Band 
Zweyter Theil
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des Königs brnder, wurde auf seiner zurückkunfft aus Franckrcichvon den Engellandern gefangen genommen / aber wiederum auffreyen fuß gestcilet; wiewol dennoch die Schotten dieses vor einenbeuch des Westandes auslegten - und den Engellandern mit emeuikriege braueten. Bald darauf wurde daS Kömgreich durch Dona?»dum von den insuln zerrüttet, welcher sich zum Könige auswarf/ inbaS vcste land einfiel/ und den Grafen von Athol gefangen nahn,/welcher in einer kirche schütz suchte, die Donald gleichfalls plünder.te. Alleur femc flotte erlitte aufdem rück Marsche sthUvrnch, under wurde gantz rasend und verwirret im kopffe / welches leine freun,de bewegte/ baß sie die beute und gefangenen zurück schickten/ unddie kirche», die sie beraubet hatten, mit allerhand gaben descheuck-ten / um Gott dadurch wiederum zu versöhnen. Nach diesem wur-d?n die öffentliche staatS-sachen von Jarnes Kennedy mit grosserkllighefc gesi-hret, so, das jederman daran ein sonderbares vergnü-gen halte. Um das sechste jähr dieser regllruna kamen die Bvydsbey Hofe hoch ans bret/ nachdem der vornehmste aus dieser familiedarzu bestellet worden, daß er den jungen Kömg in den kciegs-rün-sten unterweisen solte, welcher durch seine schmeicheley desselbengemilth wohl einzunehmen wüste. Um selbige zeit erneuerte derErtz-Bsscüoff von Uork seine prätension auf die kirche von Schott-land / daß nemlich selbige umee feine iunsdicrion gehörte; alleinder Pabst annullirte solche durch ei» herausgegebenes vecret. Mitt-lerweile nahm die gewalk der Bvyds je mehr und mehr zu; Robert/das Haupt unter ihnen / wurde nach deS Kennedy ?öve zum Zlegentengemacht / und fein söhn Thomas / mit des Königs ältester schwestervermählet. Eden zu derselben zeit schickte der Kömg einige ck-n-d»staclem5 in Dänemacck / um Ma' garctam / des Kömgs daielbstlochter zu werben, weiche heyrath schleunig bewilliget und vollzogenwurde. Dänemarck begab sich dabey ftines ansprnchZ aufOrckiicy,--n- andere um Schottland gelegene insuln. Indem

feine faction unterbrochen. Der König und die Königin wurdenam 10 jul. an. 1470 mit einander vermählet; woraufer unaufhör-lich der BvYdS Untergang suchte, so gar / daß er sie auch an aus-ländlichen Höfen verfolgte- Seine schwester beredete er / sich vonThomas Boyd zu cherden / daß endlich ihre familie gantz und garruinirt ward. Nach diesem beredeten den König seine bedienten,-wie es billich wäre / daß jederman in seinem gantzen Reiche vonihm dependitte / und er daher gantz allejne die macht zu straft«/ zuparvviiiren und zu belohnen hätte. Worauf er Bischöffe und Aebtedie zuvor durch dre Lsnowcoz erwählet worden. Und

seinem amte hindern / ia »„> ...v.»., ,.. ^

und hielt ihn biß an seinen tod gefangen. An. 1476 ergriffJohaunvon den Insuln die Waffen / und fiel einige Provintzen an, mbmit-tirke sich aber doch letztlich. Nach diesem wäre bey nahe ein krieg

