Band 
Zweyter Theil
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Cr kam aber zu ende des jahrsi^i wieder / theils weil ihm dieschollen wieder russten, bey denen es währender zeit abermals sehrverwirrt zugegangen war/ theils/ weil ihn der Hof von Frankreich ,der den Engelandern aufbicser feite gern was zu lhun schaffen wolle,dazu bewog. Es kam auch mit Engeland würcklich zur Weiterungniib stunden beyderseits armeen schon gegen einander. Jedoch warbdamals keine thatttchkest sonderlich ausgeübt, sondern ei» stillstandvon etlichen monatengeschloffen. Darzu war der Vice-Le genölhi»get warben, weil der Schottische Adel durchgehends schlechte Instgegen die Eugelanber zu fechten bezeugte, weswegen er zu ende deslahrs l zrr wieder nach Franckreich gleng, um von daher die hülffezu hohlen. Er brachte solche auch, wiewohl ziemlich spät an. i;r;und zu ielnem ichlechlen nutzen, weil die Schotten abermahls nichtwollen wider die Engelander geführet seyn, und der mehreste theildes Adels den Frieden suchte. Solchen zu erhalten, nahmen ste diezeit in acht, da der Hertzog von Albanien an. i;24 wieder nachFranckreich reiste, führten den jungen König nach Edenburg undernährten ihn daielbst vor volljährig, worauf er die regierung selbstübernahm,und erreichte also des Vice-Le feine gemalt von sich selbstryr ende, mit dem Englischen Hofe aber ward um >o viel leichter zugütlichen Handlungen geschritten, und ein stillstand aufetlichefahregemacht. Es entstund aber baiv eine gefährliche innerliche unruhe.Dugias, der verwitbeten Königin ihr gemahl, kam zu derselben lh-rem groffen verdruffe wieder nach Hause, weil sie semer überdrüßigworden war. Alsbald hiengen sich diejenigen, weiche mit der Kö.«igln und ihrer parlhey nicht zufrieden waren, an lhn, und er such.te mit gutem willen des Königs in Engeland, derber Königin ihrenfreunden, als Frantzösisch'gesinnten, nicht viel traute, die gröste ge.walt bey Hofe an sich zu ziehen. Zu dem ende bemächtigte er sichnur seinen gchüiffen des Ebenburgischen schlosses und zugleich derPerson des Königs, dem erune le,b-wache von leisten, die ihm ge»treu waren, zuordnete, ihm auch, um seiner desto eher versichert zujeyn, zu einem wollüstigen leben antaß gab. Er behielt ihn aberdoch nur zwey jähre, denn obgleich die parlhey der Königin sich ver.gedlich bemühete, ihn mit gewalk aus des Duglas Händen zu reis-sen, so enlgieng demselben doch der junge Herr an. 1527 bey dernacht, und begab sich aufbas feste schloß Sterling. Er derufftedarauf die Stände zusammen, und gegen dieselben betheuerte ereydltch, daß er bey der Duglaßischen parlhey keinen augenblick sei«nes iebcns sicher gewesen, gestalt ihm denn einer einmahl m die au«gen gesagt, daß sie ihn eher >n stücker zerreiffen lassen, eher ihn ihregegner mu gemalt bekommen sollen. Diesemnach erhielt er leicht,daß die Duglaffe als verräther veructhciiet ivurden, die sich aber anihrer seile auch stärcktcn , und das land mit ihren streiffereyen sehrverheerten, so daß sich der König ein gautz jähr mit ihnen herum zie»hen wüste, biß sich der Köms von Engeland in das Mittel schlug,undeinen fünffiäyrlgen stillstand stifftete, wiewohl Loch Duglas wenigsicherhest vor sich m Schottland fand, und deswegen nach Enge»land gieug, da ihn König Henricus mit nntcrhall versorgte. Esdefliffc sich hierauf Jacodus das Reich in ordnung zu dringen, undsonderlich von den sehr mächtig gewordenen rändern zu befteyen,wider die er zum theil selber auszog, wie er sich denn sonderlich an diewilden Anwohner der insuln imScholttschen meere machte, und siezum gehorsam zwang. Es schien auch, als wenn alles gar ruhig undfriedlich werden wolle, als an. 1;;; eine neue zwistigkeit mit Enge»land entstund. Denn well Duglas dem Englischen Könige stets inden obren lag, brachteer ihn endlich widerJacobum auf, der sichohnedem durch einige Handlungen mit demKayserCarolo V bey demEngllschenKömg einigermassen verdächtig gemacht-Es ward Lochder krieg noch in der blüle erstickt. Denn da die Engelänber kaumüber die Schottischen gräntzen eingefallen waren,schlug sich der Kö»nig in Franckreich in das mitte! und stifftete frieden. ,Als der Königruhe bekommen hatte, war er bedacht sich zu vermählen, ungeach»tek ihn davon seine hossleulc, die ihn so besser zu lencken gedachten,und insonderheit das Hamlstonische hauß sehr zu hindern suchte,welches sich Hoffnung zur Crone machte, wenn er unvererbl stürbe.Es hatte ihm deswegen VerKayser einige ihm verwandte Printzeßin«nen vorgeschlagen. Man sahe aber, daß solches nur geschehe, ihnvon Franckreich und England zu trennen. Hingegen suchte ihn derKömg in Engeland aufeden diese weise zu gewinnen. Denn weiler gerne gesehen hätte, daß sichSchottland mit ihm wider den Pabstvereinigte, ließ er Jacsbo nicht nur von der reformation einen ge-schmack geben, sondern lud ihn auch zu einer persönlichen Unterre-dung cm, dabey er ihm versprach, ihm seine tochter zu geben,und ihnzu seinem Reichsfolger, auch gleich jetzo zum Hertzogevon Yorckzuerklären. Allein die Hamütone und Catholische geistlichkest hieltenlh» von dieser reist ab, indem sie ihm des Königs von England seineauftichtigkest verdächtig machten, auch endlich ihm gar eine grossesumme qelds anboten, welches allezeit eine gute würckung bey ihmzu haben pflegte. Ihn selbst trug auch ohnedem seine Neigung nachFranckreich, da er schon längst durch Gesandten um die älteste Kö-nigliche Printzeßin Magdalenen werben lassen. Francsicus hattesie ib»! zwar wegen ihres siechen Zustandes, der sie zum kmder zeugenuntüchtig machte, abgeschlagen, und ihn hingegen zu erwehlungkmcr andern Frantzösssche» Printzeßin zu bewegen gesucht. Allemferne Nebe war so beständig, daß er an. 1 ?; 6 ohne jemanden sem ab-seyen zu entdecken, selbst nach Franckreich schiffte. Die Hamillo-uc liessen zwar einmahl unterweges unter dem vorwanb eines unge-witittö w'iedcr umwende», da der König eben schlieff. Er erzürn-te sich aber hierüber dergestalt, day er es den Hamiltonen nichtverzechen kunle, und stgelte beinwch von neuen ab. So bald erund die Prunzeßi» Magdaiena einander faden, war die jache zwi-schen ihnen richtig, wiewohl sie schon längst ihre liebe zu einanoerdurch briese unterhalten, und weil sich der Komg in Schottland iol-wiemeiiw mühe um die Printzeßin gemacht, kunle ihm selbigewiewohl er seine emwilligung lehr

