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der jü,laste unter feinen Zwillingen , weil der älteste schon gestorben.Seine qemahlin war Johanna, des Grafen von L>alisdury tochler,aus dem Königlichen geblüte von Engelland, die schönste Dame z„ihrer reit, in welche er sich zeit seiner «»Wesenheit in Engelland ver.liebet hatte, wobey der Englische Hof damals meynte/ daß dieseseine bequeme gelegenheit, ihn zu ihrer parrhey zu ziehen, geben wür«de. bitt. 8cot. Iib.17, >8. /.e§/e«5 Kitt. 8cor.
lib. 1.
^ncobus lk, der Ivzte König von Schottland. Er siiccedirteseiiie-n vater Iacobo I in dem ?ten jähre seines alkers, welches ei.neu grossen streit unter dem Adel verursachte, wer inzwischen zumV-ce-Köntg erwählet werden solle. Die competenten darzu warenArchibaldus, Graf von Duglas, der gröste Herr damals in Schott,land, so wohl an reichthum als macht, nebst Alexandra Levingsto»und William Creigthon, so beyderftils aus guten familien waren,und sich durch ihre klugheit in adhandlung der staats.sachen unter'egieruiig in grosses ansehen gesetzt hatten. Auf diese bey»
voriger reqierung ^
fast der gantze Adel, und wollen hingegen den Grafen vonr n.snm . als welcher auch dem Könige selbst allzu tt>r-
Duaias nicht haben, als welcher auch dem Komge jelbjt allzu tor-micladel war, so daß Alexander Levingsto» zum Regenten, undW'lliam Creigthon zum Cantzler erwählet wurde; allem kaumwar man von einander gegangen, so wurde der friede durch factio.ncn unterbrochen, so daß der Cantzler aufdem schlösse zu Edenburges m,t dem Könige hielte, hingegen der Regcnte mit der Konigmzu Sterlinq parthey machte. Duglas, welchen dieses, daß manihn vcrmorffen, sehr disgoustirte, sahe die Unordnungen nicht mehrals gerne; und die leute zu Annandale, die unter «einer Herrschaff!stunden, plünderten die benachbarte gegcnden auf eine recht feind.selige weise. Der Regent und Cantzler schrieben zwar deshalberan ihn, allein er that so gar kein einsehen darinnen, daß er auch nochDarm allen unter seiner Herrlchafft stehenden ernstlich verbot, nichtzu erscheinen, woferne sie Vorgerichte gefedert wurden. Miller,weile riß die Königin ihren söhn, den jungen König, listiger weiseaus des CantzlerS bänden, indem sie auf das schloß Edenburg kam,muer dem vorwand, ihm eine vilire zu geben, und führte ihn ineiner kiste unvermerckt mit sich hinweg, lüde ihn,ehe er noch von sei.ne» dienern vermisset wurde, zu Lei«) auf ein schiff, und brachteihn noch vor abends nach Sterling, wodurch denn des Cantzlersansthen gewaltiglich siel. Gestalt man ihn auch als den Urheberaller bißherigen Unordnungen anklagte, und in einer geheimenRaihSwcrjammliiiig beschloß, ihn aufdem schlöffe zu Edenburg zubelagern. Woraufer den Duglas um hülffe ersuchte, welcher ihmaber zur antwort geben ließ,daß dem gemeinen wcsen dadurch nichtsabgehen würde, wenn gleich er und der Regent einander die Hälsebrächen. Dieses jagte beyden Partheyen ein schrecken ein, und ver.ursachte, baß man einen schleunigen vergleich traff, vermöge des.sei, der Cantzler das schloß übergab. Die Königin und ihr anderergenialst, Jacodus Stuarl, wurden hierauf »edst andern mehr inSgefängniß geworffen, als tolche, die wider den Regenten conipirir.ten, aber bald wiederum loß gelassen, da denn zugleich der Regentvieler böser dinge beschuldiget wurde. Nicht lange darnach über.fiel der Cantzler den König unweit Sterling, und brachte ihn mit4000 reulern nach Edenbürg, woselbst er mit grosser fteube anfge.nommen wurde. Der Regent, da er sahe, daß man ihm zu schlauwar, und er nicht wieder fortkommen kunte, verglich sich mit demCantzler. Mittlerweile seuffzete das land unter den räubcreyen undPlünderungen der Duglasischen faclion. Endlich aber zog der Cantz.1 er ihn und «einen druder durch listige Worte nach Hofe, da man sieaber gleich beyderseits, auf seine und des Regenten Verordnung, andes Königs lafel anfiel,und ihnen unverzüglich die köpffe vor die füs.se legte, auch einige von ihren anhängern gleichfals hinrichtete. Umdiese zeit trat