Band 
Zweyter Theil
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rae

mit der flucht aus Schottland jalviren muste. Er ließ hierauf dieKönigin in arrest nehme»,/ welche die Stände der regierung ent»setzten- Als nun Jacovus V >, ob er gleich kaum ein jähr alt, zumKönig ernennet war, wurde dieser Mu-rray indessen bis zu dessenma-jorennität zum Regenten erkläret.Er verlangte hierauf,daß manihm die gefangene Königin Mariam in seine Verwahrung gebenmöchte, und suchte diejenigen, die es mit der Königin gehalten,fleißig auf zumahlen die, so an ihres andern gemahls Henrici Dar»läi tode theil hatten. Unter selbigen war auch ein Hamilton, wel»chen Murray in arrest setzen lassen. Allein er entkam, und passeredem Murray zu Lithquo auf, gab ihm auch, als er an. >570 aufder gaste herum ritte, einen schuß, woran er starb. Es ist dieserGraf Murray sonst deswegen bekannt, daß er die Reformirte reli»gion am ersten in Schottland eingeführet. Ob nun gleich die mei»sten demMurray ein gutes zeugniß geben, so will doch Camdenusdenselben beschuldigen, als seye er an allem der Königin Unglückschuld. kiüor. 8cor. snn- L7e/r--/«

Memoirsr.

Andere berühmte Personen:

'Jacobus, Baradäus und Tzanzalus beygenannt, aus Sy«rren gebürtig, ist der Urheber und Patriarch der Jacvbilen, die vonihm den namen führen. Seine lehre hat sich durch Syrien und Armenien ausgebreitet, davon sein catechismus, welcher sichzu Rom in Arabischer spräche befindet, zu einer richtschnur dienenmuß. Er lebte um das jähr , und muß also weder mit demJacobs Edesseno noch dem Jacobo, einem Bischoffe zu Sarug,vermenget werden. commem. Kill. ^rkiop. I> ;,c. 4. n.zi«

kill. eccles dl. 1.

"Facobus Heraclides oder Dasilides/ wird von vielen voreinen betrüger gehalten. Er gab vor, baß er von den alten Despo»ten oder Woywoden von Moldau und Wallachey herstammete, unddaß er Erb-Herr der insul Samos und Marggrafvon Paros aufdem Lrckipela^o wäre. Er präsentirte eine schöne und anlehnst»che person, und verstund die Griechische, Lateinische , Jtaliäni»sche und Frantzösische spräche sehr wohl. Viel Polnische Herrennahmen fich seiner dermasscn an, daß fie ihn mit gemalt zum Despo»ten von Moldau und Wallachey machten, nachdem fie Alexandruman. 1561 geschlagen hatten. Daranfbestach Jacobus die Bassenund den Groß'Vezier, daß fie ihn durch den Türckischen KayserSolyman ll in seinem Fürstenthum bestätigen halsten. Allein erregierte mir ; jähr. Denn nachdem die Wallachen einigen arg«wohn von seinem herkommen geschöpfft, fielen fie ihn in seinem päl»laste mir gemalt an, worauf er gleich seine Fürstliche insignien zusich nahm, und mit grosser beständigkeit den tod erlitte, -ve L--«-

lez Imxolleurr inÜAner.

jacobus vonBononien, der alte Cloststoe genannt, ein be»rühmter Rechtsgelehrter in dem ir iscuio, als der nebst Martins,Bulgaro und Ugolino a Porta von Kayser Friedrich dem ersten indie Roncalische selber beruffen worden, die rechte des Kaysers aufItalien auszuführen. Er mag um das jähr n6l verstorben seyn.

cle clar. leg. inkerxrer. I. 2. c. 16.