ehe uiigemeiüe muhe >FrmiAscus nicht wohl versagen,

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haben. Es ward also das beylager den i ja»,an. gehalten, es starb aber diese Königin lm ju!. Leyeidens nach ihrer heiw.sübruna. Auiler der ariil.ugion halber vcrk

^ikn», ,' —' öodatiret worden, ,o oay man lyrcniyaiocn va-llck getragen. Der Kbnig aber vermahlte

auae aeiMrffen auf die er schon vorher ein

^ gemerckl, daß er scine erste gemah-^ werde. Diele doppelte Verbindung mitKvnige m Engeland, der aber doch nvch-mahls »ersuchte, ob ^acvbus nichl zu einer genauern vereiuigungmit lhm zu bringen sey, deswegen er denselben zu einer Unterredungzu Norck von neuen einladen ließ. Die geistllchkeit aber und dieFrantzvsiche parlhey hatten den Koniq in Schottland deraestalt ein-genommen, daß er „ach Jorch, ungeachtet er es versprochen vatte,nicht kam. Hingegen verhetzten ihn die Geistlichen wider Henri«cum als einen ketzer, machten auch, baß cr selbst den tstul als aeken.jor stelei annahln, wobey ste ihn reichlich ililt gelbe versorgten, ihnauch gegen den adel aufbrachten, und zur verfölgung derer, die derreligion halben verdächtig waren, verleiteten, damit er etwas zuconstsciren haben möchte. Endlich kam es an. i;§r mit Engelandzum kriege. Jacobus commandirle seine armce in persvn, zerfielaber dabey vollkommen mit dein Adel. Denn weil die meistenNicht gleich nach seinem belieben schlaaen wollen, schalt er sie vorfeige leute und verräther. Ja als Maxwell sich erbot mit ic-oo-zmann den Engeländern einen streich beyzubringen, erlaubte ihmsolches der König zwar, gab aber aus haß gegen die Grossen seinemfavoritcn, Olivier Sinclair,einem menschen von schlechter hcrkunffkin geheim ern Patent, vermöge dessen er das obcr-commandv beyder armer haben solle. Z)iß machte Sinclair kund, da die Schot-ten gleich einen Haussen vonsooEugeiänberii zu qesichte kriegten,undentstund darüber bey ihnen eine solche Unordnung, baß die wenigenEnglischen dadurch gelegcnheit fanden/ das qantze Schottische Heerzu schlagen, wybey fast die gantzc Generalität gefangen ward. DesKönig,der schon einige zeither in seinem gemütbe sehr unruhig gewe-sen , und von allerhand grausamen Vorstellungen in träumen gewal»tig war angegriffen worden, zog sich diesen unglücklichen streich der-gestalt zu gemüthe, daß er wenige tage darauf be»i;dec. an. 1542starb. Er hinterließ von seiner letzten gemahlln eme einige tochterMariam, die 8 tage vor seinem tobe gedvhrm war, und hernachKönigin inScholtland ward. Dieser Kömg hatte viel gutes an sich,das aber bey seiner auferziehung meistens verabsäumt war worden,da man ihm den behörigen unterricht nicht gegeben, und ihn nochdarzu in ein müßiges wollüstiges leben zu verwickeln bemühet gewe»