der Kömg dic reglerung selbst an, und William, da.maligcr Grafvon Duglas, erkannte sein unrecht, that dem Königeeinen fußfall, erhielt auch pardon, und kam bey dem Könige msonderbare gnade, welche er dazu anwandte, sich an den letzt ge.wesenen Regenten und Cantzler, so nunmehro ausser dienstcn waren,zu rächen. Wie er cS denn auch dahin brachte, daß sie gefordertwurden, von ihrer regiments.verwallung rcchenschafft zu geben,welches sie aber nicht thun wollen, mit einwendung, daß ihre fein.dc nicht Richter seyn könten. Darauf braelffe Duglas zuwege,daßsie vor redellen erkläret wurden, und ihre gütcr confiscircl werdensollen. Dieses verursachte einen offenbaren krieg zwischen beydenvartbeyen/ deren jede einen besvndern anbang von dem Adel halte.Duglas belagerte den Creigthon in dem schlösse zu Edendurg, traffaber ktztlich mit ihm einen accord, und Creigthon wurde wiederzum Cantzler gemacht. Nächst diesem entstunden zwischen etlichenAdellchen Häusern, welche die ruhe des Königs verstörten, einigehcfftige streitigkeiten. Duglas brachte zuwege, daß die Levingstonsbey dem Könige in öffentliche Ungnade fielen, so baß der vater, wel»cher,Regent gewesen, in gesangliche hasst genommen, einer abervon dessen söhnen gar enthauptet wurde. Nachdem der stillstand zuende gelauffen, ereigneten sich zwischen den Engel, und Scholtlän.dem öfftere scharmntzel, wiewohl fast immer mit gleichem Verluste.Darauf wurde der stillestand auf 7 «ahr erneuert. Nichts destowe.nrger brachen die, so an den gräntzen wohneten, den stillestand,und trieben grossen raub aus Schottland hinweg, welches dann ei.nen neuen Peg verursachte, weil die Schottländer zur revsnee fastgantz Cumbsvland verwüsteten. Nachdem nun die Enqelländerunter des Grafen von Northumberlanb und Maiks commsnllo einearmce aufbie deine gebracht, paßirten sie damit die siüsse Solwavund Anna«, campirten beydem flusse Sars in Schottland , undschickten Partheyen aus , das land zu plündern. Sie wurden abervon dem L-chottländischen General Wallece angegriffen, so daßauf Englilcher feite in die ;ooo, aufder e^chottländifchen aber nur«ov geblieben, «ach von jenen viele vornehme gefangen wurden.
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Über dieses bekamen die Schottländer viel beute, verlohnnihren General Wallece, welcher vhngefehr nach; mvnaien m,»»empfangenen wunden starb. Nach diesem würbe an.gelland ein stillestand auf z jähr geschloffen. Das folgende jabr ^ 'wählte sich der König mit Maria von Gelderland, einerFrantzösifchem geblute. Mit dem Grafen Duglas ereignete Meine neue Unruhe, inmassen ihn derKonjg in verdacht hatte Uer unter der Hand mit den Engellandern etwas anspönne, und ,1°^andere von dem Adel auf feine «eite zöge. Weil er nunwar, und ibm alfo der Konig durch öffentliche gewalt nicht Mbeykommen Lunte, ließ er ihn nach Hose holen, nebst versprecdumeines sichern geieits, so von vielen Edelleuten unterschrieben Mbesiegelt worden. So bald er angekommen, gierig der König mitihm auf die feite, hielt ihm seine unziemliche anjWoe »orsonderlich das bemeldte vcrrätherische dündniß, und ermähnte Umdavon abzustehen. Ob nun wohl Duglas auf alles übrige gantz n.wüthig geantwortet, so häsitirle er doch bey diesem letzter» Puncte,und bat um frist, sich darüber erst mit seinen bundsgenossen rüde.rathschlagen. Allen, der König gerielh dadurch in grossen eifer,und erstach ihn aisosort mit seiner eigenen Hand, nebst beyfügn»,dieierworle: wenn du die Kgue nicht brechen wüst/ soMich es thun. Dieses geschahe im ftbr. an. 14;-. Daraufsucce.bitte des Grafen ältester bruder, welcher nebst seinen übrigen bm»dem und freunden die Waffen ergriff, den König vor meineydig er.klärte, den von ihm und feinern Staats.Ralh besiegtsten und M«.schriebencn tslvuw conäuttum an den schwantz eines Pferdes knöpf,le, und den krieg öffentlich declarirte, weicherm verschiedenengegenden des Königreichs durch dieso beyden Partheyen anbien.gcmgeführet wurde. HieraufberieffderKömgdie Stände zusam.wen, und erklärte die