jacobus kalscoloZus, ein Griechischer Edelmann, stam»te eben aus dem geschlecht her, welches das Griechische Kayser»thun» biß zur eroberung Constantinopel durch die Türcken an. 14;;besessen. Wie dadurch selbiges hauß in grosses elend verfiele, undsonderlich er selbsten von der armuth sehr hart gedruckt wurde,gienger nach Rom , und wurde ein Dominicaner-Münch. Weil er abervon unbeständigem gemüthe war, und einige stücke Christlicher re»ligion in zweiffelzog, gerieth er in die inquifitiyn, woraus er ent»flöhe, und in Teutschland gieng, allwo er fich vor einen Protestan»ten ausgab. Von dar zog er in Polen , und gesellte fich zu den A»rianern. Als der Kayser Maximilianus H Nachricht bekommen,wo er wäre, ließ er ihn wieder zurück nach Rom bringen, allwoer seine irrthümer abschwor. Als er fie aber nachgebends wiederumhervor suchte, wurde er an. 156-; ohne alle gnade zum tode verur»theilet und verbrannt. Faustus Socinus hat emen weitläufftigentractat wider ihn geschrieben. lle or. Kar-

rest I. 4 c. 12. Lcl an. 157;. ^

jacobus von Valencia , stehe perez.

jacobus von Viterben / ein Augustiner und Ertz»Bisthoffvon Neapolis, war ein gelehrter und frommer mann, weshalben erauch zu dem gedachten Ertz-Bißthum befördert wurde, worinnener dem Philippo Minutoli folgere. Er starb aber an. i)c>8- Manschreibet ihm verschiedene werckc zu, als lls regimins ckrittianor.^uocllibeca. cle icnm. ecclef

jacobus von Vitrz/ / insgemein 6 e Virrisco genannt, warvon Vitrv, einem kleinen ohnfern Pans gelegenen flecken gebürtig,ob gleich andere vorgeben, er sey von Argentevil entsprossen gcwe»sen. Er war hieselbst anfänglich Prediger, und wurde hieraufLa-nonlcm l<e§ulAN 8 zu Ognies in der biöces Namur . Von dar be»gab er fich in das Touloiisamsche, und predigte wider die Albigenserdas creutz. Nach diesem gesellete er fich zu den creutzfahrten, undwurde Bisthoff zu Ptolemais. Gregorms lX machte ihn an. i rzozum Cardinal, und gab ihm das Bißthum Frescati. Er wurdehierauf als Gesandter in Franckreich, Brabant, und in das heiligeland geschickec, und starb endlich zu Rom den ;c> apr. an. 1244,sein leichnam aber wurde in das kloster nach Ognies gefuhret. An.dreas Hoyus bat sein leben beschrieben. Seine schafften find: k>-

-looclcoiLlls 8c occiclcniAÜs l. ) ; e^illolL fLnylurccL fuos inLorkLnnAiz cle cspks DsmiLks; epillcrls scl Honorium III; cON-in evanZLÜa Lc epiltolss rvliuL snni; vi» L. käarise OZnia-

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887

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worffen , und an statt, daß sonstcn gesagt wurde: du bist erde, undsoll wieder zu erde werden, diese Worte geführet: du bist ein Gib«,imer, und wirst nebst andern deines gleichen wieder zu nichts weden, wiewohl dieses vielmehr seinem Nachfolger PorchetoSpinolawieberfahren. Er starb endlich an. »rs8. Er wird vor einen srom»men und gar gutthatigen mann gehalten, war aber nicht gar mgelehrt, viel »veniger von einem guten und satten urtheil; als wo.von die unzehliche abgeschmackte und lächerliche fabeln, welche erallerorten »n seine, gar unrecht also genannte Lesenclsm auresmeingemischet , nach dem unbeargwohnten zeugniß der gelehrtestenund vernunfftigstenCatholischen strlbenten,nur allzuviel beweißthumgeben. Er hat die Lateinische bibel am ersten in das Italiänischeübersetzet, wiewohl solche vcrston nie gedruckt worden. Daneben

hat er geschrieben killonsm Lomksräicsm, live legenäs sures clevikis fsnclloruin; guaclrsgellmale; sermones lls plsmstu L. lrssn-eVirginis; serrncmes cle »empöre; Lrmoner cle kLncllis; msrislesu.reum; ckronicon fanuenL civitalir; likrurn cle opulculiz Lusulli-ni. Sev-A. supplem. ckron. l.i;. lle vir. iliuttr.

orä. prseäic. 1.4. ck.-rWL bibl. I. 4. 1.2 cle kill. l-sr

c.6o. äe illuttr. clomm.