' sen, weswegen er auch der liebe zum fraucnzimmer sehr ergebenwar, und verschiedene natürliche kmder zeugte. Die geld.begier»de war daher bey ihm erwachsen,weil man ihn anfänglich gar knapgehalten, und weil er, als er selbst zur regierung kam, nicht nur dieKönigliche einkünffle zerstreut, sondern sich auch von allem hauß«rath entblößt sahe, den er gantz von neuen anschaffen mustc. Sonstwar an ihm zu lobe», daß er sich im essen und trincken überaus mäs«sig bezeugte, und in der arbeit unermüvet war, wie er denn sonder-lich in den zügen wider die räuder vfft tag und nacht hintereinanderim harten wüster ohne speise und tränet zubringen kunle. /?»-/,»»»-

rer. 8coc. I. i;,l4. lull. 8cor. still, st'/tn»

gier. I. i. Ackeret bitt. äe k rsnce. Lcc.

Jacobus VI und VH; siehe Röntge von Engeland.Geistliche Churfürsten:

Jacobus l, Churfürst und Ertz-Bischoff zu Trier , war ein ge-bvhrner Freyherr von Sirck ober Sarch. Er wurde an. 14;-) cr,wchler, gelangete aber erst an. -4;S zu dein ruhigen besitz, nach«demer Rabano von Helmstabt, der von dem Pabst ihm entgegengesellet worden, 60000 fl. vor seine präcension ausgezahlet hattc.Än.1456 ertheilte ihm der Pabst die privilegm, eine Universität in Tneranzulegen, worauf er an. 1446 das zeitliche gesegnete. 6.

8. p. i- /6>^. Lnnsl. ck'rev.

jacobus ll- Churfürst und Ertz-Bisthoffzu Trier, war der äl.teste söhn Christophori I. Marggrafen zu Baden,gebühren an. 1471.Er ward an. i;o; von seinem verfahr, Johanne U- zum coachu,wr des Ertz-Stiffls angenommen, und gelangte noch in selbigemjähre zu der Succeßion, obgleich das Dom-capstul Pialtzgras Ge-orgen darzu erwehlet hatte. Er stund bey dem Kayjer Wanmiüa-no I in sehr grossem ansehen, und setzte sich durch leine gelehrsam-keit in sonderbare Hochachtung, wie er denn an. r>o;, aus demda»mahligen Reichs-rage, den auswärtigen Abgesandten in Jraliam.scher, Lateinischer,Frantzösischer und andern sprachen in des Reichs»amen geantwortet. Allein d-estn rühm verbm-ckelte er lehr durchsein unkeusches leben, welches auch zuletzt eine uriach semestodeswar, denn er von einem schuster an. 1511 i» Coblentz erlclde»muste. /mLs/l II. V. 1 .4 c. 8 §. 9. 6 . p. I. 6 ,'«^ LNM

Jacobus HI- Churfürst und Ertz-Bsschoffzu Trier, war ausdem Wichen geschlccht von Eltz encsprojjen uub an. 1^7 erwehletmorden, nachdem er vorhero DeesnuL gewesen. Bald zu ansaugeftu.er regllrum, verfiel er mst der stabt Lr.er, welche -dre Reichs,freyheit wiederüm hervor suchen wolle, m emen krieg, und haltt Lasalück-daß ihm dieselbe an-, s8o,vermoge enics Kayserllcven urtbeils,schlechter dinaes milerworffen ward. Er bat auch die ober-Herr»schM über b-e Adcev ä. MaP-m., -»gleichen die Abtei, Prum andasStifftgebracht, und ist an. is8i verstorben. L. 8. p,

Allerhand andere printzcn.

"Jacobus von Savoyen Fürst von AchM und Moreg, Map