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terdessen/ da diese Zwietracht vorgimg, beredete Alexander/ deSKomgs brnder, den König in Engelland, die Schottländer mitkrreg anzugreiffeu. Gestalt er denn auch nebst dem Heryoqe vonGlocesier und des Königs brnder, Richard , mit einer ssrmee bißnach Edeuburg kam / nachdem Berwiü sich ihnen auf den, Marscheergeben hatte. Der Kvmg verschloß sich in baS tastest , der Adelaber nahm »ch des ReichS an, brachte eine armee zusammen, siena niit dem Enaeüandlschen Genera! an zu tractiren, zu welchen: sichaus liebe gegen ihres Königs brnder eine grosse menge Schottinn»der geschlagen, und verlangte/ daß die so lauge versprochene h y.rath Wychen des Ksmgs Eduardi wchter undJacodi soh ie vollw»gen werden mochte. Hierauf antwortete der Heryoa von Kloce.ster, daß er in commißion hatte, das heyraths.guc wieder m fvdcrn.und daö castell Berwick wieder einzunehmen, welches man auchbcwAigle, so, daß das schloß den rs auq. an. 1481 an sie überaßden ward. Alexander aber, des Königs brnder, wurde durch desAdels mterceßivn wiederum ausgesöhnet, und zum Regenten ae.macht. Wein da ihn des Königs bedienten beschuldigten, das eres allzusehr ant dem gemeinen voicke hielte, wurde er aufs neue ae«nöthiget, sich davon zu machen, und in seiner abwesenheit verdam-met. Bald darauffiel er, und James Duglas mit zoo reutern inSchottland ein, wurden aber geschlagen Nachdem zwischen En-geb und Schottland ei» 7 »ähriger stillestand geschloffen worden,lind der König Jacobus lll jeine tugenLI,äffte qcmchlin bearabcnlassen, wie auch in eben demscldigen jähre seinen brnder Alexan«drum verlohren hatte, so gerieth er wiederum in seme vorige lebens»art, daß er nemlich den Adel von allem ausschloß, und nrchcswür»Lige gemeine leuce ur alle staarS.ämter sitzte. Das Haupt der hos.xarthey war John Ramsey, welcher wegen seiner ingend z» Lan-der noch mit dem leben davon gekommen, und nicht, wie seine ca-meraben, hingerichtet, imwiltelst aber nmunehro so unerträglichwar, daß keiner von dem Adel mir ihm auskommen tonte. DerKönig suchte einige von dem Ade! durch liebkosende werte auf seinefette zu ziehen, damit er sie allmählich ausrotten möchte, und ent-deckte dem Grafen von AnguS, Georgio Duglas, dieses sem vocha,den, in meymmg, ihn dadurch zu seiner parlhey zuziehen. Meinder Graf mißnctt) ihm solch schädliches vorhaben, und offenbartees dem Adel, Da nun der König sahe, daß er vcrralben war, er-griff er aiiofvrt die Waffen; der Adel that dergleichen, und erwähl-te den Königlichen Printzen zu seinem General, welcher sich dannleicht darzu bereden ließ ,Jamit das Königreich nicht den Engcllän.dem zu theil werden mochte. Der König paßirte den flnß Fortv,schlug sein iager zu Blacknes auf, und schrieb an den König inFranckreich und an den Pabst um dülffe; Wein der Adel nöthigteihn aM-cM zu einer schiacht, wocinnen sie anfänglich den kürzernzogen, endlich aber den sieg behielten, so, daß der König ftlbssaufder flucht erschlagen wurde. Nachqehends verfammlcte sich der A-des und machte den Königlichen Priutzm zum Könige. Dieses ge-schahe ÜN- 1488. bild. Hcoc.

der! hatten. Meni da man aues renuiiu^, .

gute beygeleget. Nachgehend« gab der König den zauberen, gehör,welche ihm sagten, daß er durch seine eigene Unterthanen fallen wür-de. Dadero verwarft er das collegium sicher Edelleute, und re-gierte alles durch geringer lcuke ralh, unter denen sonderlich RobertCockram war, welcher wegen seines starcken leides und kühnen ge«mülhes aus einem dandwecckä-manne zu einem grossen Staats-Minister gemacht wurde. Als der Ade! sie!) mit einander berath-schlagte , wie sie den hvfvvn solchen mchkswurdjgc» bcsrcym möch-ten , kam der König darhimer, und Johannes, des Kömgs jüng-ster brnder, welcher von der damaligen regiermigs-arcfreywurde von des Königs !e»lm in arrcsi acssomiueu, und maufdesselbigen befehl z» tobe blillen. Alexander, dessenwurde alcichfals eingezogen, salvirte sich aber mit der flucht inFrauckreich. Bald darauf wurden tractaten mil Engettaud be-schlossen, Paß Ceciiia, des Königs Eduardi in Engellaud tochter,an des Kömgs Iacobi söhn, vermählet werden solle, zu welchemende man auch von beyden selten geißeln auswechselte. Allem nichtlange darnach erfolgte ein kneg, worzu die Schottländer von denFrgntzosin, die Engeüander aber von dem Duglas und Mrandro,des Königs brüder, so damals beyde iwEugclland sich aufhielten,angereitzt wurde!', so, daß der König Jacobus eine armee zusam-men brachte, und btß nach Lander marschirte, Engestand anzn«greiften. Hierauf verfammlcte Acchibald Duglas, Grasvon Au-cnis, den Aöe! zu mitternachts-zell in der kirche zu Lander, hielt erstzu demsilbiam eine lange rede, beklagte sich darinnen sowol überdie gegenwärtigen Räthe als über den zustand des Reichs, und er-mähnte sie, die nichtswürdigen leute von dein Könige wegzutreiben,welches von allen beliebet und vor gut angesehen wurde. Als nunDuglas mit seinen freunden nach des Kömgs zelte macschirten, sei-ne bösen Räthe anzufallen,und sie vorder armee zu richten, so schick-te derKönig, nachdem er von ihrer Versammlung vernommen, ih-nen den Cockram entgegen, um zu vernehmen , was sie wollen.Allein indem dieser aus dem wege war, nahm ihn Duglas bey sei-ner güldenen kette, übergab ihn dem Marschast, und gwng hieraufweiter biß in des Königö sthlaffgemach, daselbst war niemand, dersich ihm widersetzt hätte, und also nahm er alsoforl die übrigen Rä.rhe hinweg. Die soldaten brungen aisobald mit grossem eyfer aufihre Hinrichtung,und boten die rinnen von ihren pftrde-zäumeu dar,fle daran zu hängen- Die vornehmste Puncte, deren man sie be.schuldigte, waren diese, daß sie dem Könige gerathen, bösi mün.jze zu schlagen, seine Königlichen verwandten aus dem wege zu räu-