cleÜL I-l^ur. kill. litt. p. x 19. *

^ -Thomas) H. Grifft voökor und Presbyteriani »scher lVlmllker,n Engelland, ist gebohren an. 1622 in LeicesterShire. Zu Oxford in Magdalena Hall legte er unter v. Wilkin.son die fundament seiner studien. Nachdem er krccaisureus sr.lium worden, kam er nach Cambridge , und ward für ein zeit 80»cius in Trinity Lolleäg , da er wohl angesehen war. Hierauf an.1647 begab er fich aufLondon, und würd von der Gräfin Dowa»ger von Exeter für ihren Lsplsn angenommen, da er gelegenheikhatte in der stadt zu predigen. Er verrichtete sein klmitterium inImägale l?srirk, so lang die regierung solches ihm verzollte, mirgutem applaufu j als der ein mann von Moderation, demuth undsehr gutem Umgang, auch seine predig.«« deutlich, kräfftig und be»weglich soll gewesen seyn. Eine schmertzhaffte kranckheit, bey derener alle Christliche gedult verspüren ließ, nahm ihn den 27 mart. an.»687 in obgedachter Gräfin hauß hinweg. Seine bibliothec, wel»che aus vielen raren wercken bestund, und hoch ästimirt wurde,ward um 1 ;oo pfund sterling an einer öffentlichen auction verkaufft.Neben unterschiedlichen leich'UNd andren predigten, welche er beysolennen occafionen gehalten, hat er «m druck lassen ausgehen eincommemsrx, oder predigten über die 4 ersten Vers des 8ten capikdan die Römer, 4« s ireLrile c>fkol^ veclicsrion, aus anlaß derbrunst zu London rc. SA *

Jacqueline/ siehe Iacobina.

fLCtzl7L8.lL, war der «amen einer rotte aufrührischer bau»ren, welche an. 1; ;8 zur zeit, da der König in Franckreich, Johan»nes ll. von den Engelländern gefangen gehalten wurde, und dasReich durch innerliche factionen zerrüttet war, (stehe JohannesII König in Franckreich ) sich wider den Adel zusammen schlugen,und alles plünderten und verheerten. Diese emporung entspönnesich in Beauvaisis. Der rädelsführer war ein bauersmann, mitnamen Caillet, welchen die Edelleute zum spott fsgue- Kon-Kom-rne nannten, daher der Name >a facquerie kam, und waren ihreranfangs nur hundert, hernach vermehrte sich ihre zahl in Brie, undin der Picardie biß auf neun tausend. Wiewol andere den namenvon den damaligen bauern.röcken, fagues genannt, herführen.Sie ruinirten unterschiedene castelle, machten fich aber durch ihregrausamkcit verhaßt. Sie eroberten durch verrätherey, der bür.ger die stadt Meaur, worinnen eben alle Damen vom KöniglichenHause zugegen waren. Allein der Adel, so fich darinnen befand,wehrete fich, ohnerachtet seiner wenigen anzahl, so tapffer, daßdamals über ;ooc> dauern umkamen. Der Dauphin erschlug ihrermehr als 2000, und König Carl der böse von Navarra, erlegteden Caillet, und ließ ihn enthaupten; wodurch dieser ausruhr ge»stillet wurde. k. 2 psg. 444. Kitt. cltz

Lrsnce t. 2 col.; 8r feg.

'Zaddus oder Jaddoa / succedirte dem Jonathan in dem Ho.henpriesterlichen amte zu Jerusalem . Zu seiner zeit wurde Alexan»der der grosse auf die Jüden zornig, weil sie an den Persern getreublieben, und seine armee nicht mit nothwendigen lebens.mitteln beywährender belagerung der stadt Tyro versehen wollen, und beschloßdahero, fich an ihnen zu rächen, undJerusalem zu belagern. AI»lein Jaddus gieng ihm in seinen Hobenpriesterlichen kleidern entge'gen, da denn Gott des Königs hertze dermassen änderte, daß«,an statt sein vorhaben auszuführen, Gottes namen, so an de^ gvl»denen stirn-blate des Hohenpriesters geschrieben stund, anbete. JaJosephus und noch etliche andere melden, daß er auch Mt zu Je-rusalem gevpffert habe, um seine gnade zu erlangen- Dabey un»