Duglasse vor redellen. Ais nun einige vonderen Parthey deferttret, suchte Duglas in Cngelland hülffe, abervergeblich. Endlich, da er von feinen freunden zu iiefferung einerschlacht angetrieben wurde, er aber darzu gantz unwillig war, ver.aniaffcte dieses, daß ihrer noch mehr von ihm abfetzten. Woraufer in Engcüand flöhe, von daraus die SchottiänLischen gräntzenbeunruhigte,und sich endlich mit Donaldo von den insul» vereinign.Diese gelegenheit ergriffen die Engelländer, und fielen unterPrer.cy von Northumderland in Schottland ein, wurden aber vonGeorge Duglas, dem Grafen von Angns, geschlagen, welches ver.ursachte, daß sich Donaldus von den infuln bald demnlhigie. Nach.dein also die innerliche unruhe gcsiillct war, setzte sich der König vor,Engclland zu bekriegen, weil man den stillestand gebrochen halle.Da geschahe nun, daß eben zu derselben zeit Abgesandten von demHertzoge von Dort, nebst andern Personen mehr, von dem EW.ländlichen Adei ankamen, nnd ihn bittlich ersuchten, ihnen widerihren König beystand zu leisten. Zu solchem ende marschrrteer niileiner grossen armce fort, wurde aber durch einen verstellten PU.sichen Gesandte», welcher ihm mit dem bann drohete, obermdem Könige von Engelland suborniret war, an seinem vorhabe»verhindert, und genöthiget, sein kriegs.heer abzudancken. Alleinnachdem er hinter den betrug gekommen, rüffle er die armee wiederzusammen, nnd nahm die stadl Roxborough ein. Gleich aber,als er das schloß belagern wolle, kamen neue Abgesandten von demHertzoge von York , der ihm vor seinen guten willen danckele, aberdabey verlangte, die belagerung aufzuheben. Dieses verdroß denKönig nicht wenig, so, daß er die belagerung fortsetzte; er windeaber an.1460 unglücklicher weise durch eine seiner eigenen canonen,welche um sich schlug, des lebcns beraubet. Der Adel crschrack überseinen tod hcsstig, verbreite ihn aber, und die Königin, welcheeben desseldigcn tages in das lager kam, trieb den Adel mit märn»sicher hertzhaffligkeit an, die belagerung fortzusetzen, und brachteihren söhn, welcher damals 7 iahr alt war, in das lager, allwo ergleich zum Könige ausgeruffm wurde. Endlich ergaben sich dieEngelländer nach einer lapffern gegcnwchr, und das castcll wurdedemosirel, damit es nicht zu einem neuen kriege anlaß gebeniM«le. Kitt. 8cor. Kilt. lull.
änZI.
"Jacobus Hl, der loche König inSchvttland. Erficngscittregierung im ytcn jähre seiner alters an, und nahm von dem Amdie Huldigung in Kelso ein. Darnach wurde er unter stiner nnimrvvrmundschafft auf das schloß zu Edendurg gebracht, nnd blieb da«selbst biß zu der Versammlung der Ncichs-Ständc. Das erbe, wasder Adel that, war, daß sie in Engclland einfielen, einen grollen tbmdavon plünderten und verheerten, und so dann mit grober bemewiederum zurück kamen, nachdem sie viel schlössen demoiircthaM.In eben dcmstldigcn jähre wurde der König Heinrich >uEMllMvon dem Hertzoge von Bork geschlagen, flöhe dahcro in Schottl«suchte daselbst hülffe, trat den Schotten Bcrwick ab, um ße dGeher auf seine feite zu bringen, und schlug eine henratb zwüchcn ccmPrintzen von Wcillis und'des Königs Jacobi schweiia vor - «o amnicht zum essett kam. Nachdeni die stände von ScholWwzU
sammen gekommen, so cntstnnd unter ihnen ein grotier streu, wa
in währender minberjährigkeil des Königs Regeiikc werde» M-Die Königin begehrte vor ändern darzu berechtiget zu ieyn.Kennedy aber, der Bischofs von 8 . Andrews, ein mann zwar rgeringen herkommen, aber grossen ansthen, nebst Duglas, c ,Grafen von Angns, sahen es vor gut an, baß die Stande nie»Wahlen möchten , und dieser mcymmg waren auch die immmdem Adel. Endlich wurde die fache also beygelegt, dax das ilamcnt eine gewisse anzahl zu Regenten erwählte, unter anadie eine heifftc der Königin freunde, die übrigen aber, des nedy und Duglas ihre waren. Daraus kamen Abgetauet >Engelland, die um eine» stillestand der waffcn anhielten- uc aauch auf15 jähr vcrwilsigt wurde. Im nächstssolgenden lahre,sich an. l4S;, starb die Königin. Alexander, Hcrtzog pou Albai»^