!co-8.onianam munig,ccnkia pro kelicol. llc Llcman^is», concorclia concor; cowra Kuciol-ptzum Vlolpinianuni z IcÄioncs evanAcliorum öc cpillolarurn anni-vcrtzrix, ktzraicc,6ra:cc, -Zic. z loci cornmuncs tUNcolopici » cr Troo^,^,;sltcrs-rras-iriori^Oül contra tacrigciuni papale iniMaticum ; lliccin-üa explicario cpill. all Oalaiaz; cpitome tzitzlica ; Oalvinilla aulico-pvliticu-; Oalvinills auüco-puliticus alter, nicmor. *

^uttiten/ gewisse ketzer in dem 16 stculo,die man sonst auch lin-iier die Widertäuffer zählet. Sie führen den namen von Jacob Hut-

huk hya

ten, ober,wie er von andern genennet wird,Iaesb Luten/ll«»»Schlesier, der mit andern erstlich in Bayern , hernach i» 4qelebet, und so grossen anhang gehabt haben soll, daß

des 16 seculi fast etliche -°°° aus Tyrvl, Bayern und andeni m »

zu thuen gezogen. Er lAbst aber ,oll zu Jnspruck verbrannt weid«seyn. Er hat folgende schrifften hin erlassen: rechenschM ,,Lreligion, lehre und glaudens; anschlüge und verivundern dernund aller gottlosen gegen die frommen; von den 7 siegeln desschlossenen buchs,rc. Von ihren lehr-sätzen kan man nichts aew.lÄsagen, jedoch wird ihnen ichuld gegeben, daß sie gelehret: sie »leiblich da? volckiFsrael,und wollen die Cananiter mit demschm»!,te ausrotten, dazu Gott die zeit anzeigen würde. Auch solle,nieschreckliche gesichre vorgegeben, die kirchen verachtet, eine sonder,bare Heiligkeit äusserlich von sich spuren lassen, und mit einMae,kleibern, niedergeschlagenen äugen, freundlich lächeln, und erdlebleter gedult gewandelt haben. Ihre güter haben sie gemein gchMu. d. g. Es hat sich aber selbige lcet nach Huttens tobe bald wjchcrverlohren. cnron. lec. ,6 c.71. llc orlu Se m«.

grcs. iiLrcs. I. r c.16. 11. z. Lix/c^ex leben jzc. ttuttets.

L» Hico!. biü. p. 6r. c»t. iiLtcr. I. ir p, Ottiizoz-

bspt, p. 80. ^-roÄilcctLct-bild. p. r I.16 c. r> n. 1Z4.

^uttwyl/ ist ein Bernerisches städllein, an den Lucerner-arän.tzen, zwischen Vrandis und Willijaw gelegen. Es wurde vor die^sem von eigenen Herren beherrschet; Nach deren abgang, fiele esan die zu Burg/orff --eiillwendc Grafen von Kyburg , ohne zweiffelals ein eröffnetes Lehn. An. i; 4 o nachher Lauppen-schlachi,zogendle Berner vor dasseibige, schössen es in brand, plünderten es mdinachten die bürger theils nieder, theils aber führten siesie gefangennaher Bern . Als hernach die stadl und Grafschafft Bmgdvrff «iBer» gekommen, war Hutkweil auch mit darinnen begriffen, dieniedere Herrlichkeit aber wäre deren von Grünenberg Pfand, mswelchen Grimmo selbige an. 1404 an Burckbard von SumiswO,dieser aber an. -410 ker,stadtBer» verkaussc bat. An. i;;7gnineuen jahrs-tag ist das städllcin gautz abgebrannt. Es gehört in dieland-vogtey Trachselwald . Dw rebellische baure» haben an. >6,-;allhier ihre Versammlung und abrede gehalten. §?«»,/>/. ,il>.

?.I. r. Lkron. p. ür.