- und'bie zmiberer um rath zu fragen. Nachdem die execlition- />s!/,w>'tt , weil weder der

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geschehen, wurde die armee von einander gelassen, __

König zu ihnen, noch sie zu dem Könige ein vertraue» hatten, Un»

jacobus l V > folgte seinem vellcr Jacobs M in dem men jäh-re lcmes allers. Er forderte gleich bey ansang seiner regiermig dentlouvernom des scylofies zu Edeuburg auf, solches zu übergeben,welches auch geschahe. Daraufgieng er nach Sterling, welchescasieil ihm die garnison ndergad. Desgleichen submilrirle sich auchSlnbreas Wood, und brachte mit seinen r schiffen 5 Englische krieas«schiffe in Lellh, weiche der König Eduard, die Wen zu plündern,ausgeschicket. Bald darauf ließ er sich mit Stephan Bull, Weckervon eben dem jetztbe,agte!i Könige, den vorigen aSwm zu revau»giren, ausgeschickt worden, in cin see-lreffen ein, da denn nach ei-nem hitzigen gesechtc die Engclländrschen schiffe Wasser zogen, undalso bey dem ausflusse der Tay strandeten, worauf er sich dersilbenbemächttgle. Nachdem das volck in Nord-Schottland von diejeinzmeylen sieg Nachricht bekommen, begab sich ein jeder nach Han-se. Hieraufberief der Kömg ein Parlament, vor welchem er ei-ne so grosse klughell sehen ließ, daß auch die widrigen Partheyen ibmihren gebor,am zu erwc neu sich beflissen. Um diese zeit kam PeterWarbeck in Schottland , und beredete den Reichs-Nalh, daß errechtmäßiger erbe der EngW-en kröne wäre, lveöhaibeii mau ihnmit aller ehre,i-.bezeugui!g aufnahm, fader König Jacobus gabihm leine dlutS'freunvin, des Grafen von Huntley tochter, zurgemnhlin, und stund ihm mit einer armee bey, Engelland anzn»greiften, wormit er auch Northmnberland plünderte. Allein daKömg Jacobus sahe, baß niemand von den Engelläitdem zu ihmstieß, fleug er an den betcug zu inerckm. Der König Her.ricnsV U! in Eugclland rüstete sich hierauf, dieses zu rächen, wurde aberdurch einen innerliche» aufstand davon verhindert» Nachgehendssiel der Kömg Jacobus aberinal l.^Engelland ein, aber vergeblich.Bald darauf wurde Hialas, ein Spanischer Abgesandter, welchereine heyrath mit den Prmtzen Arthuro von Engelland zu tractirengekommen war, ersuchet, durch seine vermittelMg einen friedenauswürcken zn helffen. Zu solchem ende hielt man eine zusammen-kunfft zu Jebbiirg in Schottland , woselbst die Engelländer diesusantwortling des Peter Warbecks begehrten, welches aber Ja-codus nicht eingehen wolle, so daß man eudilch emcn stillestand aufetliche monate lchloß, binnen welchen Warbeck aus Schottland fortgeschaffet wurde. Bald daraufknin es würckllch zu einem ftie»dens-schliisse, und Margaretha, Königs Henrici Vt! m Engel-land wchter, wurde an den König Jacodum ehelich versprochen.Räch vollzogener heyralh brachte der König mit lhurmerc» und rik»ter-spielen zü, wobey viel ausländer sich einfunöen. Daranffieuger an schiffe §» bauen, unter welchen ; von einer Kigememen grossewaren, ausser vielen von mittler gattung. Eines von den grossenwar so beschaffen, daß man an grosse dergleichen noch nie aufdemmeere gesehen halte. Hierinnen wollen es ihm die Könige von En-Maul) und Franckreich noch zuvor thun, und bahew ließ ein jeg»

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