^uy/ lat. oder ttuyoinim, die Hauptstadt des Condwsin dem Stiffc Lültich, ligt an der Maaß zwischen Lüttichund Na-mur, nahe bey der gegend, wo die Huy hinein fällt, wovon die stadtden »amen hat. Sie ist sehr alt, ligt in einem lustigen thalzwischenden bergen, und wird von der Maaß in 2 theile unterschieden, aberdurch eine brücke an einander abhänget. Vorzeiten halte fie ihrebesondere Grafen, die ste hernach dem Bischoff von Lültich gckn.Es sind feine kirchen darinnen, jedoch ist die zu unsrer stauen dievornehmste.Oben aufdcm berge liget ein zimlich befestigtes schloß,welches nicht allein in dem Spanischen,sondern auch in dem Frau.tzöstschen kriege viel ausstehen müssen; wie es denn an. ,6->z dieFrantzosen eingenommen, aber die-uiürten an. 1694^«,^haben. Diese letztere eroberten es abermals an. 170;, und dieFrantzoftn.unter anführungdcs Churfürsten von Bayern,an .i?--;.Doch m eben diesem iahre brachten es die ^bücken von neuem un-ter ihre bolbmaßigkeit. cic gell. Lpitc. l,coll. roxogr.

Uclg. 6tticcr«x^r>tt Lclg. 2 cil, llclccipi. VVestpkrl.

^uybert/ ( Petrus von) Herr von Burgh,Crayestein,!c. Eewar aus einem berühmten Holländischen geschlecht von CormlloHuybert und Johanna von Hemstedt den i aug.an. 1622 zn M-delbura gcbohren, wurde auch den 24 wart. an.-646 zum Mhdaselbst erwählet. Er ließ so viel geschicklichkeil spüren,daß die W<vintz <Lcelaud ihn zu der Versammlung der General-SlE» ge-sendete. Nachmals wurde er zu den ersten cons-r-ntzcn, die nachgeschlossenem Münstcrischen frieden zwischen den Deputirtm desKönigs vonSpanicn und den vereilttgtenNiederlanden zuMcheknan. 1652 und i6;z gehalten wurden, gebrauchet. Fernergieng crals e^rrrorllinLir-Abgesandler zu demKönlgc vonDchwedenllli deinKönige von Pole», und zu dem Cburfürsten von Brandcnbnrgchnimart. an. >679 wurde er zum Ltaats-^cce-grio der ProvintzLce-land crucnnet, und im maio selbigen iabrs bey dc» sticdens-!"«-ten zwischen der kroneSchweden und Däuemarck,so dEMim!«lung Franekrcichs, Engelland, und der vereinigten Iaedma«qepsiogen wurden, als picniporcnrigrius gebrauchet. ErhaueMbey diesen Verrichtungen dergestalt wohl aufgeführet, chg «inl

wart. a». 16-4 die stelle eines v-nllonzrii der Provmtz Hcelan. M

hielte, worbey er sich gar ernstlich angelegen seyn ließ, die st-MMund gesätze seines Vaterlandes zu behaupten, wcshalden er denn d.»den Obern sehr beliebt war. Er wurde an.1667 zmnt,Lr>« der vereinigten Niederlanden zu den mit Engellanzzubleevorgenommenen friedens - rra/rLten ernennet. Endlich er >dem Haag den 7 ian. an. 1697, und ward in der capeue der mwzu Burgh in Seeland begraben. Er hat; söhne hittterlaycwMSder älteste Antonius von Hiiybert, Herr von Cuniiimgen, NMdem obersten gerichts« Hofe - der andere, Johannes von..m.Herr vonNootgawc, Gencral-LieutciianN'on ber .

dritte aber ein mitglied in dem Ralb von Flandern , und eurer "vlden oicccduren der Ost-Indianischcn comp<-Zn>c worden. -

^>uygens / ( Constantinus ) Herr von Ziiyllchcnchside yUd

sslXssGIXLIssl.st, war ein fest, welches von den Laccd-Ml'er» jährlich im monat dem Avollmi und -Yv e

zu ehre» qestycrt ward. Der eigentliche ort dieserstadtAmycIä,und sonderlich der darinn benndliche rempe> ? ^